Leserstimmen zu
Opferfluss

Lorenz Stassen

Nicholas-Meller-Serie (3)

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Opferfluss

Von: Blackfairy71

05.06.2020

Nach zwei spektakulären Kriminalfällen, die er aufklären konnte, ist Nicholas Meller vom Underdog zum Staranwalt geworden. Allerdings haben die Verbrechen, die er hautnah miterleben musste, auch ihre Spuren hinterlassen und auch die Polizei hat er sich nicht gerade zum Freund gemacht. So ist Meller natürlich überrascht, als ihn Kommissar Thomas Rongen um Hilfe bittet. Er ist des Mordes angeklagt, beteuert aber, dass es Notwehr war. Der Verdächtige, den er erschossen hat, hatte eine Waffe. Aber diese ist verschwunden. Ebenso eine junge Frau, die das Ganze beobachtet haben soll. Meller sucht fieberhaft nach der Waffe und der Zeugin, um seinen Mandanten zu entlasten. Dafür nutzt er auch seine Kontakte zur Russenmafia, denn er wurde selbst in Sibirien geboren. Bei seinen Recherchen gerät Meller immer mehr in ein Netz aus Korruption und Gewalt. "Opferfluss" ist der dritte Teil der Reihe mit Nicholas Meller und Nina Vonhoegen. Die ersten beiden Teile kenne ich aber nicht und habe festgestellt, dass man sie auch nicht vorher gelesen haben muss. Auf dem Cover steht zwar Thriller, ich würde es aber eher als Krimi bezeichnen. Dafür fehlte mir einfach die an den Nerven zehrende Spannung, die ich sonst von Thrillern kenne. Zwischendurch gab es auch ein paar "Durchhänger", aber insgesamt war der Lesefluss gut und die Geschichte hat mich gut unterhalten. Die Erzählperspektive ist überwiegend in der 1.Person aus Sicht von Nicholas Meller. Andere Kapitel erzählen dann in der 3. Person aus Sicht von Rongen oder Mellers Kollegin Vonhoegen. Dadurch erhält der Leser natürlich mehr Einblicke in die Abläufe. Die Charaktere sind authentisch und ihre Handlungen glaubwürdig. Auch die Nebenfiguren sind nicht einfach gut oder böse. Einzig der Titel "Opferfluss" erschließt sich mir auch nach dem Lesen des Buches nicht wirklich. Insgesamt also ein guter Krimi, der einem spannende Lesestunden beschert.

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Und weiter geht’s mit dem dritten Band der Reihe um den Kölner Anwalt! Nicholas Meller ist mehr als überrascht, als er ausgerechnet von Kommissar Thomas Rongen engagiert wird. Denn dieser steht unter Mordverdacht … In Köln wurde auf Polizisten geschossen. Zwei Beamte wurden tödlich verletzt, ein Weiterer liegt im Koma. Verdächtigt wurde der erst kürzlich aus der Haft entlassene Frank Brenner. Kommissar Rongen observiert den Verdächtigen, dann ist Brenner tot! Wurde er bedroht? Oder war es Mord? Der Kommissar behauptet in Notwehr geschossen zu haben! Bei der Untersuchung des Tatortes wird keine Waffe gefunden, die dem Verdächtigen zugeordnet werden kann und auch Zeugen gibt es keine. Daher plädiert der Staatsanwalt auf Mord. Nicholas Meller kommt das Verhalten der Kölner Polizei merkwürdig vor. Er lässt alles stehen und liegen und nimmt das Mandat an, denn Kommissar Rongen kann keinen Rückhalt von den Kollegen erwarten … Nicholas Meller ist inzwischen ein angesehener Anwalt, der sich für seine Mandanten wirklich ins Zeug legt. Das tut er natürlich auch für Thomas Rongen, obwohl die Beiden in der Vergangenheit einige Konflikte zu meistern hatten. Und auch Nina, die mittlerweile ihr zweites Staatsexamen in der Tasche hat und in der Rechtsabteilung des Polizeipräsidiums arbeitet ist ihnen eine große Hilfe. Wie schon in den beiden vorherigen Bänden zeigt uns Lorenz Stassen auch hier zu Beginn des Buches eine Szene, deren Ursprung wir schon aus „Angstmörder“ und „Blutacker“ kennen, die aber an Spannung nichts zu wünschen übrig lässt. Im Laufe des Buches wird nun endlich klar, was damals wirklich vorgefallen ist und warum die Ermittlungen über so lange Zeit keine brauchbaren Ergebnisse brachten. Ein toller Kniff, den ich richtig gefeiert habe! Der Autor besticht in „Opferfluss“ durch eine anschauliche und klare Erzählweise, bei der er aber auch nicht vor der Beschreibung von grausamen Foltermethoden zurückschreckt, ohne diese jedoch unnötig auszuweiten. Der gewohnt lockere Schreibstil und die spritzigen Dialoge zieht den Leser wunderbar in die Geschichte und natürlich glaubt man, den Täter früh ausgemacht zu haben, doch wie schon beim letzten Mal kommt eine rasante Wendung nach der Anderen und auch wenn sich das Eine oder Andere bestätigt, heißt das noch lange nicht, das die Lösung greifbar ist. Natürlich darf auch der bitterböse Humor nicht fehlen! Wir finden in Stassens Büchern immer sehr menschliche Charaktere, das gefällt mir unheimlich gut. So ist beispielsweise Nicholas Meller kein Superheld, der jeder Folterung trotzt. Er reagiert in brenzlichen Situationen schon mal panisch und ängstlich und wenn es ihm dreckig geht, gönnt er sich Abends auch mal ein Bier in seiner Stammkneipe um den Kopf frei zu bekommen. Alles in Allem einfach wieder eine tolle Steigerung und ein super Buch! Ich freue mich schon auf weitere Bücher aus der Feder von Lorenz Stassen.

