Leserstimmen zu
Drei Sekunden

Anders Roslund, Börge Hellström

Piet Hoffmann (1)

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Konnte mich nur bedingt überzeugen

Von: WrittenArt

21.02.2019

Das Cover und der Klappentext haben mir auf Anhieb gefallen, allerdings konnte das Buch die Erwartungen nicht halten. Das Buch ist kein kompletter Reinfall, da es gegen Ende wirklich spannend wird, aber der Anfang war extrem zäh. Durch die verschiedenen Charaktere und das Hin- und Herhüpfen in der Story, war es extrem schwierig dem Ganzen zu folgen, geschweige denn eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen. Es ist lange her, dass ich mich so krass durch ein Buch kämpfen musste und dabei kommt leider nicht viel Lesespaß auf. Ob ich die noch erscheinenden Bücher mit Piet Hoffmann lesen möchte, kann ich aktuell noch nicht sagen, da kommt es wohl dann auf den Anfang der Bücher an, denn ein weiteres Mal würde ich mich nicht durch so einen zähen Anfang kämpfen.

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Fesselnd

Von: Ilforst

15.12.2018

3 Sekunden ist ein raffinierter und fesslender Thriller von der ersten bis zur letzten Seite. Vielschichtige Charaktere und eine raffinierte Story.

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Piet Koslow Hoffmann führt ein Doppelleben. Da wäre zum einen seine Familie mir den beiden Söhnen und seiner liebenden Ehefrau, für die er alles tun würde. Auf der anderen Seite wurde er als Undercover-Agent bei einem aufstrebenden Zweig der polnischen Mafia in Schweden eingeschleust und steht dort kurz vor dem Durchbruch. Täglich setzt er sein Leben aufs Spiel, doch sein neuer und finaler Auftrag sprengt alle Grenzen: Er soll die Drogengeschäfte der Mafia in einem Hochsicherheitsgefängnis an sich reißen. Unterstützt wird er dabei sowohl von der polnischen Mafia als auch von höchster polizeilicher Ebene und doch kann er sich auf niemand anderen als sich selbst verlassen. Wenn seine Tarnung auffliegt ist er innerhalb weniger Sekunden tot. Der Mann mit den zwei Namen wäre jedoch nicht der beste Infiltrator, den die Polizei je zu bieten hatte, wenn er sich nicht schon längst einen gerissenen Ausweg gesucht hätte. "Drei Sekunden" ist mir wegen des ansprechenden Titels ins Auge gefallen und nach dem Lesen des Klappentextes musste ich dieses Buch, das als große Blockbuster-Verfilmung geplant ist, einfach lesen. Im Nachhinein muss ich allerdings zugeben, dass es mich wirklich enttäuscht hat, da ich mir bei diesem spannenden Grundszenarios der Infiltration einer Drogenmafia in einem Hochsicherheitsgefängnis weitaus mehr erhofft hatte. Ich würde nicht soweit gehen die Handlung als vorhersehbar zu bezeichnen, viele Entwicklungen haben sich jedoch schon einige Seiten zuvor abgezeichnet und sorgten bei mir somit für das Ausbleiben des Überraschungseffektes. Obwohl man der auf knapp 700 Seiten erzählten Geschichte keine Langatmigkeit vorwerfen kann, konnten mich weder der etwas eigenartige Schreibstil noch die Charaktere für sich gewinnen, vielmehr bin ich aus der Rolle des neutralen Beobachters nicht herausgekommen. Etwas eigenartig war der Schreibstil für mich insofern, als dass es zwischendurch keine klare Abtrennung zwischen Gesagtem und Gedachtem gibt. Einige Passagen sind kursiv gedruckt, mal handelt es sich dabei um Erinnerungen, dann sind es wieder aktuelle Gedanken und in anderen Fällen sogar Teil eines gerade stattfindenden Gesprächs, was ich sehr verwirrend fand, denn in den gleichen Abschnitten es obendrein innere Monologe in normalem Schriftsatz. Zwischendurch gab es durchaus Charaktere, zu denen ich Zugang gefunden habe, wie beispielsweise der in eine Mordfall ermittelnde Kommissar Ewert Grens oder auch Erik Wilson, den Leiter des verdeckten Einsatzes von Infiltratoren. Die meisten Protagonisten habe ich jedoch als schemenhafte Abbilder ihrer selbst empfunden, waren sie in ihren Überlegungen und Handlungen so sprunghaft und inkonsequent. Bei einigen war das aus Sicht des Erzählers bestimmt durchaus gewollt, doch bei mir als Leser konnte der Funke einfach nicht überspringen. Konnte mich die Geschichte von "Drei Sekunden" nur mäßig überzeugen, so hatte mich das kurze Nachwort der Autoren von den ersten Sätzen an vollkommen in den Bann gezogen. Ihre darin eindrucksvoll zum Ausdruck gebrachte Botschaft über den zunehmenden Einsatz von Infiltratoren und das systematische Vertuschen von Verbrechen und Manipulieren von Gerichtsverfahren sorgte bei mir für Gänsehaut und hallt bis heute in ihrer Eindringlichkeit und Relevanz nach.

