Leserstimmen zu
Pfauensommer

Hannah Richell

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Pfauensommer

Von: Buchmomente

11.04.2019

Nachdem mit „Das Jahr der Schatten“ total begeistert hatte, war ich gespannt auf das neue Buch der Autorin. Doch irgendwie war ich diesmal nicht gefesselt von der Geschichte, und keiner der beiden Erzählstränge konnte mich richtig überzeugen. Es ist eine Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt – Lillian tritt in den 50er Jahren als junge Frau auf, die in einer Ehe feststeckt, die sie nicht glücklich macht. Im Jahr 2007 trifft Lillian nach schwerer Krankheit ihre Enkelin Maggie wieder; und auch Maggie ist mit ihrem Leben nicht zufrieden, ist bisher aber vor ihren Problemen weggelaufen. Am Anfang fand ich es etwas verwirrend, wie zwischen den beiden Erzählsträngen hin- und hergesprungen wurde, denn es sind nicht einzelne Kapitel, denen eine Jahreszahl vorgeschrieben ist, sondern meist fällt Lillian einfach mittendrin in Erinnerungen, zurück in die 50er Jahre, wo wir sie dann begleiten. Im Laufe des Buches war es dann aber leichter, den Wechsel zwischen den Erzählsträngen zu merken. Die Stimmung ist in beiden eher melancholisch und düster, und irgendwie scheinen beide Protagonistinnen die ganze Zeit ein Geheimnis mit sich zu tragen. Obwohl ich natürlich neugierig war, was denn dieses Geheimnis jeweils ist, fand ich die beiden Geschichten nicht sonderlich spannend – eher plätschern lange Zeit die Geschehnisse leise vor sich hin. Erst im letzten Viertel kommt Bewegung in die Geschichte und die Geheimnisse werden aufgelöst – und leider war ich hier auch ein wenig enttäuscht, denn letztlich entpuppt sich alles als leidvolle Liebesgeschichte, die nicht wirklich überrascht. Lillian ist mir leider die ganze Zeit sehr fern geblieben, distanziert einfach; so richtig konnte ich mich weder in sie hineinversetzen noch mit ihr leiden oder fiebern. Sie wirkt die ganze Zeit wie ein schüchternes junges Mädchen ohne eigene Meinung und in völliger Abhängigkeit von ihrem Mann, so dass ich sie manches Mal hätte schütteln wollen. Auch Maggie ist mir nicht richtig ans Herz gewachsen, weil ich sie in ihren Handlungen so gar nicht verstehen konnte und sie mir zu passiv und zurückgezogen war. Das macht es bei einem Buch, das auch durch Spannung nicht fesselt, natürlich nicht einfacher. Der Schreibstil ist aber angenehm zu lesen und sehr atmosphärisch – die düstere und melancholische Stimmung passt jedenfalls sehr gut zur Geschichte. Trotzdem war mir dieser Roman insgesamt zu langatmig und die Geschichte zu wenig fesselnd. Ich gebe daher 3/5 Sternen. Mein Fazit Mich konnte dieses Buch leider nicht richtig überzeugen, obwohl ich Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen, eigentlich gerne mag. Obwohl die Atmosphäre durchaus geheimnisvoll ist, waren die Erzählstränge eher langatmig, so dass Spannung bei mir nicht aufgetreten ist. Lange Zeit plätschern die Geschichten leise vor sich hin, erst am Ende wird es mal etwas packender. Ich gebe daher 3/5 Sternen.

