Leserstimmen zu
Bienenkönigin

Claudia Praxmayer

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Da wohnt man in einer angenehmen Wohngemeinschaft (gar nicht so unbedingt „alternativ“, wie man an Coco sehen kann, die ganz normal und ehrgeizig ihrer Forschung nachgeht), hat einen alten Apfelbaum im Garten, in dem ein Bienenvolk sich häuslich eingerichtet hat. Und findet eines Tages ein merkwürdiges Gerät in Bienenform, aber dennoch eine künstliche Drohne, leblos vor dem Baum liegend. Und Mel, die Hauptperson dieses Jugendromans, weiß ja Bescheid über das ominöse Bienensterben weltweit. Und hat eine besondere Beziehung zu diesen Tieren, was sich schon an der kleinen, außerordentlichen Hautabsonderlichkeit in ihrem Nacken zeigt. Da kann das Herz noch so beschäftigt sein mit dem Mitbewohner Ozzy, Mel ist alarmiert. Und mit ihr alle ihre Mitbewohner. Vor allem, nachdem Coco heimlich die Geräte ihrer Forschungseinrichtung benutzt hat, um die Drohne intensiv zu untersuchen. Allen voran Mel, die das Summend er Bienen als das versteht, was es ist, eine Sprache. Die sich einfühlen kann in den sozialen Verbund des Bienenvolkes und die, natürlich, hoch beunruhigt ist, als eine Regierungsbehörde das Haus betritt. Aufgrund von Informationen, die eigentlich nur Eingeweihte kennen können. Ein ominöser Vorfall bietet den Thriller-Anteil an diesem flüssig verfassten Jugendroman, die Bienen und ihre Bedrohungen den Wissensanteil und die Wohngemeinschaft samt Verliebtheit Mel´s die „menschliche Note“. All das geschickt und ohne große Längen von Praxmayer zusammengestellt und damit mit verschiedenen Ebenen versehen, die jeweils den Leser neugierig halten. Wobei schon recht früh im Buch eigentlich zumindest klar ist, was das Motiv des „Kampfes gegen die Bienen“ sein könnte und damit Überraschungen im weiteren Verlauf doch ein wenig zu kurz kommen bei der Lektüre. Wobei die Ereignisse um die Ermittlungen der Wohngemeinschaft im Verlauf des zweiten Teils des Buches durchaus zu gefährlichen Situationen führen und damit ein wenig für die mangelnden überraschenden Wendungen im Buch als Ausgleich dienen. Alles in allem eine unterhaltsame Lektüre mit Erkenntnisgewinn, wie sehr der Mensch aus nacktem Gewinnstreben auch nachhaltige Schädigungen der Grundlage allen Lebens, der Natur, in Kauf nehmen.

