Leserstimmen zu
The future is female!

Scarlett Curtis

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Heute zum internationalen Tag der Frauen kann ich gar nicht anders als dir dieses Buch vorzustellen. Denn es steht vermutlich wie kein anderes dafür, wofür Frauen stehen, was sie wollen, und vor allem, was sie sind und können. Was habe ich mir von diesem Buch erhofft? Als vollkommener Feminismus-Neuling habe ich mir ein Werk erhofft, dass mir den Feminismus näher bringt. Das mir vor allem erklärt, wofür dieser Feminismus eigentlich steht. Ich wollte diesen genervten Beigedanken loswerden, sobald dieses Wort auch nur genannt wird, der mich seit einer Weile begleitet. Weil ich das Thema für totgeredet hielt, weil mich die vielen Diskussionen nervten. Ich wollte endlich verstehen, was sich da wirklich abspielt, dass Feminismus nichts schlechtes ist, dass es auch nicht schlecht ist, Feministin zu sein, wie man überhaupt zu einer Feministin wird. Was ich bekommen habe … Nein, meiner Meinung nach habe ich keinen Ratgeber bekommen, der mir erklärt, was Feminismus ist. Was es bedeutet Feministin zu sein. Vermutlich, weil das gar nicht möglich ist, denn Feminismus scheint für jeden etwas anderes zu sein, jeder nennt andere Dinge, die eine Feministin tun darf oder nicht. Es ist so ein weitgefasster Begriff und handelt irgendwie doch nur davon, für seine Rechte einzustehen, für Gleichberechtigung. Ich würde dieses Buch also nicht als Leitfaden für den Feminismus bezeichnen, sondern als aufbauende Lektüre für Frauen. Weil dort so viele unterschiedliche weibliche Persönlichkeiten zu Wort kommen. Frauen, die viel erreicht haben und doch nicht anders sind als du und ich. Es geht um Frauen, die sehr schüchtern sind und dennoch in großen Räten sprechen ohne dass es irgendeiner der Anwesenden erwartet hätte. Es geht darum, wie wir Frauen und Mädchen uns verhalten und das dies schon seit Generationen in uns verankert ist. Es geht ums Aussehen, im Gesicht oder im Intimbereich, wie unterschiedlich wir alle sind und wie wir uns selbst fertigmachen, weil unser Aussehen nicht der Norm entspricht. Nicht jede der enthaltenen Essays hat mir wirklich etwas gegeben. Nicht bei jedem war mir klar, was die Verfasserin mir damit sagen möchte. Andere waren einfach nur urkomisch (wie z.B. der der Schauspielerin Kat Dennings), andere drückten genau diese Zweifel aus, die ich selbst habe. Der Text von Alison Sudol hat mir total gut gefallen, weil er zeigte, dass selbst sie sich nicht genau darüber im Klaren ist, was dieser gewaltige Begriff „Feminismus“ bedeutet, dass sie selbst nicht immer weiß, wie sie sich zu verhalten hat, um Feministin zu sein oder eben nicht. Als besonders inspirierend empfand ich Alaa Murabits Geschichte. Denn sie ist eine sehr junge Ärztin, die sich für libanesische Frauen einsetzt. Bei einer Sitzung zu diesem Thema wurde sie nicht als Dr. Murabit erkannt und zum Personal dirigiert. Einfach weil sie jung und weiblich ist und man ihr äußerlich nicht zutraut, was sie geschafft hat. Sie selbst hat nichts dazu gesagt, weil sie sich in diesem Moment eingeschüchtert gefühlt hat, weil sie schüchtern ist und nicht immer auf den Tisch hauen kann. Das hat mir so viel gegeben, weil ich mich darin sehr gut wiederfinde. Ich sehe jünger aus als ich bin, bin noch dazu ziemlich klein, da ist es manchmal schwer sich zu behaupten. Aber Alaa Murabit zeigt, dass es möglich ist. Fazit „The Future is Female“ ist anders als ich es erwartet habe. Es ist weniger ein Buch, das dir den Feminismus genau erklären wird, sondern eher eine Sammlung von Gedanken und Problemen von Frauen. Ganz egal ob es um Selbstbewusstsein oder schlicht um Aussehen geht. Das ist aufbauend, motivierend und inspirierend – vor allem, wenn man selbst mit Komplexen zu kämpfen hat. Daher kann ich dieses Buch nur empfehlen. Einfach um zu merken: Hey, andere Frauen haben die gleichen Probleme und können trotzdem erfolgreich sein.

