Mit 80 Viechern um die Welt

Als Tiersitter auf Reisen

Paperback
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Weltreise mal anders: Markus Huth kümmert sich um Tiere auf allen fünf Kontinenten

Die ganze Welt sehen, ohne dafür zu bezahlen – was könnte schöner sein? In einem Backpacker-Hostel erfährt Tierfreund Markus Huth von einer anderen Art des Reisens: Überall auf der Erde suchen Menschen Tiersitter, die auf ihre Häuser und Haustiere aufpassen, während sie selbst in den Urlaub fahren. Andere brauchen Freiwillige, die sich gegen Kost und Logis auf Farmen um Tiere kümmern. Bald striegelt Markus Huth Westernpferde auf einer bulgarischen Ranch, füttert halbzahme Kängurus auf einer australischen Insel und kümmert sich auf einer Finca auf La Gomera um die launischste Katze der Welt. Am Ende seiner Reise ist sein Leben längst nicht mehr so, wie es einmal war ...

Das Buch enthält zahlreiche Farbfotos.


ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 336 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-328-10243-4
Erschienen am  10. Juni 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Kanarische Inseln

Leserstimmen

Eine Weltreise der anderen Art(en)

Von: Worldwidewave.de

11.02.2020

In seinem Buch “Mit 80 Viechern um die Welt” nimmt Markus Huth den Leser mit auf eine Weltreise der anderen Art. Oder besser: der anderen Arten, denn er seine Reiserouten wird von Hunden und Katzen, Pferden, Schneeleoparden, Elefanten und Kängurus bestimmt. Den Haus- und domestizierten Wildtieren anderer Menschen, denn Markus Huth verdingt sich als Tiersitter. Die geniale Methode, mit der man für seine Unterkunft nicht bezahlen muss und überall auf der Welt kostenlos wohnen kann, erfährt er während einer beruflichen Auszeit in einem Hostel von einem Reisenden: Man kann rund um die Welt als Tier- und Haussitter arbeiten, während die Besitzer in den Urlaub fahren oder auf Farmen gegen Kost und Logis zu arbeiten. Ein gutes Profil auf entsprechenden Vermittlungsseiten im Internet, ein paar freundliche E-Mails und Chats – und schon kann die Reise losgehen. Seine Karriere als Tiersitter beginnt auf La Gomera und führt ihn nach Bulgarien, Kirgisistan, Kanada, Sri Lanka, Australien und Namibia. Auf allen fünf Kontinenten kümmert er sich um die Haustiere (und manchmal auch den Garten) während deren Besitzer Urlaub oder Heimatbesuche machen oder auf Konferenzen müssen und wohnt dafür oft mehrere Wochen lang in deren großzügigen Häusern in schönen Gegenden. Klingt wie ein Jackpot und entpuppt sich auch als einer für den Autor, denn neben zahlreichen Erfahrungen und Abenteuern findet er auch noch die große Liebe. Das Ganze ist locker und sehr unterhaltsam geschrieben und bringt dem Leser die gesammelten Erfahrungen mit dem Tiersitting und vor allem den Tierbesitzern auf humorvolle und doch ernste Art nahe. Dabei beschränkt sich der Autor nicht auf Erzählungen um die jeweiligen Viecher und Halter, sondern vermittelt auch viel Hintergrundwissen über Landschaft, Gesellschaft, Geschichte und verschiedene Tierarten. Den Abschluss bilden Seiten mit praktischen Tipps für alle, die durch die Geschichten so angesprochen wurden, dass sie sich auch auf den Weg machen wollen, um als Tiersitter oder Volunteer die Welt ohne viel Geld kennenzulernen. Eine einzigartige, vollkommene neue Mischung aus Reisebericht und Tierbuch, die nicht nur für Tierfreunde empfehlenswert ist.

