Leserstimmen zu
Es war einmal ein blauer Planet

François Lelord

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ich konnte mit dem Buch „Es war einmal ein blauer Planet“ von François Lelors ganz wunderbar dem Alltag entfliehen... bis zum Mars und wieder zurück auf die Erde 🌍 😊 Wie auch Hector in einem anderen Werk des Autors macht sich der Protagonist (unbewusst) auf die Suche nach dem Glück... ist es die freie Liebe? Oder sich zu fühlen wie die anderen? Ein frei gewähltes Ziel zu erreichen? Es wird also weniger science-fiction-lastig beim KI-gesteuerten Leben in der Menschenkolonie auf dem Mars, sondern eher philosophisch... wer „Der kleine Prinz“ mag, wird dieses Buch sicher auch gern lesen; und Hector-Fans sowieso 😊 Die verschiedenen Formen des Zusammenlebens der Menschen - friedlich vs. aggressiv; freie Liebe vs. Polygamie etc- werden unvoreingenommen von der Hauptperson Robin betrachtet; die Wertung wird dem Leser überlassen, der sicher Parallelen zum wirklichen Leben findet... es ist in meinen Augen kein Roman, der einen durch die Handlung zum raschen Weiterlesen verleitet; sondern ein Buch, das immer wieder Pausen zum Nach- und Weiterdenken fordert. Sicher Geschmackssache, aber mir gefiel es! Besonders angetan bin ich übrigens von der Gestaltung des Buches: das Coverbild geht quasi auf dem Buchschnitt weiter, da dieser komplett gefärbt bzw bedruckt ist 😊

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Der Roman besticht allein schon durch sein äußeres Erscheinungsbild. Auf dem Cover: eine verträumte Zeichnung, die einen Mann zeigt, der eine klapprige Leiter von seinem Planeten bis zur Erde legt. Das angenehme Blau des Covers überzieht sogar den Buchschnitt und hier sind sogar einige Sterne zu sehen. Zudem ist der Umschlag geprägt und ein rotes Lesebändchen vervollkommnet die hochwertige Verarbeitung. Nachdem das Leben auf der Erde zerstört ist, hat eine Gruppe von Menschen auf der lebensfeindlichen Oberfläche des Mars eine Kolonie gegründet. Das Überleben – nun schon seit fünf Generationen - scheint dort nur durch strenge Regeln möglich. Der Ich-Erzähler Robin ist eigentlich nur ein Neutrum und seine Rolle in der Kolonie ist daher unwichtig. Dennoch wird er aufgrund seines Sprachtalents auserwählt, eine Mission zu erfüllen: er soll alleine zur Erde zurückkehren und herausfinden, wieso die Soldaten, die bereits vor einiger Zeit zur Erde geschickt wurden, kein Lebenszeichen mehr von sich geben. Dem Autor gelingt es mit diesem Roman Abenteuer, Fantasie und Philosophie zu einer stimmigen Geschichte zu verbinden. Die Folgen von technischem Fortschritts oder das Verletzen der Natur werden ebenso diskutiert wie die Sinnhaftigkeit von Arbeit oder Krieg. Die wichtigste Frage bezieht sich allerdings auf die Bedeutung von „Glück“. Und ein bisschen Glück erfährt auch der Leser bei der Lektüre dieses Romans: er kann ein dabei träumen, hoffen und sich vor allem wunderbar entspannen. Ein Buch, das absolut zu empfehlen ist!