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Bienen liegen mir am Herzen. Insgeheim träume ich davon, einmal Hobby-Imkerin zu sein. Ob etwas daraus wird? Das wird die Zeit zeigen. So oder so bleibt mir vorerst nur die theoretische Beschäftigung mit den fleißigen Insekten. Wenn es ein neues Bienenbuch gibt, mag ich es gerne lesen oder hören. Natürlich musste „Die Bienenkönigin“ ins Haus. Das Buch ist als Audiobook bei mir eingezogen und schon bald habe ich Leonie Landa gelauscht, die einfühlsam und sehr stimmig Claudia Praxmayers Geschichte interpretiert hat. Mel lebt gemeinsam mit anderen jungen Erwachsenen in einer WG in San Franciso. Sie ist sehr naturverbunden, liebt es, aus den Früchten des Gartens köstliche Gerichte zu zaubern, und ist sehr glücklich darüber, dass sich in einem der Bäume ein Bienenstock angesiedelt hat. Es läuft, könnte man also meinen, denn auch mit ihren Mitbewohnern versteht sie sich recht gut. Als eines Tages eine „seltsame Biene“ vor dem Stock liegt, wendet sich das Blatt. Denn ohne es zu ahnen, geraten Mel und ihre Freunde in einen riesigen Komplott. „Men in Black“ war gestern, nun wollen „Bees in Black“ die Insektenwelt revolutionieren. Ob für oder gegen die Bienen, das kann man gar nicht so pauschal sagen. Denn der Strudel der Ereignisse reißt mich ebenso wie Mel und ihre WG´ler von der einen zur anderen Wahrheit und zum Schluss bleibt die Erkenntnis: Gut oder schlecht sind die Dinge abhängig davon, wie wir sie einsetzen und welcher Motivation wir folgen. Wem oder wessen Interessen räumen wir die oberste Priorität ein? Haben wir ein Gewissen oder ist es uns im Wahn des Fortschritts und der Gier bereits abhanden gekommen? „Bienenkönigin“ ist ein Jugendbuch, das viele interessante Zutaten enthält. Neben dem Hauptthema der Bienen, deren immense Wichtigkeit und bedrohte Existenz herausgearbeitet werden, bringt die Autorin auch wichtige andere Gedankenanstöße ins Spiel. Das finde ich für die Zielgruppe, die sich in ihrem Sein und ihrer Umwelt gerade erst orientiert, sehr wichtig. Der Erzählstil ist lebendig, die Handlung abwechslungsreich. Der Jugendroman enthält in seinem Verlauf zunehmend Spannungselemente, zwischendurch entwickelt er sich gar zum Thriller. Aber auch Phasen der Entspannung sind vorhanden, ein zartes Liebesfädchen zieht sich durch die Geschichte, die an einigen Stellen mystisch und phantastisch angehaucht ist. Kurzum : Es wird nie langweilig und zusätzlich zur guten Unterhaltung erhält man eine kleine Portion Wissen, die für meinen Geschmack gerne noch größer hätte sein können, sowie einige Gedankenanstöße, denen auch ich als nicht mehr ganz so junge Hörerin gerne folgte. Inhalt Mel weiß noch nicht so recht, was sie mit ihrem Leben anstellen will und gönnt sich ein Jahr Auszeit: als Köchin, Gärtnerin und Seele ihrer WG in San Francisco. Im Garten der alten Villa kümmert sie sich liebevoll um einen Bienenstock, denn zu diesen Tieren verspürt sie eine besondere Verbundenheit, ähnlich wie vor Jahren schon ihre Großmutter. Doch eines Tages wird der Stock von einer täuschend echten Bienen-Drohne angegriffen. Unversehens geraten die vier jungen WG-Freunde in eine hochbrisante Verschwörung … Autorin Claudia Praxmayer ist gebürtige Salzburgerin und hat Biologie studiert. Sie arbeitet in München als selbstständige PR-Beraterin und Autorin. Sie hat bereits Ratgeber, Sachbücher und mittlerweile drei Romane veröffentlicht. Als aktives Mitglied des NABU Deutschland engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Bereich Artenschutz und setzt sich für bedrohte Tierarten ein. Mit der »Bienenkönigin« gibt sie ihr eindrucksvolles Debüt im Jugendbuch. Sprecherin Leonie Landa, geboren 1994, stand mit acht Jahren das erste Mal auf der Bühne. Sie ist aus Filmproduktionen wie Linie 102, Notruf Hafenkante und Morden im Norden bekannt und als Synchron-, Hörspiel- und Hörbuchsprecherin u. a. in Die drei ???, Tintenherz und Malala. Meine Geschichte. zu hören. Quelle: Randomhouse

