Leserstimmen zu
Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass

Jodi Taylor

Die Chroniken von St. Mary’s (2)

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Achtung: Spoiler zu Band I! Ich empfehle diese Serie wirklich in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen, falls Ihr also den ersten Teil (Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv) noch nicht kennt, informiert euch lieber erstmal dort. Meine Meinung: Gleich mit den ersten Seiten wird man voll in die Geschichte geworfen und landet im Jahr 1888: bei Jack the Ripper. Die Atmosphäre hat mich sofort gepackt und ich muss gestehen, dass ich mir beim Lesen unbewusst immer wieder selbst über die Schulter gucken musste, obwohl ja Max und Kal durch die dunklen Gassen Londons jagten und gar nicht ich. Und auf einmal war alles wieder da: Das St. Mary’s-Institut, das sog. „Historiker“ in die Vergangenheit reisen lässt, um die „wahre“ Geschichte zu erforschen; die Zeitreisemaschinen, sog. „Pods“, die diese Trips überhaupt erst möglich machen und die wunderbaren Charaktere. Es werden nur wenige neue Figuren eingeführt und wir begegnen im zweiten Teil nicht nur liebgewonnenen Freunden, sondern auch einigen altbekannten Feinden, die dem St. Mary‘s und seinen Bewohnern das Leben schwer machen. Da es sich ja um eine Abenteuerreihe handelt, gefällt mir der rasante Sprachstil richtig gut. Und er passt perfekt zur sympathisch-chaotischen Protagonistin, der Archäologin Max, die Murphy‘s Gesetz in negativer Reinform geradezu magisch anzieht. Und so springt sie nicht nur in der Zeitgeschichte herum, sondern auch erneut von einer Krise in die nächste… Dabei dreht sich der Hauptplot um Maria Stuart. Das ist noch etwas, das mir so gut an den Romanen gefällt: ganz nebenbei werden viele interessante historische Elemente eingebaut. Im zweiten Teil kommt also endlich das, was mir im ersten Band etwas zu kurz kam: Geschichte. Verschollene Kunstschätze fehlen mir allerdings immer noch. Aber was dieses Buch aus Jack the Ripper gemacht hat, war mehr als überraschend. Doch es geht nicht nur in die Vergangenheit. Max und Leon (Ihr erinnert euch? Der süße Techniker, mit dem Max angebandelt hat?) springen ebenfalls für eine Weile in Leons Zeit, d.h. in die Zukunft. Anfangs habe ich die Liebesgeschichte zwischen den beiden etwas vermisst, aber keine Sorge, letztendlich nimmt sie sogar einen ebenso großen Teil ein wie das Abenteuer selbst (das sollte man also mögen). Nur der Konflikt zwischen ihnen wirkt etwas gekünstelt, ist aber Gott sei Dank auch schnell wieder vergessen. Zu Beginn sparsam, später aber wieder wie gewohnt, kommt erneut das etwas gewöhnungsbedürftige Stilmittel, der vorab angekündigten Katastrophen zum Einsatz. Die Autorin baut so eine Spannung auf, die dazu führt, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann! Fazit Diese Mädchen-Zeitreisen-Abenteuer-Buchreihe für Erwachsene macht wirklich süchtig. Auch der Actiongeladene zweite Teil konnte mich voll und ganz überzeugen. Und dieses Mal passt für mich auch der Vergleich zu Indiana Jones und Zurück in die Zukunft.

