Leserstimmen zu
Die Legende der Adlerkrieger

Jin Yong

Die Legende der Adlerkrieger (1)

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€ 16,99 [D] inkl. MwSt. | € 17,50 [A] | CHF 23,90* (* empf. VK-Preis)

Die Schwurbrüder Guo Xiaotian und Yang Tiexin hätte sich nie träumen lassen, dass sich ihr Leben schlagartig verändern würde, als sie den daoistischen Mönch Qiu Chuji in einer kalten Winternacht zu sich einluden, um mit ihnen etwas zu trinken. Ihre Begegnung endete mit einem Versprechen: In 10 Jahren möchte er die beiden Freunde noch einmal aufsuchen und ihre Kinder im Kung-Fu unterweisen. Ebenso bestimmte er die Namen der Kinder, die bald geboren werden sollen. Guo Xiaotians Sohn soll Guo Jing heißen und Yang Tiexins Kind soll Yang Kang heißen. Allerdings kommt es anders als die Freunde vorausgesehen haben und ihre Frauen müssen ohne sie ihre Kinder aufziehen. Das verleitet Qiu Chuji zu einer Wette mit den Sieben Sonderlingen des Südens: Qiu Chuji soll Yang Kang und die Sieben Sonderlinge sollen Guo Jing finden. So dann sollen beide bis zu ihrem 18. Lebensjahr im Kung-Fu unterrichtet werden, um sie abschließend im Garten der trunkenen Unsterblichen gegeneinander antreten zu lassen, um zu sehen, wer der bessere Meister des Kung-Fu ist. Die Suche nach den Heldenkindern nimmt ihren Anfang.. Ich war regelrecht begeistert von dieser Geschichte, die sich im Kern um Ehre, Mut und Tradition dreht. Zuvor hatte ich keinen wirklichen Bezug zur Kung-Fu Welt und verstand viele Gegebenheiten nicht z.B. empfand ich diese Schwebetechnik einiger Kämpfer in Kung-Fu Filmen immer sehr seltsam. Nach dem Lesen dieses Buches weiß ich nun endlich, warum die Kämpfer dies können. Zudem fand ich es interessant, in diese Welt einzutauchen und mehr über die Kampfkünste herauszufinden. Jede Technik hat ihren eigenen Namen wie z.B. „Giftiger Drache entsteigt der Höhle“ oder „Das Pferd umwerfen“. Dies wirkt zunächst befremdlich, da diese Namen mit der Kampfszene eng verwoben worden sind, allerdings gewöhnt man sich nach einer Zeit daran und kann manchmal sogar erraten, warum dieser Angriff so oder so genannt wurde. Generell sind die Kampfszenen sehr detailreich und interessant gestaltet und man fiebert automatisch mit den Kämpfenden mit. Mein besonderes Highlight dieses Buches war die Geschichte über die mongolischen Stämme. Neben der Geschichte rund um die Wette von Qiu Chuji, bekommt man ebenso einen Einblick in die Machtergreifung Dschingis Khan und sein Bestreben, die mongolischen Stämme zu einem Stamm zu vereinen. Natürlich kennt man den Namen Dschingis Khan, aber ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, wie er zu seiner Macht kam und vor allem wie ihm ein solches Unterfangen gelungen hat. Natürlich findet sich auch hier sicherlich die ein oder andere Fiktion wieder, allerdings tut das der Spannung keinen Abbruch. Ebenso fand ich es interessant, einen Einblick in die geschichtlichen Ereignisse der Song-Dynastie (960-1279) zu erhalten. Die Invasion der Jin, die das heutige Peking unter ihre Kontrolle gebracht haben und gegen die Rebellion der Song-Dynastie aus dem Süden ankämpfen und versuchen, mit den Mongolen zu paktieren, liest sich unfassbar spannend. Sollte man auch einmal den Überblick über die vielen Ereignisse und unbekannten Wörtern verlieren, befinden sich am Ende des Buches, praktische Anmerkungen, die mir das Lesen auf jeden Fall erleichtert haben. Zudem habe ich Lust bekommen, mehr über diese Zeit herauszufinden. Eine Sache, die mir auch zunächst Probleme bereitet haben, waren die vielen Namen, die direkt am Anfang auftauchen. Allerdings gibt es auch dafür ein umfassendes Personenverzeichnis am Anfang, das einem zu jeder Zeit wieder auf die Sprünge hilft. Demnach kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine spannende Geschichte rund um Ehre, Mut und Tradition sucht, die in der Zeit der Song-Dynastie ihren Anfang nimmt. Ich erwarte mit Spannung den zweiten Band!

