Leserstimmen zu
Teufelswerk

Lotte Petri

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Von: Lisa Marie aus Berlin

03.10.2020

Die dänische Autorin Lotte Petri hat mit ihrem neuen Roman „Teufelswerk“ einen durchschnittlich guten Thriller geschrieben. Ich bin ein großer Fan von ihrem Schreibstil. Sie mischt nur zu gerne Elemente aus dem Horror- und Krimigenre. Soooo richtig spannend fand ich diesen Roman allerdings nicht.

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Eine Großbaustelle hält die dänische Hauptstadt Kopenhagen in Atem. Unter anderem müssen tausend Skelette für ein Bauvorhaben verlegt werden. Keine leichte Aufgabe, die aber an sich reibungslos vonstattengeht. Als die Verlegung kurz vor dem Ende steht, macht die Anthropologin Josefine Jespersen eine furchtbare Entdeckung: In einem der Gräber entdeckt sie den Leichnam einer jungen Frau. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es ihre Kollegin Rita ist, die scheinbar Opfer eines rituellen Mordes wurde. Am Hinterkopf erkennt sie ein Symbol, was auf einen satanischen Kult schließen lässt. Kommissar Alexander Damhaard übernimmt mit Josefine die Ermittlungen und recht schnell passieren weitere Morde. Da sich der Verdacht einer rituellen Mordserie erhärtet, holen sich die beiden Hilfe in Person von Pater Dominic. Der Exorzist des Vatikans soll herausfinden, ob in der dänischen Hauptstadt der Teufel Einzug gehalten hat. Kritik: Mit ihrem Roman "Teufelswerk" debütiert die dänische Autorin Lotte Petri auf dem deutschen Büchermarkt. Und sie liefert ein Buch ab, dass es durchaus in sich hat. Die Mischung aus klassischem Nordic Noir Thriller und einem Horrorroman verspricht einiges. Bei der Lektüre merkt man dann recht schnell, dass sich die Schriftstellerin bei zahlreichen Werken bedient und Elemente aus diesen in ihren Plot aufgenommen hat. So wird sich der eine oder Leser an die Fernsehserie "Bones" erinnert fühlen, wenn die Arbeit von Josefine Jespersen im Blickpunkt steht. Liebhaber klassischer Horrorliteratur finden hingegen die eine oder andere Anleihe beim William Peter Blattys Klassiker "Der Exorzist". Natürlich ist "Teufelswerk" mehr als nur ein müder Abklatsch der genannten Vorbilder. Vielmehr dienten sie Lotte Perri als Inspirationsquelle. Um in die Geschichte einzusteigen muss der Leser aber zunächst ein paar zähe Einstiegsseiten überstehen. Die ersten Kapitel muten an, als musste sich die Autorin anfangs warmschreiben. Als dies geschehen war, zieht die Spannungsschraube erheblich an und Lotte Petri gelingt es sogar, den Leser ins Gruseln zu versetzen. Was hat es mit dem Mörder auf sich? Der Plot steigert sich, sodass man gespannt darauf hinfiebert, was wirklich hinter den Taten steckt. Umso enttäuschter wird der eine oder andere Leser sein, wenn er die Auflösung tatsächlich vor Augen hat, da sie einfacher ist, als man annimmt. Mit Josefine Jespersen und Alexander Damgaard hat die Autorin zwei Charaktere erschaffen, die der Leser recht schnell ins Herz schließt. Sie agieren glaubhaft und schaffen es, die Handlung zu tragen. Allerdings fragt man sich schon, ob die obligatorische Liebesszene wirklich sein musste. Da im Verhältnis der beiden Figuren eher weniger darauf hindeutete, vermittelt diese Stelle den Eindruck, als habe man sich gedacht, dass eine solche Szene einfach zu einem Thriller dazugehört. Unterm Strich legt Lotte Petri mit „Teufelswerk“ einen passablen Thriller vor. Ob man das Buch bei der Flut hervorragender nordischer Krimis zwingend lesen muss, muss jeder für sich entscheiden. Wer einen Roman mit Horrorelementen sucht, macht hier nichts falsch, denn eine Zeitverschwendung ist der Roman nicht. Allerdings ist er in der Gesamtsumme auch nicht so überragend, als das man eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen kann. 

