Leserstimmen zu
Das geheime Glück

Julie Cohen

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"Das geheime Glück“ von Julia Cohen war eine richtig schöne Liebesgeschichte.  Aufmerksam wurde ich hauptsächlich durch das wunderschöne Cover. Robbie und Emily wirken als Paar harmonisch und authentisch zusammen. Sie bilden eine Einheit und sind füreinander da. Das ist das erste Buch, dass ich kenne, in welchem die Liebesgeschichte von hinten aufgerollt wurde. Wir begleiten die beiden all ihre 50 Ehejahre. Als Leser erleben wir mit, welche Steine den beiden in den Weg gelegt wurden und wieso sie ein solche eingespieltes Team sind. Fast bis zum Schluss bleibt man im unklaren, welches große Geheimnis die beiden seit Jahren im Dunkeln lassen wollen.  Besonders Emily hat es mir mit ihrem starken Charakter und den schönen gesprochenen Sätzen angetan. Der Schreibstil der Autorin zwingt einen förmlich dazu, dass man das Buch beenden möchte obwohl man „das Ende“ schon kennt. Man leidet und fiebert mit den Protagonisten richtig mit! Trotz des tragischen Kerns ist es eine Geschichte voller Liebe die ans Herz geht. Wer also eine Liebesgeschichte sucht, die nicht unbedingt klassisch ist (besonders durch die umgekehrte Erzählweise) der findet sein „geheimes Glück“ mit diesem Buch.

