Leserstimmen zu
Codename Blade - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Clements

Daniel O'Malley

Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas (2)

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Meine Meinung: Hier könnten vielleicht auch ganz kleine Spoiler zu diesem Teil enthalten sein, die aber nicht tragisch sind :) Zuerst: Vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar :) Ich muss dazu sagen, dass ich sehr lange für das Buch benötigt habe, auch wenn es nicht an der extremen länge des Buches liegt: Die letzten 200 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, da ich endlich mal wieder Zeit dafür bekommen habe. Dennoch muss ich sagen, dass ich schon beim Cover und Klappentext ein wenig enttäuscht von der Tatsache war, dass die neue Protagonistin nicht mehr Rook Thomas war, sondern eine "einfache Angestellte" der Checquy-Group. Auch zu Beginn des Buches war ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten sollte. Die meisten Charaktere, die uns über den ersten Teil begleitet haben, tauchen kaum auf. Auch die Züchter, die sich erst kürzlich mit der britischen Regierung zusammengeschlossen haben, scheinen auf Anhieb kalt und berechnend. Odette Leliefeld und ihr kleiner Bruder Alessio sind als jüngster Teil der Delegation der Bruderschaft auf den Schutz der Checquy angewiesen und Odette erhält eine persönliche Leibwächterin namens Pawn Felicity Clements, zwischen denen sich sofort eine tiefe Abneigung entwickelt, die in ihren jeweiligen Organisationen seit vielen Jahrhunderten wurzelt. Das kann man besonders am direkten Kontakt zwischen der Checquy und den Züchtern merken. Die vielen argwöhnischen Blicke, die vielen Lästereien, die jeweils andere Gruppe sei unmenschlich und der eine große Konflikt, den ich nicht weiter erläutern kann, da ich sonst massiv spoilern würde, zeigen einen tiefen gegenseitigen Hass, der für viele nur schwer beiseitezuschieben ist. Dennoch versucht zum Beispiel Odette immer wieder mit ihren Fähigkeiten zu helfen, obwohl das oft auf Abscheu stoßt. Odette ist ein Mädchen, dass niemals aufgibt, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat und das trifft auch auf Clements zu. Es hat sich, durch die schon im ersten Teil humorvolle und ironische Atmosphäre, von der ich nie genug bekommen werde, die Situation zwischen den Beiden ein wenig verändert und schon nach kurzer Zeit ist für den Leser klar, dass die beiden mehr gleichen, als sie denken. Die Tatsache, dass in beiden Welten für sie alles möglich ist und nichts mehr für sie überraschend ist, macht sie, neben ihrer Professionalität auch sehr leichtsinnig. Wenn sie einmal meinen, sie hätten einen freien Tag, dann trifft es sie gleich noch schlimmer, als beim letzten Einsatz, was mich immer wieder Auflachen lies, trotz der spannenden Stimmung. Das hat die neuen Charaktere meiner Meinung nach immer besser gemacht, da sie sich immer mehr in diese Welt einfinden und die selbe Gelassenheit ausstrahlen, wie Rook Thomas, die später im Buch doch noch öfter auftritt, als ich gedacht habe und sogar ein paar Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben wurden. Je mehr man von dem Buch gelesen hat, desto wärmer wird man mit den Charakteren, die einem irgendwann richtig an Herz wachsen und man sie sich aus dieser Welt gar nicht mehr wegdenken kann. Auch das Finale des Bandes ist ganz im Stil der Welt geschrieben. Anstelle der langen komplizierten Wege, die ein normales Buch zum großen Ende führt, passiert dies hier auf ganz unkomplizierte Art und Weise. Es geschah zwar vollkommen unerwartet und plötzlich, doch dadurch ist auch die Wirkung auf den Leser viel stärker und einprägender. Dieses kurze Ende hat mich zu Beginn ein wenig geschockt. Die "Bösen" in diesem Buch können doch nicht so einfach besiegt werden. Aber manchmal können sie eben einfacher besiegt werden, als gedacht. Und genau das ist ein Ende, dass diesem Band würdig ist. Fazit: Die anfängliche Ernüchterung auf das Buch, durch die vielen neuen Charaktere, wird durch die Ereignisse, die oft in einem humorvollen Chaos enden, vollkommen beiseitegeschoben und genauso die zwischenmenschlichen Beziehungen haben mich absolut von diesem Buch überzeugt als auch das würdige Ende dieses Bandes, welches ganz im Stil des Buches geschrieben wurde. Für alle Urban Fantasy-Fans absolut zu empfehlen. Lasst euch nicht von der Länge abschrecken!!!

