Tod eines Gentleman

Roman

Paperback
14,99 [D] inkl. MwSt.
15,50 [A] | CHF 21,90 * (* empf. VK-Preis)

In der Buchhandlung oder hier bestellen

London, 1924. Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs liegt über den Straßen der Metropole Aufbruchsstimmung. Wissenschaft, Frieden und Wirtschatsaufschwung scheinen wieder möglich zu sein. Doch in den finsteren Gassen Londons regiert nach wie vor das Verbrechen – und der Schrecken der immer noch traumatisierten Soldaten. Als Eric Peterkin, seines Zeichens Gentleman und Kriminallektor, an einem nebligen Morgen die heiligen Hallen des ehrwürdigen Britannia Clubs betritt, ahnt er nicht, dass er bald in einen handfesten Mord aus Fleisch und Blut verwickelt sein wird. Ein Clubmitglied wird erstochen und flüstert Peterkin ein letztes Vermächtnis ins Ohr: „Rächen Sie die Vergangenheit!“ Peterkin macht sich auf in die nebligen Gassen Londons und kommt einem Verbrechen auf die Spur, das von finsteren Opiumhöhlen zu den eleganten Zimmern hoher Politiker führt …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Verena Kilchling
Originaltitel: A Gentleman's Murder
Originalverlag: Inkshares
Paperback , Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 5 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-43991-7
Erschienen am  09. Dezember 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Buchtipps für deine Ferien
pin
Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: London, Großbritannien

Leserstimmen

Gutes Buch!

Von: The Librarians Book

24.10.2020

Das Buch hat mir auf jeden Fall gefallen. Der Autor weiß, wie man schreibt. Seine Orts-, Situations- und Charakterbeschreibungen waren so detailliert, dass man sich außergewöhnlich gut in die Szenarien hineinversetzen konnte. Besonders gefallen haben mir hierbei die Kriegssituationen. Tatsächlich lese ich eher selten Bücher, die während oder nach dem Krieg spielen und hatte dadurch nicht viele Verbindungen zu dem Thema. Trotzdem waren die Flashbacks der Charaktere in die Zeit des Kriegs so gut ausgearbeitet, dass ich ein sehr detailreiches Bild vor meinem inneren Auge erschaffen konnte. Christopher Huang hat es also auch durch seinen Schreibstil geschafft, mir die Thematik der Nachkriegszeit näher zu bringen. Es hat sich flüssig lesen lassen und trotz meiner zwischenzeitlichen Leseflaute bin ich zügig durch gewesen. Das Buch ist für mich kein klassischer Krimi. Er beinhaltet zwar typische Krimielemente, es geht um Morde und deren Aufklärung. Allerdings würde ich hier eher die Dramatik der Nachkriegszeit und der Soldaten/Veteranen in den Vordergrund stellen, als die Aufklärung der Morde an sich. Man hat viele Aspekte dieser Zeit erfahren, wie es den Soldaten während des Krieges ergangen ist und wie ihr Leben nach diesem aussieht. Nicht jeder hat den Sprung zurück in den Alltag geschafft und genau das wird hier thematisiert, und zwar im Zusammenhang zu den Morden. Spannung ist auf jeden Fall gegeben, auch wenn es sich in Grenzen hält. Aber meiner Meinung nach braucht dieses Buch keine riesige Spannungskurve, um gut zu sein. Die Charaktere waren alle sehr gut durchdacht und mit ihren spannenden Hintergrundstorys auch sehr spannend. Irgendwie hat mir aber trotzdem die tiefe Verbindung gefehlt, Vor allem zu dem Protagonisten. Gerade mit diesem hatte ich ab und an meine Probleme. Ich mochte zwar seinen Charakter und wie er die Welt sieht, aber mir haben sich einige Dinge bei ihm nicht ganz erschlossen. So zum Beispiel, woher er seine guten Detektivkenntnisse hat. Klar, er ist Krimilektor und hat sicher einiges aus ein paar Krimiromanen gelernt, aber das erklärt nicht, wieso er handelt wie ein ausgebildeter Polizist, bzw. Detektiv. Er hat Wissen und Taktiken, die unmöglich aus den Romanen seines Verlages stammen können. Außerdem habe ich bis zum Schluss nicht ganz nachvollziehen können, wieso es ihm so unglaublich wichtig war, die Fälle zu lösen. Man hat zwar schon am Anfang des Buches gemerkt, dass er sich sehr für Morde und Polizeiarbeit interessiert, aber ihm fehlt eigentlich die Verbundenheit zu den Mordopfern, als dass er sich aufgrund einer guten Beziehung zu ihnen in diese Fälle stürzt. Trotz alledem ist Eric Peterkin ein sympathischer Charakter, sowie auch seine Clubmitglieder. Vor allem Wolfe, Saxon und Norris waren sehr unterhaltsam durch ihre Umgangsart mit anderen Menschen. Fazit: Das Buch hatte seine Höhen und Tiefen. Trotzdem war ich am Ende des Buches Ein wenig enttäuscht, dass es nicht weiter ging, denn es steuert am Ende auf ein neues ”Abenteuer„ des Protagonisten hin, welches aber nur kurz angeschnitten wird und welches wir nicht miterleben. Einige Passagen haben sich für mich zwar ein wenig zäh angefühlt, was ich aber darauf zurückführen würde, dass ich zu dem Zeitpunkt sehr aus meinem Lesefluss war, allerdings empfehle ich euch dieses Buch doch sehr und gebe ihm aufgrund der mir fehlenden Verbundenheit zum Protagonisten und für mich unklaren Beweggrund für seine Detektivarbeit 4 von 5 Sternen.

Lesen Sie weiter

Ein gelungenes Debüt

Von: claudia_liest

06.10.2020

Tod eines Gentleman von Christopher Huang ist als broschierte Ausgabe im @heyne.verlag erschienen und umfasst 409 Seiten. Zum Inhalt: London 1924. Der erste Weltkrieg ist überstanden, doch die heimgekehrten Soldaten kämpfen mit ihren traumatischen Erinnerungen und dem Grauen das der Krieg mit sich brachte. Eric Peterkin, ein Kriminallektor und Mitglied des Britania Gentlemen Club ahnt nicht, dass er bald in einen handfesten Mord verwickelt sein wird, der sich innerhalb der Clubmauern zutragen wird. Mein Fazit: Hierbei handelt es sich um den Debütroman des Autors, der ihm sehr gut gelungen ist. Die Geschichte ist passend im British Understatment Stil geschrieben. Die handelnden Charaktere legen das typisch gefasste und wohlerzogene Verhalten von Ladys and Gentlemen an den Tag, sodass die Erzählweise sehr geradlinig und unterkühlt wirkt, was allerdings mit dem Setting, in dem das Buch spielt, harmoniert. Beim Lesen fällt auf, dass der Autor sehr stark von den Büchern von Agatha Christie geprägt wurde. Alles in allem ein gelungenes Debüt, dass ich sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich auf weitere Romane des Autors, hoffe aber, dass er zunehmend seinen eigenen Stil findet und ich mehr Christopher Huang, als Agatha Christie herauslesen werde.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Christopher Huang

Christopher Huang wuchs in Singapur auf, von wo er in jungen Jahren nach Kanada zog und Architektur an der McGill University in Montreal studierte. Als großer Verehrer der britischen Kriminalliteratur hat es Huang immer wieder nach England verschlagen. Mit seinem Romandebüt »Tod eines Gentleman« lässt er das Goldene Zeitalter der Spannungsliteratur wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Zur Autor*innenseite