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Ich habe mich mit diesem Buch komplett ins kalte Wasser geschmissen - ein fast 100 Jahre alter Kung-Fu-Roman der im alten China spielt! Aber der Kopfsprung hat sich gelohnt! Mir hat das Buch von vorne bis hinten sehr viel Spaß gemacht. Da die Übersetzung neu ist, ließ es sich super leicht lesen trotz seines Alters. Und wenn man einmal die im Vorwort super erklärten historischen Zusammenhänge kapiert hat, ist es auch leicht zu verstehen. Die Geschichte ist von spannend über dramatisch bis hin zu gelegentlichem Augenzwinkern - alles dabei. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen - insgesamt erinnert mich das Buch ein bisschen an eine Erwachsenen-Variante von "Mulan", inklusive mitreißender Kampfszenen. Den Vergleich zum "Herrn der Ringe" sehe ich allerdings nicht, vielleicht auch weil ich diesen nie gelesen oder geschaut habe. Die Welt des alten China wird aber wunderbar beschrieben und ich hatte alles ziemlich eindeutig vor Augen. Fazit: Ich fühle mich hervorragend unterhalten. Und nach dem unfassbar gemeinen Cliffhänger brauche ich dringend Band 2!

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Die Legende der Adlerkrieger Dieses Buch welches vor kurzem erschien, wird mit dem Aufkleber "Der Chinesische Herr der Ringe" beworben. Das ließ mich erstmal sehr skeptisch auf das Buch blicken, weswegen ich es als Rezensionsexemplar angefragt hatte. Vielen Dank an dieser Stelle ans Bloggerportal. Nun, was soll ich sagen. Mit Herr der Ringe kann ich es, welch Überraschung, nicht vergleichen. Es ist jedoch ein hoch interessantes und spannendes Buch gewesen. Kung Fu Bücher habe ich bisher nicht gelesen und dies spielt hier jedoch eine große Rolle, was durchaus passend ist, spielt es doch im chinesischen Reich. Probleme finde ich hat man damit aber nicht (und ich habe auch keine Kung Fu Filme gesehen). Zu Beginn lernen wir zwei junge verheiratete Männer kennen Yang Tiexin und Guo Xiaotian. Die beiden sind beste Freunde und geben sich ein Versprechen, dass ihre beiden Kinder einst Schwurbrüder, Schwurschwestern oder, je nachdem welches Geschlecht ihre Kinder eben einst haben werden, Mann und Frau werden sollen. Als eines späten Abends ein Daoist in ihr Dorf kommt, beginnt das Unglück. Jahre später folgen wir dem nicht ganz so klugen Jungen Guo Jing, der Sohn Guo Xiaotian. Er wächst bei den Mongolen auf, lernt dank der Sieben Sonderlingen Kung Fu und wächst zu einem jungen Mann heran. Hier kommt auch Dschingis Khan ins Spiel. Meine Geschichtskenntnisse sind in der Hinsicht mangelhaft weswegen ich nicht weiß ob die Erzählung ihn betreffend korrekt sind. Guo Jing soll von den Sieben Sonderlingen aufgrund einer Wette ausgebildet werden. Nur ist Jing nicht die hellste Kerze auf der Torte und dazu auch noch viel zu gutgläubig und treudoof. Die ganze Geschichte scheint recht komplex zu sein und dies ist auch erst der Auftakt. Fragt mich nicht wie viele Teile es geben wird, ich kann kein chinesisch (welch Überraschung ich weiß). Es wird im ersten Band schon viel erzählt, was dazu führt das manche Szenen, die man hätte ausführlich schildern hätte können, kompakt zusammengefaßt werden. Für mich war das okay. Mir gefiel die Geschichte doch überraschend gut und ich hatte überhaupt keine Probleme die Namen zu lesen, ich habe mich da schnell dran gewöhnt. Man merkt dass die Reihe schon älter ist, da hier der allwissende Erzähler zu Werke geht. Aus "Der Wüstenplanet" kannte ich das ja und fand es wieder recht erfrischend. Das heißt es kommt durchaus vor, dass in einer Szene nicht nur aus der Sicht einer Figur erzählt wird, sondern von zweien oder dreien ohne das es aber störend wäre oder man nicht mehr durchblickt. Ich fand es ist ein durchaus lohnenswertes Buch, dass einen darin versinken und begierig auf den nächsten Band warten lässt. Das einzige was ich schade fand war, dass die Welt wenig beschrieben wird. Spannend und ganz anders. Somit bekommt das Buch von mir starke 4.5 Sterne.

