Leserstimmen zu
Sanctuary

V. V. James

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Bei einer Highschoolparty in dem kleinen Ort Sanctuary kommt der allseits beliebte Daniel Whitman unter ungeklärten Umständen ums Leben. Bei einem Sturz aus dem ersten Stock starb er und was zunächst noch wie ein Unfall erscheint, nimmt schnell eine Wendung. Denn seine Ex-Freundin Harper, die Tochter der einzigen Hexe Sanctuarys, die auch bei der Party war, soll ihn angeblich mit Magie zum Stürzen gebracht haben. Detective Maggie Knight begibt sich nach Sanctuary und je tiefer sie gräbt, desto mehr Geheimnisse der Bewohner fördert sie zu Tage. Und die Bewohner? Beginnen mit ihrer eigenen Hexenjagd. Meine Meinung Dieses Cover zog meinen Blick magisch an, denn ich finde es richtig gut gelungen und mal was anderes. Es passt auf jeden Fall sehr gut zur Geschichte, in die ich dann auch ziemlich schnell einsteigen konnte. Schon auf den ersten Seiten schafft es V. V. James mich mit ihrem klaren, schnörkellosen Scheibstil einzufangen. Dabei lässt sie mit wenigen Worten die Charaktere, aber auch den kleinen Ort Sanctuary lebendig werden. Gerade Sanctuary hat mir richtig gut gefallen, denn das Kleinstadtflair, das man hier erlebt, hat die Autorin so gut dargestellt, dass man schon fast glauben kann, dass es diesen Ort wirklich gibt. In Sanctuary hat so gut wie jeder seine Geheimnisse und niemand ist das, was er nach aussen zu sein scheint. Das Tüpfelchen auf dem I ist hier dann auch noch, dass es in Sanctuary eine Hexe gibt. Magie ist also ebenfalls kein Fremdwort für die Menschen in dieser Geschichte. Diese Mischung ist gelungen und macht aus einem herkömmlichen Thriller etwas ganz besonderes. Durch wechselnde Perspektiven zwischen der Mutter des Opfers, Abigail, der Hexe des Ortes, Sarah und der Polizistin Maggie bekommt man so nach und nach immer mehr Feinheiten über das Leben in Santuary präsentiert und man kann selbst immer wieder mit überlegen, was denn nun wirklich hinter dem Mord stecken kann. Mit all den kleinen Lügen und Intriegen bauscht sich die Stimmung in Sanctuary immer mehr auf und gerade das Verhalten der Menschen wird hier mehr als glaubhaft wiedergespiegelt. Dieser Aufbau ist so realistisch, auch wenn hier durch die Hexe Sarah Magie mit einbezogen wird, dass man einfach nachvollziehen kann, wie es zu der Hexenjagd kommt. Menschen lieben Sensationen, bauschen sich regelrecht daran auf und verurteilen oftmals zu schnell. Chapeau an die Autorin, die hier der Gesellschaft ziemlich deutlich zeigt, wie sie nur allzu oft handeln. Neben all dem sorgen dann noch einige Überraschungen und Wendungen für weitere Spannung und ließen mich das Buch erst aus der Hand legen, nachdem ich es beendet habe. Das Ende hat es dann auch noch einmal in sich und hat mich irgendwie sogar zufrieden zurückgelassen. Die Charaktere der Geschichte sind so unheimlich lebendig gezeichnet, dass man sie alle vor sich sehen konnte. Man erlebt, wie aus Freundschaft Feindschaft wird, wie man durch geschickte Intrigen regelrechte Fallen auslegen kann und wie die Menschen einfach so ticken. Ich möchte hier gar nicht auf die einzelnen Personen eingehen, denn diese sollte man unbedingt selbst kennenlernen. Absolut authentisch und trotz des Fantasyanteils realistisch gezeichnete Figuren haben mich durchweg überzeugt. Mein Fazit Sanctuary ist ein spannender Pageturner, der mich völlig überzeugen konnte und definitiv ein Highlight ist. Gerade durch diesen sehr realistischen Aufbau und dem Spiegel den die Autorin der Gesellschaft vorhält, konnte mich die Geschichte packen. Klug konstruiert, absolut authentisch und unheimlich spannend! Unbedingt lesen!

