Leserstimmen zu
Der Ermittler

Lee Child

Die-Jack-Reacher-Romane (21)

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Spannung pur

Von: R. Müller

28.12.2019

Was ich an Lee Child so gerne mag ist: seine Sprache. Ich mag es, wie er schreibt. Klar, einfach, in kurzen Sätzen und mit einem wunderbar subtilen Humor. Ich kann das, was er schreibt flüssig lesen und mir die Personen, Orten und Geschehnisse vor meinem inneren Auge vorstellen. Zur Geschichte: der erste Roman (was beinhaltet, dass es noch einen weiteren geben wird ;-) in Deutschland. Ich kenne Hamburg nur von einem Besuch als Touristin von daher kann ich nicht all zuviel dazu sagen. Jedoch hätte ich es schön gefunden, wenn es deutlicher herausgekommen wäre, dass sich Deutschland von den USA z.B. vom Straßenbild, Reklame, Kleidung etc. unterscheidet. Das Jack Reacher, aufgrund dessen, das er als Jugendlicher schon mal da war und etwas die Sprache versteht, sich etwas... wie soll ich sagen ... heimischer agiert ist nachzuvollziehen. Aber eben doch nicht ganz. Eine verstörende Szene im Club stieß mir dennoch unangenehm auf, als gäbe es dies nicht im (Achtung Ironie:) konservativen Amerika. Etwas zuviel Klischee... Im Gegensatz zu seinen anderen Romanen agiert Jack Reacher nicht als One-Man, sondern in der Gruppe. Aber auch hier ist er derjenige der die Ideen hat (die natürlich alle zutreffen *ggg) Und er bringt nicht sooo viele Menschen ins Krankenhaus oder in den Leichenwagen. Nun denn, ich habe die Geschichte gelesen, ich konnte mich darin vertiefen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

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Es ist wieder so weit: der neue Jack Reacher Thriller ist da! Das nun schon 21 Buch der erfolgreichen Serie erzählt dieses Mal Reachers ersten Fall in Deutschland. Deswegen spielt die Story auch nicht in der jetzigen Zeit, sondern im Jahr 1996. Zum Teil ermittelt er, nämlich in Hamburg. Dabei ist es wirklich interessant zu sehen, wie Lee Child Deutschland sieht. Irgendwie kommt es einem ungewöhnlich vor, wenn ein Amerikaner von Deutschland erzählt. Zum Teil sind seine Vorstellungen nämlich voller Klischees, doch mich persönlich hat es nicht wirklich gestört. Vom Schreibstil ist Child wie immer in Bestform. Sein rauer bildlicher Stil ist leicht und angenehm zu lesen und man kann der Story immer gut folgen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und auch der Protagonist Jack Reacher ist in Bestform. Auch, wenn Reacher in diesem Band noch in der Army kommt sein nüchterner und cooler Charakter gut herüber. Des Weiteren kann man wieder auf eine Menge Spannung und vielen Wendepunkten hoffen. Für mich persönlich gehört dieser Jack Reacher Romanen zu einem der besten. Nachdem ich schon eine Menge Bücher von Child gelesen habe und nie wirklich enttäuscht wurde kann ich sagen, dass dieses Buch bis jetzt zu meiner Top 5 von ihm gehört. Auch, wenn sich so mancher über die etwas plumpe Sicht über Deutschland aufregen wird. Erfahrene Jack Reacher Leser können dieses Buch also ohne Probleme und mit einer vollen Leseempfehlung von mir lesen. Auch Leser, denen der eigenwillige Held noch unbekannt ist können ohne Probleme mit diesem Buch in die Reihe einsteigen. Generell kann man sagen, dass die Jack Reacher Bücher nicht wirklich aufeinander aufbauen und man ohne Probleme die Werke durcheinander lesen kann. Ich habe jedoch mit dem ersten Band ("Größenwahn") begonnen und ich muss sagen, dass mir dieser Start sehr gut gefallen hat. Die Rezension zu dem Band findet ihr übrigens auch auf meinem Blog. Schlussendlich kann man sagen, dass Lee Child mit diesem Buch wie immer in Top Form ist. Wer einen spannenden Thriller sucht hat ihn hier gefunden. Ich gebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung!!!  