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Tja was soll ich sagen? Band 1 fand ich grandios und mit Band 2 habe ich mein erstes Jahreshighlight von 2020 gefunden! Ich habe "Codename Blade" dieses mal gehört und es war noch besser als es zu lesen! War Band 1 schon spannend, vielseitig und tiefgreifend, so ist Band 2 einfach grandios. Es gibt zahlreiche Verstrickungen und Abschweifungen in die Vergangenheit, die viele Einzelheiten der einzelnen Personen schildern. Man bekommt dieses mal auch einen genaueren Einblick in die Geschichte der Bruderschaft der Züchter und es ist wirklich spannend. Man könnte jetzt meinen, die Rückblicke sind verwirrend und zerstören den Fluss der Story aber das Gegenteil ist der Fall. Die Story und Personen sind derart komplex und vielschichtig, dass es einfach niemals langweilig wird. Bereits von der ersten Minute an war ich gefangen von der Geschichte. Teilweise bin ich sogar noch eine weile im Auto sitzen geblieben, weil ich einfach noch den Abschnitt oder das Kapitel zu Ende hören wollte. Man muss sich vorstellen, die Serien "Akte X" und "Sherlock Holmes" haben ein Baby. Das wäre dann wohl "Codename Blade". Es ist einfach die perfekte Kombination aus SciFi und Thriller mit genau der richtigen Priese schwarzem Humor. "Codename Blade" hat einfach Spaß gemacht und ich finde es einfach nur schade, dass es vorbei ist. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr ein wirklich gutes Buch beendet habe und sich diese Melancholie einstellt? Dieses Verlustgefühl, weil man die Charakter jetzt nicht täglich 'wiedertreffen' kann. Weil man nicht die Möglichkeit hat, wieder auf Monsterjagd zu gehen? So geht es mir aktuell. Band 1 ist mittlerweile auch als Hörbuch verfügbar und ich werde es mir definitiv auch nochmal anhören um dann nochmal Band 2 zu hören. Ich könnte noch Stunden weiter schwärmen aber am besten ist es glaube ich, wenn ihr es einfach selber lest oder hört. Wer auf der Suche nach einem spannenden Roman abseits der normalen SciFi ist, ist mit "Codename Rook" und "Codename Blade" richtig beraten! Ich kann sie wirklich nur jedem ans Herz legen, der sich auch nur ein bisschen für Fantasy bzw. SciFi interessiert. Und ja es ist für mich irgendwie eine Kombination aus beidem, denn bei normalen SciFi Romanen schreckt mich manchmal der meist sehr utopisch und fantastisch. Die "Codename" Romane hingegen könnten genau so gut im Hier und Jetzt spielen. Sie bilden eine perfekte Verbindung von fantastischen Elementen mit wissenschaftlichen Phänomenen. Die Geheimabteilung der Regierung besteht aus Agenten, die mit einer unerklärlichen Gabe geboren wurden. Keiner weiß, wie sie entstehen und wo sie herkommen (da haben wir also die Fantasy). Die Bruderschaft hingegen hat es geschafft, durch Forschungen und Experimente die Wissenschaft so weit zu treiben, dass sie beispielsweise in der Lage sind, Waffen aus den eigenen Knochen zu bilden. Die komplette Basis der Bruderschaft fundiert aus dem Erklärbaren (SciFi). Also wir ihr merkt könnte ich noch stundenlang weiter sinnieren, wie sehr ich die Bücher von Daniel O'Malley liebe, aber wisst ihr was? Lest sie doch einfach! "Codename Blade" bekommt von mir 5 Sterne und eine mehr als deutliche Leseempfehlung!

