Leserstimmen zu
Der Kastanienmann

Søren Sveistrup

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Püppchen

Von: wal.li

07.02.2020

Naia Thulin hält nicht viel von ihrem Kollegen Msrk Hess. Er wurde an Europol entliehen und nun zeitweilig zurückgeschickt. Unter Polizisten ist es eher unrühmlich, geschickt zu werden. Als Ermittler ist er innovativ, aber auch zerstreut und sein Verhalten ist auch nicht gerade als teamfähig zu beschreiben. Thulin wird das schon aushalten, sie steht vor der nächsten Stufe auf der Karriereleiter. Nur noch dieser eine Fall der getöteten Mutter, der eine Hand abgeschnitten wurde. Eine Mutter, die mit ihrem Sohn und ihrem Lebensgefährten ein zumindest nach außen hin ein zufriedenes Leben führte. An diesem Buch kommt man kaum vorbei. Allenthalben wird es gelobt. Am Anfang kann man das nicht ganz nachvollziehen, doch je länger man liest, desto mehr ist man gefesselt. Mit Naia Thulin und Mark Hess werden zwei starke Charaktere zu einem Team zusammengewürfelt. Am Beginn harmonieren sie nicht gerade, da scheint jeder seinen eigenen Fall zu verfolgen. Doch irgendwie ergänzen sich die Ansätze doch. Mark Hess ist ein getriebener, dessen Hintergrund auf den ersten Blick nur aus Leere besteht. Naias kleine Tochter bemängelt, dass ihr Stammbaum nur aus drei Bildern besteht: Großvater, Naia und sie. Naja, wenn die Haustiere mitgezählt werden, sind es fünf. Gleichzeitig ein Schocker und ein intelligent konstruierter Kriminalroman. Da passt zunächst nichts zusammen, eine Frau, die grundlos getötet wird. Und gerade als sich eine Lösung andeutet, geschieht ein weiterer Mord, der wieder nicht passt. Und was hat das Ganze mit der Tochter der Politikerin zu tun? Das Mädchen wurde vor einem Jahr entführt und getötet. Warum nur, wurde bei dem Opfer eine kleine Figur aus Kastanien gefunden? Nach und nach ist es, als habe man eine kalte Hand im Nacken. Unbedingt muss man weiterlesen, um herauszufinden, was es mit den Kastanienpüppchen auf sich hat. Abgründe tun sich auf, in die man eigentlich nicht schauen möchte. Und doch schaut man und man schaut. Und am Ende weiß man, wer der Kastanienmann ist und man fragt sich, ob für Thulin und Hess noch weitere Fälle zu lösen sind.

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Der Autor Soren Sveistrup hat mit seinem Thriller „Der Kastanienmann“ ein durchweg spannendes und undurchschaubares Werk geschaffen. Bereits das Cover wirkt mit seinem düsteren Hintergrund und dem Kastanienmännchen sehr einnehmend und lässt einen die Geschichte kaum erwarten. Und die kompletten Seiten darauf, fesseln bis zum Ende! Der Aufbau der Geschichte ist sehr intelligent und gut durchdacht. Diverse Handlungsstränge und mehrere Geschehnisse bilden einen unfassbaren Spannungsbogen und lassen den Leser bis zum Ende im Ungewissen. Die Atmosphäre im Buch ist durchweg düster und undurchschaubar. Trotz der Länge des Buches verliert die Geschichte nie an Nervenkitzel und Aufregung und überzeugt dadurch von Anfang bis zum Ende. Die Ermittler der Morde wirken auf den ersten Blick sehr undurchsichtig und merkwürdig. Doch genau ihre komplexen Wesenszüge und ihre Eigenarten machen ihre Ermittlungen zu einer wirklich speziellen Angelegenheit. Einen wirklichen Bezug konnte ich zwar zu keinem der beiden Ermittler aufbauen, aber dennoch hat mir ihre Art und Weise sehr gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass weitere Ermittlungen mit Naia Thulin und Mark Hess folgen werden und wir dann auch noch mehr die Hintergründe der beiden erfahren können. Alles in allem erleben wir mit „Der Kastanienmann“ einen durchweg intelligenten und spannungsgeladenen Thriller, welcher bis zur letzten Seite den Atem anhalten lässt und mit seiner Auflösung mehr als überrascht! Ich war von dem Buch durchweg überzeugt und kann es jedem Thriller-Liebhaber ebenfalls ans Herz legen.

