Leserstimmen zu
Der Konsumkompass

Katarina Schickling

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Allein die Einleitung dieses Sachbuches finde ich schon unheimlich stark. Es geht um die Verwirrung der Konsumenten, was denn jetzt eigentlich nachhaltiges Handeln ist, wie man das im Alltag realistisch hinbekommt und schneidet an, dass es viele falsche Fakten zu dem Thema gibt. Direkt nach dieser kurzen aber knackigen Einleitung findet man ein kleines Glossar. Dort werden Begriffe wie Treibhausgase, Co2-Äquivalent, Erneuerbare Energien und Seltene Erden nochmal kurz verständlich erklärt. Das Anliegen der Autorin ist es, dass dieses Buch wie ein Nachschlagewerk verwendet werden kann. Deshalb gibt es auch nach jedem Kapitel einen kleinen Fazitkasten, in dem alles nochmal kurz und knackig zusammengefasst ist. In den Buchdeckeln findet man übrigens einen sehr anschaulichen Saisonkalender für Obst und Gemüse. Das finde ich klasse! Das Buch ist in 5 größere Themen unterteilt: Müll, Verkehr, Energie, Essen und Konsum. Leider erklärt die Autorin mir gerade beim Themenkomplex Müll an manchen Stellen nicht ausführlich genug. Zum Beispiel werden bei der Rubrik "Getränke - Mehrweg oder Einweg?" zwar die gängigen Behältnisse erklärt, allerdings hätte ich es schön gefunden, wenn die Autorin noch auf Sprudelmaschinen wie z.B. Sodastream eingegangen wäre. Genauso wie sie beim Kapitel Kaffe sehr ausführlich die Alukapseln behandelt hat aber die Kapseln aus Papier nur in einem Satz erwähnt hat. Das fand ich sehr schade. Es ist ja ziemlich offensichtlich, dass Alukapseln eher umweltunfreundlich sind aber bei den Papierkapseln ist man sich selten so sicher. Ist das jetzt nur gefühlt umweltfreundlicher oder auch wirklich so? Im Fazit steht dann, dass sie umweltfreundlicher sind aber leider ohne wirkliche Erklärung. Ich bin eben eine ziemliche "Anfängerin" auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit und hätte mir an manchen Stellen eine etwas ausführlichere Erklärung gewünscht. Gerade wenn es um Alternativen geht, hätte man noch etwas ins Detail gehen können. So wird nur aufgezeigt, welche Sachen bzw. Handlungen besonders umweltschädlich sind und vermeiden sollte aber was ist die Alternative? Die wird in einigen Fällen leider zu schwach oder gar nicht aufgezeigt. Ich habe meinen Alltag bzw. Haushalt schon etwas umweltfreundlicher gestaltet z.B. mit Bienenwachstüchern, Sodastream, fester Seife in fast allen Bereichen etc. Manche dieser Dinge spricht die Autorin auch an aber sie beschreibt nicht inwiefern sie vielleicht umweltfreundlicher sind oder ob es nur eine Marketing Masche ist. Beim Themenkomplex Verkehr habe ich dann wieder einiges dazulernen können und die Ausführungen sind durchaus auch ins Detail gegangen. Meine Entscheidung für die Bahncard war also die richtige. Ich müsste sie nur noch öfter nutzen. Auch die weiteren Themenkomplexe waren dann wieder für mich ausführlich genug dargestellt. Man hätte meine Kritik vielleicht etwas abmildern können, hätte man das Kapitel "Richtig Essen" direkt nach dem Müll platziert. In beiden Kapiteln geht es um den Konsum und eben den Müll von Lebensmitteln. Daher hätten diese beiden Kapitel hintereinander für mich mehr Sinn gemacht. Denn im Kapitel "Richtig Essen" geht es dann auch um die oben erwähnte Sprudelmaschine, deren Erwähnung ich im Müllkapitel vermisst