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Kurzbeschreibung Das geheime Glück von Julie Cohen Emily und Robbie – eine Liebesgeschichte. Aber auch eine dramatische Vergangenheit, die sich in diesem überraschenden Roman nach und nach dem Leser präsentiert. So perfekt ihr Leben zu Beginn des Buchs scheint, so groß ist das Geheimnis, das dahinter steckt. Was mit einem alten glücklichen Paar beginnt, endet mit einer einsamen Frau. Doch die Geschichte, die dahinter steckt, ist so viel mehr. Rezension Das geheime Glück von Julie Cohen Zugegeben, was mich an diesem Buch zuerst fasziniert hat, war das Cover. Ich bin generell der Typ, der sich von einem schönen Cover verführen bzw. von einem nicht so schönen abschrecken lässt, aber diese Farben in Kombination mit der goldenen Glanzschrift haben mich unheimlich angezogen. Der Klappentext klang ganz nett, hat aber nicht viel verraten und mich ganz sicher nicht auf dieses Buch vorbereitet. Der Anfang … Gleich zu Beginn war ich schon erstaunt, denn Emily und Robbie sind alt. Kurz war ich irritiert und habe mich gefragt, ob dieses Buch das Richtige für mich ist, mich dann aber entschlossen, ihm eine Chance zu geben. Robbie schleicht sich morgens aus dem Haus, lässt seine schlafende Frau Emily im Bett zurück und springt von einer Klippe. Das ist kein richtiger Spoiler, es passiert gleich im ersten Kapitel und direkt im Anschluss wird auch erklärt, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat, nämlich seine fortschreitende Demenz und sein Wunsch, sein Leben und alles was passiert ist, nicht zu vergessen. Ob man das nun gut findet oder nicht, sei dahingestellt und es ist zum Glück auch nicht das Thema, auf dem der Fokus liegt. … oder das Ende? Jetzt folgt nämlich das wirklich Besondere an diesem Buch: Es ist chronologisch rückwärts geschrieben. Es beginnt 2016 und bewegt sich zurück ins Jahr 1962. Es ist für die Geschichte der perfekte Aufbau, denn nur auf diese Weise lernt man die beiden Protagonisten so kennen, wie sie es verdient haben. Julie Cohens Schreibstil ist beeindruckend, er vermittelt in jeder der Teilgeschichten eine bestimmte Stimmung, die Personen scheinen wie gewandelt… Worum also geht es? Es ist schwierig, über die eigentliche Geschichte zu berichten, ohne zu viel zu verraten. Julie Cohen erzählt, wie Robbie und Emily 2016 von der Demenzdiagnose erfahren und die Söhne William und Adam einweihen. Man lernt ein altes glückliches Paar kennen, die scheinbar schon ihr ganzes Leben glücklich waren und ein eingespieltes Team sind. Über die Jahre 1990, 1975-1977, 1972 und 1962 gelangt man schließlich zurück zu den Anfängen von Robbies und Emilys Geschichte. In jedem Teil des Buchs erfährt man mehr über die Beiden. Von Anfang an wird dabei auf ein Geheimnis angespielt, das sie miteinander teilen, man erfährt aber sehr lange nicht, was es ist. Obwohl immer wieder Hinweise gegeben werden, wird es erst auf Seite 400 (ich habe mir die Seitenzahl extra gemerkt) gelüftet und ich kann euch verraten: darauf war ich nicht gefasst! Die Protagonisten und ihre Beziehung Über die Handlung kann ich deshalb auch hier gar nicht viel berichten, ohne zu spoilern, sehr wohl aber über die Personen und die Stimmungen: 1962 Emily lernt man als herzensgute alte Frau kennen. Sie ist pensionierte Ärztin für Geburtshilfe und scheint den halben Ort mit zur Welt gebracht zu haben. Während Emily 1962 eine junge Frau mitten im Studium ist, ehrgeizig und emanzipiert, aber auch schüchtern und unerfahren, ist Robbie in diesen Kapiteln eher der Verführer. Als sie sich kennenlernen ist er nur auf der Durchreise, flirtet ungeniert und ist das Gegenteil von Emily, mit ihrem Ehrgeiz und dem guten Elternhaus, dem sie entstammt. Eine ungezwungene Situation, ein Abenteuer, ein Flirt, eine Liebe? 1972 Die Beiden sind schon durch die ersten Niederschläge gekennzeichnet, durch Probleme. Robbie ist ehrlicherweise in diesen Kapiteln ein ziemlicher Idiot. Er trinkt zu viel Alkohol, ist unverantwortlich und ich denke, wenn das das erste Kapitel über ihn gewesen wäre, das ich gelesen hätte, hätte ich ihn ziemlich unsympathisch gefunden. Emily ist zu dieser Zeit ausgelaugt, deprimiert und hat sich mit vielem in ihrem Leben scheinbar abgefunden. Doch gemeinsam wollen sie es ändern. 1975 bis 1977 Nun sind die zwei schon ein gefestigtes Paar, die Probleme aus den Jahren zuvor überwunden. Sie hoffen auf ein neues Leben mit Kind und tun alles dafür. Hier ist Robbie deutlich sympathischer, er scheint der perfekte Ehemann zu sein. Doch trotz allem merkt man, dass er bei manchen Dingen keine Skrupel kennt. Aufgefallen ist mir das erst deutlich später beim Lesen – das ist ja das Raffinierte an diesem rückwärts erzählten Buch. Emily schwankt zwischen Zuversicht und Angst, auch wenn man noch nicht genau weiß, warum. 1990 Emily ist die gefestigte, sympathische und warmherzige Frau, die man auch schon zu Beginn des Buchs kennenlernt. Sie scheint angekommen zu sein, auch wenn sie eine Begegnung mit ihren Eltern beinahe aus der Bahn schmeißt. Mit ihrer ruhigen, anpackenden Art meistert sie aber auch die schwierigsten Situationen, wohingegen Robbie auch hier wieder zu trotzigen Reaktionen neigt und so ganz anders wirkt als sie. Über dem allem steht aber die große Liebe der Beiden zueinander, die sie gemeinsam alle Hindernisse überwinden lässt. Es klingt kitschig, aber ich finde es wunderschön, dass die Beiden schließlich zusammen alt werden durften. Abschließend… Dieses Buch hat mich – wie schon erwähnt – ziemlich überrascht. Ich hatte nach dem Klappentext keine große Vorstellung von dem, um was es gehen sollte. Wie ihr an meinem Text merkt, ist es aber auch gar nicht so einfach, die Geschichte kurz zu fassen. Diese Idee des rückwärts Schreibens finde ich super. Ich mag aber auch Bücher mit Zeitsprüngen, von daher passt es vielleicht auch einfach für mich sehr gut. Meine Mutter beispielsweise fand das Buch ziemlich langatmig. Ich hingegen fand es super. Ich hoffe, von Julie Cohen noch mehr Bücher lesen zu dürfen und bin gespannt, was ihr denn zu diesem Roman sagt. Und nicht auf Seite 400 nachschauen, bevor ihr dort angelangt seid!