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Worum geht´s? Auf einem dänischen Friedhof sollen tausend Skelette weichen, um einer neuen U-Bahn Platz zu machen. Josefine Jespersen ist als Anthropologin mit der Betreuung dieser umstrittenen Aktion betraut. Es dauert auch gar nicht lange, und es passiert ein Mord auf dem Gelände des Friedhofs und im zertrümmerten Schädel der Leiche wird ein umgedrehtes Kreuz gefunden. Alexander Damgaard ermittelt in dem Fall und nutzt dabei auch Josefines Fachkenntnis. Meine Meinung: Ich war sehr neugierig auf dieses Buch (Coveropfer, wow was für ein Cover,oder?), da es den Start einer neuen Thrillerreihe verspricht und ich wurde nicht enttäuscht! Der Schreibstil der Autorin ist großartig, ich habe dieses Buch so schnell verschlungen, insbesondere wegen der kurzen Kapitel und der Perspektivwechsel, welche einen grandiosen Spannungsbogen aufbauen. Lotte Petri schafft es, wie bei skandinavischen Thrillern üblich, eine gewisse Düsternis in ihr Buch einzuflechten, die ich einfach unglaublich gut finde. Teilweise waren die Szenen wirklich gruselig und ich musste den Atem anhalten und vielleicht auch mal kurz das „große Licht“ anmachen! Die beiden Hauptcharaktere sind sehr sympathisch, wobei ich mir für die Folgebände noch etwas mehr Tiefgang wünschen würde. Auf die weitere Entwicklung der beiden bin ich sehr gespannt! Das Ende war überraschend und wirklich gut. Ich habe wirklich zu keinem Zeitpunkt auch nur die kleinste Ahnung gehabt, wer der Mörder sein könnte! Etwas gewöhnungsbedürftig empfand ich allerdings die vielen Charaktere und Nebenhandlungen. Diese haben zwar alle am Ende einen gemeinsamen Strang gefunden, aber bei nur 400 Seiten habe ich hier einfach die Tiefe und eine komplexere Auflösung vermisst. Wer die Serie „Bones“ mag, wird hier nicht enttäuscht, einen Vergleich mit Simon Beckett würde ich aber (noch) nicht wagen. Fazit: Ein gelungener Thriller aus Dänemark, der aber noch Steigerungspotential hat. Ich empfehle diesen Thriller allen Skandinavien Liebhabern und Fans von düsteren Geschichten! Ich freue mich auf einen Folgeband, der hoffentlich ein paar mehr Seiten hat, als dieses Debüt.

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Mein Eindruck: Das Buch habe ich vor einiger Zeit in der Verlagsvorschau entdeckt und war auf Anhieb begeistert, denn der Klappentext klingt nach einem spannenden und mysteriösen Thriller, der auch ein wenig Düsternis versprüht. Da es für mich das erste Buch der Autorin ist, war ich sehr gespannt darauf, ob mir das Buch gefällt und ob ich mit ihrem Schreibstil zurechtkomme. Teufelswerk ist Band 1 der Reihe, in der es um die Anthropologin Josefine Jespersen geht und der Auftakt hat mir, bis auf zwei minimale Kritikpunkte, schon recht gut gefallen. Auch wenn ich zugeben muss, dass mich das Buch ein wenig an die TV-Serie „Bones“ erinnert hat (die Bücher dazu habe ich allerdings noch nicht gelesen). Zum Inhalt möchte ich hier nichts sagen, da ich dann wahrscheinlich spoilern würde. Der Schreibstil von Lotte Petri hat mir sehr gut gefallen. Er ist angenehm zu lesen und man kommt leicht und flüssig und auch zügig durch das Buch. Auch die Spannung war nicht zu verachten und hielt die meiste Zeit an. An wichtigen Stellen schaffte es die Autorin mühelos, die Spannung noch weiter zu erhöhen. Teilweise gingen die Spannungsmomente auch ins gruseln über, so dass mich eine Gänsehaut überkam, während das Buch die ganze Zeit eine düstere Stimmung versprühte. Aber: Durch die ganze Geschichte hatte ich auf eine gewisse Art und Weise eine Erwartung an den Mörder: Wer ist dieser Mensch und was für ein Motiv kann dazu führen, dass er so eine Tat begeht? Da muss doch was größeres dahinterstecken... Nun ja, ich war ziemlich baff, als ich erfahren habe, wer denn nun der Mörder ist und warum er zum Mörder wurde. Mich hat es einerseits zwar gefreut, dass mich die Autorin hier überraschen konnte, denn ich hatte wirklich nicht mit dieser Person gerechnet und vor allem mit diesem Motiv... Die Umsetzung vom Mörder und dem Motiv dahinter war nicht so wirklich meins. Nach der ganzen Geschichte habe ich mir doch etwas Spektakuläreres erhofft, aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. ACHTUNG MINIMALER SPOILER!!! Die plötzliche „Liebesszene“ oder sollte ich eher „Knutschszene“ sagen, zwischen Alexander und Josefine fand ich irgendwie fehl am Platz. Nichts hat darauf hingedeutet, das sich sowas anbahnt und plötzlich stehen sie da und Alexander fällt über sie her. Hä? Bitte was? Im ersten Moment dachte ich noch, ich hätte irgendetwas überlesen, aber nachdem ich zurückgeblättert habe, habe ich gesehen, das dem nicht so war und dieser Gefühlsausbruch wirklich aus heiterem Himmel kam. Es hat meiner Meinung nach überhaupt nicht reingepasst und ich fand es daher auch etwas unrealistisch, übertrieben und unglaubwürdig dargestellt. Fazit: Obwohl mir die Auflösung des Mörders und seines Motivs eher etwas zu lasch war und das Liebesgeplänkel zu plötzlich und total unerwartet, hat mich dieser spannende Auftakt gut unterhalten können.

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