Leserstimmen zu
Mumien

Alfred Riepertinger, Shirley Michaela Seul

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Achtung! "Spoiler" Inhalt Seit über 40 Jahren arbeitet Alfred Riepertinger als medizinischer Präparator am Institut für Pathologie im Klinikum Schwabing. Abwechslungsreich und vielseitig - so gestaltet sich sein Aufgabengebiet. Alfred Riepertinger gilt nicht nur als Spezialist bei der Wiederherstellung bzw. Rekonstruktion von Toten nach einem schweren Unfall oder einem Suizid, er ist auch ein Spezialist bei der Einbalsamierung und Plastination von Verstorbenen. Das ist aber nicht sein einziges Interessengebiet. Er interessiert sich auch für Mumien und einbalsamierte Leichen aus verschiedenen Jahrhunderten. Seit vielen Jahrzehnten beschäftigt sich der Mediziner mit der Haltbarmachung und Herrichtung von Verstorbenen. Der 64-Jährige ist nicht nur Leichenpräparator, sondern auch der erste Ansprechpartner, wenn alte Grüfte restauriert- und die darin befindlichen Toten umgebettet werden müssen. So z.B. auch bei die Jordangruft in Dötting. Da es Mumien nicht nur im alten Ägypten gibt, sondern auch bei uns hier in Deutschland, ist für den Präparator das Öffnen einer Grabkammer und des darin befindlichen Sarges immer wieder eine spannende Angelegenheit und - ja auch ein Abenteuer. Ihn fasziniert der Mensch, hinter der Mumie, sein leben und sein tot. Leider ist es auch bei uns hier in Deutschland immer wieder der Fall, dass eine alleinstehende Person, tot über Jahre unbemerkt in seiner Wohnung liegt. Viele Faktoren können dazu führen, dass ein Mensch in seinen vier Wänden mumifiziert. Es ist traurig, dass dies hier passiert und doch faszinierend, den bei einem passenden Klima in der Luftfeuchtigkeit und die Temperatur stimmig ist, kann ein menschlicher Körper innerhalb kürzester Zeit zur Mumie werden. Riepertinger erklärt eindrucksvoll die Kunst des Einbalsamierens und zeigt umfangreiche Techniken, die das Einbalsamieren zu dem machen, was es ist, ein absolutes Phänomen und ein kleines Wunder. Er erklärt, was es mit dem Fluch der Pharaonen auf sich hat und ob es so etwas wie Leichengift wirklich gibt. Interessant sind auch seine Ausführungen über Lenin, der Feuchtmumie, die sich im, eigens für ihn erbauten Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau befindet. Abschließend und als kleines Highlight entführt er den Leser ins Klinikum Schwabing. Dort bekommt der Leser einen kleinen Einblick in die Experimente, die dort durchgeführt werden. Die Versuche drehen sich alle um die alte Handwerkskunst der ägyptischen Einbalsamierer. Meine Meinung Ich finde dieses Buch eindrucksvoll. Mich selbst haben schon immer die alten Ägypter fasziniert und es liegt nah, dass mich auch die Mumien interessieren. Den enormen Wissensschatz, den Alfred Riepertinger sich im Laufe der Jahrzehnte angeeignet hat, teilt er mit den Lesern. Über 30.000 verstorbene haben nicht nur dazu beigetragen, dass Riepertinger eine Koryphäe auf seinem Gebiet geworden ist, es hat auch seine Interessen erweitert. Das alles kommt seinem Buch zugute und natürlich auch uns - den Lesern. In diesem Buch stehen Mumien im Vordergrund, die hier und da auch einen geschichtlichen Hintergrund aufweisen. Obwohl nüchtern geschrieben, zeigt das Buch den vollen Respekt, den man toten aufweisen sollte. Fazit Ein Buch, welches man nicht mehr aus den Händen legen will und kann. Es ist fast wie ein Zwang weiterzulesen. Das zeichnet für mich ein gutes Buch aus!