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Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut - allein das Cover ist ein absoluter Hingucker!  Der Schreibstil ist besonders - eingängig, angenehm und wirklich toll zu lesen. Der Plot ist an sich gut durchdacht, die Story wirkt gut recherchiert.  Leider bleiben die Charaktere ein wenig farblos, hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Mit der etwas rauen und ziemlich distanzierten - ja unnahbar wirkenden Protagonistin konnte ich bis zuletzt nicht wirklich warm werden. Ihr männlicher Gegenpart allerdings war mir schon zu Beginn sympathisch. Er wirkt in seinen Handlungen nachvollziehbarer.  Insgesamt muss ich sagen, dass ich sehr gerne 5 Sterne vergeben hätte allerdings hat das Buch leider unglaubliche Längen. Gut 100 Seiten weniger hätten dem Werk sicher gut getan. Ein derartiges Abflachen des Spannungsbogens gehört meines Erachtens nicht in einen wirklich guten Thriller. Und wenn ich erst die Hälfte des Buches lesen muss, bis tatsächlich Spannung aufgebaut wird, finde ich das sehr schade.  Die 2. Hälfte konnte mich dann allerdings absolut überzeugen, andernfalls hätte ich nur 3 Sterne vergeben können.  Insgesamt ist die Atmosphäre eher düster, dem Genre angemessen und in der zweiten Hälfte dann auch sehr beklemmend.  Es gibt einen recht großen Twist und ich hätte am Ende niemals die Person als Täter vermutet, die sich dann tatsächlich als selbiger entpuppte. Hier schafft es der Autor hervorragend, den Leser auf falsche Fährten zu locken. Das hat mich dann wiederum absolut beeindruckt.  Insgesamt lesenswert, allerdings mit teilweise eben leider, leider sehr abgeflachtem Spannungsbogen. Ich bin dennoch gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird und werde diese dann in jedem Falle lesen. 

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>>Tolle Charaktere<< In diesem Genre wird nicht immer wirklich der Fokus auf eine detailreiche Charaktergestaltung gelegt, was überhaupt nicht schlecht sein muss, aber eben auch nicht jedermanns Sache ist. Soren Sveistrup zeigt in Der Kastanienmann, dass er alles unter einen Hut bringen kann, beweist nicht nur mit Authentizität, sondern vor allem auch Vielfalt. Kommissarin Naia Thulin entspricht alles andere als dem typischen Bild und hatte mich vom ersten Auftritt an. Ihr neuer Partner Mark Hess bildet einen starken Kontrast, doch gerade das macht das Zusammenspiel nur noch interessanter. Auch andere Kollegen und Charaktere wurden liebevoll ausgebaut. Nicht zuletzt wahrscheinlich auch die Seitenzahl hat dafür gesorgt, dass man als Leser ein ziemlich facettenreiches Bild erhält. So zieht sich der ziemlich ausführliche Schreibstil von Herrn Sveistrup durch sämtliche Abschnitte, führt politische Machtspielchen, Verhaltensmuster von Verbrechern und gesellschaftskritische Aspekte aus, ohne sich zu verlieren. So kommt es natürlich an der einen oder anderen Stelle auch zu Längen, jedoch bleibt die Geschichte immer am Leben, verliert nicht an Spannung und weiß jeder Zeit zu unterhalten. >>Allrounder<< Wie immer können sich natürlich auch hier die Gemüter streiten und wer es eher kurz und knackig haben möchte, der hätte wahrscheinlich lieber eine gekürzte Variante, doch Der Kastanienmann ist wirklich empfehlenswert. Vom Aufbau und Stil erinnert es mich an manchen Stellen an einen Krimi, von der Spannung und Brutalität her, steht allerdings der Thriller ganz klar im Vordergrund. Generell wird hier aus so vielen Perspektiven gearbeitet, dass sich ein unglaubliches Gesamtbild abzeichnet, das mich wirklich sehr fasziniert hat. FAZIT Und trotz der unterschiedlichen Perspektiven hatte ich nie das Gefühl, die Geschichte wirklich durchschauen zu können und wurde immer wieder überrascht. Auf jeder weiteren Seite habe ich mich mehr im Buch verloren, habe verzweifelt versucht das große Rätsel um den Kastanienmann zu lösen und jede einzelne Seite genossen. Wer auf der Suche nach einem wirklich guten Thriller mit einer anspruchsvollen Handlung ist, der sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen.