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After Work“ hat mich wieder dazu bewogen mich mal mit dem Thema Feminusmus zu beschäftigen. Auf Instagram ist mir dann das Buch „The Future is female!“ aufgefallen. Auch hier handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, was aber meine Meinung nicht verfälscht. Meine Meinung vor dem Buch über Feminismus Man darf sich nicht schminken. Kein Rosa. Männer sind Feinde. Sie rasieren sich nicht die Beine. Es gibt keinen Mittelweg. Hippies. Ist das nicht eine Sache, für die die Frauen früher gekämpft haben? und noch ein paar mehr Sachen. So ist es aber nicht. Denn es wird in der Sammlung von unterschiedlichem Essay schnell klar. das im Feminismus ein Schwarzweißdenken keinen Platz hat. Denn unterschiedliche Frauen, berichten darüber wie sie den Feminismus erleben und für sich entdeckt haben. Alle Essays sind in 8 Unterkapitel geteilt So das man selbst eine kleine Reise mitmacht. Angefangen von der Ersten Berührung mit dem Feminismus bis hin zu dem Feminismus leben. Alle Essays sind sehr inspirierend. Denn die Frauen die darüber schreiben, sind normal, haben ihre Fehler und diese berichten auch über Frauen die sie so als Feministinen garnicht wahrgenommen hätten. Auch wenn der ein oder andere sehr ausschweifend war, aber diesen kann man dann mit guten Gewissen auch einfach überspringen. In einigen Schilderungen fand ich mich selbst wieder und dachte: „Ja, so sehe ich das auch.“ „Es gibt doch einen Mittelweg.“ „Hier geht es nicht um BH verbrennen.“ „So geht es mir auch.“ Denn die Schilderungen sind von normalen Frauen mit Fehlern, geschminkt und erfolgreich. Ach ja, und lieben Männer. Aber es wurde auch aufgezeigt das Feminismus keine Veraltete Sache ist. Denn es geht nicht darum den Platz der Männer einzunehmen, nein es geht darum das beide einen Platz nebeneinander haben. Ebenwürdig. Was mir nicht so gut gefallen hat ist der Titel, denn der passt nicht wirklich zum Inhalt. Wobei dieser einfach provokant sein soll. Was aber wieder dieses Bild der Menschen in den Kopf projiziert von den Frauen, die auf der Straße nackt rumlaufen und jeden Mann hassen. Ich weiß nicht ob es der richtige Weg ist. Auch über die Farbe kann man gewiss streiten, aber hey warum nicht. Feminismus ist auch Rose. Mit hat die Essaysammlung „The future is female!“ sehr gut gefallen., denn es inpiriert einen. Ich werde darin denke ich noch öfter lesen und außerdem der Aufforderung am Ende des Buches nachkommen und meine Gedanken zu dem Thema niederschreiben. Meiner Meinung nach einem idealen Buche zum Einsteigen in das Thema Feminismus, denn es schafft einige Vorurteile aus dem Weg. Außerdem ist es nicht nur für Frauen geeignet. Titel: The future is female! / Autor: Scarlett Curtis (und weiter) / Verlag: Goldmann / Erschienen: 08.08.2018 / Seiten: 416/ Genre: Essaysammlung / Teil einer Reihe: Nein Die Welt, in der Frauen heute leben, ist trotz #MeToo und immer größer werdenden öffentlichen Protesten gegen die Geschlechterungleichheit noch immer massiv vom Gender Pay Gap, der Sehnsucht nach dem perfekten Bikinibody und Mansplaining definiert. »The future is female! Was Frauen über Feminismus denken« ist das Buch für Mädchen und Frauen, die sich mit diesem ungenießbaren Cocktail nicht länger zufriedengeben wollen, eine einzigartige und vielstimmige Textsammlung. Frauen