Leserstimmen zu
Das Haifischhaus

Rüdiger Barth

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Von der Skyline zum Bordstein zurück

Von: Cetacea

27.10.2019

Der ehemalige Tennisprofi Toto Berger ist nach seinem selbstgewählten Karriereende ganz unten angelangt. Nachdem ihn Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit in den finanziellen, psychischen und physischen Ruin getrieben haben, sucht er nun nach Erlösung bei Sportwetten. In diesem Sumpf lebt er vor sich hin, bis die aktuelle Nummer eins des Tennis und sein damals letzter Gegner ihn zu einem erneuten Match herausfordert… Trotz der sportlichen Thematik ist der Roman nicht nur etwas für Tennisfans und -kenner, sondern auch für Leute, die mit diesem Sport bislang noch nichts weiter zu tun gehabt haben. Man erhält einen Einblick in den Leistungssport und vor allem in dessen Auswirkungen auf das Leben des Toto Bergers. So stehen neben dem Sport auch ganz alltägliche Themen fernab des Tennisplatzes wie familiärer Zusammenhalt, die Liebe und Verluste im Vordergrund. Alles in allem ist „Das Haifischhaus“ ein äußerst zugänglicher und unterhaltsamer Roman, den man auch als Nicht-Tennisfan nicht so schnell aus der Hand legen möchte.

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Comeback eines Loosers?

Von: Ippi

27.10.2019

Ich hätte nicht gedacht, dass ein Buch über einen gescheiterten Tennisprofi mich ansprechen könnte - aber doch! Viel detailiertes Hintergrundwissen und Einblicke in die physische und psychische Gemütslage der Hauptdarsteller lassen eine Spannung entstehen und sich steigern. Ich konnte das Buch nicht in einem durch lesen, es hat mich aber immer gereitzt bei jeder Gelegenheit weiterzumachen. Eine Empfehlung!

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Spannend wie ein gutes Tennis-Match

Von: Juli04

27.10.2019

"Das Haifischhaus" ist der Debüt-Roman des ehemaligen Stern-Reporters Rüdiger Barth, der hiermit eindrucksvoll zeigt, dass er nicht nur Sachbuch, sondern auch Unterhaltungsroman kann. Der Leser verfolgt die sportliche Rückkehr des körperlich und finanziell angeschlagenen Toto Berger, ehemalige Nummer 1 der Weltrangliste und heute versunken im posterfolgreichen Sumpf von Erinnerungen, Glücksspiel und Medikamenten. Klingt deprimierend, ist es auch. Es braucht erst die Herausforderung der neuen Nummer 1 der Welt, Frederic Lamenteau, um Toto wieder auf den Damm zu bringen und sich darüber klar zu werden, wo er sich gerade in seinem Leben befindet. Getreu dem Prinzip "All or nothing" scharrt Toto sein damaliges Team samt Masseur, Bespanner, Trainer, Rechengenie und Koordinatorin zusammen, zieht sich ins "Haifischhaus" zurück und trainiert. Diesen Prozess mit all seinen Höhen und Tiefen verfolgt der Leser, bis es schließlich zum entscheidenden Match selbst kommt. Der Roman beginnt deprimierend; der Leser bekommt Einblicke in das zerrüttete Leben Bergers, die einmal mehr unterstreicht, was für ein Psycho-Zirkus Leistungssport sein kann. Hierin liegt eine der großen Stärken des Romans: Hier wird nichts schön geredet, sondern in seiner körperlichen und psychischen Härte gezeigt. So kann ich mir die große Welt des Tennissports vorstellen! So geht es vielleicht nur Toto Berger, sondern auch Rafael Nadal oder Novak Djokovic, und so geht es sicher nicht nur im Tennis, sondern vielleicht auch im Fußball oder im Radsport. Insgesamt hat der Roman wenig mit Happy-End-Sportgeschichte zu tun, sondern zeigt den Wiederauferstehungsprozesses eines ehemaligen Weltklassesportlers in sämtlichen Umfängen. Besonders positiv fallen die kurzen Kapitel (z.T. nur halbseitig) und der flüssige Erzählstil mit einer angenehmen Mischung aus Para- und Hypotaxen auf. Auch die Umgebung, an dieser Stelle maßgeblich das Haifischhaus, wird umfänglich und bildreich beschrieben - da wünscht man sich selbst in das einsame Haus auf der Klippe. Insgesamt lässt sich der Roman wirklich gut lesen und glänzt mit Spannung und dem Wunsch, das Toto es doch schaffen möge. Nun zu den Dingen, die mir negativ aufgefallen sind: Der Roman setzt durch seine Thematik Vorwissen beim Leser voraus, über das man als Tennis-Laie nicht unbedingt verfügt. Ich musste während der Lektüre einige Begriffe nachschauen, was den Lesefluss unterbrochen hat. An dieser Stelle hätte ich mir kurze Erklärungen im Nachgang des Romans als Anhang o.ä. gewünscht, auf die dann im Text verwiesen werden kann. Zudem war mir die Verbindung Totos zu seinem Sohn Nils etwas suspekt (Achtung, Spoiler!): Es vergehen 18 Jahre, in denen Nils ignoriert wird, aber auf einmal darf er am Leben seines Vaters komplett teilnehmen und ihn auf sämtlichen Höhen und Tiefen begleiten? Es bilden sich tiefere Vatergefühle (natürlich!) und eine tolle Vater-Sohn-Beziehung und alles scheint etwas weichgespült und des Friede-Freude-Eierkuchens angehörig. Alles in allem überzeugt der Roman jedoch durch Handlung und Spannung sowie der tollen Figurenentwicklung. Wer für einige Stunden in die Welt des Profitennis eintauchen möchte, ist hier an der richtigen Stelle.