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Der Spannungsaufbau steigert sich bis zur letzten Seite und lässt den Leser das Buch kaum aus der Hand legen. Die handelnden Figuren und ihre Denkweisen sind gut nachvollziehbar. Der Thriller macht hungrig auf weitere Erscheinungen.

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Piet Hoffmann ist Kontaktmann für die schwedische Polizei und infiltriert die polnische Drogenmafia. Die Aushebung des Drogenhandels in einer bekannten Haftanstalt soll sein Paradestück werden, danach kann er mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen neu anfangen. Doch als er in der Haftanstalt ist, läuft nichts wie geplant und 3 Sekunden werden über sein Leben entscheiden. Piet Hoffmann ist ein sehr schwieriger Charakter, ob ich ihn mag oder nicht, konnte ich bis zur letzten Seite des Romans nicht sagen. Er ist einerseits eiskalt und kalkulierend, andererseits ist er ein liebender Familienvater. Doch was er seiner Familie mit seinem letzten Einsatz antut, ist vielleicht auch für sie etwas zu viel. „3 Sekunden“ von Anders Roslund und Börge Hellström braucht etwas Zeit, um richtig in Fahrt zu kommen, aber dann ist dem Autorenduo ein äußerst spannender Krimi mit charaktervollen Figuren gelungen. Egal ob die ermittelnden Kommissare, der Staatsanwalt oder Piet Hoffmann selbst, alle sind sehr detailliert beschrieben. Die Autoren lassen sich nicht auf eine vereinfachte Gut-gegen-Böse-Geschichte ein, sondern schreiben sehr differenziert. Die Welt lässt sich nicht einteilen in schwarz und weiß und das Buch dieses Buch so spannend. Anders Roslund und Börge Hellström haben einen spannenden und stellenweise etwas kantigen Krimi geschrieben, der bis zur letzten Seite überraschend bleibt und den Leser so mitnimmt. Jetzt bleibt man gespannt zurück, wie es mit Piet Hoffman weitergeht im nächsten Band, der ihm immerhin „3 Minuten“ zugesteht.

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Ausgezeichnet

Von: Sonia Heidemann

26.09.2018

"Drei Sekunden" von Anders Roslund und Borge Hellström ist die fesselnde Geschichte von Piet Hoffmann, einem Ex-Con, der in der Hölle und zurück war. Er wurde in einem schwedischen Gefängnis zu lebenslanger Haft verurteilt, fast getötet und entkam mit seiner Frau und zwei kleinen Söhnen nach Südamerika. Jetzt ist Piet der Leibwächter und rechte Mann von El Mestizo (Spitzname Johnny), dem psychopathischen Leiter eines kolumbianischen Drogenkartells. Johnny vermutet nicht, dass Piet auch ein Informant für die US-amerikanische Drug Enforcement Agency ist. Hoffmann schickt der DEA die Standorte von Kokainfabriken und Details zu ausstehenden Drogensendungen. Er hofft, dass er als Gegenleistung für die wertvolle Intelligenz, die er zur Verfügung stellt, Schweden als freien Mann zurückgeben darf. In seiner Ecke ist der Stockholmer Detektiv Ewert Grens, ein Griesgram, dessen einzige Schwäche die Liebe ist, die er für seine verstorbene Frau empfindet. Dies ist ein langwieriger, komplexer und gewalttätiger Thriller, der seine Kraft aus einer lebhaften Bildsprache, unvorhersehbaren Wendungen und einer heftigen Anklage gegen zynische und eigennützige Regierungsbeamte auf drei Kontinenten bezieht. Piet weiß, dass er sich letztlich auf niemanden verlassen kann, außer auf sich selbst, da Versprechen gebrochen werden müssen. Roslund und Hellström transportieren uns in dichte, von Insekten zerfressene Dschungel und entsetzen uns mit Berichten über kolumbianische Jungen, die darauf trainiert sind, Attentate gegen Geld von Drogenbaronen auszuführen. Timothy Crouse, der Sprecher des US-Repräsentantenhauses, hat einen persönlichen Grund, Drogen zu verachten und diejenigen, die sie für Profit verkaufen. Er stattet Kolumbien einen Besuch ab, um Operationen zu überwachen, die er mitfinanziert hat, ohne zu realisieren, dass er sich selbst und seine Sicherheitskräfte in große Gefahr bringt.