von der Hollywood-Ikone bis zur Teenie-Aktivistin erzählen darin ihre ganz persönliche Geschichte; alle Geschichten zusammengenommen entwickeln eine Kraft, die die alte Welt aus den Angeln heben kann und dem F-Wort einen ganz neuen Glanz verleiht. Der Feminismus von heute definiert sich über das Dafür und Miteinander und nicht ewig gestrig über das Dagegen, er ist eine unwiderstehliche Notwendigkeit – und jede Einzelne von uns gehört dazu! Herausgeberin von »The future is female« ist die britische Style-Kolumnistin und Pink-Protest-Gründerin Scarlett Curtis; das Buch wird zeitgleich mit der britischen und der amerikanischen Ausgabe zum International Girls’ Day am 11.10.2018 erscheinen. Beiträgerinnen sind unter anderem: Emma Watson • Keira Knightley • Bridget Jones (von Helen Fielding) • Saoirse Ronan • Dolly Alderton • Jameela Jamil • Kat Dennings • Rhyannon Styles und viele mehr. Außerdem exklusiv in der deutschen Ausgabe: Essays von Katrin Bauerfeind • Karla Paul • Tijen Onaran • Fränzi Kühne • Milena Glimbovski • Stefanie Lohaus. »Brillant, witzig, wahrhaftig. Diese Essays werfen ein strahlendes Licht auf den Weg zukünftiger Frauengenerationen.« Reese Witherspoon

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Das von Scarlett Curtis herausgegebene Buch trägt das Thema bereits im Untertitel: Was Frauen über Feminismus denken. Es ist eine Sammlung von Texten unterschiedlicher Frauen – überwiegend aus dem englischsprachigen Raum. Für die deutsche Ausgabe wurden noch einige Texte deutschsprachiger Autorinnen eingefügt. https://vereinbarkeitsblog.de/rezension-the-future-is-female/

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Meine Meinung: Feminismus! Ach du Schreck sie hat's gesagt. Wir leben in einer Welt in dem dieses Thema leider noch immer eine Menge Abneigung erfährt und so wie ich das bisher mitbekommen habe liegt das an zwei Dingen: 1) die Unwissenheit der Menschen was es genau mit Feminismus auf sich hat 2) der Glaube das wir doch in einer post-feministischen Welt leben. Als ich letztes Semester eine Vorlesung zu "Gender, Sexuality & Feminism" belegte, wurde vor allem letzteres ausführlich besprochen und besagter Professor, war genau so wie viele andere, auch davon überzeugt, dass wir in der Zeit der Gleichberechtigung angekommen seien. Ich konnte da ganz ehrlich nur meinen Kopf schütteln, denn vor allem Dinge wie die #metoo Bewegung sollten bewiesen haben, das wir noch lange nicht an diesem Punkt angekommen sind. Noch immer verdienen Männer mehr und das obwohl sie die gleiche Arbeit wie Frauen leisten. Noch immer müssen sich Frauen mit Themen wie 'Slutshaming' täglich auseinandersetzen. Noch immer werden kleine Mädchen mit Worten wie "Das tut ein Mädchen nicht" oder "Das ist aber nicht ladylike" aufgezogen. Und noch immer muss ich Angst haben abends allein durch die Stadt zu laufen. Also wieso wird das Wort Feminismus noch immer mit so viel Feindseligkeit entgegengebracht, wenn es dabei doch nur darum geht als vollwertiger Mensch betrachtet zu werden? In dem Buch "The future is female" wird dieses Thema vertieft und die persönlichen Geschichten von unterschiedlich Frauen (wie z.B. Emma Watson und Keira Knightley) erzählt. Die Beiträge in diesem Buch sind alle sehr unterschiedlich. Von persönlichen Texten, über humorvolle Anekdoten bis hin zu langen