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Inhalt: Als der beliebte Schüler und Footballstar Daniel Whitman auf einer Party unter mysteriösen Umständen stirbt, glaubt man noch an einen Unfall. Doch dann taucht da dieses Video auf und Harper Fenn, die Tochter der Stadthexe Sarah Fenn, erhebt schwere Vorwürfe gegenüber dem Toten. Und plötzlich ist nichts mehr so wie es war. Meine Meinung: Das Cover finde ich genial. Die kleine Stadt inmitten einer Kuppel deutet schon irgendwie daraufhin, dass in Sanctuary jeder jeden kennt. Nichts bleibt verborgen. Und genau das Gefühl wird auch immer wieder beim lesen übermittelt. Ich habe oft an Desperate Housewifes denken müssen, gerade im Bezug auf den Hinweis auf dem Buchdeckel hinten. Der Schreibstil war mitreißend, bedrückend, zum Teil verzweifelt und jederzeit greifbar. Die Emotionen sind nur so hinüber gesprungen. Das Buch wird aus vier Perspektiven gelesen. Einmal aus der Sicht von Sarah Fenn, der Stadthexe, die im Verlauf der Geschichte immer verzweifelter wird. Sie versucht die Situation zu retten. Dann ist da Abigail, Sarahs Freundin, ein Teil des Zirkels und die Mutter des verstorbenen Dan Whitman. Oh ich muss gestehen, ich habe diese Frau gehasst und verachtet. Sie treibt die Menschen zu Taten die nicht hätten sein müssen auch wenn sie absolut in die Story gepasst haben. Dann haben wir noch Harper Fenn, Sarahs Tochter und Verdächtige. Ich mochte Harper schon sehr gerne, doch ich wurde das Gefühl nicht los das sie nicht ehrlich ist. Auch hat es mich genervt das sie ständig weg gelaufen ist. Und zum Schluss ist da noch Maggie, die in der Sache ermitteln soll. Na ja, eigentlich soll sie nur bestätigen das es ein Unfall war und die Sache somit schnell beenden. Doch es kommt alles anders. Und ehe sie es sich versieht wird aus den Ermittlungen ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Handlung selbst ist wirklich sehr spannend geschrieben. Die Atmosphäre grandios zum greifen. Ich wurde nur so mitgerissen. Ich wollte ja nun auch unbedingt wissen was passiert ist und was aus Sarah und Harper wird. Ich könnte mir gut vorstellen irgendwann mal eine Fortsetzung zu lesen. Aber ob so etwas geplant ist, das weiß ich nicht,. Mir hat die Geschichte auf jeden Fall sehr gut gefallen. Auch das hier Hexen in einer Gesellschaft leben dürfen und ihrem Handwerk nachgehen dürfen, wenn auch nur unter bestimmten Auflagen, fand ich einfach genial. Und es wurde auch total stimmig mit eingebaut. Auf alle Fragen kommen auch Antworten. Sodass man quasi wunschlos Glücklich aus der Geschichte auftauchen kann, Fazit: Mit Sanctuary wurde ich sehr gut unterhalten und hatte eine Menge Spaß am lesen, auch wenn mir nich alle Charaktere sympathisch waren. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, daher kann ich es nur empfehlen und gebe fünf Sterne.

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Sanctuary ist mir direkt in der Verlagsvorschau ins Auge gestochen. Mir gefällt das Cover sehr und auch die Kurzbeschreibung fand ich interessant. Und zum Glück konnte mich auch der Inhalt total überzeugen. Sanctuary ist ein beschauliches kleines Städtchen, wo jeder jeden kennt und scheinbar alles perfekt ist. Sarah, die einzige Hexe der Stadt, wird mit ihrem kleinen Laden geachtet und ist beliebt. Die Freundinnen Sarah, Abigail, Bridget und Julia sitzen gerade bei einem Gläschen Wein zusammen, als die schlimme Nachricht sie erreicht. Daniel, Abigails Sohn, ist auf einer Party ums Leben gekommen. Zunächst wird ein Unfall vermutet, doch schnell kommen Gerüchte auf, dass es sich um Hexenwerk handelt und Harper, Sarahs Tochter, Daniel umgebracht haben könnte. Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht von Sarah, Abigail und Maggie, der zuständigen Ermittlerin, erzählt. Dadurch ist das Erzähltempo recht hoch, die Seiten rauschen dahin und die Spannung ist immer vorhanden. Ich hatte während des Lesens so einige Theorien und habe sie ständig wieder über den Haufen geworfen, weil plötzlich Neues offenbart wurde und man dadurch als Leser wieder in eine andere Richtung gelenkt wurde. Mir hat es echt Spaß gemacht, mitzurätseln. Außerdem war es interessant zu lesen, wie schnell aus Freundschaft Feindschaft wird, wie die Menschen sich von Gerüchten und Lügen beeinflussen lassen und das sie nicht mal davor zurückschrecken, jemandem zu schaden, nur um damit ihren Standpunkt zu untermauern. Das Thema Hexerei fügt sich gut in die Geschichte ein, ohne zu sehr im Vordergrund zu stehen. Es handelt sich hier vorrangig um einen Krimi und nicht um eine Fantasy-Geschichte. Die Auflösung des Falles fand ich richtig klasse und sehr gelungen. Für mich ein rundum gelungenes Krimierlebnis.

