Tod eines Gentleman

Roman

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London, 1924. Nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs liegt über den Straßen der Metropole Aufbruchsstimmung. Wissenschaft, Frieden und Wirtschatsaufschwung scheinen wieder möglich zu sein. Doch in den finsteren Gassen Londons regiert nach wie vor das Verbrechen – und der Schrecken der immer noch traumatisierten Soldaten. Als Eric Peterkin, seines Zeichens Gentleman und Kriminallektor, an einem nebligen Morgen die heiligen Hallen des ehrwürdigen Britannia Clubs betritt, ahnt er nicht, dass er bald in einen handfesten Mord aus Fleisch und Blut verwickelt sein wird. Ein Clubmitglied wird erstochen und flüstert Peterkin ein letztes Vermächtnis ins Ohr: „Rächen Sie die Vergangenheit!“ Peterkin macht sich auf in die nebligen Gassen Londons und kommt einem Verbrechen auf die Spur, das von finsteren Opiumhöhlen zu den eleganten Zimmern hoher Politiker führt …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Verena Kilchling
Originaltitel: A Gentleman's Murder
Originalverlag: Inkshares
Paperback , Klappenbroschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 5 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-453-43991-7
Erschienen am  09. Dezember 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: London, Großbritannien

Leserstimmen

Intelligenter Krimi in bester Holmes-Manier

Von: Qultur-HH

05.01.2020

Eigentlich ist der „Britannia Club“ in London eine Rückzugsmöglichkeit, in der im Jahr 1924 ehemalige Soldaten ihre Tage verbringen – zeitunglesend, essend, parlierend. Auch Eric Peterkin liebt die altehrwürdigen Hallen, arbeitet als Lektor von Kriminalromanen oft vom Club aus. Doch die Ruhe und Gelassenheit wird jäh gestört: Nach einer Wette finden Eric Peterkin und weitere Clubmitglieder einen der Wettkontrahenten ermordet im Tresorraum. Für Eric steht fest: Er will den Mörder finden. Doch damit scheint er allein zu sein. Je mehr er nachforscht, auf desto mehr Ungereimtheiten stößt er. Verdächtige gibt es mehr als genug. Irgendwie scheint alles mit dem Verschwinden einer Krankenschwester zusammenzuhängen. Und der Clubvorstand arbeitet mit Schweigen und Intrigen gegen Eric. Christopher Huang ist mit „Tod eines Gentleman“ ein spannendes und intelligentes Krimi-Debüt gelungen. In bester Sherlock-Holmes-Manier lässt er seinen Ermittler dutzende Spuren verfolgen und messerscharf kombinieren. Dass der Autor englische Krimis liebt und sich zum Vorbild genommen hat, merkt man sofort: Im besten Sinne folgt Huang dieser Tradition. Weil auch der Hobbydetektiv lange im Dunkeln tappt, kann man als Leser miträtseln, mitverdächtigen und den Fall aufklären. Dass die Geschichte 1924 spielt, tut der Handlung gut. Keine DNA-Spuren, kein Hightech, keine wilden Schießereien oder Verfolgungsjagden mit PS-Schleudern. Stattdessen gibt es höfliche Gentlemen, die dunkle Geheimnisse wahren, und jede Menge Ex-Soldaten, die mit den Folgen des Großen Krieges zu kämpfen haben. Dass der Ermittler Halbchinese ist, führt zu einigen Komplikationen – und ist mal ein neues Merkmal eines Hobbyermittlers in der Krimiliteratur. Ein absolutes Muss für Krimi-Fans!

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Aktuelle Themen in historischem Gewand

Von: Elke Heid-Paulus

05.01.2020

1924. London in den „Goldenen Zwanzigern“. Der Erste Weltkrieg ist überstanden, die Heimkehrer versuchen, ihre traumatischen Erlebnisse hinter sich zu lassen und wieder einen Platz im Leben zu finden. Einigen gelingt es, wieder andere kämpfen tagtäglich mit ihren Verwundungen an Leib und Seele. Unabhängig vom sozialen Status. So auch die Mitglieder des Gentleman’s Club „Britannia“, in dem die Kriegsveteranen aus gutem Hause ihre Zusammenkünfte pflegen. Doch das traute Beisammensein wird jäh unterbrochen, als ein Mitglied (im Nachgang zu einer Wette) erstochen im verschlossenen Tresorraum des Clubs aufgefunden wird. Und das wird nicht der einzige Mord bleiben. Im Zentrum des Romans „Tod eines Gentleman“ steht Eric Peterkin, Engländer mit chinesischer Mutter, der sich aufgrund seiner Herkunft tagtäglich mit Vorurteilen und Diskriminierungen auseinandersetzen muss. Im Krieg „durfte“ er in Flandern für ein Land kämpfen, das ihn gering schätzt und nicht haben will. Ein Stachel im Fleisch der Clubmitglieder, und nur deshalb geduldet, weil einer seiner Vorfahren diesen gegründet hat. Als er dann auch noch alles daran setzt, unangenehme Fragen zu stellen, um den Täter ausfindig zu machen, zeigt deren Rassismus sein wahres Gesicht. Es sind aktuelle Themen, die der Autor in dieser historischen Whodunit-Story beschreibt, und genau das macht den besonderen Reiz dieses Romans aus. Das „Stiff upper lip“ der englische Oberklasse, deren Alltagsrassismus, die posttraumatischen Belastungsstörungen der Kriegsheimkehrer und deren daraus resultierende Drogenabhängigkeit, all das arbeitet Christopher Huang stimmig und mit viel Fingerspitzengefühl in die Geschichte ein und macht damit „Tod eines Gentleman“ zu einem realistischen und entlarvendem Porträt moderner Gesellschaften. Fans historischer Golden Age-Romane und englischer Krimis gleichermaßen empfohlen. Die Filmrechte sind bereits verkauft, wir dürfen auf die Umsetzung gespannt sein.

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Vita

Christopher Huang

Christopher Huang wuchs in Singapur auf, von wo er in jungen Jahren nach Kanada zog und Architektur an der McGill University in Montreal studierte. Als großer Verehrer der britischen Kriminalliteratur hat es Huang immer wieder nach England verschlagen. Mit seinem Romandebüt »Tod eines Gentleman« lässt er das Goldene Zeitalter der Spannungsliteratur wieder in neuem Glanz erstrahlen.

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