Beiträgen, ist alles mit dabei. Besonders hat mir hierbei auch gefallen, dass nicht jeder Text unglaublich ernst war und viele wichtige Punkte damit auf unterhaltsame Weise angesprochen wurden. Auch gefiel es mir, dass neben den großen Problemen auch Alltagssituaionen und allgemeine Unsicherheiten, die viele Frauen betreffen angesprochen wurden. Mein einziger Kritikpunkt jedoch ist, das bei der Auswahl an Frauen, der Großteil aus Schauspielerinnen bestand. Während Schauspielerinnen wie Emma Watson und Jameela Jamil sich regelmäßig für den Feminismus aussprechen und somit definitiv einen Platz in diesem Buch verdient haben, so hätte ich mir dennoch ein wenig mehr Diversität gewünscht. So gab es zum Beispiel nur einen Beitrag einer Ärztin und auch hätte es interessant sein können einen Beitrag einer Frau zu lesen, die aus einem überwiegend männlich dominierten Berufsfeld wie zum Beispiel dem Militär etc. kommt. Fazit: Alles in allem ein wahnsinnig wichtiges Buch, das es schafft dem Leser ein wichtiges Thema auf unterhaltsame Weise näher zu bringen. Geschichten wie diese müssen geteilt, gelesen und verstanden werden, nur so können wir hoffen, dass Gleichberechtigung eines Tages eine Selbstverständlichkeit wird.

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Feministinnen sind Frauen, die ihre BHs verbrennen, sich nicht die Beine rasieren und alle Männer hassen. Dieses Vorurteil hat sich längst überlebt und mit dem Buch „The future is female“ beweist die Herausgeberin Scarlett Curtis mit ihren Mitstreiterinnen, dass Feminismus in vielen Formen und Farben auftreten kann und sich nicht immer unter einer einheitlichen Fahne verbinden muss. Jeder kann etwas für die Frauenbewegung tun, jede Frau (und jeder Mann) kann für sich in seinem Umfeld an Gleichberechtigung und einem respektvollen Umgang miteinander arbeiten. Zahlreiche berühmte Frauen haben sich gefunden, um Essays für dieses Buch zu schreiben und für die deutsche Ausgabe sind noch einige hinzugekommen, zum Beispiel die Bloggerin und Buchkolumnistin Karla Paul oder auch die beliebte Moderatorin und Autorin Katrin Bauerfeind. Bei all den unterschiedlichen Geschichten haben doch viele eins gemeinsam, sie zeigen das Selbstverständnis dieser selbstbewussten starken Frauen und berichten oft von ihrem Aha-Moment, in dem ihnen klar wurde, dass sie sich engagieren und für etwas eintreten müssen, da Gleichberechtigung eben noch nicht selbstverständlich sondern weiterhin harte Arbeit ist. Vergangene Generationen haben die Grundlage für vieles gelegt, was uns heute selbstverständlich ist, diese Grundlage weiterzuentwickeln zu echter Gleichberechtigung ist die Aufgabe folgender Generationen, wie die Autorinnen beweisen. „The future is female“ ist ein unglaublich wichtiges Buch, denn es zeigt, dass es für Feministinnen eben kein Klischee gibt, dass man High Heels und pinke Miniröcke tragen kann und trotzdem für Feminismus stehen kann, dass man romantische Komödien schauen und trotzdem wissen kann, dass die Realität anders aussieht. Deshalb kann man trotzdem Freude daran haben. Mich hat dieses Buch restlos begeistert, es fasst ein meiner Meinung nach unglaublich wichtiges Thema auf und verpackt es auf unterhaltsame und inspirierende Weise, so dass hoffentlich viele Leserinnen und Leser auch ihre eigene Position zum Feminismus hinterfragen.