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„Der Ermittler“ ist der 21. Band der Jack-Reacher-Reihe und beschäftigt sich mit einer Geschichte aus der aktiven Zeit des Helden. Zeitlich gesehen wagt sich Lee Child damit an einen gewaltigen Sprung, weshalb sich die Erzählung ganz anders anfühlt und den Leser in eine andere Epoche entführt. Jack Reacher ist dem kundigen Leser bereits ein Begriff. Für gewöhnlich erleben wir den smarten, hinterwäldlerischen Ex-Militärpolizisten eher für sich allein, unterwegs auf den Straßen Amerikas, wohin ihn auch immer die nächste Reise führt. Doch hier erleben wir einen ganz anderen Einblick in Reachers Geschichte, denn die Handlung erzählt einen Teil seiner aktiven Dienstzeit. Reacher ist gerade wegen einer sehr guten Arbeit im Nahen Osten ausgezeichnet worden, als er bereits den nächsten Auftrag erhält. Auf seine Sergeant Neagley kann er sich hundertprozentig verlassen, weshalb sie ihn auch auf seiner Reise nach Hamburg begleitet. Gemeinsam nehmen sie die Suche nach dem Unbekannten auf und treffen dabei auf etliche Probleme. Trotzdem wird deutlich, wie clever Reacher ist und mit wieviel Leichtigkeit es ihm gelingt, hinter die Kulissen der Verbrecher zu schauen. Er ist ihnen stets auf den Fersen und der Leser kann sich wunderbar in die Erzählung einfinden. Da Lee Child ein großes Spektrum an Ideen anspricht, wirkt die Erzählung fulminant und dramatisch. Bis kurz vorm Schluss bleibt der Spannungsbogen extrem hoch, weil die Suche sich als sehr schwierig und kompliziert erweist. Viele Gruppen spielen hier eine Rolle, weshalb die Handlung einige Ansätze hat, die sich erst zum Schluss in einem schlüssigen Finale bündeln. Ein klasse Roman, mich hat Jack Reacher ein weiteres Mal überzeugt! Mein persönliches Fazit: Zu Beginn ist es mir nicht ganz so leicht gefallen, in die Handlung hineinzufinden. Für mich gibt es immer zwei Arten von Werken, die vor 2000 und nach 2000. Werke vor 2000 unterscheiden sich durch die technischen Errungenschaften des neuen Jahrtausends, weshalb ich mich anfangs nur schwer in die Szenerie hineinversetzen konnte. Keine Handys, kein Internet. Alles läuft per Telefon, Fax oder Kurier. Wesentlich komplizierter als in den neueren Werken. Doch davon abgesehen ist es sehr interessant gewesen, einmal einen jüngeren Jack Reacher zu erleben. Er ist schlau, witzig, stark und sehr präsent. Auch privat ist er viel lockerer, was ihn sympathisch macht. Trotzdem ist er schon der gleiche Typ, der sich gerne prügelt und vor keiner Auseinandersetzung flüchtet. Er weiß um seine Ausstrahlung und lässt sich nur bedingt in die Schranken weisen. Da Lee Child einen sehr angenehmen Erzählstil hat, und es ideal versteht, mit Bildern und Emotionen zu arbeiten, ist es ein Vergnügen, der neusten Idee zu folgen. Dieses Buch hat mich erneut begeistert, weshalb ich es gerne jedem empfehlen kann. Auch ohne Vorkenntnisse aus den ehemaligen Büchern ist es einfach, Zugang zur Geschichte zu finden, denn sie beinhaltet eine in sich abgeschlossene Handlung. Ich selbst freue mich schon auf das nächste Jack-Reacher-Abenteuer.

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