Leserstimmen zu
Blood Orange - Was sie nicht wissen

Harriet Tyce

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Leider nein!

Von: CP

24.06.2020

Dieses Buch als Thriller zu bezeichnen ist entweder reine Ironie oder ein Irrtum. Trotz des flüssigen Schreibstyls gelingt es Harriet Tyce leider nicht, einen durchgängigen Spannungsbogen zu erzeugen und man fragt sich, ob der durchaus vielversprechende Prolog tatsächlich zum Buch gehört. Die ersten 80 - 100 Seiten plätschern so vor sich hin, bevor sich überhaupt ein Hauch von Spannung erahnen lässt. Leider werden jede Menge billiger Klischees bedient: sämtliche Anwälte Londons hängen nach Feierabend in Pubs herum, um sich zu betrinken; Frauen werden in eine billige Opferrolle gedrängt und Männer sind samt und sonders sexsüchtige Monster. Es ist sehr schade, dass eine an sich sehr gute Story durch zu viele Nebenschauplätze, absolut zu viel Alkohol und noch mehr Sex so ruiniert wird.

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Dieses Exemplar wurde mir durch den Diana Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür. Die Bereitstellung hat jedoch keinen Einfluß auf meine persönliche Meinung und auf meine Bewertung des Buches. Inhaltsangabe: Der erste Mordfall ihrer Karriere verlangt Anwältin Alison alles ab. Umso erstaunlicher ist es, dass sie sich phasenweise nicht im Griff hat, zu viel trinkt und der Affäre mit einem Kollegen kein Ende setzen kann. Doch die gute Ehefrau und Mutter in ihr gewinnt immer wieder die Oberhand. Außerdem will Alison das Schuldeingeständnis ihrer Mandantin nicht anerkennen. Ein untrügliches Gespür sagt ihr, dass die seit Jahren körperlich und seelisch misshandelte Frau ihren Mann nicht erstochen hat. Und so treffen zwei Frauen aufeinander, die etwas gemeinsam haben. Doch sie wissen es nicht. Noch nicht … Meine Meinung: Obwohl das Cover und die Inhaltsangabe vielversprechend waren, konnte dieses Werk mich nicht wirklich begeistern. Auch hat der Buchtitel wenig bis gar nichts mit dem Ihnalt zu tun. So hätte die Autorin es auch nach einer beliebigen Apfelsorte benennen können. Beides dient aus meiner Sicht nur zur Aufmerksamkeitserzeugung im Reagal einer Buchhandlung. Der Schreibstil ist einfach und gut verständlich. Das Buch erzählt die Geschichte einer englischen Anwältin aus deren Sicht und diese ist langartmig und oft auch unnötig viel zu detailiert beschrieben. Obwohl große Themen eingestreut wurden (Alkoholmissbrauch, zerrüttete Ehe, häusliche und seelische Gewalt) fehlte mir im ersten dreiviertel des Buches schlicht die Spannung, da diese Themen irgendwie nur floskelhaft abgespeist wurden und an der Hauptprotagonistin vorbeigeschoben wurden. Stattdessen wurde mehr Wert darauf gelegt, dem Leser die Funktion eines Eierschneiders nahe zu bringen.... Der Autorin ist es aus meiner Sicht nicht gelungen, dem Leser die Denk - und Handlungsweisen nahezubringen, auch wenn ich mir einige Entscheidungen, die Allison aus ihrem Suchtverhalten heraus getroffen hat, realistisch vorstellen könnte. Auch sind alle weiteren Personen nur am Rand abgehandelt, sodass man eigentlich zu keinem eine Verbindung hat oder hätte aufbauen können. Erst im letzten viertel des Buches entsteht soetwas wie eine spannende Handlung, was sich an die Mutterinstinkte richtet und schnell abgehandelt wird. Schade, den viel Potenzial wurde hier einfach nicht genutzt. Deshalb gibt es von mir nur 2 Sterne.