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Mit “The Future is Female” hat der Goldmann Verlag eine feministische Essay Sammlung veröffentlicht, die von der Aktivistin Scarlett Curtis herausgegeben wurde. Auf knapp 410 Seiten finden sich abwechslungsreiche Beiträge zum Thema Feminismus von Aktivistinnen, Autorinnen, Politikerinnen, Journalistinnen, Poetinnen und Schauspielerinnen. Auch wenn es die ein oder andere Überschneidung bei den Essays gibt, muss ich doch loben wie abwechslungsreich der Band geworden ist. Kreativ fand ich zum Beispiel die Beiträge von Poetinnen, die sich dem Thema entsprechend poetisch angenähert haben. Es darf auch mal geschmunzelt werden: Schauspielerin Kat Dennings (Thor, 2 Broke Girls) würzt ihren Beitrag mit einer Prise Humor, in dem sie uns von A bis Z die Szenarien erklärt, in denen man laut ihrer Mutter als Frau gekidnappt werden kann. Natürlich ist sowas mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten, denn die Welt ist tatsächlich ein gefährlicher Ort für Frauen und Mädchen. Aber ich fand es erfrischend das Thema auch einmal übertrieben und daher humoristisch zu betrachten. Bondgirls und Period Poverty Schauspielerin Keira Knightley rechnet in ihrem Beitrag mit einer Gesellschaft ab, die Frauen bejubelt, weil sie einen Tag nach einer schweren Geburt schon wieder topgestylt Interviews geben. Bondgirl Gemma Arterton stellt sich vor wie ihre Rolle in James Bond hätte ablaufen können, wenn die weiblichen Figuren ihm nicht alle verfallen würden. Aktivistin Amika George wiederum beklagt, dass arme Mädchen einmal im Monat die Schule verpassen, weil sie sich keine Hygieneartikel leisten können. Zwar trifft nicht jedes Essay ins Schwarze, der überwiegende Teil aber schon. Außerdem kommen vielfältige Stimmen zu Wort, Intersektionalität wird hier groß geschrieben. Erfrischend auch die ein oder andere kritische Stimme: Evanna Lynch, die man als Luna aus Harry Potter kennt, erzählt ehrlich, dass sie sich mit dem Thema Feminismus immer noch schwertut. Pink is beautiful Warum der grelle pinke Einband, mag man sich fragen. Ist das kein Klischee? Curtis erklärt gleich an zwei Stellen im Buch, was es mit der Farbwahl auf sich hat. In ihrer Einleitung stellt sie die Frage, ob man kein Pink als Feministin tragen darf und beantwortet sie gleich selbst: Auch Feministinnen tragen Make-up und die Farbe Pink. Später erklärt sie, dass der Farbton des Einbands, das sogenannte Baker-Miller-Pink, Untersuchungen zufolge Aggressionen abschwächt. Die Farbe pink ist also ziemlich cool und verdient es nicht darunter zu leiden, dass manche sie als ‘feminin’ abstempeln. Letztendlich ist auch das nur ein soziales Konstrukt. Pink ist für jeden da. Für alle Feministinnen und jene, die sich fragen, was es mit dem Feminismus auf sich hat, ist “The Future is Female” ein wahrer Schatz an vielfältigen Meinungen.