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In „Codename Blade“ wird direkt die Geschichte weitererzählt, die in „Codename Rook“ begann. Etwas anders ist der Stil des Buches aber schon. Es gibt drei wesentliche Protagonistinnen und dementsprechend diesmal auch verschiedene Perspektiven. Das fand ich aber durchaus gut umgesetzt, da die verschiedenen Perspektiven nicht nur zur Spannung sondern auch viel zum Verständnis beitragen. Die dafür gewählten Charaktere fand ich auch sehr passend. Da hätten wir Rook Myfanwy Thomas, die bereits vom ersten Teil bekannt ist. Außerdem noch Pawn Felicity Clements, die vor noch nicht allzu langer Zeit ihre Ausbildung abgeschlossen hat und die bereits am Anfang der Geschichte in große Gefahr gerät. Und zu guter Letzt wäre da noch Odette Leliefield, ein Mitglied der Delegation der Bruderschaft. Somit sind verschiedene Sichtweisen auf die gleichen Ereignisse schon mal garantiert. Insgesamt ist in „Codename Blade“ wirklich viel los und so lesen sich die fast 900 Seiten eigentlich wesentlich schnell als erwartet. Besonders faszinierend fand ich es auch, die Geschichte der Entstehung der Züchter zu erfahren und was deren Beweggründe waren, die zur Jahrhundertelangen Feindschaft mit der Chequay führte. Sehr unterhaltsam fand ich unter anderem aber auch den schwarzen Humor, der besonders bei Felicity immer mal wieder durchkam. Das mir das Lesen dieses Buches viel Spaß gemacht hat, dürfte damit wohl klar sein. Aber was macht den besonderen Reiz hier für mich aus? Es ist einfach die Mischung eines tollen, flüssigen Schreibstils mit einer spannenden, unvorhersehbaren Geschichte. Ich denke durchaus, dass es möglich wäre, dieses Buch zu lesen, ohne den Vorgänger zu kennen, allerdings würde ich empfehlen, trotzdem zuvor das Erste zu lesen, da dieses nach dem Zweiten gelesen definitiv die meiste Spannung einbüßen würde. Mein Fazit Einfach ein tolles Buch. Ein wirklich großartig gelungener Mix aus Fantasy- und Geheimagentengeschichte.

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Ich bin zwar eher ein Fan von kürzeren Büchern, doch trotzdem hat mich dieses Buch überzeugt!⠀ Der Autor hat in diesem Buch eine versteckte Welt geschaffen, für die er mich immer wieder mit seiner Fantasie und Kreativität begeistern konnte. Nicht nur die Gegenwart wird aus einer geheimen Perspektive dargestellt, auch die Jahrhunderte zurückgehende Geschichte hat er sich überlegt. Immer wieder werden Passagen über die Historie eingeschoben, sodass der Emotionen, vor allem der Hass beider Gruppierungen zueinander verdeutlicht werden.⠀⠀ Und die Protagonisten? Jede Menge starker Frauen und natürlich auch Männer: realistische, durchdachte Charaktere mit Vergangenheit, nahezu lebendig. An sich tauchen sehr viele Charaktere auf, doch der Überblick ging nicht verloren.⠀ Das 896 Seiten lange Buch hatte spannende und weniger spannende Stellen, war für mich jedoch nie langweilig. Übrigens gibt es keine Zeilen über romantisch Liebe, dafür aber über eine wunderbare Freundschaft. ⠀

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Daniel O'Malley hat den Nachfolgeband über die Verwaltungsfachangestelltensuperhelden geschrieben. War der erste Band „Codename Rook – Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas nur schlappe 704 Seiten dick, so trumpft der zweite Teil „Codename Blade – Die übernatürlichen Fälle der Agentin Clements“ mit immerhin 896 Seiten auf. Wie der Titel es schon erahnen lässt, steht dieses Mal Pawn Felicity Clements, Agentin der britischen Checquys, im Mittelpunkt. Die Checquys sind eine britische Geheimorganisation von Supehelden, deren Fähigkeiten am ehesten mit denen der bekannteren X-Men zu vergleichen sind. Die Gruppierung steht kurz vor einem historischen Friedenschluss mit ihren ärgsten Widersachern, den Züchtern, eine Gruppe von Menschen, die ihre Körper durch verschiedenste Techniken optimieren. Aber selbstverständlich gestalten sich so etwas als ziemlich schwierig, denn nicht alle sind mit dem Plan einverstanden. Trotz der auffälligen Dicke des Buchs kommt beim Lesen zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Dies war beim ersten Teil noch recht häufig der Fall. So aber hält Daniel O'Malley die Spannung dauerhaft hoch, auch wenn die Action dabei nicht immer im Vordergrund steht. Aber die Geschichte ist von der Grundidee absolut überzeugend, denn beide Gruppierungen stehen sich äußerst feindselig gegenüber und müssen erst lernen sich gegenseitig zu vertrauen. Eine Annäherung auf politischer aber auch menschlicher Ebene in bester Comicmanier. Da macht das Lesen Spaß! Anzumerken ist noch, das der erste Band nicht zwingend für das Verständnis des zweiten Buchs gelesen werden muss.