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Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, seit ich das Cover gesehen habe - ich musste unweigerlich ein bisschen an Stephen Kings "Under the dome" denken. Man kann es auf zweierlei Weise sehen, zum einen als der Blick einer Hexe in eine Kugel und zum anderen tatsächlich Sanctuary als von innen und außen abgeriegelte Stadt/Handlungsort. Ich wusste schon nach den ersten Seiten, dass ich dieses Buch lieben würde. Der Schreibstil ist egal, was auf den Seiten erzählt wird und es geht oft um das Leid diverser Menschen, einfach nur wundervoll. Sehr detailliert, bildreich und irgendwie auch unschnörkelig und straight - fließend und kurzweilig. V.V. James schafft es einen schnell in den Bann zu ziehen mit ihrer Geschichte, die auf so vielen verschiedenen Ebenen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Während des Lesens habe ich des öfteren an Joel Dickers "Das Verschwinden der Stephanie Mailer" denken müssen, weil das ebenso tiefgründig und vielschichtig ist. Am Anfang des Buches haben wir ein Personenverzeichnis mit den wichtigsten Charakteren, die in vier Gruppen unterteilt werden: der Zirkel, die Kinder, die Partner und die Polizisten. Am Anfang wirklich sehr wertvoll um die Übersicht zu behalten, je weiter alles aber wächst, umso besser behält man sich dann die Namen der Protagonisten. Die Personen sind genauso vielschichtig wie die ganze Handlung der Geschichte. Man blickt immer erst nachher hinter die Fassade eines Menschen und sieht erst in den Zeiten der Not, wer Freund ist und wer Feind, oder zu was der Mensch an und für sich fähig ist. Was den Roman ebenfalls absolut kurzweilig gestaltet, ist der Perspektivwechsel. Hat man oft die Sichtweise von zwei Personen, kommen wir hier auf vier: Sarah, die Hexe von Sanctuary, Harper, ihre Tochter, Abigail Daniels Mutter und Maggie, die Polizistin, die den Fall aufklären soll. Das macht es sehr spannend und wirklich kurzweilig, zudem gibt es Zeitungsberichte, Emails oder auch Abschriften der Vernehmungsprotokolle zu lesen. Für mich bisher das beste Buch, was ich dieses Jahr gelesen habe. Eine wirklich interessante Geschichte, die immer dichter wird und sich von anfänglichen Zweifeln bis hin zu einer wahren Hexenjagd entwickelt - und immer wieder mit neuen Ergebnissen aufwartet. Tolle Charaktere, eine wirklich spannende Handlung und ein Ende, dass ich so niemals vorausgesehen hätte. "Sanctuary - Sind wir nicht alle ein bisschen böse?" ist ein wirklich tolles Buch für Freunde von dramatischen Familiengeschichten, Hexenromanen und Fantasy von besonderer sehr realitätsnaher Art - absolute Leseempfehlung!

