Leserstimmen zu
Wie Eulen in der Nacht

Maggie Stiefvater

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Ich gehöre tatsächlich zu den wenigen, die vor „Wie Eulen in der Nacht“ noch nie etwas von Maggie Stiefvater gelesen hatte und deswegen war ich wahnsinnig auf ihr neustes Werk gespannt. Und oh, wie ich mich in Maggie Stiefvaters Schreibstil und ihre bildlichen Beschreibungen und fast schon poetischen Worte verliebt habe! Gelesen wird das Hörbuch zu „Wie Eulen in der Nacht“ von Camilla Renschke, welche eine unglaublich sanfte und leise Stimme hat, was dafür gesorgt hat, dass die Worte Stiefvaters mir nur noch magischer und märchenhafter vorkamen. Ich habe der Stimme von Camilla Renschke wahnsinnig gerne zugehört und es hat aufjedenfall zu meiner Begeisterung beigetragen. Die Geschichte an sich ist anders als das meiste, was ich im Bereich Fantasy zuvor gelesen habe. Sie ist skurril und gleichzeitig magisch. Sie ist still und leise, plätschert beinahe vor sich hin und doch wird sie nie langweilig. Die Beschreibungen der Wunder sind unglaublich phantasievoll. Die Charaktere, von Beatriz, Daniel, Joaquin und Pete bis zum letzten der Pilger in dem kleinen Örtchen Bicho Raro, sind alle unglaublich gut ausgearbeitet und tiefsinnig. Sie alle kommen mit einer vielschichtigen Palette an Emotionen, Ängsten, Wünschen und schrulligen Eigenschaften. So gab es nicht eine Person, die ich in dem Buch nicht mochte. Dazu kommt, dass die Geschichte in dem Amerika der sechziger Jahre spielt und obwohl ich mich nicht gerade als Experte für diesen Zeitabschnitt bezeichnen würde, hat es Maggie Stiefvater geschafft etwas unglaublich Echtes und Authentisches zu erschaffen. Ich habe ihr einfach jedes ihrer Worte geglaubt und mich so in die Geschichte saugen lassen, dass ich teilweise vergessen hab, dass ich gar kein Teil von ihr bin. Am Ende wollte ich Bicho Raro und die Sorias gar nicht mehr verlassen. Fazit: Mit viel Witz, Charme, rhetorischen Mitteln und einer Portion Skurrilität erzählt Maggie Stiefvater in „Wie Eulen in der Nacht“ eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, über Aufopferung und Verständnis, über Wunder und Magie und damit konnte sie mich vollends begeistern.

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Rating: 4.5 Stars “She had still been learning how to live with the hard truth that the most interesting parts of her thoughts usually got left behind when she tried to put them into words.”   Dieses Zitat spricht mir aus der Seele. Ich hatte so viele Gedanken und Gefühle beim hören dieses Buches, aber ich glaube nicht, dass ich wirklich alles davon beschreiben kann. Aber ich werde es versuchen. Wie Eulen in der Nacht. Eulen werden von Wundern angezogen und die gibt es in Bicho Raro ziemlich häufig. Die Sorias sind Heilige, sie wirken Wunder und das zieht sowohl Pilger als auch Eulen an. Wunder sind eine merkwürdige und manchmal gefährliche Sache und es gibt eine wichtige Regel die die Sorias beachten müssen: Sie dürfen sich nicht in die Wunder einmischen. Und doch tut Daniel genau das. Wir folgen vielen verschiedenen Charakteren in diesem Buch, aber vor allem Beatrice und Daniel. Ich habe mich sofort in Beatrice verliebt. Sie ist sehr logisch und pragmatisch. Die anderen sagen über sie sie sei das Mädchen ohne Gefühle und auch sie selbst glaubt das. Die Art wie Beatrice denkt und an Probleme heran geht habe ich geliebt! Ihre Szene waren meist meine Lieblingsszenen. Besonders die Verbindung zu ihren Cousins, mit denen sie einfach sie selbst sein kann und die sie gut kennen, und zu ihrem Vater, der genauso rational ist wie sie, hat mir gefallen. eine sehr interessante Dynamik und eben der Beweis, dass sie natürlich doch Gefühle hat. Aber auch die Pilger waren sehr spannend. Die Art wie jeder vorgestellt wird, auch die Sorias, mit einem Wunsch und einer Angst war ungewöhnlich und einzigartig und eins meiner Lieblingseigenarten dieses Buches. Es dauert ein kleines bisschen bis man das Buch wirklich versteht. Es ist typisch Stiefvater; mystisch, magisch und wirklich, wirklich seltsam. Der Schreibstil kreiert die perfekte Atmosphäre für die Handlung. Aber man muss sich darauf einlassen können. Und es ist sicher nicht für jeden was. Ich würde es auch nicht unbedingt empfehlen Wie Eulen in der Nacht als erstes Buch von Maggie Stiefvater zu lesen. Es ist noch ein bisschen ‘weiter weg’ von dem gewohnten als zum Beispiel Rot wie das Meer oder Wen der Rabe ruft. (Kleine Abschweifung: Ich liebe ihre Titel!). Jeder Pilger kommt um seine innere Dunkelheit loszuwerden. Um ein Wunder zu erfahren. Wunder braucht es aber immer zwei. Das erste vollbringt der Heilige (Daniel Soria) und das zweite muss der Pilger selbst schaffen. In Bicho Raro wohnen noch viele Pilger, die nie das zweite Wunder geschafft haben und sie stecken alle in sehr seltsamen Situationen fest. Mein Liebling war Jenny, die nur noch wiederholen kann was andere zu ihr sagen. Keine eigenen Worte mehr. Das Buch ist auf seine Art sehr ruhig und doch hat es mich definitiv gefesselt. Die Charaktere und ihre Eigenarten waren einfach zu faszinierend. Manche haben mich sehr berührt. Genauso wie viele Zitate. Das Ende war nicht 100% mein Geschmack, obwohl es durchaus zum Buch gepasst hat. Es kam für mich ein kleines bisschen abrupt und unvermittelt. Aber das ist wahrscheinlich Ansichtssache. Es hat dem Buch aber keinen großen Abbruch getan, trotzdem (aufgerundet) 5 Sterne von mir. Ich will gar nicht mehr so viel mehr sagen. Ich denke es ist die Art von Buch bei der man nicht zu viel wissen sollte. Einfach weil es nicht soo viel Handlung gibt und es mehr auf die leisen Momente und Einsichten der Charaktere ankommt.

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