hatte. Das Schlusswort der Autorin ist richtig stark. Letzlich ist ihr Fazit, dass jeder zwar seinen Beitrag zum Aufhalten des Klimawandels beitragen sollte aber die großen Klimasünder nicht aus dem Blick behalten sollte. Man soll den Unternehmen und der Politik so richtig auf die Nerven gehen. "Manchmal scheint mir, dass wir ruhiggestellt werden sollen, mit einer Strategie, die Versprechen und Drohung zugleich ist: Wenn ich mich richtig verhalte - richtig esse, einkaufe, reise -, dann lässt sich das Klima retten. Während wir eifrig mit Hilfe des CO2-Rechners auf der Seite des Umweltbundesamtes ermitteln, wie sehr wir zum Klimawandel beitragen, mit unserem Konsumverhalten, und uns permanent ein schlechtes Gewissen umweht, weil irgendwie alles, was Spaß macht, unsere Bilanz versaut, während wir zu verzichten lernen und im Schwarzwald urlauben statt in New York (oder wenigsten nur mit ultraschlechtem Gewissen zu unserem Langstreckenflug starten), genießen im Autoland Deutschland die Hersteller immernoch weitgehend Narrenfreiheit, wird die Energiewende eher zögerlich vorangetrieben, hat die Politik bis heute keine wirkliche Antwort darauf, wie wir denn nun die vielen Klimaziele erreichen wollen, die auf irgendwelchen Gipfeln regelmäßig verabschiedet werden." Als Fazit kann ich aber sagen, der Konsumkompass ist ein wirklich guter Einstieg für Leute, die absolut orientierungslos in Sachen Nachhaltigkeit sind und sich gerne mehr mit dem Thema befassen wollen. Meiner Meinung nach ist zwar nicht alles auf einmal umsetzbar, denn z.B. das Trennen von Verbundstoffen für den Müll ist im stressigen Alltag manchmal einfach nicht so machbar. Aber jeder kleine Schritt ist meines Erachtens nach schon etwas Wert. Das Buch hat mir wirklich geholfen einige Aspekte meines Lebens noch nachhaltiger zu gestalten. </p>

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Das Buch “Der Konsumkompass” hat mich auf den ersten Blick direkt angesprochen. Das Thema Nachhaltigkeit ist so aktuell, wie nie zuvor und auch ich habe mir immer öfter die Frage gestellt, was ich für meine Umwelt machen kann. Da kam das Buch gerade zur richtigen Zeit. Das Cover ist sehr clever gestaltet und weißt sofort auf das Thema hin. Ein weißer To-go Becher auf grünem Hintergrund und dazu noch die Tagline “Gut und nachhaltig leben muss nicht kompliziert sein”. Das klingt auf jeden Fall sehr vielversprechend und ich war gespannt, was ich alles lernen kann. Positiv ist mir direkt aufgefallen, dass das Buch sehr logisch gegliedert ist und man bei einer bestimmten Frage nach einem Blick in das Inhaltsverzeichnis schnell das richtige Kapitel findet. So muss man auch nicht das ganze Buch von vorne nach hinten durchlesen, sonder kann stattdessen sich die Sachen raussuchen, die einen besonders interessiert. Die Autorin schreibt sehr flüssig, doch manchmal wird man mit so vielen verschiedenen Studien überhäuft, dass man manche Absätze doppelt lesen muss. Damit man aber trotzdem den Überblick behält, gibt es zu jedem Kapitel am Ende eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Das Buch besteht aus mehreren Überthemen, wie beispielsweise “Strom und andere Engergieprobleme” oder “Politisch korrekter Konsum”. Diese sind wiederum in mehrere Unterthemen unterteilt. Jedes der großen Themen startet mit einer Einführung der Autorin, darin berichtet sie auch oft