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Hallelujah!! Was für ein Buch. Das Witzige: Während dem Lesen musste ich total oft an Desperate Housewifes denken. Und erst NACHDEM ich das Buch beendet, habe, lese ich auf dem Buchrücken: " In Sanctuary trifft Arthur Millers Hexenjagd auf Desperate Housewifes" (Quelle: Daily Maily) Und diese Beschreibung ist ja sowas von passend. Auch der Untertitel "Sind wir nicht alle ein bisschen böse?" passt wie die Faust aufs Auge. Ich finde gar keine richtigen Worte dafür, wie abgefahren ich diese Geschichte fand. Das Cover drückt meiner Meinung nach die ganze Atmosphäre perfekt aus: An der Oberfläche das beschauliche und farbenfrohe Kleinstadtidyll, kratzt man ein wenig an der Oberfläche, kommen die ganzen Abgründe und Bösartigkeiten raus. Aber hier gehts nicht nur um das Klauen von Gartenzwergen oder die Zeitung vom Nachbarn klauen, nein, hier geht es um ganz andere Kaliber. Eine Clique aus besten Freundinnen, die zusammen Ihre Kinder großgezogen haben, und die üblichen Intrigen, Affären und Karrierebemühungen. ABER, was dieses Buch eben auch so besonders macht: Hier ist Magie mit im Spiel. In dieser Welt gibt es nämlich Hexen und Magie wirklich, sie wurden "entkriminalisiert", dürfen Ihre Profession offen ausüben und anbieten - unter strengen gesetzlichen Richtlinien, versteht sich. Doch es ist wie so oft - passiert mal etwas unbequemes, geht die hier wortwörtlich zu nehmende Hexenjagd schnell wieder los und der Schuldige ist vermeintlich schnell gefunden. Diese Geschichte befriedigt unsere Sucht nach Skandalen, nach Intrigen, den dem Menschen angeborenen Voyeurismus und vermengt das Ganze perfekt mit der Faszination für das Übernatürliche, Hexerei und magische Rituale. Es ist total unheimlich, wie schnell unsere ach so fortgeschrittene Menschheit sich geistig wieder ins Mittelalter begibt. Und das ist - leider - kein Märchen, sondern bittere Realität, wenn man sich die Nachrichten mal anschaut. Bei aller Spannung und allem Unterhaltungswert hält uns V.V. James hier einen Spiegel vor, und jeder sollte sich mal Gedanken machen, ob er oder sie nicht auch zu denen gehört, die gerne mal vorschnell einen Sündenbock für etwas verurteilen, das auf den zweiten Blick ganz anders ist als es scheint. Ich habe dieses nicht gerade sehr dünne Werk an nicht mal einem Tag gelesen. Das ist selbst für mich als Schnell- und Vielleser nicht alltäglich. Die Story ist einfach unfassbar spannend aufgebaut, immer wieder Wendungen, mit denen man nicht rechnet Ich finde es so toll, dass wir es hier mit einer komplexen Story mit vielen Schattierungen und Windungen, auch relativ vielen Protagonisten zu tun haben und trotzdem der Handlung noch super folgen kann. Bei der Eingangs schon erwähnten Clique handelt es sich nämlich zeitgleich um einen Hexenzirkel. Um es mal beim Namen zu nennen, gibt es folgende Protas: Sarah Fenn und Ihre Tochter Harper - ihres Namens die Hexen in der Runde. Maggie, die Polizistin, die die Ereignisse in dem beschaulichen Örtchen schnell abhandeln soll - aber dann selbst mit reingezogen wird. Abigail, Julia und Bridget, die 3 Freundinnen von Sarah und ihr Hexenzirkel. Und deren Kinder. Es sind also einige, und für jeden Protagonist gibt es eine ausgetüftelte Hintergrundstory, und ich bin total überrascht von mir selbst, dass ich mir selbst einige Tage nach der Lektüre aus dem Kopf noch ein ganz klares Bild über die verschiedenen Verbindungen zwischen den Personen machen kann, was sonst doch immer recht schnell wieder verschwimmt. Passend dazu sei noch erwähnt, dass das Buch auch abwechselnd aus den Blickwinkeln von, wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe, den sechs Personen (Sarah, Abigail, Bridget, Julia, Maggie und Harper) abwechselnd geschrieben ist. Das macht es manchmal ein bisschen schwierig immer dran zu denken durch wessen Augen man gerade sieht, aber aus dem Kontext geht es meist doch relativ klar hervor, so dass man nicht über Gebühr durcheinander kommt. Und falls ich es noch nicht erwähnt habe oder doch, ich schreibe es gern nochmal: Es ist einfach unfassbar spannend und interessant. Ich bekomme richtig Lust, mich auch mal mit Hexenkulten und Zaubern und Tränken und Ritualen zu beschäftigen. Ich finde die Hexerei schon immer faszinierend und in dieser Geschichte ist sie einfach perfekt in unseren modernen Alltag integriert. Um jetzt nicht selbst einen Roman zu schreiben, komme ich zum Fazit, kurz und bündig: Sanctuary hat einen festen Platz in meinen Jahreshighlights, eine unfassbar klug konstruierte Story mit so vielen Details, Ideen, Wendungen...ein klasse Plot und lebensechte Protagonisten, Magie und Moderne. Einfach nur toll. 5/5 Sterne von mir.

