Luke Allnutt im Interview zu seinem Buch »Der Himmel gehört uns«

Wussten Sie, dass Luke Allnutt nicht mit Stäbchen essen kann?

Eine kurze Biografie:
Ich bin im Vereinigten Königreich aufgewachsen, genauer gesagt in Surrey, einem kleinen Vorort außerhalb von London. Ich habe Geschichte an der Exeter University studiert und ging mit 21 Jahren nach Prag, um dort als Journalist zu arbeiten. Seither lebe ich auch dort. Meine Frau ist Tschechin und ich habe zwei Söhne (6 und 4 Jahre alt), die Tschechisch und Englisch sprechen. Ich liebe es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen, laufen zu gehen, zu lesen und Videospiele zu spielen.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Romane zu schreiben war immer schon mein Traum. Es macht mich unglaublich glücklich.

Was inspiriert Sie?
Meine Freunde und meine Familie. Geschichten, über die ich in den Medien höre. Außerdem empfinde ich meine langen Laufrunden oder langes Duschen als höchst inspirierend.

An welchem Buch arbeiten Sie gerade?
Ich schreibe einen zweiten Roman über einen erfolglosen Komödianten, der erblindet und dann seine Karriere und seine vernachlässigten Beziehungen wiederbelebt. Ich wollte immer schon über Blindheit schreiben, da ich mit einem blinden Vater aufwuchs. Das Thema »Wie Blinde sehen« fasziniert viele Menschen.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Ich liebe Raymond Carver und Kazuo Ishiguro für ihre wundervoll karge Prosa und ihre Geschichten, die mich immer bewegen. Ich mag Judy Blume, weil ich in jungen Jahren durch sie fantastisches Geschichtenerzählen kennenlernte, und ihre Bücher las ich als Teenager immer und immer wieder. David Nicholls mag ich, weil er mit viel Humor und Mitgefühl warmherzige Geschichten über den Alltag der Menschen erzählt.

Welche Bücher haben Sie zuletzt gelesen?
The Hate U Give von Angie Thomas
My Absolute Darling von Gabriel Tallent
Eleanor Oliphant Is Completely Fine von Gail Honeyman

Wie würden Sie Ihre Lebensphilosophie beschreiben?
Gib niemals auf.
Versuche das zu machen, was dich glücklich macht, aber sei nicht zu besessen davon, glücklich zu sein. Es ist in Ordnung und normal, dass das Leben manchmal ein bisschen scheiße ist.

Was tun Sie, wenn Sie nicht gerade schreiben?
Ich verbringe Zeit mit meiner Familie, ich laufe, lese, schaue fern und spiele Videospiele.

Fünf Dinge über Sie, die wir noch nicht wissen …
1. Ich mag es, sehr früh aufzustehen.
2. Ich bin ein paar Marathons gelaufen, ziemlich langsam allerdings.
3. Mein Vater war ein blinder Physiker.
4. Meine Frau und ich haben unser Apartment einmal an einen Mann vermietet, der es als Bordell nutzte (als wir dahinter kamen, warfen wir ihn raus!).
5. Ich kann nicht mit Stäbchen essen.


Über das aktuelle Buch

Wie würden Sie Ihren Roman mit einem Satz beschreiben?
Eine siegreiche Geschichte über Liebe, Verlust und das Finden der Hoffnung – gegen alle Widrigkeiten.

Was hat Sie zu dem Roman inspiriert?
Ich begann Der Himmel gehört uns zu schreiben, als ich mich aufgrund meiner Krebserkrankung einer Chemotherapie unterziehen musste. Ich wollte ein Buch über die Liebe zwischen einem Vater und seinem Sohn schreiben, weil ich dachte, ich müsste sterben und würde für immer von meinen Kindern und von meiner Frau getrennt werden. Ich empfand eine Art präventive Trauer und wollte dieses Gefühl des Verlustes in einem Roman reflektieren.

Wer ist Ihre Lieblingsfigur und warum?
Anna. Sie hat eine Stärke, von der ich selbst nur träumen kann.

Welche Szene war am schwierigsten zu schreiben?
Alles, was damit zu tun hat, dass Jack krank ist. Ich habe selbst zwei Kinder und es war grauenvoll, sich das vorzustellen und darüber zu schreiben.

Welchen Lesern/Leserinnen wird Ihr Buch gefallen?
Jene, die gut damit klar kommen, wenn ein Buch sie zum Weinen bringt (und ihnen gleichzeitig auch ein Lächeln entlockt). Leser, die keine Angst vor wahren Gefühlen haben, auch wenn es manchmal unangenehm ist, sie sich einzugestehen.

Fallen Ihnen Bücher ein, die mit Ihrem Roman verglichen werden könnten?
Es ist schwer, sich selbst mit großartigen Autoren zu vergleichen, die man sehr schätzt. Aber ich denke, Lesern, die Jojo Moyes und David Nicholls mögen, wird Der Himmel gehört uns auch gefallen. Und Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green war das beste Buch über Krebs, das ich je gelesen habe. Ich hoffe, dass sich die Fans seiner Bücher auch vom Thema und den Emotionen von Der Himmel gehört uns angesprochen fühlen.

Möchten Sie Ihren deutschen Leserinnen und Lesern noch etwas mitteilen?
Es ist eine Ehre für mich, auf Deutsch veröffentlicht zu werden und ich hoffe, dass die Leser in Deutschland Der Himmel gehört uns mögen werden. Das Buch handelt von einer ganz gewöhnlichen Familie und wie sie mit einer Tragödie umgeht. Es stellt genau die Frage, die sich kein Elternteil jemals stellen sollte: Wie weit würden Sie gehen, um ihr Kind zu schützen?
Und es ist eine Liebesgeschichte: zwischen einem Paar und zwischen Eltern und Kind. Hoffnung ist letztendlich die Botschaft. Es geht um die Kraft der Liebe und um die Dinge, an die wir uns klammern, wenn wir der Meinung sind, dass es nichts mehr zu verlieren gibt.

Der Himmel gehört uns

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