Leserstimmen zu
Willkommen in Lake Success

Gary Shteyngart

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Willkommen in Lake Success

Von: Deniz

24.09.2019

Ein Trader auf der Flucht vor seinem perfekten Leben? In einem Greyhound - Bus fährt er quer durch das ganze Land. Im Gepäck seine einzigartigen Uhren. Sein Ziel? Seine Jugendliebe Layla zu finden. Auf der Reise erlebt er unglaubliche Abenteuer. Ob am Ende alles gut wird? Man wünscht es ihm. Dieser Roman ist so wahr, und so herzlich.

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Das Buch handelt von dem Hedgefonds-Manager Barry Cohen, der durch seine waghalsigen Spekulationen steinreich geworden ist. Da seine Geschäfte jedoch nicht astrein sind, ermittelt die Börsenaufsicht gegen ihn. Gleichzeitig läuft es privat auch nicht rund - Barrys 3-jähriger Sohn Shiva hat eine niederschmetternde Diagnose erhalten und Barrys Ehe steht auch auf der Kippe. Kurz entschlossen fährt Barry mit dem Greyhound-Bus quer durch die USA - von New York bis El Paso, um seine Jugendliebe wieder zu treffen. Eine sehr interessante Milieustudie der US-Gesellschaft kurz vor der Präsidentenwahl Trumps 2016. Beim Lesen stößt man auf arrogante Manager, die viele Menschen ins Verderben reiten und dennoch immer reicher werden. So ist auch der Protagonist alles andere als moralisch einwandfrei und nur bedingt sympathisch. Das hat mich aber bei diesem Buch gar nicht gestört, da es mich sowohl unterhalten als auch zum Nachdenken gebracht hat. Die Sprache ist nüchtern, schnörkellos und dennoch humorvoll. Es ist sicherlich kein Buch, das man schnell liest, aber dafür hat es länger nachgewirkt. Ich kann dieses Buch nur empfehlen!

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Sommer 2016, Donald Trump befindet sich im Wahlkampf. Barry Cohen, Investmentbanker, Ehemann, Vater, verlässt nach einem Streit seine Familie. Mit einem Greyhound Bus macht er sich auf eine Reise quer durch die USA, um zu seiner Jugendliebe Layla zu gelangen. Es ist ein sehr schräger Road Trip, auf den Barry sich einlässt. Nach und nach erfahren wir Barrys Geschichte, von veruntreuten Millionen, seinem autistischen Sohn Shiva, seinem Faible für teure Uhren. Barry, der eigentlich aus einfachen Verhältnissen stammt, lebt schon so lange in der Welt der Reichen und Schönen, dass er sich mit absoluter Naivität und Gleichgültigkeit gegenüber dem „wirklichen Leben“ auf die Welt der Straße einlässt. Wie aus Teflon gleitet er von einer Situation zur nächsten, verhandelt mit Straßendealern, schläft mit einer jungen attraktiven Frau und erwartet, dass Layla ihn mit offenen Armen empfängt. Seema, Barrys verlassen Ehefrau, stürzt sich in eine Affäre mit dem Nachbarn. Die Betreuung für das autistische Kind sieht die Anwältin wie einen Prozess, alles organisiert und unter ihrer Kontrolle. Mir erschienen sämtliche Figuren in diesem Roman als unerträglich hohl und oberflächlich. Ihre Borniertheit und Fadesse überträgt sich auf das geschriebene. Doch dann kam Layla! Endlich eine Person, die ich annähernd authentisch und lebensnah finden konnte. Vielleicht weil sie auf "der richtigen Seite" steht, politisch, intellektuell. Sie fasst Barry in einem Satz zusammen: "Du läufst durch die Welt und machst Sachen und weißt nicht mal, warum du sie machst....Das Verhalten deines Geschlechts, wie es im Buche steht." Zumindest in diesem Buche! Gary Shteyngart hat ein Händchen für skurrile Situationen, karikiert die Wall Street Emporkömmlinge, macht auch nicht Halt vor der eigenen Literatenzunft, spiegelt die USA kurz vor Trump. Ist es Zufall dass sich Autor und Protagonist phonetisch gleichen? Zumindest haben beide ihren Faible für ausgefallen Chronometer gemeinsam. Was will uns nun Gary über Barry sagen? Nun, Seema sagt über Barry „…sie möge nicht was Barry sei. Nicht wer, sondern was.“ Doch wer oder was ist Barry? Ein von Herkunft und Schicksal geprägter Charakter, mit autistischen Zügen, wie es gegen Ende des Buchs plötzlich anklingt. Der als Kind keine Freunde hatte und sich diese mit „Freundschaftssätzen“ ködern wollte. Der sich lieber mit Dingen als mit Menschen beschäftigt. Oder doch nur ein selbstverliebter Narzisst, ein Egotourist, dem nichts anhaftet, der sich rauskaufen kann aus allen Schwierigkeiten. Gary Shteyngart hat zum Schluss des Buches Mitleid mit diesem unerträglichen Menschen. Ich leider nicht.

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Auf Wiedersehen Lake Success !

