Leserstimmen zu
Die Zeit der Mohnblüten

Liz Trenow

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Das erste Nachkriegsjahr nach dem Ersten Weltkrieg

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

27.07.2020

Wir befinden uns in Belgien im Jahr 1919. Ruby, Alice und Martha haben alle drei eines gemeinsam: sie haben liebe Menschen im Krieg verloren. Neuerdings werden jetzt Reisen nach Flandern angeboten. Man könne auf das Schlachtfeld und sehen wo und wie die Männer ihr Leben gelassen haben. Ein Stück Trauerbewältigung mehr. Dennoch besteht für die drei Damen somit auch die Hoffnung endlich herauszufinden, was mit ihren Liebsten genau geschah. Alle drei Damen könnten unterschiedlicher nicht sein, aber dieses Ziel verbindet sie ganz besonders, egal in welchem Land sie geboren sind, wo sie wohnen und wo es sie in Zukunft hinziehen wird... Liz Trenow hat „Die Zeit der Mohnblüten“ geschrieben. Allein der Titel und das Cover lassen auf einen besonderen und einfühlsamen Roman hoffen. Ich muss gestehen, mich hat er nicht so überzeugt, wie es es erhofft hatte. Trenows Charaktere sind recht gut ausgebaut aber da wäre noch eine ganze Menge mehr drin gewesen. Sind sind nicht warm, nicht kalt - kurzum: lauwarm. Auch die gesamte Situation wird für meine Begriffe ziemlich plump heruntergespielt. Es handelt sich hier um das erste Nachkriegsjahr und den Damen geht es doch schon wieder ganz gut. Sie kleiden sich in Pelz und schmücken sich mit anderen schönen Dingen, leben gut....Für meine Begriffe war das komplett unglaubwürdig, denn alle hatten nach dem Ersten Weltkrieg andere „Sorgen“ als sich in Pelz zu hüllen. Da war jeder Lumpen recht und gut genug. Nach diesem Punkt hatte ich die Lust an dieser Geschichte komplett verloren. Die komplette Szenerie wirkt plump, unglaubwürdig, zu schön und bunt gemalt und hat wenig mit dem eigentlichen Bild zu tun was man aus Geschichtsbüchern kennt. Natürlich gab es Menschen, die einen Teil ihres Hab und Gutes retten/schützen konnten, aber das waren doch wirklich nur die Wenigsten... Der Plot der Geschichte ist nicht schlecht, aber mehr auch nicht. Hier fehlt es an Gefühl, Charakterbildern, Authentizität und Glaubwürdigkeit. Mehr als 2 Sterne sind hier leider nicht drin.

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Dies war mein erster Roman der Autorin. Da ich historische Geschichten liebe und mich das wunderschöne Cover angesprochen hat, wollte ich ihn gerne lesen. Die drei Hauptcharaktere, Rubi, Alice und Martha sind sehr verschieden, aber sie haben alle einen geliebten Mann im Krieg verloren bzw vermisst. Die Idee, die Schlachtfelder zu bereisen, fand ich zuerst etwas befremdlich, aber die Autorin schafft es mit ihrer lebendigen, bildhaften Schreibweise, den Leser mitzunehmen. Die Kapitel werden abwechselnd von den drei Frauen erzählt. Das hält die Spannung und macht es abwechslungsreich. Der Schmerz und die Trauer kam bei mir an und ich war auf die Abenteuer der Reise gespannt. Fazit: Ein emotionaler Roman, der mir schöne Lesestunden beschert hat. Ich vergebe 4/5⭐.

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