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Vielfalt: Die stärkste Vielfalt beweist The future is female in seinen Beitragsarten: Es gibt Erfahrungsberichte, Anekdoten, poetische Texte, Listen, informative Texte, fiktionale Texte, Essays. Ich hatte beim Lesen wirklich das Gefühl, dass jede Autorin sich auf ihre Art einbringen konnte, ohne ihre Gedanken in eine vorgegebene Form bringen zu müssen. Beim Lesen haben mir die Abwechslung und die kurzen Kapitel geholfen, bis zum Ende nicht die Lust an dieser Lektüre zu verlieren. Ähnlich vielfältig wie die Form ist auch der Inhalt. Nicht nur durch die unterschiedlichen Ansatzpunkte der Beitragsformen, sondern auch durch die unterschiedlichen Lebensumstände der Frauen ergeben sich ganz verschiedene Themen. Manchmal geht es um ganz persönliche Erfahrungen im Alltag, im Beruf oder im Familienleben. Dann wieder wird die Gesellschaft unter die Lupe genommen. Natürlich kommt es auch zu thematischen Überschneidungen. So taucht immer wieder die Frage auf: Was bedeutet es, Feministin zu sein? Daran zeigt sich: Auch die Antworten auf die gleiche Frage können vielfältig sein. Für manche der Autorinnen ist Feminismus eine Selbstverständlichkeit, mit der sie sich aktiv jedoch kaum auseinandersetzen, andere sind engagierte Aktivistinnen mit einer klaren Agenda. Wieder andere sind verunsichert von der negativen Konnotation des Begriffs und wissen selbst noch nicht so richtig, wie sie Position beziehen können. Die Gegenüberstellung verschiedener Sichtweisen – auch bei anderen Themen – fand ich spannend und hilfreich, mir selbst klarer über meine eigene Positionierung zu werden. Identifikationspotenzial: Die Beiträge sind zum Großteil sehr persönlich. Obwohl sie einzig für dieses Buch verfasst wurden, hatte ich das Gefühl, dass einige Beiträge nicht primär für die Leserschaft geschrieben wurden. Hier haben Frauen ihre persönlichen Erfahrungen und Gedanken niedergeschrieben. Da war ganz viel dabei, in dem ich mich wiedererkannt habe: egal ob Alltagssituationen, die sicher (fast) jede Frau schon erlebt hat oder Unsicherheiten, die viele von uns beschäftigen. Da sich die meisten Frauen in ihren Beiträgen ganz offen äußern, wirken sie nahbar. So empfand ich auch Beiträge, die für mich völlig fern von eigenen Erfahrungen waren, als sehr berührend. Informationsgehalt: Für jemanden, dem Feminismus noch völlig neu ist und der sich erstmal durch Fakten ein Bild machen möchte, ist The future is female nicht das richtige Buch. Dennoch ist es informativ. Denn es gibt durchaus beispielsweise ein Kapitel, dass die Geschichte des Feminismus (im englischsprachigen Raum) umreißt. Behauptungen bleiben insgesamt selten so dahingestellt, sondern sind mit Studien belegt. Jene Studien oder Referenztexte sind dann stets in Fußnoten angegeben, was das Nachschlagen sehr erleichtert. Themen werden eigentlich nie völlig kommentarlos in den Raum geworfen, sondern stets kurz und knapp die Problematik dahinter und die wichtigsten Hintergründe erläutert. Diese Erläuterungen vermitteln natürlich kein solides Wissen, aber sie helfen, die Themen auch ohne Vorwissen zu verstehen. The future ist female soll überhaupt nicht informieren, aber es liefert genau die Informationen, die man zum Verständnis braucht und regt dazu an, sich an anderer Stelle selbst weiter zu informieren. Motivation: Das Buch ist in enger Zusammenarbeit mit Girl Up entstanden, einer Initiative, die Mädchen dabei hilft, sich aktiv für Gleichberechtigung einzusetzen. Die Initiative stellt sich im Vorwort vor und Girl-Up-Jugendbotschafterinnen aus aller Welt haben Beiträge beigesteuert. Unter der Rubrik Aktion berichten einige der Frauen von ihren eigenen Projekten, Initiativen und Aktionen. Dabei haben sie ganz unterschiedliche Schwerpunkte gelegt. Diese Frauen setzen sich unter anderem ein gegen Stereotype, gegen FGM (Female Genital Mutilation), gegen Menstruationsarmut, für mehr Austausch und für gegenseitige Unterstützung. Nach The Future is Female kann niemand mehr sagen, „ich würde mich gerne für Feminismus stark machen, aber ich weiß nicht wie“. Es werden bestehenden Organisationen vorgestellt, denen man sich