Leserstimmen zu
Die Schwestern vom Ku’damm. Jahre des Aufbaus

Brigitte Riebe

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Aus Zeitgeschichte wird allmählich Gesichte. Und der Historische Roman entdeckt mehr und mehr die Nachkriegszeit. Die Schwestern vom Ku`damm sind ein weiteres Werk der erfolgreichen Autorin Riebe, die in ihrer Kurzbiographie schon im ersten Satz darauf hinweist, dass sie promovierte Historikerin ist. Und daher muss sie sich gleich in zwei Professionen messen lassen. Die Handlung des beliebten Hörbuchs ist schnell umrissen: Die in der Weimarer Republik mit einem Kaufhaus erfolgreiche Familie Thalheim steht nach Ende des Zweiten Weltkriegs vor den Trümmern ihrer Existenz. Die Töchter Rieke, Silvie und Florentine sowie der Vater Friedrich sind entschlossen, ihr Modehaus in altem Glanz wieder erstehen zu lassen. Kein leichtes Unterfangen im zerstörten, besetzten und geteilten Berlin. Lebensmittelknappheit, Naturalwirtschaft, die Entnazifizierung und einige Schatten der Vergangenheit bestimmen den Alltag. Erst die überraschende Nachricht eines Verwandten eröffnet der Familie Thalheim neue Möglichkeiten. Ein Wirtschaftswunder bahnt sich an – während die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder ihren Lauf nehmen. In diesem Hörbuch steht Rieke im Focus, die Schwestern folgen in den nächsten Bänden. Brigitte Riebe bietet dem Hörer eine Masse an historischen Informationen. Jedes Buzzword, das dem geschichtlich Bewanderten zur unmittelbaren Nachkriegszeit in den Sinn kommt, fällt zuverlässig. Das ist verdienstvoll, ein freiwillig umgesetzter Bildungsauftrag. Der Hörgenuss könnte noch größer sein, wenn die Schriftstellerin Riebe das historische Material stärker in den Plot verwoben hätte. Ja, die Währungsreform in den Westzonen wird in der Handlung geschickt eingesetzt, doch genau davon wünscht man sich mehr. Damit könnte der Roman an große Vorbilder wie Der Medicus oder Das Parfum anschließen. So aber gehört Die Schwestern vom Ku`damm zum Beispiel in eine Reihe mit Charité von Ulrike Schweikert. Eine Fülle an interessanten Daten, Personen, Ereignissen, die neben der Handlung bestehen, statt mit ihr ein Gesamtgemälde zu bilden. Dennoch: Es wird spannend sein zu hören, wie es weitergeht. Echt knorke ist Anna Thalbach, die mit großer Wandlungsfähigkeit den einzelnen Charakteren Leben einhaucht und richtig dufte berlinert!

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Berlin Mai 1945. Die Stadt liegt in Trümmern und die gefürchteten Russen stehen vor der Tür. Familie Thalheim ist ist in alle Winde verstreut. Während die Frauen sich in einem Keller versteckt halten, wurde Vater Thalheim zum letzten Aufgebot eingezogen und Sohn Oskar befindet sich irgendwo an der russischen Front. Das ehemals hochherrschaftliche Kaufhaus liegt in Trümmern. Und trotzdem macht sich leise Hoffnung auf eine bessere Zukunft breit. Im weiteren Verlauf der Geschichte begleitet der Leser vor allem die älteste Tochter Rike durch die turbulenten Nachkriegsjahre zwischen Hungerwintern, Rosinenbombern und der Währungsreform. Aber auch Familie Thalheim ganz privat muss einige heftige Turbulenzen überstehen. Dieses Hörbuch (leider in der gekürzten Form) hat mich ab der ersten Sekunde gefesselt. So spannend und lebensnah werden die ersten Berliner Nachkriegsjahre erzählt. Klar, den Hintergrund kennt man aus dem Geschichtsunterricht, aber es berührt einen so viel mehr, wenn man anhand persönlicher Schicksale liest, wie das z.B. damals zu Zeiten der Versorgung Westberlins durch die Westmächte aus der Luft war. Wie stark sich die Westberliner einschränken mussten, um mit wenigen Stunden Strom am Tag zu überleben. Und wie sehr dadurch der Zusammenhalt gewachsen ist. Bei Anna Thalbach als Sprecherin war ich zunächst skeptisch, da die Thalbach-Damen bekanntermaßen etwas spezielle Stimmen haben. Hier war ich jedoch positiv überrascht, denn Anna Thalbach hat nur selten einen etwas übertriebenen Berliner Dialekt ausgepackt und ansonsten ganz wunderbar gelesen. Die Geschichte der Familie Thalheim wurde äußerst mitreißend erzählt. Hinzu kommt, dass die Charaktere wie z.B. die ernsthafte Rike und ihre beiden viel wilderen und unsteten Schwestern wunderbar herausgearbeitet wurden. An der Stelle muss ich erwähnen, dass mich besonders Vater Thalheim als typischer Mitläufer unter dem Nazi-Regime, der nach 1945 innerhalb kürzester Zeit eine wahnsinnige Anspruchshaltung entwickelt hat, sehr aufgewühlt hat. Weil ich mich gefragt habe, wie man so sein kann. Ohne jegliches Schuldbewusstsein. Am 23.07.2019 geht es weiter mit “Wunderbare Zeiten”, dem zweiten Teil der Reihe. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr, denn ich möchte unbedingt mehr über das Schicksal der Familie Thalheim erfahren.

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Von: Erna Igel aus Flachslanden

22.11.2018

Urlaub, viele Strecken über 2-4 Stunden, und dann diese ergreifende Geschichte, wie sie zu vielen passiert sein müssen. Spannung, Mitfühlen, Mitfreuen, einfach super von Frau Thalbach erzählt ! Am Liebsten wäre ich immer weiter gefahren, Danke !!

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Macht Lust auf mehr

Von: Trixi Reichardt aus Monschau

05.11.2018

Von der ersten Seite an fesselnd, gut recherchiert, dicht und spannend geschrieben. Habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt. Rührend ohne auf die Tränendrüse zu drücken, humorvoll trotz der schlimmen Zeiten. Dieser erste Band macht Lust auf Band 2 und 3. Danke Brigitte Riebe.

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