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Worum es geht Robin, ein ziemlich unscheinbares Neutrum auf dem Planet Mars, wird zu einer Mission auf den blauen Planeten Erde geschickt, den die Menschen vor so langer Zeit verlassen mussten. Obwohl Robin ein eher unscheinbares Mitglied der Marskolonie ist, wurde er von der künstlichen Intelligenz Athena dazu auserkoren in einer 1-Mann-Mission zur Erde zu fliegen und zu prüfen, ob diese mittlerweile wieder lebenswert geworden ist und wieder von Menschen besiedelt werden kann. Diese außergewöhnliche Forschungsreise entwickelt sich immer mehr zu einer Suche nach dem Glück, einem Hinterfragen des durchgetakteten Lebens auf dem Mars und birgt zudem ungeahnte Gefahren. Was ich persönlich von dem Buch halte „Es war einmal ein blauer Planet“ von Lelord ist ein kurzweiliger Roman, der zum Nachdenken anregen soll – was könnte mit unserer Erde und dem Leben auf unserem Planeten passieren, wenn wir weiterhin die Umwelt zerstören, Ressourcen aufbrauchen und uns bekriegen? Ist die Künstliche Intelligenz irgendwann so weit, dass sie uns das Leben erleichtert oder uns in unserer kreativen Entwicklung doch stark einschränkt? Was hat die Erde zu bieten, was wir nicht auch auf dem Mars haben könnten? Und wie könnte das neue Leben auf dem blauen Planeten aussehen, wenn wir tatsächlich den zerstörerischen „Reset“-Button betätigen? All diesen Fragen geht der Roman auf den Grund ohne zu wissenschaftlich oder philosophisch zu werden. Vielmehr hat der Autor die Hauptfigur Robin, ein einfaches Neutrum ohne große Fähigkeiten, so gekonnt in Szene gesetzt, dass der Leser all den o.g. Fragen ganz ohne große Bemühungen auf den Grund geht. Nicht selten habe ich während des Lesens inne gehalten und darüber nachgedacht, wie wertvoll, wunderbar und schützenswert das Leben auf unserem Planeten ist. Besonders gut geglückt fand ich dabei auch die Einbindung von Robins Aufzeichnungen zum Thema „Glück“, die in engem Zusammenhang mit dem Leben auf der Erde stehen. Leider haben mir einige „brutale“ Szenen (Vergewaltigung, Gewalt) im Hauptteil nicht wirklich zugesagt, da sie das Stimmungsbild stark verzerrt und getrübt haben. Auch die Auflösung bzw. der Schlussteil wirkten sehr „abrupt“ umgesetzt und haben mich daher nicht gepackt oder überzeugt. Insgesamt gebe ich diesem Buch 3/5 Punkten, da ich die Botschaft des Buches sehr wichtig finde und auch ein erfreuliches Lesevergnügen erlebt habe – wenngleich mir der Schlussteil nicht so zugesagt hat. Für wen sich das Buch eignet All diejenigen, die sich auf ein Gedankenspiel einlassen wollen, wie das Leben in der Zukunft außerhalb der Erde aussehen könnte, erhalten mit diesem Roman eine ordentliche Portion Kopfkino.

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'Es war einmal ein blauer Planet' von François Lelord spielt auf dem Mars, wo die Menschen in Zukunft leben, da die Erde nach verschiedenen Naturkatastrophen, Kriegen und Atomangriffen unbewohnbar geworden ist. Der Protagonist Robin wird nun jedoch auf die Erde zurückgeschickt, um die Zustände des Planeten einzuschätzen und zu versuchen, mit den wenigen Überlebenden in Kommunikation zu treten. Warum er? Dies hat die künstliche Intelligenz Athena beschlossen, die als eine Art Gottheit für die Menschen im All fungiert. Nach einer holprigen Landung trifft er auf neue Bekanntschaften und lernt viel über das Leben und die verschiedenen Arten, Glück zu empfinden und was Glück überhaupt ausmacht. Tatsächlich liefert das Buch viele interessante Aspekte. Verschiedene Denkanstöße, über das Glück, die Liebe und unser Verhalten untereinander. Zwar wirkte es eher wie ein langer Reisebericht des Protagonistin und was er so auf der Erde erlebt, aber die Mischung aus den philosophischen Aussagen und der Spannung, die durch die neuen Umstände auf der Erde aufkamen, haben mir letztendlich gut gefallen. Die Zeitsprünge, das plötzliche Ende und auch die fehlende Tiefe der Charaktere haben mich etwas gestört. Jedoch war der Schreibstil der angenehm und dadurch, dass es keine Kapitel, sondern lediglich kurze Unterbrechungen der Handlung gab, war ich schnell mit dem Buch durch. Auch der ruhige und bildhafte Erzählstil passte gut zur Handlung und zum Protagonisten. Die Zukunftsversion, welche der Autor hier von der Erde portraitiert, ist gar nicht so abwegig und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Zusätzlich ist die Gestaltung des Buches einfach wunderschön, mit einem Lesebändchen, kleinen Illustrationen und einem farbigen Buchschnitt auf jeden Fall ein echtes Highlight. Insgesamt kam es mir wie ein Mix aus ‚Der kleine Prinz‘ und ‚Der Alchimist‘ vor. Ich würde es jedem empfehlen, der sich mit der Frage nach dem Glück beschäftigen möchte oder einfach Lust auf ein philosophisches Buch, der etwas anderen Art, Lust hat.