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Eine lebenslange Lüge

Von: milkysilvermoon

23.04.2019

September 2016 in der Clyde Bay im US-Bundesstaat Maine: Zunächst scheint es, als wäre es ein Morgen wie jeder andere. Wie immer lässt Robbie Brandon seine Frau Emily weiterschlafen, während er schon mal aufsteht und Kaffee kocht. Seit 43 Jahren sind die beiden verheiratet und inzwischen ein eingespieltes Team. Doch an diesem Tag tut er noch etwas anderes. Er schreibt Emily einen Brief, der ihr das Herz brechen wird. Aber Robbie muss diesen Preis bezahlen, um ihre Liebe zu schützen. Schließlich darf niemand herausfinden, welches Geheimnis Emily und er seit fünf Jahrzehnten verbergen… „Das geheime Glück“ ist ein berührender Roman von Julie Cohen. Meine Meinung: Der Roman besteht aus fünf Teilen mit insgesamt 34 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Daran schließt sich eine Art Epilog an, das Postcriptum. Erzählt wird aus der Sicht von Robbie und Emily – allerdings nicht chronologisch, sondern rückwärts, was den besonderen Reiz des Romans ausmacht. Somit beginnt die Geschichte im Jahr 2016 und endet 1962. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist einfühlsam, leicht verständlich und anschaulich. Viel wörtliche Rede lässt ihn außerdem lebhaft wirken. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Ich habe das Buch nur ungerne zur Seite gelegt. Die beiden Protagonisten Robbie und Emily haben mir gut gefallen. Es sind vielschichtige, reizvolle und sehr authentische Charaktere, deren Geschichte ich sehr gerne verfolgt habe. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt ist gut nachvollziehbar. Auch die übrigen Personen kommen realitätsnah rüber. Im Mittelpunkt des Romans steht die große Liebe der beiden. Sie sorgt dafür, dass die Geschichte immer wieder emotional berühren kann, ohne zu kitschig oder übertrieben dramatisch zu werden. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt ist die lebenslange Lüge, die Robbie und Emily miteinander teilen. Nur bruchstückhaft wird Teil für Teil der Vergangenheit der beiden enthüllt. Dadurch bleibt die Geschichte fesselnd. Auch einige unerwartete Wendungen erzeugen Spannung. Trotz der mehr als 400 Seiten bleibt der Roman somit kurzweilig und unterhaltsam. Das liebevoll gestaltete Cover hat zwar wenig Bezug zum Inhalt, gefällt mir aber dennoch sehr gut. Der prägnante deutsche Titel weicht erheblich vom englischsprachigen Original („Together“) ab, was mich in diesem Fall jedoch nicht so sehr gestört hat, weil er zur Geschichte passt. Mein Fazit: Mit „Das geheime Glück“ ist Julie Cohen ein ungewöhnlicher Liebesroman gelungen, der sich in seiner Art des Erzählens und seinem Tiefgang erfreulich von anderen Büchern des Genres abhebt. Eine empfehlenswerte Geschichte, die mir schöne Lesestunden bereitet hat.