aus persönliche Erfahrungen. Generell gibt es oft Geschichten, aus dem Leben der Autorin. Dadurch wird das Buch aufgelockert und gut lesbar. Besonders aufgefallen ist mir, dass die Autorin im Bezug auf Nachhaltigkeit alles andere als perfekt ist. Beispielsweise hat sie ein Auto oder fliegt auch mal. Deswegen wird dem Leser aber auch kein Druck oder schlechtes Gewissen gemacht, falls man selber kein perfekter Nachhaltigkeitsspezialist ist. Es geht nicht um Verbote sondern um die Veränderungen, die wir ohne zu große Anstrengungen im Leben umsetzen können. Teilweise war ich leider etwas enttäuscht, da beispielsweise die Gurkenfrage, die bereits im Klappentext erwähnt wurde, nicht wirklich beantwortet wurde. Stattdessen wurde eine dritte Antwort gegeben, aber nicht die Antwort auf die ursprüngliche Frage Insgesamt ist das Buch sehr hilfreich und man kann sein Leben dadurch nachhaltiger gestalten. Leider wurden manche Fragen, aber nicht komplett geklärt, was jedoch nicht an der Autorin liegt, sonder daran, dass die Wissenschaft noch keine Erkenntnisse im Bezug auf die Frage gefunden hat. Generell würde ich das Buch jedem empfehlen, der mehr Fakten rund um Nachhaltigkeit kennen lernen will. Das Buch liefert einen groben Überblick über die allgemeinen Aspekte der Nachhaltigkeit.

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Definitiv eines der empfehlenswerteren Bücher zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Autorin deckt wirklich alle Bereiche des täglichen Lebens ab: Müll (Vermeidung, Recycling usw...), Energie- und Wasserverbrauch, Mobilität, Ernährung, Urlaub und Freizeit... Dabei merkt man schon recht deutlich, dass es Bereiche gibt, die ihr deutlich schwerer fallen als andere. Öfter mal auf den Flieger zu verzichten - so richtig gut gefällt ihr das nicht, habe ich den Eindruck. Und auch ihr "heilig's Blechle" lässt sie eher ungern stehen. Aber das macht das Buch dann auch wieder authentisch und gut, denn es zeigt, dass wir vermutlich alle Bereiche haben, die uns leichter fallen beim Klimaschutz und solche, mit denen wir uns schwer tun. Besonders interessant fand ich z.B. das Thema Strom und Energiesparen. Sie zitiert da einen Experten der sinngemäss sagt " So richtig gut ist Stromerzeugung nie" und plädiert dafür, öfter mal die "nicht-elektrische" Variante zu wählen, also die Zwiebeln von Hand zu schneiden statt den elektrischen Blitzhacker zu nehmen und vielleicht doch mal das (im besten Fall analoge) Buch zu lesen, statt bei Youtube, Netflix und Co zu streamen. Es gibt sogar ein eigenes Kapitel zum Thema e-Book-Reader: Der ist auf alle Fälle nachhaltiger als Lesen auf dem Tablet oder Smartphone, am besten sei aber, Bücher in der Bücherei auszuleihen. Insgesamt ist es bei elektronischen Geräten wichtig, sie möglichst lange zu nutzen, denn die Ressourcen, die für die Produktion verbraucht werden, sind schon gewaltig. Und wenn das elektrische Käschdle dann hinüber ist, bitte korrekt recyclen, denn da kann man einiges noch einmal verwenden. Insgesamt hatte ich viele der vorgestellten Tipps schon mal gehört, aber die Zusammenstellung in einem gut gegliederten Buch ist auf alle Fälle sehr gelungen. Es gibt auch ein umfangreiches Link- und Literaturverzeichnis für den, der tiefer einsteigen will. Ich vergebe - wie schon bei Buch 1 - 5 Sterne und kann Dir die Lektüre wirklich empfehlen!