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Madeleine aka Max, die sympathisch heldenhafte Chaotin aus Jodi Taylors “The Chronicles of St. Mary´s”, war fleißig und ist zu Dr. Maxwell aufgestiegen. Da kann frau mit ner Freundin schon mal einen Ausflug ins viktorianische England zu einem Jack-The-Ripper-Kurztrip schreiben machen. Nicht nur das, sie erlebt kurzfristig auch einen rasanten Aufstieg zur Chefin eines St. Mary’s. Immer wieder interessant, wie sich Menschen verändern, die in Machtpositionen gelangen. Max verfügt, zumindest vorübergehend, über ein wenig mehr Verständnis für die Maßnahmen, die einem die Verantwortung für andere Menschen aufbürdet. Das alles liest sich fluffig und nett, recht abrupt durch die Zeitsprünge und ein wenig melodramatisch wegen Max Liebesbeziehung zum Sicherheitschef, die eine unangenehme Wendung nimmt. Natürlich geht alles gut aus, zumindest in diesem Band, denn Zeit ist im Institut ja sehr relativ und die Folgebände sind schon erschienen, zumindest im Original. Spannend fand ich den Unterschied zwischen der deutschen Übersetzung die Marianne Schmidt fast wortwörtlich geliefert hat und dem englischen ausschreiben Original „A Symphonie of Echos“, das sich trotz gelungener Übersetzung geschmeidiger und witziger liest. Muss an der Sprache liegen, die Taylors knappen Stil und die zahlreichen Actionszenen wohl besser bedient. Wer kann, sollte sich das Original von Headline gönnen. Dr. Maxwells Chaotischer Zeitkompass gefiel mir nicht ganz so gut wie das kuriose Zeitarchiv, das Lob & Hudel auslöste. Das könnte daran liegen, dass die im ersten Band als so genial empfundenen Gegebenheiten und Gadgets nun bereits bekannt sind und somit der WOW-Effekt etwas magerer ausfiel oder an der ein wenig an H.P. Lovecraft erinnernden Einstiegsstory. Vielleicht auch wegen der ein wenig schwülstig rüberkommenden Lovestory, die ein bisschen lästig empfunden wurde. Auch an den abrupten Wendungen und Wechseln im Erzählrhythmus, könnte es gelegen haben, die mich ab und an dazu brachten, nochmal zurückzublättern, um zu schauen, was ich womöglich überlesen habe. Es gab nichts. Werde ich der Reihe dennoch treu bleiben? Unbedingt, denn sie ist frech, frisch und die weibliche „Heldin“ mit ihrem pragmatisch chaotischen Charme und ihrer harten Kindheit ist für mich immer noch herrlich skurril mit ihrem flapsigen Ich – Erzählercharme und den Zeitreisegeschichten, samt kruder Action kann ich nicht widerstehen. Fazit: Zeitreisen, Action und geschichtliche Ereignisse verpackt in knackig rasanter Urban Fantasy mit mal besseren, mal miesen Jokes. Das Buch ist ein amüsanter Lesesnack, den man sich gönnen kann, um ein wenig eskapistische Abenteuer in der Zeit zu erleben.

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Hilfe, Jack the Rapper ist hinter mir her! Der zweite Band der Zeitreise-Reihe von Jodi Taylor!!! Ein musst-Read für alle Zeitreise- und Geschichtsfans!! Worum gehts? Max springt in der Zeit, um St. Mary's zu retten, um den Bösen zu jagen und, um die Dodos vor dem Aussterben zu retten. Meine Meinung Der zweite Teil dieser Zeitreise schließt nahtlos an den ersten Band an. Da ich diesen aber vor einiger Zeit gelesen habe, stockte ich bei manchen Stellen, weil diese im ersten Buch vorkamen und ich mich nur noch vage daran erinnern konnte. Ein Tipp von mir: Lest beide Bücher relativ zügig nacheinander. Nichtsdestotrotz habe ich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden und wurde sofort mitgerissen. Es ist packend, spannend und ein Muss für alle, die Zeitreisen lieben und sich für Geschichte interessieren. Ab und an fand ich den Schreibstil sehr abgehackt. Manchmal wirkte es so, als wurden Informationen in kurzen und leicht verständlichen Sätzen auf einen abgefeuert. Da fehlte mir manchmal die Leichtigkeit, das Flüssige. Das zweite Buch war nicht sooo gut wie das erste, aber trotzdem wieder sehr sehr gut. Es wird aus der Sicht von Max erzählt und da sie manchmal sehr sarkastisch ist, musste ich das ein oder andere Mal auch schmunzeln. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen.

