Leserstimmen zu
55 – Jedes Opfer zählt

James Delargy

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In einer Kleinstadt mitten im australischen Outback erscheint ein verletzter Mann namens Gabriel in der Polzeistation. In der Vernehmung gibt er an, dass er als Anhalter mit einem fremden Mann bis zu einer verlassenen Farm gefahren ist und dort von diesem angegriffen wurde. Ihm gelang die Flucht, doch der Mann namens Heath ist noch auf freiem Fuss. Police Sergeant Chandler bringt Gabriel in Sicherheit und kehrt zurück zur Polizeistation. Hier steht wieder ein Mann, ebenfalls verletzt und er erzählt genau die gleiche Story. Sein Name: Heath. Meine Meinung Dieser Klappentext, diese Grundidee klang so unheimlich spannend, dass ich sofort neugierig auf den Thriller wurde. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kam ich dann doch recht schnell in das Buch. Der Schreibstil des Autors empfand ich zwar als leicht lesbar, da er sehr gut verständlich ist, allerdings auch recht ausschweifend. Der Blick auf das australische Outback fand ich gelungen und ich konnte die Hitze spüren und die karge Landschaft direkt vor mir sehen. Doch nachdem dann beide Opfer/Killer in der Polizeistation aufgetaucht sind, wurde es spannender und mit dem ein oder anderen Detail konnte mich der Autor absolut überraschen. Während des gesamten Thrillers bin ich nicht darauf gekommen, wer denn nun die Wahrheit sagt und wer nicht. Erzählt wird das ganze auf zwei Zeitebenen, bei denen wir zum einen die Gegenwart und die Geschichte von Gabriel und Heath verfolgen und zum anderen gibt es einen Rückblick in die Vergangenheit, bei der wir mehr über den Polizisten Chandler und dessen Beziehung zu Mitch, der in der Vergangenheit gemeinsam mit Chandler in der Polizeistation tätig war und nun zur Aufklärung des Heath/Gabriel Falls wieder zurückkehrt, erfahren. Die Rückblicke fand ich zunächst eher störend, denn es dauerte eine Zeit, bis ich wusste, worauf der Autor damit hinauswollte. Gerade dieser Part war für mich auch der eher langatmige, auch wenn es im Nachhinein tatsächlich wichtig wurde, gerade auch um Chandler besser zu verstehen. An der Seite des Police Sergeant Chandler erleben wir die Ereignisse aus der Sicht eines dritte Person Erzählers. Dadurch bleibt man hier mehr der Zuschauer, der mit dem Verwirrspiel rund um den kuriosen Fall beobachtet. Chandler empfand ich als sehr ruhigen Charakter, der mir schnell sympathisch wurde. Er ist nicht der typische, toughe Sergeant und kam mir stellenweise fast zu nett vor. Mitch hingegen ist beinahe das Gegenteil von Chandler und mir mit seiner recht überheblichen Art und seinem Auftreten alles andere als ans Herz gewachsen. Den Konflikt zwischen den beiden Männern konnte ich im Laufe des Thrillers immer besser verstehen. Interessant fand ich vor allem die beiden Opfer/Killer Gabriel und Heath, die für mich so unterschiedlich gezeichnet wurden, wie die Ermittler, allerdings völlig undurchsichtig blieben. Mein Fazit Mit der wirklich spannende Grundidee und dem gelungenen Verwirrspiel um Opfer/Täter konnte James Delargy hier bei mir punkten. Auch die Darstellung seiner Ermittler, die mindestens so gegensätzlich sind wie die Verdächtigen, fand ich sehr interessant. Allerdings hatte ich mir insgesamt mehr Tempo erhofft, auch wenn ich durchaus immer wieder neue Überraschungen erlebt habe. Letzten Endes ist hier für mich ganz viel Potential aufgrund der vielen Abschweifungen verschenkt worden.