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Spiel, Satz und Sieg!

Von: Andi

27.10.2019

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Buch über ein ehemaliges Tennis-Ass so spannend und fesselnd sein kann. Als ich angefangen habe zu lesen konnte ich zuerst mit den kurzen, abgehackten Sätzen nicht so richtig warm werden, aber schnell war ich mitten in der Handlung und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Sätze flogen wie Tennisbälle auf dem Court hin und her und die Entwicklung der Charaktere im Buch zueinander war toll zu verfolgen. Wie schnell man von ganz oben nach ganz unten fallen kann hat der ehemalige Tennisstar Toto Berger am eigenen Leib erfahren müssen, jedoch macht er innerhalb des Buches einen Reifungsprozess durch und man gönnt ihm das kleine Glück am Ende. Das Buch ist sowohl vom Cover, der Aufmachung, als auch vom Inhalt die volle Punktzahl wert und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Das Haifisch Haus

Von: Leseratte

27.10.2019

Dieser Roman ist eine Geschichte vom Aufstehen nach einem tiefen Fall. Wir begleiten nicht nur die Hauptfigur, einen einst gefeierten Tennisstar, bei seinem Weg zurück ins Leben, in die Wirklichkeit, das Erkennen von den wahren Werten im Leben und was wirklich wichtig ist. Diese Erkenntnis kommt fast zu spät. Geschrieben ist dieses Buch wie ein Tennismatch bestehend aus kurzen Ballwechseln. Ständig wechselt die Geschichte die Seite, bis sich sich alle Personen aus der Vergangenheit der Hauptfigur in die Gegenwart eingefunden haben. Am Anfang wird man beim Lesen fast atemlos, so schnell kommt eine neue Figur in die Geschichte. Man weiß lange nicht wie diese alle zusammengehören. Bis zum letzten und entscheidenden Matchball.

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Das Comeback?!

Von: Alexa

27.10.2019

Das Comeback des Jahres?! Toto Berger war einmal ein großer des Tennissportes, doch nun liegt sein Leben in Trümmern. Dann erscheint ein Licht am Ende des Tunnels. Er kriegt das Angebot für ein Spiel gegen die aktuelle Nummer 1. Nun versammelt Berger alle seine ehemaligen Gefährten. Die Story des Buches hat mich sehr gereizt, auch um in die Dramen des Spitzensportes einzutauchen. Jedoch finde ich die Geschichte teilweise sehr langatmig. Zunächst fällt es sehr schwer die jeweiligen Personen sofort zu ihrer Beziehung zu Toto zu zuordnen. Des Weiteren ist das Buch kein Buch was man so nebenbei liest. Da es recht schwer geschrieben ist und so doch volle Konzentration benötigt. Alles in allem jedoch eine sehr gelungene Geschichte mit sehr viel Tiefgang und Hintergrund.