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Toller Plot und interessanter Wechsel der Erzählperspektive. Die Hauptfigur spricht aus ihrer Sicht, der Rest wird „normal“ erzählt. Hab das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Klare Empfehlung!

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Nach zwei erfolgreich gelösten Fällen ist der Kölner Anwalt Nicholas Meller ganz oben angekommen, wenngleich die Ereignisse nicht ganz spurlos an ihm vorbeigegangen sind - sowohl im beruflichen Umfeld als auch privat. Im dritten Band wird es erneut sehr persönlich, auch wenn Meller das noch nicht gleich ahnt, als Kommissar Rongen in seine Kanzlei kommt und ihn um Hilfe bittet. Der Polizist wird des Mordes verdächtigt, plädiert jedoch auf Notwehr. Das Problem: Die Waffe des Gegners wird nicht gefunden. Wer lügt und wer sagt die Wahrheit? Für mich ist Opferfluss der bisher stärkste Band um den Anwalt Nicholas Meller aus der Feder von Lorenz Stassen. Ein guter Thriller, der sich sehr flüssig liest und von seinen Perspektivwechseln zwischen Meller als Ich-Erzähler und anderen Personen lebt. Einen Stern Abzug, weil ich die gesamte Story sowie deren Auflösung persönlich dann doch etwas verwirrend und am Ende nicht wirklich befriedigend fand. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen und endlich ist mir Nicholas Meller auch als Protagonist sympathisch :) In diesem Band wurde auf die Klischees aus den Vorgängerbüchern verzichtet und meiner Meinung nach tut das der Figur sehr gut. Ich würde dennoch empfehlen, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da Band 3 auch auf Band 1 Bezug nimmt und Licht ins Dunkel eines früheren Falls bringt. Klare Leseempfehlung für Freunde von soliden Thrillern!