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Inhaltsangabe: Alfred Riepertinger arbeitet mittlerweile seit über 40 Jahren als medizinischer Präparator am Institut für Pathologie im Klinikum Schwabing. Sein Aufgabengebiet ist sehr vielseitig und abwechslungsreich, bei dem kein Tag dem anderen gleicht. Riepertinger gilt nicht nur als Spezialist bei der Wiederherstellung bzw. Rekonstruktion von Toten nach einem schweren Unfall oder einer Suizidtat, sondern auch als Experte bei der Einbalsamierung und Plastination von Verstorbenen. Doch die Münchner Koryphäe interessiert sich nebenbei auch für Mumien und einbalsamierte Leichen aus dem Altertum. Zwar gehören Skelette und Mumien nicht zu dem üblichen Untersuchungsgut einer Pathologie, nichtsdestotrotz treffen bei dem Leichenpräparator die unterschiedlichsten Geschäftsfelder aufeinander, die dies inzwischen möglich machen. Der 64-jährige beschäftigt sich über Jahrzehnte hinweg mit der Herrichtung und Haltbarmachung von Verstorbenen und ist der erste Ansprechpartner, wenn alte Grüfte restauriert- und die darin befindlichen Toten umgebettet werden müssen, wie beispielsweise die Jordangruft in Dötting. Für den Münchner gibt es kaum etwas Spannenderes, als einen Sarg aus einer Grabkammer zu bergen und herauszufinden, wer sich hinter den sterblichen Überresten verbirgt und was mit diesen Menschen aus einer längst vergangenen Zeit geschehen ist. Mumien gibt es nicht nur im alten Ägypten, sondern überall auf der Welt, auch in Deutschland. Hin- und wieder kommt es nämlich vor, dass der Tod einer alleinstehenden Person jahrelang unbemerkt bleibt und diese unter gewissen Umständen ausgetrocknet und mumifiziert irgendwann in einer Wohnung oder einem Haus aufgefunden wird. Bei einem passenden Klima in der die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur stimmig ist, kann ein menschlicher Körper innerhalb kürzester Zeit diese eindrucksvolle Verwandlung durchführen. Nicht nur dieses Phänomen erklärt Riepertinger hervorragend, sondern auch was es mit dem mysteriösen Fluch des Pharaos und dem gefährlichen Leichengift auf sich hat. Des Weiteren führt er uns in die Kunst der Einbalsamierung ein und zeigt welche Techniken er selbst anwendet und wie eine Gruftöffnung respektvoll vonstatten geht. Wer schon immer wissen wollte, wer die schönste Mumie der Welt ist und was es mit der Feuchtmumie Lenin auf sich hat, die sich im Mausoleum am Roten Platz von Moskau befindet, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Zu guter Letzt gewährt der Oberpräparator dem Leser Einblick in die Experimente, die im Klinikum Schwabing durchgeführt werden um das erstaunliche Handwerk der Einbalsamierung von den Ägyptern nachvollziehen zu können. Eigene Meinung: "Es gibt kaum etwas Spannenderes, als einen Sarg aus einer Gruft zu bergen und die Geschichten zu lesen, die mir die sterblichen Überreste erzählen." (Buchzitat S. 15) Alfred Riepertinger hatte es im Laufe seiner beruflichen Karriere schon mit so einigen Toten zu tun, genauer gesagt mit über 30.000 Verstorbenen. Entweder lagen diese auf seinem Edelstahltisch in der Pathologie des Klinikums Schwabing oder in ihren jeweiligen Gräbern bzw. Krypten. Im Mittelpunkt seines aktuellen Buches stehen Mumien und die sterblichen Überreste von Personen aus der Vergangenheit- bevorzugt jene, mit einem geschichtlichen Hintergrund. Leser, die sich für dieses sehr spannende- jedoch ungewöhnliche Thema interessieren, kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten. Der Münchner Oberpräparator schreibt über Themen, die direkt aus seinem wahren Berufsleben autobiografisch niedergeschrieben wurden. Er erklärt zum Beispiel wie eine Mumifizierung abläuft und welche speziellen Umwelteinflüsse gegeben sein müssen um diesen sehr komplexen Prozess in Gang zu setzen. Dabei berichtet er über traurige Schicksale aus der Gegenwart bei denen Riepertinger selbst vor Ort die Bergung vornahm, in denen hin- und wieder alleinstehende Personen unbemerkt verstorben sind und erst Jahre später mumifiziert in ihren Wohnungen aufgefunden wurden. Auch was es mit der schönsten Leiche der Welt -dem kleinen Mädchen Rosalia Lombardo aus Palermo- auf sich hat, sowie mit der Feuchtmumie Lenin in Moskau, beschreibt der Autor in einem sehr fesselnden Stil, sodass ich seine Biografie nahezu wie einen spannenden Roman gelesen habe. Einige Mythen deckt Riepertinger auf und erklärt gleichzeitig die Vorgehensweise diverser Bergungen die wegen der Restaurierung der Grabstätten durchgeführt werden mussten. Auch schreibt er über vorgenommene Experimente in der Pathologie wie zum Beispiel das Mumienschwein, um die ehrfürchtige Kunst der Ägypter nachvollziehen zu können. Fazit: Eine wissenswerte Autobiografie über ein Münchner Unikat, welche sich lesen lässt wie ein guten Roman. Buchzitat S. 15 "Mumien sind sozusagen die Feiertage in meinem Arbeitsleben". Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