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Inhalt: Gemeinsam mit ihren vier Mitbewohnern wohnt Mel in einer Community in einem alten Haus. Das was sie an diesem Ort am meisten mag, sind die Bienen - zu denen sie eine besondere Gabe hat. Doch eines Tages entdeckt sie inmitten ihres Schwarms eine kleine tödliche Miniatur-Drohne. Diese seltsame Gerät lässt das Mädchen nicht mehr los, sodass sie beginnt nachzuforschen. Dabei gerät sie in eine geheimnisvolle Verschwörung... Meine Meinung: Eine Geschichte mit Potenzial, deren Umsetzung mich nicht komplett überzeugen konnte. Mel lebt gemeinsam mit vier anderen jungen Erwachsenen in einer Community in einer alten Villa. Während die anderen sich auf ihr Studium konzentrieren und arbeiten, hat Mel ein Jahr lang herauszufinden, was sie wirklich will. Vorübergehend kocht sie für die Bewohner des Hauses und kümmert sich im Garten um die Bienen, zu denen sie eine Affinität hat. Dich als sie eines Tages eine seltsame Entdeckung - eine Drohne befand sich mitten unter den Bienen. Darauffolgenden kommt es zu einigen ungewöhnlichen Ereignissen und Mel setzt alles daran, Licht ins Dunkle zu bringen. Doch dabei wie es gefährlich als zunächst vermutet... „Die Bienenkönigin“ erzählt eine Geschichte aus dem Bereich Jugendthriller, aber meiner Meinung nach hat diese Geschichte wenig Thriller-haftiges an sich, bis auf die Entwicklung kurz vor Schluss. Doch ausgenommen dessen, ist es für mich eher eine Art Krimi oder auch Unterhaltungsliteratur, wobei ich aber auch ganz gleich zugebe, dass ich mich mit den Kriterien, wann ein Krimi zum Thriller wird und wo die Grenze zwischen Jugendthiller und Thriller ist, nicht wirklich auskenne. Die Protagonistin Mel ist an sich erstmal eine sympathische und für den Leser gut nachvollziehbare Person, die das Dilemma zwischen arbeiten gehen wollen und der Unsicherheit, was sie machen möchte, verkörpert. Vorerst bekocht die die Community und kümmert sich um die Bienen. Ihre Charaktergestaltung fand ich als Leser sehr spannend, da sie einerseits sehr zurückhaltend ist und eher weniger aus sicher herauskommt, andererseits aber auch sehr temperamentvoll und ordentlich auf den Tisch hauen kann. Manchmal konnte man Leser gut in sie hinein schauen und ihr Innenleben betrachten und dann gab es wieder Seiten, in denen eine Art Mauer zwischen Mel und dem Leser aufgebaut war, sodass man nur erahnen konnte, was in ihr vorging. Eine ähnliche Diskrepanz habe ich auch bei den anderen Figuren erleben können, manchmal drang etwas über die ans Licht und man konnte sie kennen lernen, dann wiederum waren auch die Situationen, wo sie sich widersprüchlich zu vorherigen Beschreibungen verhielten und es dadurch auch zu einer Art Distanz des Lesers von den Figuren kam. Deshalb konnte ich viele Entwicklungen nur mäßig gut nachvollziehen, insbesondere die Beziehung zwischen Mel und Oliver passierte ziemlich schnell und war teilweise nicht ganz nachvollziehbar für mich. Gut fand ich, dass nicht alles reibungslos abgelaufen ist, sondern das es Auf und Ab‘s - wie in der Realität auch - gab. Es gab Höhe- und Tiefpunkte, Wendepunkte sowie Situationen des Verrats, aber auch der innigen Gefühle. Die Idee an sich finde ich gut, auch den Aspekt des Lebens in einer Community empfinde ich als sehr einfallsreich. Ebenso gefällt mir, dass Mel noch nicht genau wusste, was sie machen wollte - da auch das ein häufiges Phänomen heutzutage ist. Im Verlauf der Handlung war eine deutliche Entwicklung der Hauptpersonen zu bemerken, wobei aber nicht alles thematisiert wurde - also viel Raum zum selber fantasieren blieb. Fazit: Der Geschichte liegt einer guten Grundidee vor, die an einigen Stellen aber noch etwas an Spannung, Tiefe und Überzeugung bedarf. An den Figuren wurde bereits gut angesetzt. Die Geschichte hat Potenzial, passt für mich allerdings nicht in das Genre Jugendthriller. Demzufolge empfehle ich dieses Buch Jugendlichen, die für dieses Thema ein gewisses Interesse und Geduld mitbringen.