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ACHTUNG: Kein Buch für schwache Nerven! Alkoholmissbrauch, Sexsucht, toxische Beziehungen und Missbrauch werden hier thematisiert! "Blood Orange" von Harriet Tyce handelt von der Anwältin Alison, die den ersten Mordfall ihrer Karriere betreuen darf, indem sie die Angeklagte vertritt. Die Fakten scheinen klar: Die vermeintliche Täterin gesteht den Mord gegenüber Alison und wünscht sich nur einen schnellen Prozess, um dann in der Zelle vergessen zu werden. Doch Alison spürt, dass das nicht die (ganze) Wahrheit sein kann ... Während der Mordfall gerade anläuft, läuft in Alisons Leben so ziemlich alles aus dem Ruder. Sie trinkt öfter und mehr, als sie sollte, verlässigt dadurch Mann und kleine Tochter und führt obendrein noch eine Affäre mit ihrem Kollegen. Kann diese Frau, die scheinbar kopflos durch ihr Leben torkelt, den Mordfall einer Ehefrau an ihrem tyrannischen Mann professionell angehen? Dieses Buch konnte ich partout nicht fertig lesen. Nach Seite 176 habe ich es weggelegt. Die Protagonistin schwimmt in einem Meer von selbst gemachten Problemen, ohne Aussicht auf Rettung. Kann sie mal ein bisschen Selbstdisziplin aufbringen, dauert es nur wenige Seiten, bis sie wieder einknickt. Sie absolut toxische Beziehung zu ihrem Kollegen hat mich richtig wütend gemacht! Selbst für einen Thriller war das meines Erachtens zu hart, und ich habe alles von Jilliane Hoffman gelesen, die auch nicht ohne schreibt. Man hat kaum eine Seite zum Erholen von den gerade gelesenen Geschehnissen. Ich habe mich beim Lesen zunehmend unwohl gefühlt, dass es für mich relativ bald keine Unterhaltung mehr war, sondern nur noch Fassungslosigkeit. LeserInnen, die mit den o.g. Themen nicht umgehen können, sollten die Finger von diesem Buch lassen. Es ist ein glänzendes Beispiel dafür, dass die Verlage dringend das Abdrucken von Triggerwarnungen/Content Notes umsetzen. Mir hätte das in diesem Fall geholfen.

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Blood Orange

Von: izzy050

22.12.2019

Ich bin mit dem Buch, der Geschichte und den Charakteren leider nicht warm geworden. Alison war mir gleich zu Beginn unsympathisch und ihre Eskapaden nervten und langweilten mich sehr schnell. Auch die Wendung am Ende, die bestimmt spannend und überraschend sein sollte, konnte mich nicht mitreißen. Ich habe das Buch zünde gelesen, um meiner Rolle als Testleserin gerecht zu werden. Unter anderen Umständen hätte ich das Buch schon bei ca. Seite 85 abgebrochen.

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Hält leider nicht was es verspricht

Von: Christiane D.

20.12.2019

Prozessanwältin Alison ist gleichsam überrascht wie erfreut, als Rechtsberater Patrick ihr ihren ersten Mordfall zuteilt. Dass die darauf folgenden Ereignisse sie allerdings immens aufwühlen würden, darauf war sie nicht gefasst. Zudem versucht Alison alles in ihrer Macht stehende, um ihrer Tochter eine gute Mutter und ihrem Mann eine gute Ehefrau zu sein. Nichtsdestotrotz beginnt die Fassade mehr und mehr zu bröckeln, es scheint als würden sämtliche Bemühungen den Prozess nur umso schneller vorantreiben... Der Plot hört sich spannend an und auch die Charaktere scheinen auf den ersten Blick mit zahlreichen Ecken und Kanten ausgestattet, so dass Hoffnung besteht einen gut durchdachten Thriller vor sich zu haben. Vermutlich sind dies auch die Gründe überhaupt zu „Blood Orange“ zu greifen. Leider stellt sich jedoch ziemlich schnell heraus, dass hier ein Trugschluss vorliegt. Dabei startet die Erzählung recht vielversprechend, indem man sofort in eine ziemlich prekäre Situation hineingeworfen und mit sämtlichen Emotionen überschüttet wird. Natürlich lässt man sich bereitwillig darauf ein, will man doch Hintergründe verstehen, Personen näher kommen oder gar Geheimnisse schon im Vorfeld entschlüsseln. Bald allerdings muss man feststellen, dass das Tempo immer mehr zurückgenommen wird und es der Geschichte schlichtweg an Biss fehlt. Ein wichtiger Aspekt ist die unterschwellige Verbindung zwischen der vermeintlichen Täterin im Mordfall und ihrer Anwältin Alison. Sicherlich soll dies für den Leser durchaus offensichtlich sein, dennoch sind ganze Passagen viel zu umfangreich angelegt und in ihrer Darstellung zu offensichtlich. Es bleibt kaum Raum für eigene Theorien, im Grunde wird alles dargelegt, nur die Hauptprotagonistin bekommt davon über einen langen Zeitraum scheinbar nichts mit. Sicherlich ist dem Leser bewusst wie wichtig der Autorin die Motivation der Tat ist und dass sie nicht leichtfertig irgendwelche Plattitüden einwirft. Auf Grund der Detailverliebtheit wird die Spannungskurve jedoch immer weiter in den Hintergrund gedrängt, droht sogar gänzlich zu verblassen. Entsprechend schwierig lässt sich dieses Werk genremäßig einordnen, die – zugegebenermaßen recht hohen – Erwartungen können leider nicht erfüllt werden.