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Dieses Buch hat einen wirklich super die Folgen des Konsums gezeigt und auch einen Überblick über viele verschiedene Kategorien, wie beispielsweise Strom, Verkehr, Müll etc.. Den Aufbau der Kapitel fand ich super, da zu Beginn immer eine Frage gestellt wurde und dann kurz (4-5 Seiten) die Frage mit vielen Fakten und Informationen beantwortet wurde. Zum Ende wurde immer kurz und knapp in Stichpunkten nochmal eine Zusammenfassung gegeben- somit hatte man als Leser nochmal genau Anhaltspunkte sein eigenes Handeln zu verändern und zu kontrollieren. Wer sich für das Thema Nachhaltigkeit interessiert, ist auf jeden Fall bei diesem Buch richtig. Das Buch war leicht geschrieben und deshalb auch super zu lesen. Besonders an diesem Buch fand ich außerdem, dass die Autorin persönliche Momente eingebaut hat und den Leser nicht unter Druck gesetzt hat, weil man bisher noch nicht nachhaltig konsumiert und sich verhält.

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Bewusst sind mir Katarina Schickling und ihre Arbeiten noch nicht untergekommen. Aber offensichtlich hat sie schon diverse Beiträge zu Ernährung, Nachhaltigkeit und Konsum veröffentlicht. Gerne möchte ich durch bewusste und vor allem durch den Aspekt Nachhaltigkeit beeinflusste Kaufentscheidungen meinen Einfluss auf die Umwelt möglichst wenig negativ gestalten. Aber manchmal bin ich unsicher, zu welcher Jahreszeit der Apfel aus welchem Land oder welche Verpackungsart für Lebensmittel die bessere Wahl ist. "Der Konsumkompass" schien mir als eine geeignete Quelle, weil er sich gleich mehreren Themen widmete, z. B. Müll Verkehrsmittel Energie Nahrung Kleidung. Da das Buch geschickt aufgemacht ist, handelt es sich um eine gefällige Lektüre. Die einzelnen Kapitel kommen in den meisten Fällen schnell auf den Punkt und am Ende jedes Kapitels gibt ein Fazit einen kompakten Überblick über die Kernfakten. Bezüglich vieler Aspekte unterstreicht "Der Konsumkompass" die Bedeutung des gesunden Menschenverstands. Vermeidung ist immer die beste und nachhaltigste Wahl. Danach spielen Regionalität und je nach Einsatzzweck auch die Lebensdauer bzw. die Häufigkeit der Wiederverwertung zentrale Rollen. Die Mäßigung des Fleischkonsums ist ebenfalls eine wirksame Maßnahme und Bio-Produkte sind nicht nur im Hinblick auf den direkten Einfluss auf den eigenen Körper (wenig überraschend) die umweltfreundlichere Alternative. Leider gibt es einige Fragen, die auch durch "Der Konsumkompass" nicht endgültig beantwortet werden können. Für das Material der Einkaufstüte / Verpackung, Ein- oder Mehrweglösungen oder das Verkehrsmittel gibt es keine Patentlösungen, weil sie von vielen individuellen Parametern abhängen. So bleiben bei mir auch nach der Lektüre des Buchs einige Fragezeichen, aber einige Grundideen konnte ich durchaus verfestigen oder sogar neue gewinnen. Und zur Bewusstseinsbildung trägt es allemal bei. Und ab jetzt werfe ich die Kronkorken auch in den gelben Sack.