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Cover: Ansprechend, passt stilistisch sehr gut zum Vorgänger. Anders als beim Vorgänger sind hier zwei Frauen abgebildet (vermutlich Rook Myfanwy Thomas und Pawn Felicity Clements) Inhalt: Nach den Ereignissen des ersten Bandes steht nun der bedeutsame Friedensvertrag und die Fusion zwischen der Broederschap und der Chequay an. Der Frieden ist aber alles andere als sicher. Nicht jeder kann und will die Jahrhunderte lang verhassten Erzfeinde als seine verbündeten ansehen. Fazit: Im Fokus des Buchs steht Pawn Felicity Clements und Odette Leliefeld aus der Delegation der Broederschap. Felicity wird Odette als Leibwächterin zur Seite gestellt und ist nicht sonderlich begeistert von dieser Aufgabe. Während die beiden sich zunächst nicht ausstehen können, entwickelt sich aufgrund der vielen Vorfälle im Laufe des Buches eine Freundschaft. Viel mehr möchte ich eigentlich nicht verraten, da ich euch sonst zu sehr Spoilern würde. Inhaltlich knüpft das Buch an die Geschehnisse des ersten Bandes an und wir treffen Myfanwy wieder, was mich persönlich sehr gefreut hat. Generell denke ich jedoch, dass es nicht zwingend notwendig ist Codename Rook gelesen zu haben. Das Buch unterscheidet sich sehr vom ersten, zum einen gibt es hier mehrere Protagonisten aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird und zum anderen werden viele Dinge wesentlich detaillierter erzählt. Der Schreibstil ist wie gewohnt gut und auch trotz der Länge von etwa 900 Seiten blieb es durchgehend spannend. Es passiert recht viel, wodurch man beide Seiten näher kennenlernt und auch das Verständnis für die Handlungen und Denkweisen nachvollziehen kann. Von mir erhält Codename Blade 5 von 5 Sterne.

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Der zweite Teil der Reihe ist anders als der erste. Nicht nur, dass wir mehrere Perpektiven haben, es sind auch mehr Protagonisten im Spiel. Natürlich treffen wir Miffy wieder und sie ist noch genauso cool, wie im ersten Band, aber diesmal kommen viele andere hinzu. Zum einen haben Felicity, der dieses Buch „gewidmet“ ist und seinen Namen gibt. Sie ist eher introvertiert und hat es nicht so mit Menschen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und auch in ihre allgemeine Situation mit der Fusion und ihr Unbehagen, um es vorsichtig auszudrücken. Man muss den ersten Band nicht zwingend gelesen haben, um diesen zu verstehen, aber es hilft, da man die Vorgeschichte von Miffy damit kennt und auch das drumherum besser versteht. Allgemein wird aber alles sehr gut erklärt und wir lernen die „Züchter“ besser kennen, ebenso wie die Geschichte der Chequey und ihrer Mitglieder, denn diesmal gibt es mehr Hintergrundinformationen, allerdings nicht so gebündelt, wie wir es von Band 1 kennen, sondern SEHR detailliert. Das Buch an sich ist wirklich lesenswert! Allerdings hätte man die 200 Seiten mehr als beim ersten ruhig kürzen können, denn zeitweise zieht es sich erheblich und man muss eine Pause machen. Die ungeordneten Perspektivwechsel machen das Ganze nicht einfacher, da sie mitten im Kapitel kommen und man dann erst einmal wieder die Orientierung sucht. Die Geschichte ist, trotz der Abzüge, wirklich toll und ich bin wieder völlig gebannt von dieser Welt gewesen, da ich wieder das Gefühl hatte, dass aus dem Nähkästchen geplaudert wurde. Es ist eine tolle Erweiterung des Chequey-Universums und ich bin gespannt, ob es noch mehr Geschichten geben wird, denn die Organisation ist groß und hiermit ja noch gewachsen. Also bietet sich nun noch mehr Stoff zu erzählen und noch mehr Agenten, die wir kennenlernen wollen.