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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar Preis: € 16,99 [D] Verlag: Heyne Seiten: 576 Format: Taschenbuch / Paperback mit Klappenbroschur Reihe: Band 1 Erscheinungsdatum: 12.10.2020 Inhalt: Kurz bevor sie von den Soldaten des Jin-Reiches getötet werden, schließen die beiden Kung-Fu-Kämpfer Guo Xiaotian und Yang Tiexin einen Pakt: Auf immer sollen ihre beiden noch ungeborenen Kinder einander in Treue verbunden sein. Während der Weg des Schicksals Yangs schwangere Frau an den Hof des Jin-Prinzen führt, verschlägt es Guos Frau in die weiten Steppen der Mongolei. Dort bringt sie ihren Sohn Guo Jing zur Welt, und die beiden finden Unterschlupf beim Clan des aufstrebenden Mongolenfürsten Dschingis Khan. Bald wird Guo Jing von den Sieben Sonderlingen des Südens, den herausragendsten Kung-Fu-Meistern, zum Kämpfer ausgebildet. Und schon bald findet sich der tapfere und gutherzige junge Krieger inmitten eines gewaltigen Abenteuers wieder, bei dem es um nichts Geringeres geht als das Schicksal Chinas selbst. Noch ahnt Guo Jing nicht, dass sein mächtigster Gegenspieler der von seinem verstorbenen Vater auserkorene Schwurbruder Yang sein wird ... Design: Simpel und aussagekräftig kommt das Cover daher. Die Zeichnung des Kriegers auf rotem Grund mit der weißen Schrift stach mir direkt ins Auge. Diese Farbkombination hat mich stark an die japanische Flagge erinnert (oder auch an die japanische Kriegsflagge). Mir gefällt die Zeichnung und die Gestaltung sehr. Auch die Haptik des Buches ist angenehm. Allerdings habe ich mich schon gefragt, warum man eine Klappenbroschur produziert, aber auf die Innenseite nichts aufdruckt? Das erschien mir seltsam. Meine Meinung: Mit diesem Buch habe ich mich auf unbekanntes Terrain gewagt. Aber da ich Dank meines Mannes schon so einige Kung-Fu Filme und andere asiatische Filme schauen durfte, fand ich es interessant, mal in die Geschichte in Form eines Buches einzutauchen. Für mich war es besonders hilfreich, dass direkt am Anfang des Buches ein fünfseitiges Personenregister enthalten war. Ihr glaubt nicht wie oft ich diese Seiten aufgeschlagen habe, da ich die Charaktere anhand ihrer Namen nur wirklich schwer auseinander halten konnte. Mein Namensgedächtnis ist sowieso nicht das Beste, daher hatte ich einige Probleme mit den mir unbekannten Namen klar zu kommen. Der Anfang der Geschichte gestaltete sich für mich als etwas zäh. Zum einen wegen den Namen, aber auch weil der Autor sich die Zeit nimmt und die Welt und Gesellschaft dem Leser näher bringt. Das Buch ist in zehn Abschnitte eingeteilt. Kürzere Kapitel gibt es nicht. Ab etwa dem dritten Abschnitt wurde es für mich interessanter und auch spannender. Nur in der Mitte des Buches gab es dann noch einmal ein paar Stellen, die sich sehr zogen, inhaltlich aber wichtig waren. Der Schreibstil ist insgesamt etwas träge. Manchmal verliert sich der Autor in Details, die für die Handlung vollkommen nebensächlich sind. Dies macht allerdings in gewisser Weise auch den Charme der Erzählweise aus. Es gleicht einem sanft dahin fließendem Bächlein, dem man beim Gluckern zuhört. Sehr interessant fand ich die asiatischen Elemente. Ich habe in diesem Jahr bereits mehrere Bücher von asiatischen Autoren gelesen und finde, dass man tatsächlich einen großen kulturellen Unterschied spüren kann. Sowohl inhaltlich, als auch erzählerisch. Aber gerade auch deshalb, weil es etwas ungewohnt für einen europäischen Leser wie mich ist, habe ich längere Zeit gebraucht, bis ich das Buch beendet habe. Dies liegt aber natürlich auch an der Komplexität der Geschichte. Die Charaktere haben mir nach einer gewissen "Eingewöhnungsphase" wirklich gut gefallen, da sie sehr facettenreich ausgearbeitet wurden. Und auch das Thema rund um Kung Fu ist so dargestellt, dass ich das Buch nun an meinen Mann weiterreichen werde. Vielleicht kriege ich ihn ja hiermit mal zum lesen. ;) Die Anmerkungen am Ende des Buches zu verschiedenen Begriffen oder auch Personen fand ich im Nachgang übrigens wirklich interessant. Das hat das Gelesene noch etwas runder gemacht. Schade, dass ich das nicht im Vorhinein schon entdeckt habe, dann hätte ich die verschiedenen Dinge direkt nachgelesen. Fazit: Auch wenn ich etwas länger als üblich für dieses Buch gebraucht habe, empfand ich die Geschichte als lesenswert und außergewöhnlich gut durchdacht. Es ist ein guter Auftakt für eine Reihe und ich freue mich schon auf die kommenden Teile, die ich mir beizeiten auch zulegen werde. Es ist auf jeden Fall mal etwas Anderes. Von mir gibt es drei Sterne.