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Gestaltung: Mir gefällt das Cover bei diesem Buch sehr gut. Es ist schlicht schwarz und bekommt aber seinen Pepp durch die gelbgoldenen Honigtupfer, die die Front zieren. In diesen sieht man einige sehr hübsch illustrierte Bienen und den Titel des Buches. Obwohl es auf den ersten Blick eintönig wirken könnte, hat mich die Gestaltung des Buches durch die goldenen Farbakzente überzeugt, die einfach perfekt auf die Thematik des Buches abgestimmt sind und für ein harmonisches Gesamtbild sorgen. Darum geht's: Der Klappentext fasst die Geschichte bei diesem Buch schon sehr gut zusammen. Die junge Erwachsene Mel liebt Bienen sehr und hat eine besondere Verbindung zu diesen Tieren. Umso geschockter ist sie, als sie in der Nähe ihrer WG eine winzige Drohne entdeckt, die alles andere als Bienen-freundlich zu sein scheint. Gemeinsam mit ihren WG Mitbewohnern macht sie sich auf, der Drohne und ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen und die Bienen zu retten... Idee/Umsetzung: Ich habe ein Buch dieser Art tatsächlich noch nicht gelesen, geschweige denn ein Jugendbuch. Ich bin niemand, der sich übermäßig stark mit Umweltschutz beschäftigt (was ich bestimmt verbessern könnte). Trotz dessen habe ich natürlich schon in der Schule von der Wichtigkeit der Bienen für unser menschliches Leben gehört, aber mich danach nicht mehr mit dem Thema auseinandergesetzt. Umso besser gefällt es mir, dass dieser Jugendthriller jungen Menschen die Möglichkeit eröffnet, sich auf unterhaltsame und altersgerechte Weise dem Problem anzunähern und dafür zu sensibilisieren. Vor dem Lesen dieses Buches wusste ich nichts mit dem Begriff "Umweltthriller" anzufangen, welchen ich in Zusammenhang mit diesem Buch mehrfach gelesen und gehört habe. Auch, wenn das Wort "Thriller" einen hier erst einmal etwas auf die falsche Fährte lockt, da ich persönlich mir darunter meistens etwas mit Mord, Ermittlung und Psychoterror vorstelle, ist der Begriff schlussendlich treffend. Er bedeutet nichts anderes, als dass hier auf spannende und actionreiche Art und Weise auf ein Umweltproblem aufmerksam gemacht wird. Und das kann ich so unterschreiben. Die Umsetzung gefiel mir insgesamt gut. Ich behalte dabei im Hinterkopf, dass ich mit Anfang 20 nicht mehr zur Zielgruppe der 14+ Jugendlichen gehöre. Einige Passagen empfand ich manchmal als etwas ausschweifend und ein bisschen langatmig, doch alles in allem war die Geschichte durchaus spannend und wendungsreich erzählt. Einige "Überraschungsmomente" wirkten bei mir nicht ganz so stark, weil ich Vermutungen in die richtige Richtung angestellt hatte - für 14 Jährige mag dies anders sein. Die Autorin bietet uns hier ein Jugendbuch mit einer wirklich neuartigen und ausgereiften Idee, die mit viel Liebe zum Detail und größtenteils ordentlicher Spannung zu Papier gebracht wurde. Charaktere: Mel hat mir als Protagonistin gut gefallen. Ich habe häufiger Probleme damit, mich mit Charakteren von deutschsprachigen Autoren zu identifizieren (keine Ahnung, warum...), aber hier fiel es mir erstaunlich leicht, Sympathie mit Mel zu hegen. Ihre Liebe zu Bienen empfand ich als wirklich schön erzählt und besonders, weil ich bei Bienen automatisch auch an Wespen denke, die ich ganz und gar nicht leiden kann. Doch in dieser Geschichte bekommt man durch die insektenfreundliche Haltung der Figuren und die Thematik eine neue Sichtweise auf die Dinge präsentiert, sodass ich Bienen nun definitiv freundlicher gegenüberstehe. Insbesondere Mels WG Mitbewohner sind ebenfalls schön gezeichnet gewesen und haben mir mit ihrer angenehmen Art die Geschichte versüßt. Fast alle Charaktere, ob Sympathieträger oder nicht, waren ausgereift und plastisch dargestellt. Auf jeden Fall ein dicker Pluspunkt der Geschichte. Fazit: Wer zu diesem Buch greift sollte darauf eingestellt sein, dass dies hier kein Thriller im üblichen Sinne ist, wie es das Cover verspricht. Es geht um die aktuelle Problematik des Bienensterbens und der Bekämpfung der Bienen eingefasst in eine spannende Spurensuche für Jugendliche, an der auch ich meinen Spaß gefunden habe. Wenn euch die Thematik interessiert oder ihr jemanden im passenden Alter für das Thema begeistern wollt, seht euch dieses Jugendbuch unbedingt mal an.

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Buchhandlung für ausgesuchte Literatur

Von: Claudia Kürten aus Köln

20.09.2018

Mel lebt in einer WG in San Francisco in deren Garten ein Bienenstock steht, den sie jeden Tag aufsucht. Doch an diesem Morgen ist etwas anders: Mel findet eine schwarze Biene- eine winzige Drohne! Wozu mag dieser Roboter gut sein? Als das Bienensterben um sich greift, kommt Mel ein finsterer Verdacht. Versucht jemand, die Bienen auszurotten? Mit Hilfe ihrer Freunde macht sie sich auf die Suche nach Antworten. Das brisante Thema des Bienensterbens ist in diesem Jugendroman (reale) Grundlage einer (fiktiven) Geschichte mit märchenhaften Einschlägen, lebendig und eindringlich erzählt. Zum schmökern für Bienenfreunde und alle anderen Leser guter Geschichten!