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Chandler ist Polizeisergeant und allein erziehender Vater in Wilbrook einer Stadt in der außer Verkehrswidrigkeiten, familiere Streitigkeiten und ein gelegentlich Fall von Körperverletzung nicht viel passiert. Bis eines Tages Gabriel im Revier auftaucht. Blutverschmiert und verstört erzählt er von einem Mann Namens Heath entführt worden zu sein und das dieser in töten wollte. Chandler nimmt die Beschreibung auf bringt den verstörten Mann zum Schutz in ein nahegelegenes Hotel und stellt einen Kollegen als Schutz vor dem Hotel ab. Als Chandler gerade den weiteren Einsatz planen will, wird es auf dem Revier laut und ein weiterer Mann wird von einem Einheimischen mit vorgehaltener Flinte hereingeführt und beschuldigt das der Mann versucht habe seinen Wagen zu stehlen. Als Chandler alle Gemüter beruhigt hat und sich die Aussage des Mannes anhört staunt er nicht schlecht. Den dieser nennt sie Heath und behaupten das ein Mann Namens Gabriel in Entführung hat und töten wollte. Chandler sperrt den Mann vorerst in eine Zelle um Gabriel zu holen und nochmals zu befragen. Doch als er im Hotel ankommen ist dieser spurlos verschwunden. Chandler muss sich ab jetzt nicht nur mit der Frage auseinandersetzen wer der beiden Männer Opfer und wer Täter ist, sonder bekommt zur Unterstützung seinen ehemaligen Jugendfreund und nun Vorgesetzten vor die Nase gesetzt und auf diese Begegnung hat Chandler überhaupt keine Lust. Ein beeindruckender und packender Thriller in der Abgeschiedenheit des Outbacks. Absolut lesenswert und ein muss für Thrillerfans.

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Zwei Männer tauchen bei der Polizeistation im Outback in Australien auf und erzählen beide die gleiche Geschichte, dass sie vom jeweils anderen entführt wurden. Die Polizisten wissen nicht, wem sie glauben sollen und der Täter hat zudem weitere Menschen ermordet, die in der Nähe gefunden wurden. Was hat es damit auf sich und wer sagt die Wahrheit? Wow, dieses Buch hat mich abends fertig gemacht. Danach musste ich erstmal ein paar Seiten im Liebesroman lesen. Es war fast bis zum Ende wirklich, ach was sag ich, bis zum Ende wirklich wirklich spannend und ich war auch ein wenig verwirrt nach der letzten Seite. Aber ich fand die Protagonisten größtenteils richtig gut beschrieben und auch die Idee der Geschichte fand ich klasse. Aber für ein Highlight hat mir irgendwie noch was gefehlt. Aber wo ich so nachdenke... Eigentlich war es schon richtig gut. Empfehlung also von mir

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Inhalt Bei Chandler auf dem Polizeirevier erscheinen nacheinander zwei Männer. Beide sind blutüberströmt und erzählen die gleiche Geschichte: Der jeweils andere hätte sie gefangen gehalten und will sie umbringen. Eigene Meinung Die Tatsache, dass man weiß, dass einer von beiden lügen muss, macht es um so spannender. Auf dem Revier ist sonst nicht viel los, da es sich in einem kleinen Dorf befindet. Daher muss Verstärkung angefordert werden und ausgerechnet Chandlers Erzfeind und ehemaliger Freund Mitch kommt und übernimmt das Kommando. Mitch, Chandler und die zwei Verdächtigen spielen die Hauptrolle. Die Figuren von Mitch und Chandler sind wirklich toll ausgearbeitet. Chandler ist total liebenswert und tut einem einfach Leid, als Mitch auftaucht. Dieser hingegen ist ein Arschloch, wie es im Buche steht. Vor Wut habe ich öfter mal die Zähne zusammen beißen müssen. Warum die ehemaligen Freunde nun erbitterte Feinde sind, wird in den Rückblicken von 2002 erklärt. Natürlich schön Häppchen für Häppchen, damit noch Raum für eigene Überlegungen bleibt. Es war wirklich durchweg spannend. Ich geben nur nicht fünf Sterne, da mir schneller als den Ermittlern klar war, was hinter dem Motiv des Täters steckt. Das Ende wiederum hat mich echt überrascht und mir sehr gefallen. Fazit Ein haarsträubender Thriller zum Miträtseln.

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In der Kleinstadt Wilbrook, weit im australischen Outback, taucht ein Mann auf – blutüberströmt, verstört. Er sagt, er sei Opfer eines Serienmörders, diesem nur knapp entkommen. Der Name seines Peinigers: Heath. Kurz darauf erscheint ein weiterer verletzter Mann auf dem Polizeirevier von Sergeant Chandler. Er erzählt dieselbe Geschichte. Sein Name: Heath. Chandler weiß nicht, wem er trauen kann. Wer ist Opfer, wer ist Täter? Verdächtig sind beide – und scheinen ein übles Spiel mit ihm zu treiben. Als dann auch noch als Verstärkung sein ehemaliger Freund und Kollege Mitch auftaucht, muss Chandler due Zähne zusammenbeißen. Denn außer Sticheleien und Streit verbindet ihn offenbar nichts mehr mit seinem ehemaligen Kumpan. James Delargy ist mit „55“ ein beeindruckender, packender Nervenkitzel-Thriller gelungen, der sowohl die Abgeschiedenheit und Wildheit des Outbacks einfängt als auch tiefe Psycho-Verwirrspiele beinhaltet. Geschickt verbindet er einen mehrere Jahre zurückliegenden Vermisstenfall von Mitch und Chandler mit dem Serienmörder – doch auf ganz andere Art als der Leser ahnt. Ein absolut lesenswerter Thriller, ein Muss für Spannungsfans!