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durch zufall bin ich auf dieses chinesische epos a la herr der ringe aufmerksam geworden... hierbei handelt es sich um band 1 der reihe..eine reihe, die sehr komplex ist und nichts für zwischendurch...der leser begibt sich auf eine außerordentliche reise in das alte china... bereits auf den ersten seiten lernt der leser einige charaktere kennen...dies kann anfangs sehr verwirren...aber das namensverzeichnis war dabei sehr hilfreich... der schreibstil von jin yong ist sehr facettenreich und bildlich...so wurde hier eine komplexe geschichte über 2 freunde und ihre kinder zu papier gebracht, die meiner meinung nach noch ihres gleichen sucht... mit viel chinesicher kampfkunst, magie und glauben begleitet der leser 2 schwangere frauen und später ihre söhne auf ihrer reise...eine reise, die durch einen pakt der väter vor langer zeit geschlossen wurde...jeder von ihnen hat eine andere seite dabei eingenommen...und der weg zueinander ist steinig und lang... der autor hat hier eine sehr spannende geschichte erschaffen, die die kultur chinas in seiner vollsten schönheit präsentiert...und auch wenn manche abschnitte langatmig erscheinen, sind sie dennoch wichtig für die handlung... ich möchte nicht spoilern...das würde die spannung nehmen... die storyline ist in mehrere abschnitte aufgeteilt, so dass man sich diese gut einteilen kann...wie ich finde optimal... ich kann dieses buch nur wärmstens empfehlen...lasst euch nicht entmutigen...nicht ohne grund zählt dieses epos zu einem der größten im fantasiebereich... ich wünsche schöne lesestunden, xoxo