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Cover und Klappentext konnten meine Neugier sofort wecken. Jugendthriller lese ich immer wahnsinnig gerne, daher war ich schon richtig gespannt, was mich in „Bienenkönigin“ wohl erwarten wird. Mel besitzt eine besondere Verbindung zu Bienen. Sie liebt diese samtigen kleinen Tierchen über alles und kann sogar über einen besonderen Gesang mit ihnen kommunizieren. Ihre WG-Freunde haben Mel daher auch den Spitznamen Bienenkönigin verpasst. Jeden Tag stattet Mel ihrem geliebten Bienenstock im Garten der WG ihren Besuch ab. Als sie dort eines Tages eine schwarze kleine Miniatur-Drohne entdeckt, ist die junge Frau entsetzt. Was hat es mit der Drohne auf sich? Verfolgt tatsächlich jemand um San Francisco den Plan, die lebenden Bienenvölker auszurotten und sie durch Roboter-Bienen zu ersetzen? Mel und ihre WG-Freunde beginnen nachzuforschen und begeben sich durch ihre Ermittlungen in große Gefahr... Hm, ja, anscheinend waren meine Erwartungen an das Buch zu hoch. Ich kann mich ja meistens auf meinen guten Riecher bei meiner Bücherauswahl verlassen, hier aber hat er mich leider im Stich gelassen. Mir hat „Bienenkönigin“ nicht so wirklich gut gefallen. Als einen Thriller würde ich das Buch auch nicht bezeichnen, für mich hielt sich die Spannung doch sehr grenzen. Mir plätscherte bereits der Anfang der Handlung zu gemächlich dahin. Aber gut, dachte ich, manche Bücher brauchen eben manchmal ein bisschen, ehe sie so richtig Fahrt aufnehmen und Spannung aufbauen. Ich hegte daher die große Hoffnung, dass das Buch noch spannender werden würde. Schließlich soll es sich bei diesem ja um einen Jugendthriller handeln. Leider blieb das Buch für mich durchweg ziemlich langweilig. Es ist natürlich immer Geschmackssache, andere werden die Geschichte vielleicht als aufregender empfinden – mich jedenfalls konnte sie nur mäßig begeistern. Zu Ende gelesen habe ich das Buch aber dennoch. Mich muss ein Buch schon wirklich sehr enttäuschen, ehe ich es abbreche. So schlimm war es hier dann zum Glück doch nicht. Kommen wir mal zu den Punkten, die mir gut gefallen haben. Als erstes muss ich den Schreibstil der Autorin loben. Claudia Praxmayer zeigt mit diesem Buch, dass sie das Zeug zum Schreiben hat. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und locker-leicht. Er liest sich richtig angenehm, was dann auch dazu geführt hat, dass ich das Buch doch recht schnell beenden konnte. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die Protagonistin Mel. Diese wurde in meinen Augen sehr gut ausgearbeitet. Sie ist ein richtiger Sympathieträger, sodass man sie als Leser sofort ins Herz schließen muss. Die Nebencharaktere dagegen konnten mich nicht überzeugen. Sie sind sehr blass und austauschbar. Ein Charakter, der noch ein bisschen facettenreicher ist, ist Coco, eine Mitbewohnerin der WG. Coco ist sehr temperamentvoll und aufbrausend, sie hat mir von allen Nebenfiguren noch mit am besten gefallen. Aber sonst? Ich weiß jetzt schon, dass mir die meisten Charaktere nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben werden. Mel dagegen ist eine starke Persönlichkeit. Man spürt sofort, was für eine besondere Beziehung sie zu den Bienen hat und wie wichtig ihr diese sind. Über die Bienen erfährt man hier eine Menge und da ich mich mit diesen kaum auskenne, habe ich sehr viel neues Wissen über diese besonderen Insekten mitnehmen können. Mir war es stellenweise aber schon fast zu viel an Informationen, sodass mich einige Szenen im Buch etwas gelangweilt haben. Ebenfalls etwas ermüdend fand ich die vielen Beschreibungen über das Kochen. Mel ist eine begeisterte Köchin, ihr Job in der WG ist es auch, für das Essen zu sorgen. Wer gerne kocht, der wird hier ganz auf seine Kosten kommen, da sehr viele Gerichte plus deren Zubereitungen beschrieben werden. Ich interessiere mich leider so gut wie gar nicht fürs Kochen – ich lasse mich lieber bekochen. ;) Das Thema des Buches, das Bienensterben, halte ich für sehr wichtig, man spürt beim Lesen auch deutlich, wie sehr der Autorin dieses Thema am Herzen liegt. Es wird einem klar vor Augen geführt, wie bedeutsam die Bienen für uns sind und das ihre Arbeit nicht von der Technik übernommen werden kann. Die Umsetzung dieses Aspektes hat mir recht gut gefallen, nur kamen auch da wieder Punkte hinzu, die mich gestört haben. Die Mischung aus Realität und Fantasy hat für mich hier einfach nicht gepasst. Zumindest habe ich Mels Gabe als ziemlich unrealistisch empfunden. Sie kann mit den Bienen reden, in einer Art Singsang. Auf mich hat dieses Singen schon wie Superkräfte gewirkt. Wie gesagt, mit Bienen kenne ich mich kaum aus, vielleicht gibt es ja tatsächlich Menschen, die so eine besondere Bindung zu diesen Insekten haben. Da habe ich bisher noch nicht recherchiert. Vorstellen, dass so etwas wirklich möglich ist, kann ich es mir aber irgendwie nicht. Was für mich ebenfalls nicht so stimmig war, ist die Liebesgeschichte, die hier mit eingebaut wurde. Die hat für mich in die Handlung nicht so wirklich reingepasst und wurde in meinen Augen auch eher mäßig gut ausgearbeitet. Fazit: Meinen Geschmack konnte das Buch letztendlich nicht treffen. Mit am meisten gestört haben mich die fehlenden Thriller-Elemente. Spannung habe ich hier wirklich vergebens gesucht. Auch passieren tut hier eigentlich recht wenig. Ich war nach Beenden des Buches fast schon erstaunt, dass das Buch wirklich über 300 Seiten umfasst. Echt schade, für mich war „Bienenkönigin“ leider eine ziemliche Enttäuschung. Positiv anzumerken sind der Schreibstil, dieser ist wirklich toll. Auch das Setting, Kalifornien/USA, konnte mich begeistern. Aber sonst? Da konnte auch die sympathische Protagonistin nicht mehr das Steuer herumreißen. Andere wird das Buch hoffentlich mehr begeistern können als mich - bei mir reicht es leider nur für 2 von 5 Sternen.