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Langweilig und unlogisch

Von: Gucci-Beerin aus Bochum

18.04.2019

Im Gegensatz zu der weitläufigen Meinung, dass dieses Buch gut sei, kann ich der Geschichte leider überhaupt gar nichts Positives abgewinnen. Auch auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen, fand ich den Roman einfach nur stinklangweilig und unlogisch. Der Schreibstil mag vielleicht nett sein, aber die Charaktere waren für mich farblos und unsympathisch. Der Roman zog sich wie Kaugummi in die Länge, erst zum Ende hin wurde er ein wenig lebendiger und spannend. Leider kann ich nicht nachvollziehen, weshalb Robbie diesen fatalen Entschluss gefasst hat. Wenn es doch keine Zeitzeugen mehr gibt, dann hätte er doch gar nichts mehr zu befürchten gehabt - und selbst wenn er sein streng gehütetes Lebensgeheimnis versehentlich ausgeplaudert hätte, würde man ihn sowieso nur für einen senilen alten Mann halten. Also ich verstehe die allgemeine Begeisterung nicht. Ein Stern für das hübsche Cover, aber von mir gibt es keine Leseempfehlung!

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Pure Liebe

Von: Grenzenlos

11.04.2019

Bei Emma und Robbie war es Liebe auf den ersten Blick. Doch das erfährt der Leser/die Leserin erst zum Schluss der Geschichte, denn diese hier wird rückwärts erzählt. Sie beginnt bei den beiden als altes Paar und geht dann in unregelmäßig großen Schritten bis zu dem großen Ereignis, das die Leben von den beiden Menschen für immer verändern wird. Das Buch lebt von den Geheimnissen, von Andeutungen, die man erst viel später versteht. Es gibt so viele Wendungen und Informationen, die man dann zu einem großen Ganzen zusammenfügen muss, sodass man viele Verbindungen erst viel später versteht. Ich fand das überaus spannend und habe das Bedürfnis, das Buch nochmal zu lesen, jetzt, mit all dem Wissen. Vom ersten Moment an hat mich die Geschichte gefangen genommen. Sie wird ohne Kitsch erzählt und hat mich durch die wunderbaren Charaktere, die vielschichtig, komplex und liebenswert ausgearbeitet wurden, begeistern können. Von manchen Personen hätte ich liebend gern noch mehr erfahren, doch es werden nur einzelne Episoden erzählt. Ausschnitte aus dem Leben, die viele Fragen aufwerfen, die aber nicht beantwortet werden. Doch das gehört zur Erzählform dieses Buches dazu und mit dem musste ich mich abfinden. Die eigene Fantasie wird dadurch jedenfalls angeregt und das war vielleicht auch Absicht der Autorin. Der Schreibstil war sehr flüssig und leicht zu lesen. Cohen schreibt sehr detailliert, gleichzeitig poetisch und konnte mich dadurch in einen Lesesog ziehen. Aufhören war unmöglich. Unbedingt wissen zu wollen, was Emma und Robbie "Fürchterliches" getan hatten, dass sie beide ihre Familien dafür aufgeben mussten, tat den Rest. Das geheime Glück der Liebenden steht in jedem Kapitel auf Messers Schneide. Die Zeitsprünge hat die Autorin mit Bravour und sehr authentisch geschafft. Durch Zeitangaben vor jedem Kapitel und markante Besonderheiten konnte man sich gut zurechtfinden. Fazit Sehr empfehlenswerte Liebesgeschichte, die ohne viel Kitsch auskommt. Spannend von der ersten bis zu letzten Seite, erzählt die Autorin rückwärts. Diese Erzählform war neu für mich, doch umso interessanter. Getragen wird die Geschichte durch wunderbare Charaktere, einen tollen Schreibstil und Geheimnisse, so viele Geheimnisse.