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REZENSION Sanctuary - V. V. James Sanctuary ist als broschierte Ausgabe mit 444 Seiten im Heyne Verlag erschienen. Das Coverdesign passt toll zum Buch. Gleich auf den ersten Seiten befindet sich ein Personenverzeichnis, was ich ganz toll finde. Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Thiele. Im kleinen Städtchen Sanctuary kommt der beliebte Footballstar Dan auf einer Party ums Leben. Schon bald taucht ein belastendes Video auf welches beweisen soll, dass Harper, Dans Exfreundin und Tochter der ansässigen Hexe, Magie gewirkt haben soll, um ihn zu töten. Doch angeblich hat Harper diese Gabe überhaupt nicht geerbt. Die Ermittlerin Maggie Knight steht vor einer schweren Aufgabe, denn auf ein durch Magie verübtes Verbrechen steht die Todesstrafe. Die Hexenjagd beginnt. Ich war von diesem Fantasy Thriller wirklich überrascht. Zuerst war es ein wenig ungewohnt, dass alle so offen mit Hexerei umgehen, aber sobald man sich darauf einlässt, dass es sich eben um einen Fantasy Roman in der heutigen Zeit handelt, macht es wirklich Spaß. Die Stadtbewohner greifen zu allen Mitteln um die Hexe zu überführen und ich glaube durchaus, dass einige Menschen so auch wirklich reagieren würden. Die Ermittlerin hätte manchmal ein wenig entschlossener arbeiten können und Harper konnte ich zu wenig kennenlernen, wodurch ich wenig Bindung zu ihr aufbauen konnte. Trotzdem ist das Buch für mich ein 4/5 Sterne Buch, weil es einfach mal etwas anderes war.

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Sanctuary

Von: thursdaynext

11.04.2020

Womit beginnt eine schlechte Rezension? Mit Lobeshymnen aufs Cover. Ihr seid gewarnt … dafür bleibt es hier komplett spoilerfrei. Eben jenes Cover, diese verträumte Kleinstadt, eingehüllt in einer Glasmurmel mit Vergrößerungseffekt, ist einerseits optisch ein Hingucker und beschreibt andererseits treffend den Inhalt. Hier wird alles unter die Lupe genommen, werden Beziehungen dar- und offengelegt, Menschen entlarvt und das Böse kommt zum Vorschein. Kein übernatürliches Böses sondern das menschliche. Jene Seiten an, auch, wie angenommen, wohlbekannten Menschen, die niemand so vorausahnen konnte. Die Britin V.V. James mischt unter ihre Beschreibung der Bewohner der Kleinstadt Sanctuary in Connecticut ein wenig Magie, angewandt von Hexen, die diese in den USA legal, aber mit klar definierten Beschränkungen praktizieren dürfen. Die einzige ortsansässige Hexe ist Sarah, die sich und Tochter Harper mit ihren Künsten, die sie anbietet ernährt, gut vernetzt und beliebt ist und Freunde gefunden hat. Erzählt wird der Roman aus Sicht verschiedener Protagonisten. Sarah, ihrer Tochter Harper, Sarahs Freundin Abigail und Maggie, der zugereisten Detektivin, deren Aufgabe es ist einen, wie es scheint unglücklichen Unfall samt Ausbruch eines Feuers auf einer Teenieparty aufzuklären, und laut Anweisung ihres Chefs schnell abzuschließen. Doch sie bekommt es mit Müttern und Vätern zu tun, die ihre Kinder schützen müssen, oder zumindest glauben. Raubtiere der brutalsten Sorte … Bereits ab dem ersten Satz: „Als Daniel starb tranken unsere Mütter Champagner.“ entwickelt der im Magischen Realismus zu verortende Roman, einen Sog, der an Stephen Kings Arena oder Needful Things – In einer kleinen Stadt, erinnert, stilistisch und sprachlich aber deutlich eine Schippe drauflegt. Die Autorin beschreibt, wie die Lage in Sanctuary eskaliert, mit mitfühlendem, klarem Blick auf menschliches Verhalten. Sie schreibt locker, packend, extrem spannend, gibt ihren Figuren, die sie feinfühlig und klug beobachtet Raum, sich zu entwickeln und hält den Spannungsbogen auch dank mehrerer Wendungen, mit denen sie mich immer wieder (angenehm) überrascht hat, bis zum Ende hoch. Ein wenig hat mich James Art zu erzählen an die großartige Celeste Ng erinnert, die mich mit „Kleine Feuer überall“ vor einiger Zeit ebenso mitgerissen hat. Sanctuarys sich so sachte entwickelndes Drama konnte ich nicht mehr aus der Hand legen, habe die verschiedenen Perspektiven und James Erzählweise sehr genossen, mit etlichen Personen mit gebangt und war am Ende emotional stark mitgenommen. Bestes Kopfkino