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Zwei Organisationen, die seit dem 17. Jahrhundert verfeindet sind, treffen sich zum ersten Mal in der Geschichte ihres Bestehens, um ein Friedensabkommen zu schließen. Eingefädelt hat dieses Treffen Rook Myfanwy Thomas. Eine Delegation der Broederschap trifft in London ein und wird unter strengsten Sicherheitsauflagen in einem Hotel untergebracht. Nicht jeder aus der Chequey ist damit einverstanden, dass der seit Jahrhunderten verhasste Feind nun ein Verbündeter werden soll. Und schon bald ist klar, dass diese Gegner mit allen Mitteln versuchen, die Verhandlungen zu sabotieren. Dabei geraten nicht nur hochrangige Gäste in Gefahr sondern auch Zivilisten, etwas, was die Angehörigen der Chequay unbedingt vermeiden möchten. Odette Leliefield, die mit der Broederschap angereist ist, wird ebenfalls Ziel dieser Angriffe. Daher wird ihr Pawn Felicity Clements als Bodyguard zur Seite gestellt. Die beiden sehr ungleichen Frauen, die sich auf den ersten Blick nicht ausstehen können, sind zur Zusammenarbeit gezwungen, um die Attentäter zu finden und das Friedensabkommen zu sichern. Kommentar: Wem das Buch Rook von Daniel O’Malley gefallen hat, der wird Blade lieben. Hier liegt der Fokus nicht auf einer Person, sondern es gibt unzählige Handlungsstränge, die letztendlich aber zusammen geführt werden. Die Vielfalt der Ereignisse lassen die fast 900 Seiten wie im Flug vergehen. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Die Broederschap ist ja auch in ROOK schon ein Thema, hier rückt sie in den Mittelpunkt. Die Geschichte und Entwicklung der Züchter, wie sie von den Chequay genannt werden, ist absolut spannend und faszinierend und auch die Ursache der Jahrhunderte alten Feindschaft erfährt der Leser endlich. Ich möchte hier tatsächlich schon ein Zitat von Seite 841 anbringen, dass die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen erläutert. „Macht Dir nichts vor, Odette“, sagte ????. „Wir sind menschlich. Es ist eine menschliche Eigenschaft, Werkzeuge herzustellen. Gebrochene Knochen zu heilen, Zähne zu begradigen. Menschen suchen neue Wege, Dinge zu tun, wir sind den anderen nur einfach ein Stück voraus. Aber ich kann dir sagen, was Menschen nicht tun.“ Ihr Tonfall wurde giftig. „Sie werden nicht mit Reißzähnen geboren oder Spiegeln statt Haut, oder mit der Fähigkeit, Luft um sich herum in Bronze zu verwandeln. Sie schwimmen nicht durch die Erde. Diese Kreaturen sind keine Menschen. Sie sind Ungeziefer! Kakerlaken!“ Während die Broederschap aus herausragenden Wissenschaftlern besteht, die weit über die Grenzen des aktuell menschlichen Wissens hinaus forschen und ihre Körper modifizieren und verbessern, erhalten die Mitglieder der Chequay ihre Fähigkeiten von Geburt an. Die Broederschap hält sich für die Elite der Menschheit und sie verachten die „Gruwels“, die sie für Missgeburten halten. Nichtsdestotrotz versuchen sie, auf wissenschaftlichem Wege, deren Fähigkeiten zu imitieren. Denn auch wenn sie ihre Gegner hassen, erkennen sie durchaus den Nutzen der verschiedenen Talente. Die Geschichte ist wieder voller sehr witziger und humorvoller Dialoge. Vor allem die Selbstgespräche von Felicity triefen nur so vor Sarkasmus. Mir hat das schon im ersten Band gefallen aber hier kommt der schwarze Humor noch besser zum tragen. Zitat von Seite 408: „Wissen wir denn überhaupt sicher, ob er tot ist?“, erkundigte sich der Meeresbiologe. Die beiden Männer sahen Odette an. „Ich bin mir ziemlich sicher“, antwortete sie. „Er ist eiskalt, hat keinen messbaren Puls und stinkt nach verwesendem Fisch.