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"Das geheime Glück" von Julie Cohen hat mein Interesse zunächst wegen des einfachen und zugleich einladenden Covers geweckt. Gesteigert wurde das Interesse dann durch den interessanten Klappentext, der Neugierde weckt, was hinter dem Geheimnis steckt. Und beim Lesen wurde ich dann auch nicht wirklich enttäuscht. Julie Cohen ist ein überaus emotionaler und mitreißender Roman gelungen, der vor allem durch die weibliche Hauptfigur Emily überzeugt. Emily ist seit Jahrzehnten mit Robbie zusammen. Eines Tages wacht sie morgens auf und Robbie ist weg. Auf dem Kissen neben ihr liebt ein Brief von ihm, in dem er ihr sagt, dass er ging, um ein seit fünf Jahrzehnten gehütetes Geheimnis zu schützen. Der Roman folgt der Beziehung rückwärts zwischen Robbie und Emily. Die Handlung beginnt in der Gegenwart und geht dann zurück bis zum Entstehungspunkt des Geheimnisses. Und auch wenn ich gestehen muss, dass einige Teile der Handlung relativ vorhersehbar waren, hat dies nicht wirklich das Lesevergnügen getrübt, da man die ganze Zeit auf das ganz große Geheimnis wartet. Dieses kommt dann auch ganz zum Schluss und ich kann auch jetzt, eine kurze Zeit nach Beendigung des Romans, nicht so ganz sagen, was ich davon halten soll. Es ist ein Geheimnis, welches beim Leser in jedem Fall polarisieren kann. Ich möchte nicht zu viel vom Geheimnis verraten, nur so viel: Es lässt einen als Leser mit einer ethischen Frage zurück, die jeder für sich selbst beantworten muss. Julie Cohens Schreibstil ist sehr emotional. Sie schreibt ziemlich detailgetreu und lässt ihr Figuren ihren universellen Charme ausspielen. Und auch wenn man mit manchen Handlunge der Charaktere nicht so ganz einverstanden ist, sind diese notwendig um die Handlung lebendig zu halten. Die Figuren wirken wohldurchdacht und sind mehr als liebevoll gestaltet. Fazit: "Das geheime Glück" von Julie Cohen ist ein Roman, der eine Liebesgeschichte mehr oder minder rückwärts erzählt und vor allem durch die emotionale und mitreißende Sprache überzeugt. Und auch wenn Teile vorhersehbar sind und mich das Ende das Geheimnis ein wenig ratlos zurückgelassen hat, habe ich diesen Roman sehr genossen. Für ist dieses Buch ein unbedingtes Lesemuss! Note: 2 (💗💗💗💗)

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Kurzbeschreibung Es ist ein Morgen wie jeder andere, als Robbie neben seiner schlafenden Frau Emily erwacht. Wie immer steht er vor ihr auf und kocht Kaffee. Doch an diesem Morgen schreibt er einen Brief und tut damit etwas, was Emily das Herz brechen wird. Robbie weiß: Er muss diesen Preis bezahlen, um ihre Liebe zu schützen. Denn niemand darf erfahren, welches Geheimnis Emily und er seit fünf Jahrzehnten hüten … (Quelle: Diana Verlag) Meine Meinung Von Julie Cohen kannte ich bereits einen anderen Roman, der mir damals auch schon sehr gut gefallen hatte. Nun stand „Das geheime Glück“ auf meinem Leseplan und ich war wirklich gespannt darauf, wohin die Reise hier wohl gehen würde. Das Cover hat mir richtig gut gefallen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich auch flott angefangen mit Lesen. Ihre Charaktere hat die Autorin hier richtig gut gezeichnet. Ich empfand sie als gut beschrieben, ich konnte auch die Handlungen gut verstehen und nachvollziehen. Robbie und Emily sind ein schönes Paar. Sie verbindet eine tiefe, bedingungslose Liebe. Und sie haben ein Geheimnis. Man lernt als Leser hier das Leben der beiden kennen, erfährt Dinge, die sie erlebt haben, die geschehen sind. Sie haben so viel gemeistert, das Schicksal war ihnen nicht immer wohlgesonnen. Die beiden Protagonisten sind gefühlvoll und einfühlsam beschrieben, als Leser baut man hier schrittweise eine Bindung zu ihnen auf. Man versetzt sich in sie hinein, fiebert mit ihnen mit. Der Schreibstil der Autorin ist toll. Sie schreibt sehr bildhaft und gefühlvoll. Mir gefiel dies richtig gut, denn es macht es einem leicht dem Geschehen zu folgen. Das Geschehen hier hat mich wirklich begeistert. Es ist besonders, denn man es startet im Jahr 2016 und wird dann rückwärts bis ins Jahr 1962 erzählt. Dadurch lernt man als Leser verschiedene Lebensabschnitte kennen. Es ist eine ungewöhnliche Erzählweise, hier aber passt sie sehr gut. Den Leser erwartet hier durchaus einiges an Spannung, diese ist jetzt aber nicht nervenaufreibend oder so, dennoch aber ist sie vorhanden. Mit der Zeit wird hier zwar auch langsam klar worauf alles hinausläuft, dennoch aber ist man als Leser an die Seiten gefesselt. Man erkennt dann auch, dass es hier ein Geheimnis gibt, welches allerdings erst gen Ende erklärt wird. Und dennoch hat die Autorin hier ein tolles Buch geschaffen in dem sie sich einem doch recht heiklen Thema widmet. Das Ende ist in meinen Augen genauso gut wie es hier kommt. Mir persönlich hat es gefallen, denn es passt einfach und macht die Gesamtgeschichte rund. Fazit Kurz gesagt ist „Das geheime Glück“ von Julie Cohen ein Roman, der mich von Anfang an richtig einfangen konnte. Interessante sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein angenehmer flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend und emotional empfand und deren Thema ziemlich heikel ist, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich überzeugt. Absolut zu empfehlen!