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>>Atmosphärisch wie ein King<< Ja, Vergleiche sind immer schwierig und man erhöht damit das Risiko, dass die Erwartungen zu hoch sind, doch hier trifft es einfach zu: In der Welt gibt es Hexen, so auch eine in Sanctuary. Dennoch hat das Buch kein typisches Fantasy Feeling, sondern eine ganz eigene Atmosphäre, die an eine mysteriöse kleine Vorstadt erinnert, die der Feder von Stephen King entsprungen sein könnte. Sanctuary hat definitiv seinen Charme, doch wie so viele Orte, versteckt sich eben auch hier mehr, als man auf den ersten Blick annehmen könnte. Ganz interessant fand ich auch, dass wenn man nach dem Klappentext geht, davon ausgehen könnte, dass Dan und Harper hier die Hauptrollen einnehmen, doch ist es viel eher eine Generation zurück. Eigentlich sind es hier die Mütter, die den Ton angeben und auch die Handlung der Geschichte vorrantreiben. Sarah, Harpers Mum, ist die Hexe in der Stadt und gemeinsam mit ihren Freundinnen führt sie ihren Hexenzirkel. Eigentlich überall anerkannt und geschätzt – bis eben dieser kleine Zwischenfall alles verändert. Der Gegenpart wird hier von Abigail, der Mutter von Dan, eingenommen und ich war durchweg baff. Es ist so erstaunlich, wie V. V. James hier nicht nur mit seinen Charakteren, sondern auch mit der Wahrnehmung seiner Leser spielt und sie immer weiter hinters Licht führt. Genauso hat mich auch Maggie, die die Ermittlungen hier übernommen hat, fasziniert – so viele unterschiedliche Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten und einfach alle unglaublich interessant. >>Spannung & Überraschungen<< Doch nicht nur der Mystery Part hält hier viele Überraschungen bereit, auch der Thriller Anteil kann definitiv überzeugen und macht das Buch zu einem wahren Pageturner. Es gibt keinen langatmigen Spannungsaufbau, viel eher ist dieser von Anfang an gespannt – die Geschichte ist ständig im Wandel, weiß die Neugier anzuheizen und den Leser hervorragend zu unterhalten. Was soll ich noch groß sagen? Ich finde nicht nur die Idee hinter der Geschichte grandios und abwechslungsreich, sondern auch die Umsetzung einfach richtig gut. V. V. James Schreibstil ist wirklich gut, wenn man anfänglich auch ein paar Seiten braucht, um richtig in die Geschichte eintauchen zu können. Es gibt so viele Punkte, die hier mit eingesponnen werden und die nicht nur interessant, sondern auch wichtig sind. Was passieren kann, wenn eine Situation außer Kontrolle gerät und sich die falschen Menschen ihrer annehmen. Ich hoffe sehr, bald wieder ein Buch der Autorin in den Händen halten zu dürfen! FAZIT Sanctuary von V. V. James ist einfach eine Wucht! Unglaublich atmosphärisch, dass das Setting auch der Feder von Stephen King hätte enstrpungen sein können, unglaublich interessante Charaktere und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite! Ein Mystery-Thriller mit Hexen, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

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