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Im ersten Moment war ich etwas irritiert - der Klappentext verrät so vieles, wie sollte die Geschichte da noch spannend werden? Aber gerade die Tatsache, dass ich wusste, dass einer der beiden Männer ein falsches Spiel spielt, gab dem Ganzen die besondere Note. Ich als jeden Satz besonders aufmerksam, suchte immer schon beim Lesen nach Widersprüchen und wurde so zu Sergeant Jenkins willigen Helfer. Reduziert Das sehr reduzierte Setting tat sein übriges, denn Wilbrook liegt vermutlich am Ende der Welt und genauso sieht es hier auch aus. Die Umgebung hier ist offen, riesig und scheinbar endlos und es ist so ein Orte gibt, an dem Menschen ganz unbemerkt verschwinden können. Lebendig und tot. Da alle die hier leben auch immer wieder aufeinander angewiesen sind, entwickelt sich eine gewisses Art von “Wegsehen” bei Straftaten. Charaktere Auch die Anzahl der handelnden Personen ist sehr reduziert. Im Grunde konzentriert sich die ganze Geschichte auf Chandler Jenkins und seinen alten Kollege Mitch sowie Heath und Gabriel. In einer Reihe von Rückblenden erfahre ich mehr über das schwierige Verhältnis von Chandler und Mitch und einem gemeinsamen fatalen Fehltritt. Auch über Heath und Gabriel erfahre ich so nach und nach immer mehr - allerdings zunächst nicht, wer hier Täter und wer Opfer ist. Testosteron Alle anderen Charakter, einschließlich der sehr wenigen Frauen, treten nach und nach weit in den Hintergrund und die vier Männer bleiben über. Sie bekämpfen sich innerhalb ihrer eigenen kleinen Gruppe - aber es bekämpfen sich auch die Teams gegenseitig. Hier kommt dann vielleicht ein bisschen viel Testosteron ins Spiel und ich frage mich manchmal ob Männer tatsächlich so sind? Vielleicht tief in ihrem Inneren? Wer weiß...aber der Wahnsinn schaukelt sich immer weiter hoch und unversehens lande ich - recht unsanft - am Ende und mitten in der Auflösung. Mein Fazit: 55 - Jedes Opfer zählt von James Delargy ist ein eher ungewöhnliche und vielleicht genau deshalb so spannender Thriller. Ich mochte dieses ganze reduzierte Setting, in dem ich mich problemlos auf die wenigen Hauptpersonen konzentrieren konnte. Ich finde es wirklich sehr lesens - und empfehlenswert.

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Sergeant Chandler und sein Team haben in ihrem Revier ihrer Kleinstadt im australischen Outback alles im Griff. Da taucht ein Mann auf und erzählt, er sei mit knapper Not einem Serienmörder entkommen. Was er erlebt hat, klingt unglaublich. Chandler bringt ihn im örtlichen Hotel unter und verspricht, er sucht nach dem Mann, der laut Gabriel Johnson Heath heißt. Doch da taucht ein Mann auf, bittet um Hilfe, da er von einem Serienmörder namens Gabriel. fast umgebracht worden wäre. Da er sich als Heath Barwell vorstellt, ist Chandler alarmiert und sperrt ihn in eine Zelle. Ob er will, oder nicht, er muss das Hauptquartier verständigen. Dort ist sein ehemaliger Jugendfreund Mitch Andrews Inspector. Die beiden müssen den Fall zusammen lösen und dabei auch die eigene Vergangenheit aufarbeiten … Das Buch entwickelt sich recht gemächlich. Die Rückblenden ins Jahr 2002 verwirren anfangs, sind aber insgesamt für das Verständnis des Zwists zwischen Mitch und Chandler wichtig und erklären – allerdings sehr spät - vieles. Leider empfinde ich jedoch die Fehde der beiden als sehr ausführlich dargestellt und damit als Faktor für ein paar der im Buch doch vorhandenen Längen. Das Team von Chandler ist sympathisch, Mitch und sein Team durchweg arrogant und rücksichtslos. Das ist mir zu sehr schwarz-weiß. Ein paar der Szenen sind auch komplett klischeehaft. Die Spannung steigt nur sehr langsam, wenn auch vom Start weg her der Plot super interessant ist. Fast hätte mich die Story dennoch verloren, denn erst auf den letzten 100 Seiten geht es wirklich rund und die Spannung zieht enorm an. Insgesamt gefällt mir der Erzählstil, auch wenn ich keine Figur des Buches so richtig gern mochte. Der Autor hat definitiv Potenzial. Sehr gut gefiel mir, dass viel passierte, aber nicht extrem viel Blut floss. Der Thrill kommt von ganz anderer Seite und am meisten steckt er für mich in der Vergangenheit. Das Ende ist definitiv anders, als es sich die meisten Autoren wagen. Ganz nebenbei erwähnt – passend zum Buchtitel hat das Buch 55 Kapitel. Solche Details finde ich gelungen und ich mag sie sehr. Bis auf die Längen und dass mir die Fehde zwischen Mitch und Chandler irgendwann auf die Nerven ging ein wirklich guter Thriller. Ich gebe vier Sterne.