eventuell anschließen kann. Frauen zeigen, wie aus ihrer Eigeninitiative eine Bewegung wurde. Keine Sorge. Es ist ok, wenn sich nicht jeder gleich zu Großem inspiriert fühlt. Andere Beiträge betonen, wie wichtig es ist, sich vom Feminismus leiten zu lassen in der Erziehung und im alltäglichen Umgang miteinander. Repräsentation: Davon ausgehend, was ich im Vorfeld von dem Buch mitbekommen hatte, habe ich hauptsächlich Beiträge britischer Prominenter erwartet. Die deutsche Ausgabe wurde mit zusätzlichen Beiträgen ergänzt, sodass auf dem Cover schon mit den Namen Emma Watson, Keira Knightley und Katrin Bauerfeind geworben wird. Tatsächlich fällt auf, dass vor allem der englischsprachige Raum immer wieder im Fokus steht. Allerdings ergibt sich insgesamt durchaus ein bunteres Bild, als auf den ersten Blick zu erwarten wäre. Nicht nur Hollywood-Ikonen und Frauen mit einer ähnlichen Medienaufmerksamkeit kommen zu Wort. Auch Journalistinnen, Aktivistinnen und Unternehmerinnen teilen ihre Erfahrungen. Dazwischen sind immer wieder Beiträge von Girl-Up-Jugendbotschafterinnen aus aller Welt eingestreut. Ganz normale junge Frauen, die sich in ihrer Heimat für Feminismus stark machen. In verschiedenen Beiträgen heben die jeweiligen Autorinnen hervor, welchen zentralen Bestandteil Intersektionalität im Feminismus einnimmt. In der Auswahl der Autorinnen spiegelt sich diese Einstellung allerdings nur bedingt wieder. Viele der Namen haben mir nichts gesagt und ich habe keine Hintergrundrecherchen angestellt. Daher kann ich hierzu nur berichten, welchen Eindruck ich beim Lesen gewonnen hatte. Während zwar einige schwarze Frauen ihre Beiträge beisteuerten, erschien die LGBQ-Community unterrepräsentiert. Ich kann mich an genau einen Bericht einer Trans-Frau erinnern, Franzi zählt in ihrer Rezension (Link s.u.) „immerhin“ zwei. Gestaltung: Die Beiträge sind nach Kategorien geordnet, die Curtis als die fünf Stadien des Feminismus bezeichnet: Erleuchtung – Zorn – Freude – Zeit für ein bisschen Poesie – Aktion – Bildung. Dadurch ergibt sich eine thematische Struktur, an der man sich als Leser etwas entlanghangeln kann. Allerdings heißt das auch, dass sich die Beiträge innerhalb einer Kategorie teilweise stark ähneln und die gleichen Themen sich direkt nacheinander wiederholen. Spannend ist das, wenn die Beiträge verschiedene Sichtweisen darstellen (s.o.). Ermüdend hingegen, wenn sie sich an genau den gleichen Punkten abarbeiten. Ich hatte zufällig von der englischen Ausgabe erfahren und wusste sofort, dass ich dieses Buch lesen will. Ansonsten hätte ich die deutsche Ausgabe vermutlich nicht in die Hand genommen. Beim ersten Blick sticht einem sofort das schreckliche Pink des Umschlags ins Auge. (Mich hätte es nicht gewundert, wenn es im Dunkeln geleuchtet hätte.) Was soll das? Auch das englische Cover arbeitet mit einem Pinkton. Allerdings hat der einen thematischen Bezug zum Inhalt und wurde bewusst gewählt, da er wohl aggressives Verhalten reduziert. Dieser Farbton wird auch auf den Umschlaginnenseiten der deutschen Ausgabe aufgegriffen. Warum für die Außenseite stattdessen ein Pink gewählt wurde, das alles andere als beruhigt, ist mir schleierhaft. In weißen Großbuchstaben hebt sich nicht nur farblich, sondern auch plastisch der Buchtitel vom pinken Umschlag ab: THE FUTURE IS FEMALE! Ein Spruch, der gerne auch mal auf T-Shirts und Taschen prangt. Was gut gemeint Empowerment für Frauen fordert, hinterlässt bei mir immer einen schalen Nachgeschmack. Im Feminismus geht es nicht um eine weibliche Zukunft, sondern um eine gleichberechtigte Zukunft. THE FUTURE IS EQUAL! oder so müsste es heißen. Auch hier wurde beim englischen Original wieder die bessere Wahl getroffen: Feminists Don’t Wear Pink (and other lies) ist nicht nur witzig, sondern greift auch einen Gedanken aus einem der Beiträge auf. Leseempfehlung: Obwohl The future is female nicht ohne größere Schwächen daherkommt, bleibt es unterm Strich ein gelungener Beitrag zur feministischen Literatur. Mir gefällt, wie hier verschiedene Themen und Sichtweisen in einem Buch vereint werden. Ich fühlte mich beim Lesen verstanden, als auch inspiriert und motiviert.