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Als Tiersitter auf Reisen

Von: buecherundgedanken aus Graz

12.01.2020

Markus Huth verschlägt es in ein Hostel irgendwo in Bulgarien und lernt dort eine neue Art von Freiheit kennen. Nämlich die des Haussitters, der für Kost und Logis neue Orte kennenlernt und dafür die Tiere (und oft auch das Haus und den Garten) betreuen soll. Dies ist eine faszinierende Art des Reisens, bei der man Land und Leute und auch viele Tiere kennenlernt und so macht sich Markus Huth auf zu seiner ersten Reise als Haussitter zunächst auf den Weg nach La Gomera, eine der kanarische Inseln. Dort lebt er schließlich einige Zeit auf einer Finca, zusammen mit Hund Mimi, Katze Miez, drei Hühnern, einem Hahn und ein paar Koi-Karpfen, denen Markus Huth täglich genau ein Keks geben sollte. Als Leser lernt man viel über das Land , dessen Bewohner und der Geschichte des Landes wie zb über die noch heute in den Schulen von La Gomera gelehrten Pfeifsprache, über die sich Menschen kilometerweit verständigen konnte und noch können, und überhaupt die gewaltige Natur. Nach La Gomera verschlägt es ihn weiter nach Bulgarien auf eine Pferderanch, auf der es nicht nur Pferde, Hunde und eine blauäugige Ziege gab, die vor Freude wie ein Hund mit dem Schwanz wedelt, sondern erstmals auch Menschen, die offenbar die ganze Ranch mit ihren traurigen und manchmal auch aggressiven Gedanken und Tun in eine depressive Stimmung hüllt. Markus Huth zieht es weiter nach Kirgisistan, um beim Tierschutzprojekt NABU bei der Pflege der schon fast ausgestorbenen Schneeleoparden zu helfen, die nach wie vor von Wilderern gejagt werden. Sowohl die Schneeliopardendame Alcus ist mir sofort ans Herz gewachsen wie auch der wilde Manul. Über die Rolle der Esel in dieser Tierschutzorganisation möchte ich mich nicht weiter aufhalten. Weiter von Kirgiesistan geht es dann wieder auf La Gomera zurück und seither ist Markus Huth nur noch als Tiersitterpaar zu bekommen, denn in der La Gomererin „Nena“findet er seine grosse Liebe und von nun an sind sie immer nur noch gemeinsam unterwegs. Von La Gomera nach Kanada, um sich um eine 60-Kilo Hund zu kümmern, den Wellensittich Wasabi und die Katze namens Lola. Auch in Kanada gibt es viele traurige Geschichten in der Vergangenheit, man denke nur an die Indianer. Von Kanada geht es weiter nach Sri Lanka, um zunächst auf einer Zimtfarm und nach de vorzeitigen Aufbrechen von dieser (die deutschen Gastgeben waren anscheinend mehr Sklaventreiber als sonst etwas) auf eine Elefantenstation. Diese kauft die Elefanten den Menschen ab, die die Elefanten sonst für Schwerstarbeiten einsetzen würden. Über Australien, genauergesagt über die Känguruinsel in Australien, mit ihren Schafen, Koalas und natürlich Kängurus geht es letztendlich weiter nach Namibia, wo Markus Huth auch endlich seinem Tiergeist, einem Pfau begegnet. Ich hätte noch ewig lange weiterlesen können, so spannend, interessant und manchmal auch lustig habe ich dieses Buch empfunden. Besonders gut haben mir auch die Bilder im Buchinneren gefallen, auf denen man die tierischen Begleiter von Huth sehen konnte, die allermeisten werden sogar namentlich vorgestellt. Die Art, wie Markus Huth seine Erlebnisse schildert ist äußerst unterhaltsam und wie gesagt, man erfährt sehr viel über Land, Leute und Kultur. Und anhand dessen, was und wie er es schreibt, weiss man sofort, dass Markus Huth ein echter Tierfreund ist. Zusammenfassen eine wunderbare Mischung aus Reisebericht und Tierbuch.

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Vita

Markus Huth, Jahrgang 1982, ist Autor und Fotograf. Er arbeitete für die Nachrichtenagentur dapd und studierte Geschichte und Archäologie in Berlin und Moskau. Er ist Chefredakteur des Reportage-Magazins »Weltseher« und hat die entlegendsten Länder der Erde bereist. Bei einem Tiersitter-Job auf den Kanaren lernte er seine Partnerin kennen und wurde Vater.

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