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Über Geschmack lässt sich streiten

Von: Josef

16.12.2019

Ich hatte mich auf ein spannendes Buch gefreut, aber was dann kam war alles andere als ein Thriller. Alison, die Hauptperson der Geschichte, ist Anwältin die ihren ersten Mordfall "bekommt". Sie hat einen Mann und ihre Tochter, gleichzeitig eine Affäre mit ihrem Kollegen und anscheinend ein großes Alkoholproblem. Ich dachte, dass die Mordaufklärung der Hauptbestandteil des Buches ist. Aber nein, hauptsächlich geht es um Alison selbst und ihre vielen Probleme. Am Ende kommt alles anders als erwartet. Es gibt auch ein paar spannende Stellen im Buch, aber meistens fand ich es eher nicht lesenswert.

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Alison ist Anwältin und bekommt ihren ersten Mordfall zugeteilt. Dabei merkt sie schnell, dass bei der Mörderin Madeleine einiges nicht stimmt… Doch Alison trinkt viel zu viel und ihre Gedanken kreisen laufend um ihren Geliebten Patrick, einen Kollegen, sowie um ihre Tochter Matilda und ihren Mann Carl. Es ist mir schwer gefallen, dieses Buch bis zum Ende zu lesen. Woher kommt der Trend in Thrillern, die Hauptperson als weibliche Alkoholikerin darzustellen, die sich zudem von allen Menschen wie Dreck behandeln lässt? Nach „Girl on the train“ und „The women in the window” ist dies nun das dritte Buch nach diesem Muster. Ich finde sie allesamt schrecklich. Außerdem habe ich mich bei diesem Buch „Blood Orange“ gefragt, ob eine Person, die glaubt, nichts Wert zu sein und sich von allen wie der letzte Dreck behandeln lässt, wirklich eine erfolgreiche Anwältin sein kann. Durchgehalten habe ich bei diesem Buch nur, weil ich wissen wollte, welchen Clou die Autorin am Ende bereit hält. Bei den anderen oben genannten Büchern, ging es mir genauso. Gelohnt hat es sich für mich bei keinem der drei Bücher. In Zukunft werde ich folglich um Bücher, die mit diesen hier verglichen werden, einen weiten Bogen machen. Alkoholismus, psychische Unterdrückung und intrigante Spiele sind einfach zu billige Tricks, um mir zu gefallen.

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Ich werde mir die Kurzfassung des Klappentextes hier ersparen, weil ich finde, dass er nicht wirklich passt. Der Klappentext suggeriert eine spannende Story der aufstrebenden Anwältin Alison und ihren ersten großen Fall, aber eigentlich dreht es sich die ganze Zeit hauptsächlich um Alison, ihre Familie und ihre Affäre. Ich hätte lieber viel mehr von dem Fall mitbekommen als die Probleme von Alison. Zumal ich die Reaktionen von Alison meistens echt daneben fand und einfach nur kindisch bzw. naiv. Leider wusste ich auch ziemlich schnell, wer der Psychopath in dieser Geschichte war und das hat mir leider auch das Lesevergnügen verhagelt. Es war sehr vieles schnell vorhersehbar und wirkliche Überraschungsmomente waren nicht dabei. Deswegen gibt es von mir nur 2 Sterne.

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