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Das Buch war packend und spannend, unglaublich durchdacht und ich hätte bis zum Schluss nicht mit der Auflösung des Täters gerechnet. Ein super Buch! Da ich jedoch nur immer so wenig lesen konnte, kam ich ab und an mit den Charaktere durcheinander. Da müsst ihr am Ball bleiben. Daher 4.5/5 ⭐️ von mir und klare Kaufempfehlung!

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„Der Kastanienmann“ hat mich von Anfang sehr gereizt als absoluter Thriller Fan. Dementsprechend hatte ich sehr hohe Erwartungen an das Buch. Meistens ist das ja nicht so vorteilhaft aber der Autor hat sich absolut positiv bewiesen! Für mich als Thriller Liebhaberin mag ich es ja sehr wenn es nicht nur einen Höhepunkt in einem Buch gibt, sondern der Nervenkitzel komplett durch das Buch geht. Das ist absolut der Fall bei dem Buch „Der Kastanienmann“! Man merkt mit wie viel Liebe zum Detail der Autor an dieses Buch heran gegangen ist! Mit 603 Leseseiten ist das Buch wirklich sehr dick. Jedoch braucht das Buch jede einzelne Seite - heißt: es wurde nicht gestreckt oder Kapitel zum „füllen“ hinzugefügt. Das finde ich besonders bemerkenswert! Ich freue mich definitiv darauf, mehr von dem Autor zu lesen und kann jedem Thriller Fan zu dem Buch raten. Einen Stern Abzug gibt es lediglich weil so manche Entscheidungen der Protagonisten nicht ganz so nachvollziehen konnte aber das ist eine Geschmackssache :-)

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Langatmig

Von: Kathj

17.12.2019

Für mich war das Buch zu langatmig. Auch störten mich so einige Sachen in dem Buch. Zum Beispiel waren gefühlt alle Charaktere versessen von Sex und konnten nur an das eine denken, sowas hat für mich nichts in einem Thriller verloren. Ebenfalls gab es ein paar Logikfehler. Das Buch hatte viel zu viele stellen die langweilig waren, es hätte durchaus nicht schaden können ein paar Seiten weniger zu schreiben. Für einen Thriller der so viele Seiten hat ist es eh schwer die ganze Zeit über spannend zu sein, hier habe ich mich noch schwerer getan. Schade eigentlich, denn der Schreibstil des Autors ist sehr gut. Für mich hat der Thriller noch viel Luft nach oben.

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In Kopenhagen wird auf einem Spielplatz die entstellte Leiche einer Frau gefunden. Über ihrem leblosen Körper hängt eine kleine Figur aus Kastanien. Darauf finden die Ermittler Naia Thulin und Mark Hess den Fingerabdruck eines Mädchens, das vor einem Jahr verschwand - die Tochter von Politikerin Rosa Hartung. Kurz darauf taucht ein zweites Kastanienmännchen auf.... Der Start des 600 Seiten umfassenden Thrillers ist unheimlich packend. Bereits nach dem Lesen des ersten Kapitels war ich geschockt und ziemlich sicher, dass dies ein gutes Buch sein wird. Der Autor schafft es von Anfang an, eine düstere Stimmung aufzubauen, die dem Leser das Gefühl vermittelt, ständig auf der Hut sein zu müssen. Die Handlung erstreckt sich insgesamt auf einen recht kurzen Zeitraum von 4 Wochen. Folglich sind die Ermittlungen sehr rasant, neue Erkenntnisse werden schnell gewonnen und es entsteht ein Wettlauf gegen die Zeit, bevor eine neue Leiche auftaucht. Als Ermittler hat der Autor zwei starke Charaktere gewählt, die mir beide auf ihre Art sympathisch waren. Der Schreibstil von Søren Sveistrup ist sehr flüssig, angenehm zu lesen und an den entscheidenen Stellen bildlich, sodass die Atmosphäre des Buches auf den Leser übergeht. Die ständigen Perspektivwechsel tragen dazu bei, einen allumfassenden Blick auf die Geschehnisse zu haben. Die konstruierte Geschichte ist komplex aber sehr stimmig und erschließt sich am Ende, ohne dass sie übertrieben oder gar absurd ist. Der Thriller passt perfekt in den Herbst, kann aber natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit gelesen werden. Eine ganz klare Empfehlung für alle Thriller-Fans und solche, die es noch werden wollen.

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