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Inhalt: Police Sergeant Chandler ist Chief einer kleinen Polizeistation mitten im australischen Outback. Gerade mal 1000 Einwohner zählt die Kleinstadt und das einzige was hier passiert ist: Nichts. Eines Tages erscheint in Mann auf der Polizeistation, blutend, mit Fesselspuren und einer haarsträubenden Geschichte im Gepäck. Gabriel, so nennt er sich, erzählt, er wurde von einem Mann Namens Heath gefangen genommen und er sollte zu Heaths 55. Opfer werden. Die Geschichte, die Gabriel erzählt, entsetzt Chandler und er bringt Gabriel, zu seinem eigenen Schutz, im örtlichen Hotel unter. Kaum ist Chandler zurück in der Polizeistation scheint sich die Geschichte zu wiederholen: ein Mann taumelt blutend in die Station. Er besitzt eindeutige Fesselspuren und behauptet ein Mann namens Gabriel wäre ein Serienkiller und möchte ihn, Heath, zu seinem 55. Opfer machen. Chandler will Gabriel sofort zurück zur Station holen, doch mittlerweile ist Gabriel ungesehen aus dem Hotel geflohen. Gabriel und Heath erzählen identische Geschichten, der Mörder ist allerdings jeweils der andere der beiden Männer. Da es um 54 Opfer geht, informiert Chandler die nächsthöhere Behörde und diese schickt Verstärkung. Diese Verstärkung erscheint in Form von Mitch, Chandlers ehemaligen besten Freund, doch Mitch ist nicht mehr Chandler Freund, im Gegenteil, Mitch gibt sich alle Mühe zu Chandler besten Feind zu werden. Nichtsdestotrotz ermittelt Chandler so gut er kann und so viel er darf ... und sogar ein bißchen mehr, er macht den flüchtenden Gabriel sogar schneller dingfest als Mitch mit seinem Trupp. Mit Hilfe von Gabriel entdeckt die Polizei 6 Gräber mit Leichen, alle wurden erdrosselt. Doch wer ist der Mörder? Heath oder Gabriel? Oder gibt es einen unbekannten Dritten? Fazit: Bestes Thrillerdebüt in 2020. Bester Thriller in 2020. Finde ich! Die Story von Heath und Gabriel, die beide ehrlich wie auch undurchsichtig und schuldig erscheinen, ist intelligent und absolut schlüssig erzählt. Auf jeder Seite schwankte ich zwischen beiden Verdächtigen, ohne mich wirklich auf einen festlegen zu können. Chandler und Mitch sind da schneller, beide haben ihren Verdächtigen und versuchen seine Schuld zu beweisen. In Rückblicken wird die gemeinsame Geschichte von Mitch und Chandler erzählt. Als junge Polizisten suchten sie wochenlang im Outback nach einem verschwundenen Heranwachsenden. Diese Geschichte wird auch während der Ermittlungen um den aktuellen Serienmord immer wieder hochgespült. Zumindest in Chandler. Allerdings macht auch Gabriel seltsame Bemerkungen um verschwundene Menschen und der Intensität der Suchaktionen ... Neben den Bilder von Gut und Böse die Heath und Gabriel ausfüllen, bedienen sich auch Mitch und Chandler dieser Elemente. Mitch ist eindeutig der Böse und Chandler der Gute und beide reiben sich entsprechend aneinander, doch Mitch hat einen unschlagbaren Trumpf im Ärmel: er ist mit Chandler Ex-Frau zusammen und beide wollen Chandler die Kinder wegnehmen. Man sieht, die Story ist pickepackevoll mit Spannung und Schauplätzen Ich fand das Buch megaspannend und richtig, richtig packend. Selten habe ich einen so schlüssigen und gut konstruierten Thriller gelesen, der von vorne bis hinten nicht eine Sekunde langweilig war und einfach tolles Lesevergnügen bot.

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