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Ganz ok, aber kein Thriller

Von: Jane

12.09.2018

Das Buch liest sich eher stockend, auch wenn im Laufe des Buchs eine deutliche Spannung zu merken ist. Der Kommissar ist wie in den meisten Krimis eigenbrötlerisch und hat eine schwierige Geschichte zu verarbeiten und daher nichts neues. Insgesamt kann man das Buch lesen, wenn man Krimis mag vor allem, da das Ende doch etwas unerwartet ausgeht. Der Schreibstil und die Kapital sind manchmal etwas abgehackt, so dass man erstmal schauen muss, bei welcher Person man grad wieder ist. Habe mich aber insgesamt nicht allzu gut unterhalten gefühlt und mir von einem Thriller mehr erhofft, da es letztlich für mich nur ein Krimi war..

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Brisanter Stoff in kompliziertem Stil

Von: Mary-an

11.09.2018

Die Handlung: Sogenannte Mulis, Drogenkuriere, aus Polen machen sich regelmäßig auf den Weg nach Schweden, um die Ware in ihrem Körper für die Drogenmafia zu transportieren. Bei einer Übergabe des Stoffes verrät sich der potentielle Käufer, wird als Polizist entlarvt und brutal ermordet. Die schwedische Polizei erhält einen anonymen Hinweis auf die Leiche und rätselt, wer der Anrufer gewesen sein könnte, auch zum Opfer gibt es erst keine Anhaltspunkte. Es stellt sich heraus, dass der Getötete im dänischen Polizeidienst stand und versuchte Kontakt zur polnischen Drogenmafia herzustellen, um an die Hintermänner zu gelangen. Gleichzeitig ist auch die schwedische Polizei daran interessiert und infiltriert ihrerseits mit einem ehemaligen Kriminellen die Organisation. Dass dieser bei der fehlgeschlagenen Übergabe anwesend war und nun darum bangen muss dafür belangt zu werden, war nicht vorauszusehen. Aber ihm gelingt es nach Polen eingeladen zu werden, wo er in die höchsten Kreise der Organisation aufgenommen wird. Sein Auftrag ist die Drogenversorgung in schwedischen Gefängnissen aufzubauen, die sich dann später auch auf den Straßen weiter verbreiten soll. Die Organisation wittert das große Geschäft. Doch die Polizei in Dänemark wie in Schweden ist nicht untätig und der Infiltrator auf schwedischer Seite hat jahrelang dafür gekämpft, dass sein Schützling so weit kommen konnte... Es kommt zu einem überraschenden Ende! Fazit: Insgesamt ein äußerst interessantes Thema, ermöglicht doch das Autorenteam einen Blick hinter die Kulissen. Ängste, Nöte, System und immer wieder die Frage: Wie weit geschieht dies tatsächlich unter unser aller Augen? Allerdings erschwert die Sprache mit zeilenlangen Schachtelsätzen und sehr vielen parallelen Handlungssträngen, die lange nicht zusammenzupassen scheinen, die Lust am Weiterlesen. Ich musste immer wieder zurückblättern um zu kontrollieren, ob ich evtl. etwas überlesen hatte und es ärgerte mich, dass sie aufgebaute Spannung lange nicht in ein Aha-Erlebnis übergehen konnte. Ebenso die Längen im Verlauf der Story machten es nicht leicht dranzubleiben. Leider kein Buch, dass ich meinen Freunden weiterempfehlen würde, obwohl das Thema spannend ist.

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