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"Der Konsumkompass" ist ein Sachbuch, das sich mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit befasst und dabei den Fokus auf den alltäglichen Konsum des Verbrauchers legt. Das Buch ist strukturiert nach folgenden Themenkomplexen aufgebaut: - Umgang mit Müll - Ökobilanz von Verkehrsmitteln - Strom und Energiequellen - Lebensmittel - Politisch korrekter Konsum Die Autorin stellt kritische Fragen und erläutert diese seriös anhand verschiedenster Studien, bleibt aber dennoch leicht verständlich. Am Ende eines jeden Kapitels findet sich eine Zusammenfassung, die hilfreiche Tipps enthält und die man immer wieder als übersichtliches Nachschlagewerk bei konkreten Alltagsfragen heranziehen kann. "Der Konsumkompass" ist ein Wegweiser, der aufzeigt, wie jeder einzelne im Alltag seine Konsumentscheidungen nachhaltiger treffen kann. Dabei gefällt mir gut, dass nicht nur offensichtliche Umweltsünder angeprangert werden, sondern auch vermeintlich ökologische Innovationen kritisch betrachtet und Ökomythen aufgedeckt werden. So ist ein Baumwoll-Einkaufsbeutel nicht unbedingt nachhaltiger als eine Plastiktüte aus Recyclingmaterial, ein Kaffee-Mehrwegbecher nicht unter allen Umständen besser als ein Wegwerf-Pappbecher oder der heimische, lang gelagerte Apfel aus heimatlichen Gefilden nicht zwangsweise umweltfreundlicher als ein über den Meerweg weit gereister. Die Autorin erläutert ausschließlich Themen, die jeden Verbraucher betreffen und zeigt alternative Lösungswege auf, die nicht fernab jeder Realität sind. Schon kleine Schritte - von der korrekten Mülltrennung bis zum überlegten Einkaufen - sind hilfreich und für jeden möglich, um die Umwelt und unsere Ressourcen zu schonen. Das Buch ist praxisnah und ohne erhobenen Zeigefinger geschrieben. Jeder wird sich in vielen Situationen wiedererkennen und anschließend darüber nachdenken, wie er sein Konsumverhalten umweltfreundlicher gestalten kann und wird zudem überrascht sein, dass man in mancherlei Hinsicht von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist und Versprechungen von Herstellern und die Seriosität von Ökolabels stets hinterfragen sollte. Die "10 goldenen Regeln für ein nachhaltiges Leben" sowie das praktische Register am Ende runden das Buch perfekt ab.

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Dieses Buch ist so gut. Ich bin total begeistert. Während ich dieses Buch gelesen hatte musste ich andauernd davon erzählen, darüber reden und einzelnen Abschnitte meiner Familie vorlesen. Ich wollte meine Begeisterung teilen und weiter tragen. In diesem Buch werden meiner Meinung nach genau die richtigen Fragen zum guten und nachhaltigem Leben gestellt.... und dann in kurzen Kapitel beantwortet. Es wird versucht verschiedene Studien einzubeziehen um eine neutrale Antwort zu finden. Manche Studien haben mich überrascht und ich bin an jedes Kapitel neugierig herangegangen, da ich vorher nicht immer unbedingt wusste, was die sinnvollste Entscheidung ist. Es kann sogar passieren, dass es kein eindeutiges Ergebnis gibt. Aber durch die vorherige Aufklärung im Text, ist das nicht weiter schlimm. Besser informiert fühlte ich mich auf jedenfall. Nach jeder Frage gibt es dann auch nocheinmal ein kurzes Fazit. Es ist alles einfach und verständlich erzählt und wirklich nie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin belehrend oder mit erhobenen Zeigefinger etwas geschrieben hat. Es wurde immer aus dem echten Leben berichtet und nicht weltfremd. Mit diesem Buch fühle ich mich gerüstet und informiert Entscheidungen zu treffen. Viele Dinge sind mir erst hierdurch deutlich geworden. Dieses Buch wird mich lange begleiten, denn hier werde ich immer wieder nachschlagen und nachlesen. Durch die gut gegliederten Kapitel und das Register am Schluss auch sehr einfach. Eine letzte Sache noch... Der Umschlag ist aus 60% recycelten Einwegbechern. Die Idee gefiehl mir und zusätzlich fasst es sich wirklich angenehm an. Mehr davon .