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Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass steht dem Vorgänger Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv in nichts nach, sieht man davon ab, dass man schneller in die Handlung hineingeworfen wird und sich gleich am Anfang mit Jack the Ripper herumschlagen muss (Doktor Maxwell und Co.). Daneben gibt es alte und neue Gegner, ein bisschen Shakespeare, Zukunftsreisen und und und. Kreativ und chaotisch geht es zu und es ist ein echtes Vergnügen den Abenteuer der Historikerin zu folgen,. Nur ihre privaten Liebesprobleme fand ich etwas ermüdend, uninteressant und auch fehl am Platze. Immerhin nehmen diese nicht all zu viel Platz ein. Es gibt auch einige Verluste, die ich sehr schade fand und anderen hätte ich einen gewaltsameren oder anderen Tod (nennen wir es langsames Dahinsiechen oder Leiden) gewünscht. Aber man kann nicht alles haben. Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass ist kurzweiliges Lesevergnügen durch viele Zeiten und schneller vorbei als man denkt. Und am Ende stellt man fest, dass es zwar einen roten faden gibt, man diesen aber oft aus den Augen lässt. Unterhaltung pur. Und man darf sich auf die Fortsetzungen freuen.

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Die Reise geht weiter

Von: JK

22.01.2020

Nach ihrem letzten Abenteuer wurden in St Mary's, dem geheimen Institut in dem Historiker mit Hilfe von Zeitreisen die Geschichte erforschen, einige Mitarbeiter befördert. So auch Max und Kal. Max soll zukünftig neuer Chief Operations Officer sein und Kal verlässt das Institut, um an der Partneruniversität von Thirsk als Liason Officer für St Mary's zu arbeiten. Es sollte Kals letzte Zeitreise als Historikerin werden. Eine traditionelle Belohnung, bis zu deren Erreichen vor ihr noch nie ein Historiker überlebt hat. Ihr außergewöhnlicher Wunsch für ihre letzte Reise war es, ausgerechnet Jack the Ripper am Tag seines letzten Mordes zu sehen. Doch wie es für St Mary's üblich ist, geht mal wieder alles schief, was schiefgehen kann. Nach einer Nacht in dem Pub, in dem sich Jacks letztes Opfer aufgehalten haben soll, der jedoch zu überfüllt ist, um jemanden identifizieren zu können, machen sich Max und Kal auf dem Weg zurück zu ihrer Zeitmaschine. Dabei werden sie jedoch selbst vom Ripper angegriffen und müssen durch die engen Straßen und den dichten Nebel der Londoner Nacht um ihre Leben kämpfen. Gerade so können sie entkommen und zurück in ihre eigene Zeit reisen. Doch kurz bevor sie die Tür zum Hangar von St Mary's öffnen, bemerken sie etwas in der Maschine. Jack hat sich an Board geschlichen und verfügt offenbar über nicht-menschliche Fähigkeiten. Sofort initiiert Max das Notfallprotokoll. Die Maschine wird versiegelt und von Truppen umringt. Nun kann sie niemand mehr lebend verlassen. Doch Jack the Ripper ist noch das kleinste Problem, mit dem Max konfrontiert wird. Kaum ist die erste Kriese gemeistert, steht auch schon die nächste an. Ihr Freund Leon ist verschwunden. Nach einer intensiven Suche durch die gesamte Belegschaft werden Koordinaten für die Zukunft gefunden. Scheinbar wurde Leon entführt. Dahinter kann nur Ronan stecken. Der Verbrecher aus der Zukunft hat schon mehrere Zeitmaschinen aus St Mary's gestohlen und einige Mitarbeiter getötet. Dass nun die Koordinaten hinterlassen wurden, lässt nur den Schluss zu, dass Max in eine Falle gelockt werden soll. Es wird Zeit für St Mary's in die Offensive zu gehen und Ronan zu konfrontieren. Dies geschieht nicht nur in der Zukunft, wo Max ein niedergeschlagenes Team wieder aufbauen muss, sondern auch in der Vergangenheit Schottlands, die Ronan geändert hat, damit St Mary's niemals existieren wird. Miss Maxwells chaotischer Zeitkompass wirft den Leser gleich ins Geschehen und gibt ihm nur wenige ruhige Momente um zu verschnaufen. Es ist zugänglicher als der erste Teil, auch wenn es thematisch wenige Unterschiede gibt. Noch immer endet fast jede Mission in einer unvorhergesehenen Katastrophe. Jedoch werden neue, interessante Elemente eingeführt, die für Abwechslung sorgen. Auch mit Max als Hauptcharakterin kann ich mich nun besser anfreunden. Ich hoffe, dass Jodi Taylor im nächsten Band, A Second Chance, ein wenig mutiger wird und neue Handlungsmöglichkeiten erforscht.

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