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Rezension zu
Wie wir uns aus Versehen verliebten

Die Rezension bezieht sich auf eine nicht mehr lieferbare Ausgabe.

Zu vorhersehbar

Von: Büchermeer
27.02.2015

Ich habe dieses Buch auf LovelyBooks entdeckt, als ich mich durch die Jugendbücher geklickt habe. Es hat mich sofort angesprochen: ich persönlich bin eine große Freundin von Briefromanen. Spätestens nach der Lektüre Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer haben sie mich auf ihre Seite gezogen. Das Buch habe ich mir ertauscht und am Tag des Erhalts gleich durchgelesen. Direkt zu Beginn der Rezension muss positiv angemerkt werden: der Roman ist kurzweilige Lektüre. Er wird nicht langweilig und zieht sich nicht unnötig in die Länge. Das Cover ist interessant gestaltet, strahlt eine gemütliche Atmosphäre aus, die den Betrachter gleich an Sommer erinnert. Gleichzeitig macht es jedoch durch die Gestaltung sehr klar, dass es ein Buch für jugendliches Publikum ist. Der Titel lässt erwarten, dass die Geschichte den Verlauf der Liebe zweier junger Menschen erzählt. Dieses Buch ist nicht direkt ein "Brief"roman, da es sich eigentlich am Telefon abspielt - dennoch sortiere es in dieses "Genre" ein. Der Schreibstil ist sehr locker, sehr freundlich und besonders leicht zu verstehen. Natürlich unterscheidet sich gesprochene Sprache immer von der, die man schreibt, was die Autorin auch sehr gut zu verwirklichen wusste - man "nimmt den Charakteren das Telefongespräch ab". Natürlich finden sich hin und wieder auch kleine Lückenfüller wieder, Ein-Wort-Antworten und Ähnliches, die man jedoch in jedem normalen Gespräch findet. In dieser Hinsicht ist der Roman sehr realistisch gestaltet - und außerdem bewirkt dieses Gestaltungsmittel, dass dem Leser nicht langweilig wird. Ein positiver Aspekt ist diese Gestaltung demnach allemal. Der Inhalt ist jedoch nicht besonders überzeugend. Leider viel zu vorhersehbar, was ein Problem vieler Jugendromane ist, die etwas mit Liebe zu tun haben. Lucy, die weibliche Gesprächspartnerin, ist zudem nicht besonders sympathisch, was es sehr schwer macht, sich mit ihr zu identifizieren. Sie ist kalt und redet nicht gerne über sich, was die Handlung oft in Sackgassen und Einbahnstraßen enden lässt. Sehr schade! Immer mehr Geheimnisse und Probleme werden aufgedeckt, die teils jedes Klischee erfüllen, aber nicht in ihrem ganzen Umfang preisgegeben werden. Dies geschieht erst gegen Ende, wenn man sich teils schon denken kann, was Sache ist. Auch der Titel ist meinetwegen eher unpassend gewählt! Natürlich gibt es Tendenzen, dass beide Charaktere ineinander verliebt sind, jedoch wird gar auf der vorletzten Seite noch einmal von Freundschaft gesprochen. Die beiden Gesprächspartner Lucy und James sprechen zwar über viele Dinge miteinander und sind sich gegenseitig etwas besonderes, von Liebe ist jedoch zu keiner Zeit die Rede. Hier hätte man ruhig einen Titel wählen können, der weniger verspricht - und auch das Wort "Telefonbeziehung" des Klappentexts ist nicht gerade passend zur Handlung geschrieben worden. Doch da die Geschichte relativ offen endet, wäre eventuell noch Platz für eine Fortsetzung. Fazit Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe. Meine Euphorie verblasste relativ schnell: mit gefühlskalten Charakteren kann ich leider nicht allzu viel anfangen. Cover, Titel und Klappentext wirken auf mich unpassend zur Handlung. Ich lese sehr gerne Jugendbücher, dieses war mir persönlich jedoch nicht "anspruchsvoll" genug. Mit ein bisschen mehr Ausarbeitung hätte man aus der Geschichte sicherlich noch eine Menge herausholen können, so bleibt es für mich bei drei Sternen, die der Roman sich nur dadurch verdient hat, mich gut unterhalten zu haben. Denn ein Aspekt trifft auf die Geschichte von Lucy und James definitiv zu: sie bringt einen dazu, weiterzulesen!

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