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Maggie kehrt von Sydney nach Cloud Green in England zurück, wo die Stiefmutter ihres Vaters, die sie großgezogen hat, allein auf dem Anwesen Cloudesley Manor lebt und sich nach einem Unfall gerade im Krankenhaus befindet. Für Maggie ist die Rückkehr nicht leicht, denn sie wird nach ihrem fluchtartigen Aufbruch im vergangenen Jahr, der einige Einwohner der Kleinstadt vor den Kopf gestoßen hat, argwöhnisch beäugt. Nach Lillians Entlassung beschließt Maggie dennoch, sich um sie zu kümmern und stellt dabei fest, in welch denkbar schlechtem Zustand das Herrenhaus ist. 1955 lebt die junge Lillian auf Cloudesley Manor wie in einem goldenen Käfig. Vor vier Jahren hatte sie Charles Oberon geheiratet, der verwitwet ist und einen kleinen Sohn hat. Sie könnte glücklich sein, so einen wohlhabenden Ehemann zu haben, der auch für die Pflege ihrer behinderten Schwester aufkommt, zudem liebt sie Albie wie ihren eigenen Sohn. Doch Charles ist nicht der verletzliche, liebende Ehemann, denn sich Lillian erträumt hat, sondern entpuppt sich zunehmend als Despot. Da engagiert er eines Sommers den Künstler Jack, um das ehemalige Kinderzimmer im Westflügel mit Fresken zu gestalten, mit dem Lillian eine Affäre eingeht, die tragische Folgen haben wird. "Pfauensommer" wieder so ein Roman, der auf zwei Zeitebenen handelt, abwechselnd aus der Sicht einer der handelnden Protagonistinnen zu lesen ist und bei dem ein Familiengeheimnis aufgedeckt wird. Ich lese gerne solche Geschichten, in denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden, aber diese Erzählung konnte mich weder auf der einen noch auf der anderen Zeitebene wirklich packen. Die Geschichte Lillians ist sehr melodramatisch angelegt und auch wenn man verstehen kann aus welchen Gründen sie sich in der schrecklichen Ehe mit Charles gefangen fühlt, ist nicht nachvollziehbar, warum sie auf Cloudesly Manor verbleibt und sich kopflos in eine Affäre mit dem Maler stürzt. Die Liebesgeschichte der zwei ist denkbar kitschig und entwickelte sich für mich zu abrupt mit der beschriebenen Leidenschaft. Lillians Opferhaltung war selbst unter Berücksichtigung der damaligen Verhältnisse zu viel für mich. Maggie blieb mir zu blass, ihre vergangenen Fehler passten für mich nicht zum Rest der Geschichte, hätten aber durchaus Platz für einen eigenen Roman gehabt. Ich empfand die Geschichte als langatmig und vermisste in beiden Zeitebenen die Spannung. Der Plot plätscherte dahin und das verschlossene Zimmer, das so viel Platz für Rätselhaftigkeit und Nachfragen - gerade für Maggie in der Gegenwart - bot, spielte lediglich am Ende eine Rolle, als der tragische Höhepunkt des verhängnisvollen Sommers 1955 entlarvt wird.

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Maggie kehrt nach einem Aufenthalt im Ausland zurück auf den Landsitz Cloudesley der ihrer Familie gehört. Als sie sich dort umsieht taucht sie immer mehr in die dunklen Geheimnisse des Landsitzes ein. Ihre Großmutter Lillian weiß was es mit dem Zimmer im Westflügel auf sich hat. Nur ist sie auch bereit diese Geschichte Maggie zu erzählen? Mich hatte bei diesem Roman der Klappentext angesprochen und da ich Familienromane immer wieder gerne lese war ich neugierig auf das Buch. Nachdem ich im Internet und auch auf Instagram viele positive Bewertungen über das Buch gelesen habe war ich wirklich sehr neugierig auf den Roman und habe voller Vorfreude mit dem Lesen begonnen. Leider bin ich schon sehr schwer in den Roman reingekommen und es wurde auch als ich einige Seiten des Buches gelesen hatte nicht besser. Woran es hier lag, ich weiß es nicht vielleicht weil mich mit beiden Figuren die ihre Geschichte hier erzählen nicht so ganz warm wurde auch konnte mich der Erzählstil nicht so ganz überzeugen was ich ehrlich Schade finde. Denn das Genre und auch die Geschichte des Roman sind genau das was ich immer wieder sehr gerne Lese nur diesmal hat wohl die Chemie zwischen dem Roman und mir nicht gestimmt. Nachdem ich mehrere Tage versucht habe einen Zugang zur Handlung zu bekommen und es nicht funktionierte habe ich das Buch dann letztendlich abgebrochen. Ich konnte in dem Teil den ich gelesen habe dem Handlungsverlauf sehr gut folgen nur die getroffenen Entscheidungen konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Den Landsitz empfand ich während des Lesens sehr gut beschrieben und so konnte ich mir diesen auch gut vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch die Figuren des Romans waren alle sehr anschaulich beschrieben, so dass man sie sich während des Lesens vorstellen konnte. Alles in allem bin ich leider mit der Geschichte und den Figuren des Roman nicht so ganz warm geworden was ich ehrlich Schade finde. Ich werde das Buch nun zur Seite legen und es in einigen Monaten erneut zur Hand nehmen und der Geschichte eine neue Chance geben. Denn ich vermute es war für mich einfach nicht die richtige Zeit für das Buch. Für den Roman vergebe ich drei von fünf Sternen.

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