Leserstimmen zu
All die ungesagten Worte

Marc Levy

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Eine Reise in die Vergangenheit

Von: Tini's Bücherwelt und mehr

02.10.2019

Kennt ihr das? Ihr schlagt ein Buch auf, lest die ersten Seiten und wisst, dass es genau das Buch ist, was ihr gerade gebraucht habt? Mir ging es mit "All die ungesagten Worte" so. Es ist kein Geheimnis, dass ich die Bücher von Marc Levy unglaublich gern lese und so freute ich mich sehr auf diese Geschichte. Jedoch stellte ich schnell fest, dass ich diesen Titel bereits im Regal hatte. Als Hardcover aus einem anderen Verlag. Aus dem Jahre 2009. Und wisst ihr, was ich danach feststellte? Dass ich es tatsächlich schon gelesen habe. Von Seite zu Seite wurde mir die Geschichte vertrauter, es war wie nach Hause kommen. Jedoch konnte ich mich kaum noch an etwas aus der Story erinnern, da es schon einige Jahre zurück liegt. Protagonistin in "All die ungesagten Worte" ist Julia, die kurz vor ihrer Hochzeit steht. Doch scheint ihr alles andere wichtiger zu sein, denn auch 3 Tage vor ihrem großen Tag hat sie noch kein Kleid. Als sie gerade ebendieses kaufen wollte, bekommt sie eine Nachricht, welche ihr Leben von Grund auf ändern wird - was Julia zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß. Um dieses zu erkennen muss sie auf Reisen gehen. Sie reist nach Montreal und entdeckt dort eine Kohlezeichnung, welche sie 18 Jahre zurück wirft in eine Zeit, in welcher Sie, als Mädchen aus dem Westen, glücklich war mit einem Jungen aus dem Osten, der DDR. Ihre Gedanken werden nur noch von der Vergangenheit beherrscht und so treibt es sie über Paris nach Berlin, einer Stadt, welche einmal ihr Zuhause werden sollte und sich doch so sehr verändert hat, dass sie sich fragt, was sie in dieser großen Stadt eigentlich macht. "All die ungesagten Worte" ist ein Buch mit ganz viel Gefühl. Ein Buch, welches mir immer wieder die Kehle zuschnürte. Ein Buch über die Vergangenheit, die Zukunft. Über Trauer, Einsamkeit, Wut, Hass, Vergebung. Es ist ein Buch, was so viele wichtige Themen aufgreift und zu einer wundervollen Geschichte verpackt. Ich habe es von der ersten Seite an geliebt. Ich war in der Geschichte, ich fühlte mit Julia. Wenn die Vergangenheit einen einholt, kann man nicht immer mit den Empfindungen umgehen. Sie können einen zerreißen, aber man kann auch an ihnen wachsen. Es ist ein Prozess, den man durchleben muss und das hat Julia auf eine wunderbare Art getan. Sie wächst an ihren Gefühlen, sie gewinnt an Stärke und Vertrauen in sich und in andere. Marc Levy hat einen unglaublich guten Schreibstil, den ich schon viele Jahre gern lese und zu schätzen weiß. Er schreibt sehr gefühlvoll und nachvollziehbar. Es wirkt nie aufgesetzt, nie zu gekünstelt - es fühlt sich alles einfach echt an. "All die ungesagten Worte" ist vielleicht kein anspruchsvolles Buch, bei welchem man viel Denken und sich konzentrieren muss. Aber man hat beim Lesen auch oft diese Momente, an welchen man ein Buch lesen möchte, was leicht ist. Was einen aus der Realität reißt und alles um sich vergessen lässt. Und genau für diese Momente ist dieses Buch gedacht - für die Momente zwischendurch.

