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Rezension zu
Die Schuld jenes Sommers

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Zwei Mädchen, zwei Kriege und ein Geheimnis

Von: yesterday
06.12.2019

Verliert man seine beste Freundin oder besten Freund im Kindesalter, ist das an sich schon dramatisch und er wirkt lange nach. Protagonistin Frances ist genau das passiert, aber im selben Sommer geschah noch einiges mehr, das viele Jahre im Dunklen lag… In den Wirren gegen Ende des ersten Weltkriegs lebten Frances und Wyn ein für damalige Zeiten in Großbritannien normales Kinderleben, träumten von fernen Ländern und reichen Männern die sie mal heiraten würden. Dann verschwand Wyn für immer und ihre Leiche wurde 24 Jahre lang nicht gefunden. Fast ein Vierteljahrhundert später, die ganze Nation noch einen großen Krieg überstehen muss, spielt die Geschichte im Jahr 1942. Bomben werden über Bath abgeworfen, wo Frances aktuell wieder lebt. Es gibt viele Tote und noch mehr zertrümmerte Gebäude, das Chaos bricht aus. Und mittendrin: Wyn. Dieser Tag nach den Bomben ist eine weitere Zäsur für Frances. Langsam kommen Erinnerungsfetzen von damals wieder zurück und sie setzt ein lange verschollen gedachtes Puzzle wieder zusammen, um zu lüften, was 1918 wirklich passierte. Mit Wyn - aber auch mit ihr selbst. “Die Schuld jenes Sommes” ist ein historischer Roman mit Spannungselementen, der sehr authentisch aufgebaut wurde, was das Setting, die Lebensumstände betrifft. Manches läuft sehr detailliert ab, daher gibt es ein paar Längen. Durch die häufigen Wechsel zwischen 1942 und 1918 (Rückblicke aus Frances’ Sicht) wird es aber nicht zu langweilig. Man kann selbst gut mitraten, versuchen, die Erinnerungen zu deuten, die wahren Ereignisse von den verklärten zu unterscheiden. Am Ende gibt es eine Auflösung für die drängendsten Fragen, danach bricht das Buch allerdings ab. Inwieweit Frances’ Aussagen und Entdeckungen noch nachwirken, kann sich der Leser selbst ausmalen. Die Geschichte (da so breit angelegt) wirft einige Nebenschauplätze und -geschichten auf. Wenn die alle ebenfalls zu einem Ende gekommen wären, hätten aber wohl noch einige Dutzend Seiten auf die ohnehin schon 462 folgen müssen.

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