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Grenzlinie

Von: Paulaso

26.10.2019

Das Haifisch Haus ist ein aus meiner Sicht ungewöhnliches Buch. Ich versetzte mich als Leser in die Sicht eines gescheiterten Tennisprofis, der es noch einmal wissen will. Er muss alles aus sich herausholen um die Herausforderung nicht nur zu bestehen, sondern zu siegen. Denn das ist es, was Toto seit seiner Kindheit prägt. Voranschreiten, Tunnelblick, Sieger sein, koste es, was es wolle. Und Toto hat mehr als einen hohen Preis gezahlt. Sein Körper, durch Aufputsch- und Beruhigungsmittel gebeutelt und durch die massive Überanstrengung ausgelaugt, soll nun Jahre nach seiner letzten Niederlage dem Druck des Erfolges die letzten Reserven mobilisieren. Der 17-jährige Nils, Totos Sohn, welcher nie wirklich etwas von seinem Vater hatte, tritt ausgerechnet jetzt in sein Leben – um zu bleiben…? Das Buch ist in 16 Abschnitte unterteilt, sowie in eher kurz gehaltenen Kapiteln, so dass man im wahrsten Sinne des Wortes beim Lesen immer wieder aufs Neue den Ball aufnimmt. Mir hat der Schreibstil sehr zugesagt, da ich mir alle Schauplätze, wie auch die Romanfiguren, lebendig vorstellen konnte.

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Spannung nach Skepsis

Von: meinFreiraum

26.10.2019

Warum ich das Buch gewählt habe? Es waren simple Gründe: Da kam die Ostsee drin vor, ein Haus in Strandnähe. Das Haus gibt dem Buch zwar seinen Namen, die Lage an der Ostsee spielt eher eine untergeordnete Rolle. Es geht um einen ehemaligen erfolgreichen Tennisspieler, Toto Berger, der es in meiner Wahrnehmung nicht richtig ins „andere“ Leben geschafft hat und an alten Privilegien festhält. Da ist der Alfa, die Aufmerksamkeit in den Medien, die Erwartung oder Befürchtung überall erkannt zu werden oder die Tatsache, dass er mal ebenso nach Amerika jettet …, ein klischeehaftes Promi-Dasein. Eher zufällig ergibt sich die Chance einer letzten Rückkehr in sein altes Leben als die Weltrangenlistennummer 1 ihn herausfordert. Aus dem zunächst daher gesagten Satz wird ein großes Ding, ein Ereignis von Bedeutung, DAS Match schlechthin. Aber irgendwas im Leben von Toto Berger ist doch anders gegenüber der Zeit, als er noch erfolgreicher Tennisprofi war. Ich habe etwas gebraucht, bevor ich mich mit der Geschichte angefreundet habe, mich lange gefragt, ob der Tennissport wirklich so funktioniert. Irgendwann hat der unterhaltende Teil mit einer zunehmend spannenden Komponente überwogen. Es ist dem Autor gelungen, die Charaktere insbesondere um Toto Berger mit einem persönlichen Hintergrund zu versehen, sodass ihre Beziehungen zueinander nicht allein dem Hauptstrang der Geschichte folgen. Gut gelungen ist meines Erachtens die Darstellung von Toto Bergers Gedanken im abschließenden Match zwischen Zweifel, Glaube an sich selbst und einer Ahnung von Fehlbarkeit. Weniger klar ist, was für eine Art Mensch er ist oder sein möchte gegenüber seinem Sohn, seiner Mutter, seinem Team, Liv. Aber vielleicht bringt genau das den Mensch Toto Berger dem Leser etwas näher. Für mich ist das Buch eine gute Urlaubslektüre - unterhaltsam und spannend.

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