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>> Du bist mein Anfang und mein Ende und jeder Tag dazwischen. << Diese Geschichte verspricht außergewöhnlich, berührend und wunderschön zu sein und außergewöhnlich ist sie, allein schon durch die Gestaltung. Es wird nämlich rückwärts erzählt. Als Leser startet man in der Gegenwart, im Jahre 2016, als Robbie 80 Jahre alt ist. Es ist September, früh morgens. Der Nebel steht noch über Clyde Bay und die Sonne ist noch nicht aufgegangen, als Robbie erwacht. Emily liegt, genau wie all die Jahre schon, mit ihrem Po an ihm geschmiegt, doch heute ist der Tag gekommen, wo Robbie das tun muss, was er schon länger plant. Er geht leise nach unten und verfasst einen Brief, den er Emily auf den Nachtschrank legt. Danach geht er nach draußen, folgte dem Pfad zum Ufer und schwimmt. Er schwimmt solange, bis die Strömung so stark wird, dass er nicht mehr kann… Ab hier wird die Geschichte rückwärts erzählt, indem der Leser erfährt, dass Robbie und Emily mehrere Geheimnisse hatten. Genau diese Geheimnisse machten die Story spannend, weil man durch das Eintauchen und durch das rückwärts erzählen Stück für Stück der Wahrheit immer näher kommt. Somit kommen wir auch schon zu dem, was mir nicht so gut gefallen hat. Diese „vielen“ Geheimnisse! Sie waren mir dann einfach zu viel. Man liest und liest, um die Wahrheit zu erfahren und dann wird zum Schluss das größte Geheimnis aufgelöst, dass ich dann viel zu überzogen fand. Dabei wurde ganz außer Acht gelassen, dass über ein anderes Geheimnis gar nicht mehr gesprochen wurde. Natürlich kann man das so stehen lassen, aber genau diese Stelle fand ich am spannendsten und deswegen hätte ich gerne mehr darüber erfahren. Diese Geschichte hatte, mir persönlich, zu viele Thematiken angeschnitten, dass ich sagen kann, manchmal ist weniger mehr. Trotzdem ist es aber auch irgendwie eine schöne Geschichte, die mal etwas anders war und die auf alle Fälle, durch die Geheimnisse, die Spannung im Mittelteil aufrechterhält. Fazit: Eine schöne und außergewöhnliche Geschichte, die mich aber zum Ende hin etwas enttäuscht hat.

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