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So vielfältig wie wir Frauen, so vielfältig wie die Meinungen über Feminismus, so vielfältig sind die Beiträge in diesem Buch. Es ist eine Sammlung von Aktionen, Projekten, persönlichen Geschichten, Lektüreempfehlungen, Musikvorschlägen, Poesie und vielem mehr. Geschrieben von unterschiedlichen Frauen (Länder, Kulturen, Religionen, Berufe) und zusammengestellt von der Herausgeberin Scarlett Curtis. Das Buch ist gegliedert in verschiedene Stadien, die man durchwandert, wenn man zur Feministin/zum Feministen wird, u.a. Erleuchtung, Zorn, Freude, Aktion. Die Themen wiederholen sich eigentlich kaum, manche Beiträge sind länger, manche nur ganz kurz. Manche haben mir besser gefallen, andere wiederum waren nicht so meins. Und trotzdem finde ich genau das so wunderbar an diesem Buch. Für jede/n ist etwas dabei, sowohl was die Einstellung betrifft und Themen, die einen interessieren, wie auch die Form des Geschriebenen: Listen, Gedichte, Interviews, Erfahrungsberichte, Essays. Man kann sich darin wiederfinden, zum Nachdenken sowie weiteren Recherchieren angeregt werden und sogar selbst seine Meinung einbringen. Wenn man glaubt, Feminismus ist nichts für mich oder von den ganzen sexuellen Belästigung bin ich nicht betroffen oder Frauen und Männer sind doch eh schon lange gleichgestellt, geben diese Texte eine Vorstellung davon, woran wir Menschen noch arbeiten müssen und dass es noch viele Frauen gibt, die nicht mit so vielen Privilegien leben. Das ist auch der Grund, warum jede und jeder dafür aufstehen mus. Für diejenigen, die sich bereits mit den Thema auseinandergesetzt haben, können diese Texte dazu beitragen, die eigene Sichtweise zu verändern, zu schulen, zu erweitern. Das Buch macht Mut, indem es aufzeigt, dass wir es schaffen können, etwas zu verändern, wenn wir alle an einem gemeinsamen Strang ziehen. Und klarzumachen versucht, dass jeder noch so kleine Beitrag, jeder Moment, in dem wir unsere Stimme für Frauen erheben, wichtig ist. Die Vielfalt zeigt sich nicht nur in den Beiträgen, sondern auch bei den Frauen. Sie kommen aus unterschiedlichsten Ländern mit unterschiedlichsten Kulturen, gehören verschiedenen Religionen an und finden sich in vielen Berufen wieder. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Feminismus an sich und der Welt, in der wir leben, hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war immer gespannt, was als nächstes kommt. Fazit Ein wichtiges Buch über den Feminismus von heute und was Frauen darüber denken und was er ihnen bedeutet. Viele persönliche Geschichten prägen diese Sammlung an Texten und zeigen ein für alle mal auf, das der Kampf noch lange nicht vorbei ist und mit jeder Generation weiter getragen werden muss.

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