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Im Moment habe ich wieder vermehrt Interesse an Krimis, und so durfte bei mir Opferfluss als Hörbuch einziehen. Besonders gefreut habe ich mich über den Sprecher Uve Teschner, der zu einen meiner Lieblingssprechern geworden ist. Bei einem Polizeieinsatz gerät der Kommissar Rongen ins Zentrum der Ermittlungen, denn er soll einen Verdächtigen erschossen haben. Eine Zeugin, die der Kommissar gesehen hat, bleibt verschwunden. Da er sehr sicher ist, was er gesehen hat, seine Version aber nicht auf die Gegenliebe stößt, die er sich gewünscht hätte, sucht sich Rongen Hilfe. Und zwar bei dem Anwalt, mit dem ihm alles andere als eine tiefe Freundschaft verbindet. Nicolas Meller hat sich in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp als Anwalt gemausert, und soll nun Rongen aus der Patsche helfen. Dabei stößt Meller auf einige Ungereimtheiten innerhalb der Polizeibehörde, die ihn misstrauisch werden lassen. Trägt Rongen doch die Schuld, oder ist er selbst Opfer der Missetaten seiner Kollegen? Mit „Opferfluss“ ist Lorenz Stassen ein Krimi gelungen, der mir recht gut gefallen hat. Es ist ein sehr verhängnisvoller Ausflug in eine Welt, in der die Polizei in keinem guten Licht da steht. Spuren wurden gefälscht, die verantwortlichen Kollegen werden von den höchsten Rängen gedeckt. Meller begibt sich auf gefährliches Terrain, so dass er sogar die Aufmerksamkeit der russischen Mafia auf sich zieht. Kann Meller Rongen noch retten? Opferfluss ist eine Geschichte, bei der man hofft, dass sie im Alltag nicht allzuoft vorkommt. Die Geschichte empfand ich als fesselnd. Die Eingangsszene wurde geschickt in den weiteren Handlungsablauf eingeflochten, die Intrigen erst nach und nach aufgelöst. Es mutet erschütternd an, dass die Ermittler ohne weiteres einen Kollegen opfern, um ihre Interessen zu vertreten. Die Tragik und Tragweite wird erst im letzten Drittel offenbart. So ist und bleibt dieser Krimi spannend bis zum Schluss. Der Sprecher Uve Teschner leistet hierzu professionell seinen Beitrag zur Spannung bei. Mit einer wunderbaren Ruhe, ohne viel Schnörkel, trägt er diesen Krimi vor, und lässt einen gebannt zuhören. Eine wunderbare Sprecherauswahl. Sollte man gehört haben! Vielen Dank an RandomHouse Audio, dass ich dieser tollen Produktion lauschen durfte.

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Spannung pur

Von: SunnySu

24.04.2020

Ich lese immer in den öffentlichen Verkehrsmitteln bei der Fahrt zur und von der Arbeit. Bei dem Buch hab ich gar nicht gemerkt wie schnell die Fahrt vergeht und konnte es nicht abwarten, bis ich wieder zum Lesen kam. Der Beginn, das gesamte Buch und das Ende waren sehr spannend.

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Sehr gut durchdacht

Von: Hannelore K.

21.04.2020

Dieses Buch hat mich von sich überzeugt und das bereits fast von der ersten Seite an. Die Geschichte lässt sich ein wenig anders an, eher ruhig. Fast schon zu ruhig für einen Thriller, dachte ich anfangs, doch mit der Zeit sah ich dann, dass das gut passt, zur Geschichte und zu den Figuren. Diese erschienen mir wie auch die Geschichte sehr gut durchdacht. Hier bekommt man Spannung, authentische Personen und eine Geschichte, die wirklich interessant und fesselnd erzählt ist. Was will man mehr von einem Thriller ? Ich habe lediglich einen Punkt abgezogen, da ich unter Thriller dann doch eher nervenzerfetzende Spannung a la Chris Carter erwarte und das war es hier dann nicht, aber das soll das Buch nicht schmälern ! Es überzeugt halt mit einer etwas langsam angehenderen Geschichte.

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Nach zwei spektakulären Fällen steht diesmal Kommissar Rongen vor Mellers Tür. Er möchte, dass Meller ihn als Anwalt vertritt. Nicholas ist verständlicherweise überrascht, dass ausgerechnet Rongen um seine Hilfe bittet, schließlich war ihr bisheriges Verhältnis eher angespannt. Rongen hat einen Tatverdächtigen in den Wald verfolgt und diesen, als er mit einer Pistole auf ihn zielte, in Notwehr erschossen. Das Problem ist dabei, dass im Wald keine Waffe gefunden wurde. Nicholas soll ihm nun helfen. Nicholas Meller nimmt den Fall an und begibt sich damit auf gefährliches Terrain. Im Vorfeld wurden mehrere Polizisten ermordet bzw. schwer verletzt. Bei seinen Ermittlungen greift Nicholas auch auf die Hilfe von Nina zurück. Sie arbeitet inzwischen bei der Polizei. Um Ronge in der U-Haft zuschützen, holt Nicholas seinen alten Klienten Sokolow mit ins Boot, ohne zu ahnen, dass dadurch auch für ihn die Gefahr immer größer wird. Lorenz Stassen hält an seinem Schreibstil fest. Er ist flüssig und es kommt keine Langeweile auf. Im ersten Teil des Buches hätte ich mir jedoch etwas mehr Spannung gewünscht. Das wird aber gegen Ende des Buches ausgeglichen, so dass ich insgesamt sehr gut unterhalten wurde. Da in diesem Band viele Personen aus den vorherigen Büchern mitspielen, ist es ratsam, zuerst diese zu lesen. Vielen Dank an Lorenz Stassen für ein weiteres tolles Buch.

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