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Meinung: Erwartet hatte ich das hier nicht. Ich rechnete mit wilden Verfolgungsjagden, mit tödlichen Bienendrohnen mit Verrat. Ich rechnete mit extrem viel Action. Ich lag falsch. Und das war gut so! Der Einstieg beginnt ganz entspannt. Wir lernen Mel die Protagonistin kennen und ihre Freunde und Mitbewohner Ozzy, Coco, Leo und Josh. Gemeinsam leben sie einer Community. What? Ich hatte das mal irgendwann am Rande irgendwo gehört aber mich nie damit befasst. Hier bekam ich ein Einblick in ein völlig anderes, nachhaltiges Leben, welches mir vorher einfach kein Begriff war. Es hat sehr viel Spaß gemacht zu beobachten, wie sie alle füreinander da waren, zusammen hielten. Es wurde gekocht, gelacht, gestritten, diskutiert und es wurde füreinander alles riskiert. Es war so lebendig und echt und so schön einfach, man wünscht sich eine Weile lang selbst Teil dieser Community sein zu dürfen. Und mir ist es gut gelungen mitten unter ihnen zu sein während ich das Buch las. Beschäftigt hat mich nach dem Lesen aber etwas ganz anderes. Bienensterben. Bienen sterben. Jetzt. Hier. Ich habe zu wenig Ahnung um zu wissen warum das so ist weil ich mich da noch nicht ins Thema eingelesen und erst kürzlich das erste Mal davon gehört habe. Aber Fakt ist, dass dieses Buch mich wach gemacht hat. Es zeigt auf, was geschehen wird, ja ich sage wird, wenn die Bienen weiter sterben. Und das hätte für uns alle erhebliche Folgen. Verpackt in ein super spannendes Buch, mit tollen Charakteren ist das Thema weder uninteressant noch unrealistisch. Auch wenn das Buch erfunden ist so ist der Punkt, dass die Bienen sterben wahr und wichtig. Mir hat es viel öfter als erwartet die Tränen in die Augen getrieben obwohl ich kein Mensch bin der mit Insekten schmust und wenn eine Wespe mir zu nah kommt flüchte ich. Würde ich auch bei Bienen. Darüber nachgedacht ist das blöd und das wurde mir durch dieses Buch klar. Ich weiß nicht ob es solche Phänomene gibt, aber ich finde es wahnsinnig spannend, ich werde ganz sicher die nächste Biene durch ganz andere Augen sehen als vor dem Lesen. Da ist der Autorin etwas ganz tolles, unglaubliches gelungen. Sie hat ein wahres, wichtiges Thema in einen Roman/Thriller eingebunden, dadurch schaffte sie es wahrscheinlich nicht nur mich sondern auch andere Menschen sensibel für dieses Thema zu machen und das ist einfach großartig. Nachhaltigkeit. Das Buch, die Geschichte, das Thema. Und Nachhall - der steckt ja quasi im Wort Nachhaltigkeit und es hinterlässt so einiges. Vor allem aber ein richtig gutes Gefühl, weil ich für mich wach geworden bin, ich schlage zwar weder nach Bienen noch unternehme ich so drastische Dinge wie im Buch aber dennoch beschäftigt mich all das sehr. Es hat erreicht, dass ich mich damit auseinandersetzen möchte und ein Besuch bei einem Imker wäre nicht nur für mich richtig spannend. Es ist also definitiv fähig einen für das Thema zu begeistern und einzunehmen und das ist wichtig. Zu dem ist es einfach berührend mit welcher Liebe Mel diesen winzigen Lebewesen begegnet auch wenn es wahrscheinlich ein sehr beängstigendes Bild abgeben würde finde ich es wahnsinnig faszinierend, was die Autorin sich ausgedacht hat. Cover: Ist es nicht toll? Schlicht und besonders. Ich hatte es von Anfang an im Auge und in der Hand gehalten wirkt es noch schöner. Schreibstil: Die Autorin kann mit einem tollen, ehrlichen, einfühlsamen aber auch eindringlichen Stil begeistern.