Von: Mary James

22.07.2019

Der Roman „Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart handelt von Barry einem Hedgefonds- Manager, der aufgrund familiärer Probleme eine Busreise durch Amerika zurück zu seiner College- Liebe antritt. Auf der Fahrt begegnet er verschiedenen Menschen, darunter auch Trump- Anhängern, deren Beweggründe kurz vor der Präsidentschaftswahl 2016 eine besondere Rolle spielen. Ein wichtiges und entscheidendes Thema im Roman ist der Umgang mit Geld oder Vermögen generell, schon allein durch Barrys Beruf als Manager von Hedgefonds in Millionenhöhe. Ich finde die Auseinandersetztung mit diesem ist dem Autor sehr gelungen, denn Reichtum wird weder auf- noch abgewertet. Man kann aus dem Roman für sich also ganz eigene Schlüsse über die wahre Bedeutung von Geld ziehen. Ich habe für mich mitgenommen, dass Geld allein nicht glücklich macht. An dieser Stelle möchte ich aber auch anmerken, dass es für mich als Laien nicht immer einfach war Barrys Aktivitäten an der Börse zu verstehen. Ich habe mir einen Zettel mit Begriffserklärungen angelegt und würde das auch jedem empfehlen, um der Handlung besser folgen zu können. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich etwas über die Börse und wirtschaftliche Vorgänge gelernt habe. Die Spannung der Geschichte leidet, meiner Meinung nach, jedoch eindeutig unter dem informierenden, weiterbildenden Aspekt der Lektüre. Daher ist oft Durchhaltevermögen gefragt. Die Romanhandlung war in meinen Augen oft unrealistisch, was grundsätzlich nicht negativ konotiert sein muss, es ist schließlich ein Roman. In diesem Fall für mich schon. Ich hätte es spannender gefunden darüber zu lesen, wie Barry auf Rückschläge reagiert hätte. Bei Begegnungen zum Beispiel scheint für ihn immer alles so zu verlaufen, wie er sich das vorstellt. Das hat mir nicht gefallen und den Protagonisten für mich auch irgendwie unsympathisch gemacht. Leider konnte ich für keine Figur im Roman tatsächliche Sympathien hegen. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass der Roman bedauerlicherweise überhaupt nicht meinen Humor getroffen hat, obwohl viele Kritiker von diesem humorvollen Buch schwärmten. Ich konnte mich nicht mit den Protagonisten identifizieren und das wiederkehrende Motiv der Uhr hat mich irgendwann nur noch genervt. Die Entwicklungsprozesse der Figuren waren gut zu verfolgen, lassen aber trotzdem zu wünschen übrig. Die versteckte Gesellschaftskritik hat mir gefallen. Ich habe einiges gelernt, obwohl ich mir noch mehr Inhalt zur Präsidentschaftswahl von Donald Trump gewünscht hätte. Dieser Aspekt des Romans war für mich nämlich der Grund, warum ich ihn lesen wollte. Meine Erwartungen wurden leider überhaupt nicht erfüllt und deshalb kann ich nur 2 von 5 Sternen vergeben.

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Nicht überzeugend

Von: Alex

17.07.2019

Das Buch war zäh zu lesen und bei vielen Stellen langwierig. An sich eine gute Story, aber es hat mich nicht gefesselt.

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Willkommen in Lake Success

Von: Grundlos

17.07.2019

Diese Buch ist nicht lustig, sondern Langweilig. Würde es als eines der 100 besten Bücher 2018 nicht betiteln. Kann das Buch leider nicht weiter empfehlen.

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Lake Success

Von: ludwig47

16.07.2019

wundervoll leicht und unterhaltsam geschrieben. Habe selten so lachen müssen und gleichzeitig war es sehr ernst. Ein düsteres Bild der Gesellschaft auf unterhaltsame Weise beschrieben. Die Figuren waren so gut beschrieben man konnte sie direkt vor einem sehen.

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„Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart hat mich um ehrlich zu sein anfangs erstmal ein paar Nerven gekostet. Ich brauchte eine kleine Weile, ehe ich richtig in das Buch reingefunden hatte, denn die Art wie diese Geschichte erzählt wird und die Charaktere sind doch sehr speziell, ich glaube das ist eines der Bücher die man entweder mag, oder nicht. Ich fürchte hier gibt es wenig Grauzone. Letztlich wollte ich dem Buch aber absolut eine Chance geben und das hat sich auch gelohnt! Unser Protagonist Barry Cohen, millionenschwerer Master of the Universe ist auf der Flucht vor seinem scheinbar perfekten Leben. Er steigt in einen Greyhound-Bus und fährt durchs Land, auf der Suche nach seiner College-Liebe Layla. Schnell wird im Verlauf der Geschichte klar, dass nicht alles Gold ist was vermeidlich glänzt und das dasnLeben, sowie jeder einzelne Mensch Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten hat. Shteyngart zeigt hier viele Fassetten und Charakterzüge der einzelnen Protagonisten und schaffte es letztlich für mich als Leser einen detaillierten Blick auf die Protagonisten werfen zu können und zwar auf eine humoristische, zynische und dann wieder ernste Art und Weise. Mein Fazit: Absolut lesenswert, wenn auch speziell! Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gefällt mir das Buch im gesamten wirklich gut und hatte einfach mal eine andere Art zu erzählen, für mich letztlich auf positive Art und Weise!

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