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Dieses Buch ist nicht das erste welches ich von dem Autor lesen und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut als ich es bestätigt bekommen habe vom Verlag. Der autor hat es wirklich drin wunderschöne Romane zu schreiben. Dieser hier ist wieder so einer, viele kennen das Buch vielleicht schon aber ich wollte auf das Taschenbuch warten. Das kam diesen Monat dann endlich auf den markt. Ich möchte nicht mit Julia tasuchen in diesem Buch, statt Hochzeit zu feiern auf die Beerdigung des Vaters zu gehen ist nun wirklich kein Vergnügen. Doch wer möchte das schon? Alles kommt von jetzt auf gleich anders erst hofft man noch das der Vater zur Hochzeit kommt, trotz dem schweren verhätniss, und dann kommt die nachhricht der beerdigung. Stell ich mir wirklich schwer vor. Doch Julia ist auch ein bisschen sauer als sie in der Wohnung ihres Vaters etwas findet. 6 Tage zeit um ihm zu verziehen, das erbittet der Vater nach seinem Tot. Nach zögern stimmt sie zu und mit diesem zustimmen beginnt das Abentuer für Julia nun. Irgendwie gefällt mir diese Idee und ich hätte die Chance gerne bei meiner Mutter gehabt, um nochmal mit ihr zu reden oder einfach nochmal ihre Stimme zu hören. Doch ist sowas realisierbar? Da bin ich wirklich skeptisch. Doch für eine Geschichte in einem Buch find ich es eine wundervolle Idee, man möchte ja in andere Welten abtauchen und den Fantasien ist keine grenze gesetzt. Die Geschichte geht ans Herz und es sind wirklich viele Elemente eingebaut. Julia die zu dem Ort ihrer ersten Liebe reisst, die sie nie vergessen konnte. Das hat mir besonders mitgenommen und der Autor beschreibt alles so mir viel Gefühl. Einfach schön geworden. Was mir noch sehr gut gefallen hat beim Roman ist das die Sicht wechselt und somit das Buch durch verschiedene Erzählungen abgerundet wird.

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„All die ungesagten Worte“ ein Roman von Marc Levy im blanvalet Verlag erschienen. Mit 379 Seiten. Julia ist Zeichnerin, wohnt in New York und wird bald heiraten. Einige Tage vor ihrer Hochzeit stirbt ihr Vater Anthony Walsh mit dem sie schon lange keinen Kontakt mehr gehabt hat. Sie sagen die Hochzeit ab, weil die Beerdigung genau am selben Tag ist wie die Hochzeit gewesen wäre. Nach der Beerdigung will Julia alleine sein und geht in ihre Wohnung und später noch zur Arbeit. Ihr Verlobter Adam fährt zu seiner Familie aufs Land. In der Arbeit bekommt sie einen Anruf, es sei eine große Kiste für sie geliefert worden. Zu Hause angekommen ruft sie erst mal ihren besten Freund Stanley an, der sagt ihr Möglichkeiten wie die Kiste auf gehen könnte. Und siehe da, sie ist offen. Was sie darin entdeckt ist ein schlechter Scherz! Es ist ihr Vater, Lebensgroß als so eine Art Wachsfigur, Augen geschlossen und eine Fernbedienung ist dabei. Sie drück auf den einzigen Knopf und plötzlich gehen die Augen der Figur auf und er beginnt mit ihr zusprechen. Er stellt sich als ein Prototyp eines Roboters vor, der mit seinen Erinnerungen und Gedanken versehen ist. Er sieht so lebensecht aus! Und so beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Vater und Tochter haben eine Menge altes aufzuarbeiten, dazu gehört auch die Trennung von Julias großer Liebe Thomas in Berlin, für die ihr Vater verantwortlich ist. Leider ist Thomas vor fast 20 Jahren als Journalist in einem Kriegsgebiet ums Leben gekommen, oder doch nicht? Wird Julia dem Roboter Vater eine Chance geben und sich auf eine Reise zum Aufarbeiten ihrer Probleme machen? Welche Städte werden die beiden bereisen? Kann der Roboter Vater überhaupt durch die Sicherheitskontrollen am Flughafen kommen? Welche neuen Probleme werden auf Julia zukommen? Wird sie nach der Reise ihren Verlobten Adam heiraten und glücklich werden? Oder spuckt Thomas noch in ihren Gedanken umher? Meine Meinung: Ich hab etwas anderes zum Titel des Buches erwartet. Bin aber positiv Überrascht worden, zwar ist die Geschichte mit einem Roboter Vater etwas an den Zukunftshaaren herbeigezogen worden aber man darf auch mal etwas neues, anderes lesen. Die Geschichte dreht sich um die Versöhnung von Vater und Tochter und erst in zweiter Linie um eine neue/alte Liebe. Die Reisen in die Vergangenheit, wie nach Ostdeutschland und Politische Verfolgung ist ein Genre für sich selbst. Ich hab das Buch wegen dem vielversprechenden Cover ausgewählt. Mir ist auch aufgefallen, dass ich dabei selbst überlegt habe, was hätte ich an Julias Stelle gemacht. Also Zusammenfassend ist die Geschichte spannend, liebevoll, mit Nachdenklichen Teilen aus der DDR Zeit versehen und vor allem mit einem unerwarteten Happy End geschrieben. 4 von 5 Sternen

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