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"In meiner zitternden Handfläche liegt, matt in der Sonne schimmernd, eine nachtschwarze Biene." (Mel, Bienenkönigin) Die schwarze Biene, die Mel eines Morgens vor ihrem Bienenstock findet, ist definitiv anders als ihre geliebten Bienen. Ihr Fund ist schwarz und tödlich, eine Drohne in Bienenform. Diese hat es offensichtlich auf ihre lebendigen 'Artgenossen' abgesehen. Aber wer entwickelt so etwas in der Zeit des Bienensterbens? Mel und ihre vier Mitbewohner gehen gemeinsam dieser Frage auf den Grund. Dabei geraten sie in den Strudel einer gemeinen Verschwörung. Mel ist eine sehr interessante und talentierte junge Frau mit einem tollen Charakter. Aber auch die vier anderen Mitglieder ihrer Wohngemeinschaft sind auf ihre Weise spannend. Ich habe viele Dinge dazugelernt, z.B. was ein 'Samowar' ist. Ich habe das Gefühl, dass für das Buch sehr gut recherchiert wurde. Auch war ich noch nie in San Francisco oder Umgebung, hatte aber das Gefühl, als wäre ich beim Lesen dort. Über das Kochen habe ich auch mehr erfahren. Ich mag solche Details an Büchern sehr gerne. Am meisten haben mich aber die Informationen über die Bienen und ihr Einbezug in die Handlung gefallen. Ich habe selbst schon Erfahrung mit der Arbeit mit Bienen und helfe meinem Opa, der Imker ist. Mein Herz schlägt für diese kleinen Tiere und genau diese Liebe kann man auch beim Lesen des Buches spüren. Ich bin sehr begeistert. Ein solches Buch mit Aufklärungsfaktor war lange nötig. Dabei bleibt die Handlung trotzdem spannend. Die Liebesgeschichten hätte ich allerdings nicht gebraucht. Des weiteren finde ich es cool, dass die Buchproduktion klimaneutral und zum Wohl der Bienen statt fand. Man findet auch weiterführende Internetseiten über Bienen am Ende des Buches. Ich gebe der Geschichte 4/5 🌟

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