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Als ich von diesem Buch gehört habe, wusste ich, dass ich die Geschichte lesen muss, da ich mich unglaublich für die Asiatische Kultur interessiere. Zudem wurde Yin Yong mit Tolkien verglichen, welcher wirklich ein atemberaubender Autor ist, da musste ich sehen was wahr daran ist. Das Buch ist sehr detailreich und man muss sich mit vielen Namen auseinandersetzen, zum Glück gibt es ein Glossar, allerdings wird das Buch nach einem etwas holprigen Start sehr schnell spannend, es gibt im Mittelteil die ein oder langatmige Szene, was an der Detailverliebtheit des Autors liegt. Die Charaktere wachsen einem ans Herz, denn diese sind unglaublich gut ausgearbeitet und facettenreich. Die Geschichte bringt das Thema Kung-Fu wirklich gut rüber ohne gezwungen zu wirken. Yin Yong hat einen anspruchsvollen Schreibstil, dass heißt, dass man diese Geschichte nicht einfach mal so über ein Wochenende liest, dennoch lohnt es sich. Wer diese Geschichte also anfangen möchte, sollte sich Zeit nehmen.

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Von Jin Yong habe ich bisher noch nie etwas gehört und das Buch habe ich eher durch Zufall entdeckt. Dass es als 'Der chinesische Herr der Ringe' betitelt wird, hat mich natürlich neugierig gemacht, obwohl ich die Herr der Ringe-Bücher nie gelesen habe. Deswegen kann ich natürlich auch nicht sagen, ob dies wirklich der Fall ist. Nachdem ich das Personenverzeichnis gesehen habe, hatte ich erst ein paar Bedenken, wie schnell mir der Einstieg in die Handlung gelingen würde und ob ich alle Charaktere auseinanderhalten können würde. Meine Bedenken konnte ich aber schnell wieder über Bord werfen. Innerhalb weniger Seiten habe ich mich in der Handlung orientieren können und man hat Guo Xiaotian und Yang Tiexin und deren Frauen kennengelernt. Die Handlung setzt ein ganzes Stück vor dem Klappentext an, was mich ein wenig überrascht hat, aber das hat geholfen den Grundkonflikt darzustellen und man hatte im folgenden Verlauf keine Probleme hinterherzukommen, weil es keine offenen Fragen in Bezug auf den Grundkonflikt gab. Es fällt mir ziemlich schwierig was zu Handlung zu sagen, denn auf diesen 600 Seiten passiert eine ganze Menge. Vor allem gibt es viele Kampfmomente und wenn ich an die Handlung zurückdenke, überwiegen diese auch. Es gibt zwar auch ruhigere Momente, aber im Vergleich zu den Kampfmomenten sind diese dann doch eher selten. Es geht daher Schlag auf Schlag und es ist wohl auch der Grund, wie Jon Yong es geschafft hat so viele Dinge in diesem Buch unterzubringen. Was das Buch wunderbar schafft ist, sich von anderen abzuheben. Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich bisher einfach kein Buch gelesen habe, in dem Kung-Fu im Vordergrund steht, weil die meisten Fantasybücher, die ich lese, eurozentrisch sind. Aber in diesem Stil Kung-Fu kennenzulernen hat mir sehr viel Spaß gemacht, obwohl es zu Beginn ziemlich gewöhnungsbedürftig war. Dennoch konnte ich mir immer abstrakt vorstellen, wie die Kämpfe im Buch stattfanden. Dass das Buch schon ein wenig älter ist merkt man besonders an der Sprache. Das Buch liest sich flüssig, aber die Dialoge sind doch sehr kitschig und wirken recht altertümlich. Ich glaube, das hat mir generell am Buch am wenigsten gefallen. Generell hatte der Schreibstil aber eine etwas einschläfernde Wirkung auf mich und ich kam eher langsam voran. Die Charaktere fand ich ganz interessant und meine Bedenken, sie nicht auseinanderhalten zu können, haben sich nicht zu 100% bestätigen können. Ich glaube, dass ich 90% der Charaktere ohne Probleme auseinanderhalten konnte, aber es gab dann doch ein paar, bei denen ich nochmal ins Personenverzeichnis schauen musste. Dies war aber eher bei Charakteren dabei, die nur hin und wieder auftauchen. Generell hatte ich den Eindruck, dass die Charaktere gut ausgearbeitet waren und hier gab es auch die ein oder andere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe. Fazit Ein guter Auftakt dieser Saga und ich bin schon gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht. Durch den Schreibstil war das Buch, trotz der vielen Kämpfe, etwas langatmig und der Dialog war für meinen Geschmack zu kitschig. Ich kann das Buch wirklich empfehlen, wer mal einen Fantasy-Klassiker lesen möchte, der nicht eurozentrisch ist.