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Das kann doch alles nicht wahr sein. Da halte ich mich schon für gut informiert und lebe zunehmend minimalistischer und vegantarischer (halb vegan, halb vegetarisch), lege Wildbienenbeete an und baue Nisthilfen für Insekten, fahre mehrheitlich mit dem ÖPNV und achte beim Einkaufen auf nachhaltige Bioprodukte und Fair Trade, lese regelmäßig bei Utopia oder Nabu mit und denke, dass ich damit meinen kleinen Beitrag leiste, die Welt (wenn auch nur ein ganz klein wenig) besser zu machen. Mag ja auch stimmen, aber Katarina Schickling hat mit dem Konsumkompass einen Ratgeber geschrieben, der sich sowohl im Ton als auch mit den gut recherchierten Hintergrundinformationen wunderbar von unzähligen anderen Büchern abhebt, und dabei zeigt, wie viel es immer noch zu tun gibt, und wie sehr ich immer noch Mythen und Werbelügen aufsitze. Eine der wesentlichsten Erschütterungen ist, dass Handyladegeräte Strom verbrauchen obwohl das Handy, also der Stromabnehmer, gar nicht angeschlossen ist. Was zum…? Warum? Mag ja sein, dass das für viele klar war, für mich war das neu. Bisher galt ja eigentlich immer, dass etwas angeschlossen oder angestellt bzw. auf Standby sein muss. Aber jetzt reicht es offensichtlich schon aus, dass der Stecker überhaupt am Netz ist. Apropos Stecker, die Waschmaschine verbraucht auch Strom, wenn sie gar nichts macht außer ausgeschaltet darauf zu warten, dass sie mal angeschaltet wird. Das kann doch nicht euer ernst sein. Dass Windows 10 standardmäßig gar nicht mehr richtig runterfährt, sondern ewig im nicht erkennbaren Standby verbleibt, das ist man von Microsoft ja schon gewohnt bzw. habe ich es umständlich abgeschaltet, so dass der Rechner jetzt wieder wirklich aus ist. Aber die Waschmaschine toppt ja wohl alles. Katarina Schickling nimmt sich zahlreicher Themen an, die wir alle einfach ändern können, wenn wir denn überhaupt erst einmal um die Problematik wissen. Wer wusste schon, dass man die Deckel von Joghurts u.ä. abziehen muss, damit die auch wirklich wiederverwertet werden können. Materialmix ist hier das Zauberwort. Da sind auch viele vermeintlich selbstverständliche Sachen bei, muss man nur eben mal drüber nachdenken. Coffe to go. Voll praktisch? Voll die Drecksschleuder, wohl eher. Und wie ist das eigentlich mit Einkaufstüten? Sind Papiertüten wirklich besser? Was muss eigentlich alles betrachtet werden, wenn man sich über konkurrierende Produkte informieren will. Es reicht ja nicht lediglich den Ausgangsrohstoff zu betrachten, auch wenn das sicherlich ein schwerwiegendes Argument ist. Aber wichtig sind eben auch Energieeinsatz, Transport, Verarbeitungsprozess uvm. Da kann dann schon mal rauskommen, dass Jutebeutel oder Papiertüten ebenfalls problematisch sind. Recycling, Reisen und Mobilität, Stromverschwender, Akkus, Handys, Obst, Palmöl, Wasser, Reinigungsmittel, Kleidung – alles kommt auf den Prüfstand. E-Scooter, die neue grüne Bewegungsmethode? Auch nur ein Marketinghype und ein Umweltdesaster. Oder Geräte, die einfach simulieren sie wären kaputt, nur damit man das nächste Produkt kauft. Schicklings Konsumkompass ist ein leicht verständliches, gut recherchiertes Sachbuch, um sich mit dem eigenen Konsum, aber auch den grundsätzlichen Problematiken von Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Denn Schickling stellt auch die Zusammenhänge her, welche Folgen unser Konsumverhalten für Mensch und Umwelt hat. Ein echter Augenöffner. Problematisch bleibt für mich nur der Umgang mit Fleisch, aber dass muss nun mal jede*r mit sich selbst ausmachen.

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