Leserstimmen zu
Die Schleife

Peter Clines

(0)
(1)
(0)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Immer wieder trifft Eli Teague auf Harriet Pritchard: Einmal ist er acht Jahre alt, beim anderen Mal fast schon dreißig … Und Harriet, genannt Harry, ist jedes Mal im gleichen Alter, als wäre sie keinen tag gealtert. Wie aus dem Nichts erscheint sie vor Eli und verschwindet auf genau die gleiche Art und Weise wieder aus seinem Leben. Bis er sie ein weiteres Mal trifft und dieses Mal versucht, bei ihr zu bleiben. Es stellt sich heraus, dass Harry eine Zeitreisende ist, die auf der Suche nach einem Geheimnis ist, hinter dem nicht nur sie her ist. Eli begleitet sie spontan und findet sich schon bald in einem irren Trip durch Raum und Zeit, in der einerseits nichts, und andererseits trotzdem alles, einen Sinn gibt … . „Die Schleife“ ist das dritte Buch von Peter Clines, das ich förmlich inhaliert habe. Nach „Der Spalt“ und „Der Raum“ waren natürlich die Erwartungen sehr groß und letztendlich hat mich Clines auch nicht enttäuscht, wenngleich sein vorliegendes Zeitreiseabenteuer das „schlechteste“ seiner bisherigen Werke darstellt. Aber das soll keineswegs heißen, dass „Die Schleife“ auch wirklich schlecht ist, denn dieser Roman ist, wie seine Vorgänger, auch ein regelrechter Pageturner. Es ist Jammern auf hohem Niveau, wenn ich sage, dass es sich hierbei um seinen „schlechtesten“ Roman handelt. Clines beherrscht es einfach, den Leser sofort in seinen Bann zu ziehen und mit einer interessanten Geschichte zu begeistern. In diesem Fall fühlt man sich unweigerlich an die drei Filmklassiker „Zurück in die Zukunft“ erinnert, was bei der Thematik natürlich auch nicht auszuschließen ist. Aber im Gegensatz zu anderen Zeitreiseromanen benutzt Peter Clines auch das Genre des literarischen Roadmovie und bringt damit enormen Schwung in seine Geschichte. Die beiden Protagonisten sind sehr sympathisch, so dass man ihr gemeinsames Abenteuer gerne verfolgt. Sicherlich verstrickt sich Peter Clines in der ein oder anderen Szene in Widersprüchlichkeiten, aber haben Zeitreiseromane das nicht generell an sich? Aber diese Paradoxen fallen nicht weiter auf, weil der Autor sie geschickt umschreibt und auch erklärt. Wenn man genauer darüber nachdenkt, ergeben diese Erklärungen natürlich oftmals nicht richtig Sinn, aber was soll’s? Der Roman soll schließlich unterhalten und das macht er auf ganzer Linie. Der Plot ist mit einem konstant steigenden Spannungsbogen aufgebaut und auch die Idee, was die Zeitreisenden suchen, ist originell und manchmal auch amüsant. Ich habe „Die Schleife“, wie übrigens die anderen beiden Bücher des Autors“, sehr schnell gelesen. Allein das ist schon ein Zeichen, dass der Roman einen hohen Unterhaltungswert besitzt. Im Nachwort schreibt der Autor, dass es eines seiner ersten Bücher, also vor „Der Raum“ und „Der Spalt“, ist, das er verfasst hat. Vielleicht liegt es daran, dass es schwächer wirkt als die beiden genannten, weil Clines seinen fesselnden Schreibstil noch nicht ganz gefunden hat? Doch auch wenn er mich hier nicht ganz so überzeugen konnte, stellt Peter Clines für mich (auch mit diesem Roman) noch immer einen Ausnahmeschriftsteller in Sachen Science Fiction dar, weil er sich auch an komplizierte Themen heranwagt und diese auch begreifbar erklären und schildern kann. „Die Schleife“ ist nicht nur ein Buch, um die Peter Cline-Sammlung zu komplettieren, sondern auch ein kurzweiliger Roadtrip, der uns durch verschiedene Epochen des amerikanischen Staates führt. Ich fühlte mich hervorragend unterhalten. . Fazit: Temporeiches Zeitreiseabenteuer, das kurzweilig unterhält. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Lesen Sie weiter