SPECIAL zu Philip Tamm »Billigflieger«

Philip Tamm im Interview

Q: Herr Tamm, eigentlich heißen Sie Daniel Bielenstein und sind unter diesem Namen als Autor auch recht bekannt. Warum schreiben Sie Ihren neuen Roman unter diesem Pseudonym?
Philip Tamm: Ich wollte schon immer einen Doppelgänger haben... aber im Ernst: Die Idee eines Pseudonyms entstand während der Arbeit zu „Billigfieger“. Das Buch ist spaßig und gut gelaunt, wie man es von mir kennt. Aber anders als bisher greife ich in diesem Buch kein eigentlich ernstes Thema auf, das ich dann auf komödiantische Art angehe.

Q: Was ist Ihr Protagonist Joachim für ein Typ – ein typischer Ballermann-Besucher oder doch eigentlich ein sympathischer Kerl?
Philip Tamm: Joachim ist durch und durch ein Ballermann-Typ – aber wer sagt, dass die nicht sympathisch sind? Zugegeben, für Arenal-Neulinge ist die Partymeile ziemlich abschreckend und viele Leute, die man da trifft, sind es auch. Aber eben nicht alle. Sympathische Menschen sind wie Perlen oder Trüffel oder Nuggets – um sie zu finden, muss man sich anstrengen. Bei Joachim ist das ähnlich. Seine Erlebnisse führen dazu, dass er die netten Seiten in sich selber suchen muss. Ich denke, er findet sie, und ich hoffe, die Leser sehen das genauso.

Q: Warum ist ein Mann eigentlich ohne Frau glücklicher?
Philip Tamm: Ist er ja eigentlich gar nicht. aber das ist das große Paradox, mit dem wir Männer in diesem Leben klar kommen müssen: Sind wir solo, sehnen wir uns nach einer Traumfrau. Haben wir sie gefunden, wünschen wir uns augenblicklich, wieder frei und ungebunden zu sein. Eine wirkliche Auflösung für das Dilemma gibt es nicht. Aber es hilft schon mal, wenn man gelegentlich darüber lachen kann.

Q: Werden Ihre Leserinnen endlich verstehen, wie Männer wirklich ticken?
Philip Tamm: Ich denke, der Roman erlaubt es den Leserinnen, einfach mal für ein paar Tage in den Kopf eines Ballermanns einzutauchen. Einiges, was sie dort entdecken, ist reichlich seltsam, vieles aber auch ausgesprochen liebenswert. Andererseits: Frauen kommen ja schon nicht mit Computern, Hausschlüsseln und der Programmierung von DVD-Rekordern klar – wie sollen sie da diesen komplizierten und höchst sensiblen Mechanismus namens Mann durchschauen?

Q: Und was erfahren Ihre männlichen Leser?
Philip Tamm: Dass sie nicht alleine auf der Welt sind! Joachim teilt viele ihrer typischen Macken, Sorgen und Träume. Allerdings ist er bereit, die Herausforderung Frau anzunehmen – vielleicht wird er auf diese Weise ja sogar so etwas wie ein Vorbild?

Q: Reisen Sie selbst auch gerne nach Mallorca – und weiß Ihre Freundin davon?
Philip Tamm: Ich bin jedes Jahr mindestens einmal auf dieser wunderschönen Insel, und zwar alleine bzw. mit meinen (männlichen) Freunden. Aber warum auch nicht? Meine Freundin geht ja auch alleine oder mit ihren Freundinnen shoppen, da darf ich doch auch mal nach Malle? Tatsächlich waren wir auch schon zu zweit dort. Das schöne an Mallorca ist ja die Vielseitigkeit der Insel – sie bietet Paaren ebenso etwas, wie Männern, die in Horden reisen.

Q: Unter dem Pseudonym Philip Tamm werden Sie weitere Romane schreiben. Können Sie uns schon verraten, wo der nächste spielt?
Philip Tamm: Der nächste Schauplatz wird auf den ersten Blick weit weniger exotisch sein – die Geschichte spielt in Köln. Andererseits wird mein Held vor ähnlichen Bewährungsproben stehen wie Joachim. Und seine eigentlich vertraute Heimatstadt macht es ihm nicht einfacher – er könnte ebenso gut am anderen Ende der Welt sein.

Billigflieger

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