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Gibt es die "Bessere" Welt

Von: Tina

09.09.2020

Der Mensch hat durch Umweltverschmutzung die Erde unbewohnbar gemacht. Zurück bleiben zwei Kolonien, die von Frauen regiert werden. Eine Gemeinschaft strebt wie auch schon in der Vergangenheit nach Macht, Ruhm und Reichtum und die andere möchte das vollkommene Glück. Robin macht sich nun auf den Weg um zu erkunden ob nicht doch ein Leben auf der Erde wieder möglich ist. Sein größter Wunsch ist es jedoch seine große Liebe Yu wieder zu sehen.

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„Es war einmal ein blauer Planet“ von Francois Lelord - Der junge Robin ist überwältigt, als er aus seiner Raumkapsel steigt. Der warme Sand unter seinen Füßen, der sanfte Wind und das Farbenspiel des Meers sind so viel besser als jede noch so perfekte virtuelle Realität. Er ist auf der Erde, diesem fernen blauen Planeten, den er bislang nur aus Filmen und Erzählungen kannte. Doch seine Mission ist keine leichte: Können die Menschen auf ihren Heimatplaneten zurückkehren, obwohl sie einst dafür gesorgt hatten, dass er unbewohnbar wurde? Wie sollen sie leben, damit Glück für alle möglich ist? Und zählt Liebe noch? Ich muss sagen, mich hat das Buch sehr sehr neugierig gemacht und in der Tat hat es mich doch ein bisschen an den kleinen Prinzen erinnert, wenn auch sehr erwachsen. Lelord umschreibt Robins erste Schritte auf der Erde wirklich toll und auch das Leben auf dem Mars und Thematiken wie dort Geburten stattfinden, Kinder aufwachsen etc. fand ich sehr interessant! Letztlich kann ich sagen habe ich das Buch doch ganz gern gelesen, aber irgendwie mehr erwartet... die Tiefe, die emotionale Tiefe und Verbundenheit zur Erde, zur Natur der Erde,... da fehlte mir doch was und konnte mich somit nicht gänzlich von sich überzeugen. Es war für mich persönlich leider kein Buch zum träumen, wie ich erhofft hatte, viel mehr einfach ein sehr interessantes Buch, eine Zukunftsvision, die vielleicht gar nicht so abwegig sein könnte....