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Mumien gibt es nicht nur in Ägypten. Auch heute noch werden Menschen mumifiziert. Alfred Riepertinger ist führend auf dem Gebiet der Einbalsamierung. In diesem Buch erzählt er unter anderem über seine spektakulärsten Erlebnisse und wie ein Mensch zur Mumie wird. 🌸 Das Thema des Buches ist auf jeden Fall hoch interessant. Man erfährt so viel Neues und Spannendes über Mumien. Auch sind die verschiedenen Geschichten, die Alfred Riepertinger schildert, sind sehr kurzweilig. 🌸Natürlich fallen auch manchmal Fachbegriffe, die aber sehr gut erklärt werden, sodass man keine Angst haben muss, dass es unverständlich wird. 🌸So wie Alfred Riepertinger seine Erlebnisse schildert, hat man das Gefühl, als ob man dabei wäre und die Seiten fliegen nur so dahin. . 🌸Wer mehr über die geheimnisvolle Welt der Mumien erfahren will, sollte sich dieses Buch näher ansehen.

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Wer denkt, dass es Mumien nur in Ägypten gibt, der liegt absolut falsch. Denn auch heute gibt es diese weltweit – eher dort, wo ein trockenes, luftiges Klima herrscht, dann auf natürliche Weise (Mumie heißt, Körper trocknet aus.). Es ist aber auch möglich, dass man sich einbalsamieren lässt, hier ist Alfred Riepertinger, seines Zeichens Präparator, ein Fachmann auf diesem Gebiet. Mit diesem Buch erfährt man vieles über Mumien und lässt einen auf spannende und unterhaltsame Art und Weise an seinen Erlebnissen teil haben. Als ich kürzlich erfahren habe, dass es von Alfred Riepertinger doch ein zweites Buch gibt, wusste ich, was ich ganz dringend lesen möchte. Sein erstes Buch „Mein Leben mit den Toten“ hat mir schon unheimlich gut gefallen, so dass ich mir anschließend auch mal bei einer Führung in der Siegfried-Oberndorfer-Lehrsammlung dieselbe angesehen habe – und ihn auch persönlich kennenlernen durfte. Das Thema „Tod“ finde ich vor allem hinsichtlich der Pathologie und Rechtsmedizin (Achtung, das sind nämlich zwei paar Schuhe!) sehr spannend – so erfährt man in der Pathologie etwas über Menschen, die eines natürlichen Todes gestorben sind (und natürlich wird hier auch Gewebe untersucht), in der Rechtsmedizin geht’s aber um Menschen, die eines unnatürlichen Todes gestorben sind (Mord, Unfall, etc.). In diesem Buch nun kann man einiges über Mumien lesen und lernen, geschrieben ist es wieder sehr angenehm was das Lesen anbelangt. Natürlich kommen medizinische Fachbegriffe vor, aber diese werden größtenteils erläutert, so dass hier keine Unklarheiten zurückbleiben. Für mich war es wirklich verständlich geschrieben – und inhaltlich unheimlich spannend. Man muss aber auch sagen, dass Alfred Riepertinger es versteht, das Thema nicht immer ganz bierernst zu präsentieren. Auch das hat mir echt gut gefallen, denn seinen Humor darf man bei diesem doch eher schwierigen bzw. ungewöhnlichen Thema auch nicht verlieren. Für mich war es sehr interessant hier noch mehr und vor allem speziell über Mumien zu erfahren. Ich habe das Buch als sehr spannend, informativ, für mich regelrecht fesselnd empfunden – und aber dabei nicht sachlich trocken, sondern mit einer genialen Prise Humor. Ich habe einiges dazu gelernt, habe neue Orte, die nun auf meiner Reiseliste ergänzt werden, gefunden, für mich war es wirklich ein tolles Buch. (Auch wenn das lediglich ein Thema ist, das mich fasziniert, mit dem ich beruflich aber überhaupt nichts anfangen kann.) Entsprechend kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

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