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„Der chinesische Herr der Ringe erstmals auf Deutsch“. Wenn ein Buch so beworben wird, dann weckt das natürlich große Erwartungen, setzt das Buch aber auch einem gehörigen Druck aus. Aber können diese Erwartungen überhaupt erfüllt werden? Spätestens durch den Erfolg von Cixin Liu ist chinesische Literatur auch ein Begriff in der westlichen Welt. Heyne wagt nun den Schritt und veröffentlicht mit „Die Legende der Adlerkrieger“ von Jin Yong den Auftakt zur wahrscheinlich wichtigsten chinesischen Fantasyreihe der letzten 100 Jahre. Und um es vorweg zu nehmen, dieses Buch ist ein wahrer Edelstein, allerdings einer, dessen Schönheit man nicht auf den ersten Blick erkennt. Um was geht es? Kurz bevor sie von den Soldaten des Jin-Reiches getötet werden, schließen die beiden Kung-Fu-Kämpfer Guo Xiaotian und Yang Tiexin einen Pakt: Auf immer sollen ihre beiden noch ungeborenen Kinder einander in Treue verbunden sein. Während der Weg des Schicksals Yangs schwangere Frau an den Hof des Jin-Prinzen führt, verschlägt es Guos Frau in die weiten Steppen der Mongolei. Dort bringt sie ihren Sohn Guo Jing zur Welt, und die beiden finden Unterschlupf beim Clan des aufstrebenden Mongolenfürsten Dschingis Khan. Bald wird Guo Jing von den Sieben Sonderlingen des Südens, den herausragendsten Kung-Fu-Meistern, zum Kämpfer ausgebildet. Und schon bald findet sich der tapfere und gutherzige junge Krieger inmitten eines gewaltigen Abenteuers wieder, bei dem es um nichts Geringeres geht als das Schicksal Chinas selbst. Noch ahnt Guo Jing nicht, dass sein mächtigster Gegenspieler der von seinem verstorbenen Vater auserkorene Schwurbruder Yang sein wird ... Ihr seht schon, eine große, dramatische Geschichte vor historischem Hintergrund mit spannenden Charakteren wartet auf diejenigen, die sich auf das Werk einlassen. Es entspinnt sich ein großer „Wuxia“-Roman, komplett mit durch die Luft fliegenden Kriegern und epischen Momenten. Wuxia kennt man hierzulande vor allem aus den Verfilmungen des gleichnamigen Genres wie zum Beispiel „Hidden Tiger and Crouching Dragon“ oder „Hero“, die auch hier eine stabile Fanbasis haben. Ursprünglich war es allerdings eine chinesische Volkserzählung vor historischem Hintergrund, angereichert mit phantastischen Elementen und konfuzianischer Philosophie. Für mich ist „Die Legende der Adlerkrieger“ eine echte Herausforderung gewesen, aber je tiefer ich in die Geschichte eingedrungen bin, desto faszinierender fand ich sie, auch wenn es zwischendurch eine kurze Phase im Roman gab, die ich als etwas langatmig empfand. Die Fortsetzung „Der Schwur der Adlerkrieger“ ist für Mai 2021 angekündigt.

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