“ „Ich bin mal mit so jemandem ausgegangen“, merkte Godman an. „Eine Doktorandin, mittelalterliche Geschichte.“ Zitat von Seite 628 „Wir können Wesen klonen,“ erwiderte Marcel. „Aber wir tun es nicht, jedenfalls für gewöhnlich.“ „Warum nicht?“, wollte Eckhardt wissen. „Wir haben lieber Sex“, gab Ernst zurück und Pawn Clements verschluckte sich fast an ihrem Orangensaft. Zitat Seite 786 Die Kreatur weigerte sich höchst unhöflicherweise, zusammenzubrechen oder sich auch nur durchlöchern zu lassen. Allerdings wurde sie deutlich missgestimmter. Sowohl die Mitglieder der Broederschap als auch die der Chequay sehen so viel Kurioses und auch Grauenhaftes, dass dieser Humor ihnen wohl über die schlimmsten Ereignisse hinweg hilft. Und der sprachliche Feinschliff des Autors ist hier einfach perfekt. ZU Beginn ist es für den Leser etwas schwer, den Handlungssträngen zu folgen, da die Wechsel oft während der Ereignisse stattfinden. Ich habe vier wichtige Themen identifiziert: Die Ereignisse um die Antagonisten Der Mörder mit den Kristallen Die Verhandlungen Die Rückblicke Zu den neuen Charakteren gesellen sich viele alte Bekannte aus Band eins hinzu. Bischoff Aldrich, die Sekretärin Ingrid, die Lady. Und vor allem Rook Thomas hat viele Auftritte, da sie mit Graaf Ernst van Suchtlen die Verhandlungen erst möglich gemacht hat. Ich fand sie ihm ersten Band schon sehr taff. Hier gewinnt sie an Profil, sie ist sich ihrer Stellung und ihrer Fähigkeiten sicher und tritt sehr selbstbewusst auf. Sie hat eine sehr starke Entwicklung durchgemacht und ich mag sie fast noch mehr als in Band eins. Felicity steht in der Hierarchie nicht sehr weit oben. Sie ist eine Fußsoldatin. Sie hat die Fähigkeit, durch Berührung das Innere von etwas zu sehen oder auch vergangene Ereignisse, die an einem Ort stattgefunden haben, zu lesen. Sei es Haus oder Mensch oder was auch immer. Daher wird sie oft an Schauplätze von mysteriösen Ereignissen gerufen. Da sie die Leibwächterin von Odette Leliefeld ist, hat sie ihren Schützling immer im Schlepptau. Dadurch erhält die junge Züchterin weit mehr Einblicke in die Arbeit der Chequay als jedes andere Mitglied der Delegation. Während sie in London von den Gruwels eher angefeindet wird, stehen ihr die Pawns auf dem Lande fast neutral gegenüber und lassen sich von ihren Fähigkeiten beeindrucken. Doch es ist schwer, jahrelange, gezielte Indoktrination einfach abzubauen und vorurteilslos sein Gegenüber als Mensch anzuerkennen. Obwohl beide Bände zusammen gehören, kann man BLADE lesen ohne ROOK zu kennen. Es gibt einige kurze Hinweise auf die Ereignisse im vorherigen Band, die völlig ausreichen, um der Handlung zu folgen. Dazu kommen die Rückblenden historischer Ereignisse, die das Buch merklich auflockern und die Spannung noch erhöhen. Das Buch umfasst 900 Seiten, ich werde jetzt nicht weiter darauf eingehen. Ich schreibe schon bei einem 300 Seiten Buch sehr lange Rezensionen. Lest dieses Kleinod einfach selber und habt Spaß daran, so wie ich. ROOK wurde mittlerweile als Serie verfilmt. Ich habe es noch nicht anschauen können. Mich irritiert allerdings die Kritik, dass Rook Thomas als sehr weinerliche Frau beschrieben wird. Das ist sie in den Büchern nicht. Also nicht abschrecken lassen, Bücher sind doch sowieso immer besser als ihre filmischen Umsetzungen. Lobend erwähnen möchte ich noch Wolfgang Thon, den Übersetzer, der den Flair des Buches wunderbar eingefangen und wieder gegeben hat. Seine eigenen Bücher mag ich übrigens auch. ich bedanke mich bei dem verlag für das Rezensionsexemplar, mein Beuitrag ist jedoch keine Werbung sondern meine subjektive Meinung!

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