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Wie sieht die Welt von morgen aus? Inhalt: Es war einmal in ferner Zukunft: Die Menschen sind nach der Apokalypse zum großen Teil von der Erde geflohen und leben nun in einer Kolonie auf dem Mars. Doch einige sehnen sich nach dem blauen Planeten, den sie selbst nie betreten haben. Robin Normandie, ein unbedeutendes Neutrum, wird von der KI Athena auserwählt, zur Erde zu reisen und dort die aktuelle Situation auszukundschaften. Eine abenteuerliche und tiefgründige Mission! Mein Eindruck: Zuallererst möchte ich auf die hochwertige und wunderschöne Gestaltung des Buches eingehen: Der Buchschnitt ist kunstvoll bedruckt, so dass sich dort die Cover-Illustration des Planeten und die der roten Sterne fortzieht. Ein oranges Lesebändchen - passend zur Schrift des Titels und Robins Mantel - lässt das Buchliebhaberherz höher schlagen. Im Buch selbst sind kleinere gezeichnete Sterne als Trennung zwischen den einzelnen Abschnitten. Eine Unterteilung in Kapitel gibt es keine. Der Autor lässt aktuellen Klimawandel in seine Apokalypse einfließen und zeichnet auf der Erde verschiedene Arten von Bewohnern und deren Lebensweise. Sowohl kriegerische Menschen wie auch friedliche Naturvölker besiedeln die Erde. Robin macht sich Gedanken über die Struktur der jeweiligen Gesellschaft und philosophiert über die Fragen "Was ist Glück?" und "Welche Art zu leben ist die richtige?". Mir gefällt besonders, dass der Autor nie mit mahnendem Zeigefinger beschreibt und der Leser sich seine Meinung selbst bilden kann. Erschreckend ist, dass sich auf der Erde die Fehler der Menschen (ohne deren Wissen) zu wiederholen scheinen: Überbevölkerung, Waldrodung oder missgewirtschaftete Felder. Die Überlebenden kennen nur ihre nähere Umgebung und nicht die Vorgeschichte. Der ruhige und bildhafte Erzählstil passt sehr gut zur nachdenklichen Hauptfigur. Die Handlung hat ein paar Tiefs und das Potenzial wurde nicht ganz ausgenutzt, dennoch ist es eine interessante Mischung aus Märchen und Science Fiction und mit einem wahren Kern. Lesenswert für alle, die der Frage nach dem Glück nachgehen und sich in philosophischen Gedanken verlieren möchten. Fazit: Eine (gar nicht so abwegige) Zukunftsvision, ruhig und anschaulich erzählt, die zum Nachdenken anregt. Optisch ist das Buch ein wahrer Schatz mit Lesebändchen und farbigem Buchschnitt. ... Rezensiertes Buch: "Es war einmal ein blauer Planet" aus dem Jahr 2020

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Einmal Mars - und zurück?

Von: Kristina

02.09.2020

François Lelord kennt man durch seine Hector-Romane, bei denen der Protagonist auf der Suche nach der Liebe oder dem Glück in der Welt unterwegs ist. Das neueste Werk spielt in einer – vielleicht gar nicht so fernen – Zukunft, in der die Menschen die Erde zu einem quasi unbewohnbaren Planeten gemacht haben und in einer Kolonie auf dem Mars leben. Von dort aus werden immer wieder Expeditionen zur Erde geschickt, um eine eventuelle Rückkehr planen zu können. Das Leben auf dem Mars ist hochtechnisiert und wird von Athena, einer künstlichen Intelligenz überwacht. Robin Normandie, ein einfacher Marsbewohner, wird von ihr ausgewählt, allein zur Erde zu fliegen um das Schicksal einer Gruppe verschwundener Kämpfer aufzuklären. Robin begegnet auf der Erde verschiedenen ursprünglichen Gesellschaften, die eigene Vorstellungen von Glück, Liebe und Gemeinschaft haben. Wird er es zurück zum Mars zu seiner Geliebten Yu schaffen? Hat Athena einen eigenen Plan für die Zukunft der Marsbewohner? Wie sieht Glück in der Zukunft aus? Das Buch ist packend geschrieben. Die Sprache gefiel mir sehr gut, nachdem ich mich an den Schreibstil in der Gegenwart gewöhnt hatte. Von mir ein Lesetipp für Leute, die „leichte“ Philosophie und eine spannende Geschichte suchen.

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