SPECIAL zu Jeffrey B. Burton »Der Schachspieler«

10 Fragen an Jeffrey B. Burton


Wie sind Sie aufgewachsen?
Jeffrey B. Burton: Ich wohnte zusammen mit meinen Eltern und meiner Schwester in einer Vorstadt nördlich von St. Paul in Minnesota. Die Nachbarskinder und ich stellten nichts als Unfug an. Es war eine sehr schöne Zeit, und ich bin noch mit vielen meiner damaligen Freunde in Kontakt. Als ich in die Grundschule kam, wurde ich ein richtiger Bücherwurm. Wenn ich nicht las, war ich Läufer im Leichtathletikteam – nicht besonders gut, aber hartnäckig.


Gibt es eine Person, die Ihr Leben entscheidend geprägt hat?
Jeffrey B. Burton: Als Kinder verbrachten meine Schwester und ich oft mehrere Wochen bei meinen Großeltern. Mein Opa hatte eine große Sammlung von Louis L’Amour-Western, die er mir auslieh, wenn wir nicht bei ihm waren. Er konnte ja nicht ahnen, dass er damit eine lebenslange Leidenschaft für das Lesen und die Schriftstellerei in mir auslöste.


Welcher Ort auf der Welt fasziniert Sie am meisten?
Jeffrey B. Burton: Die Carlsbad Caverns im Süden von New Mexico. Dort kann man einen ganzen Tag durch fantastische unterirdische Höhlen wandern, die so groß wie Footballstadien sind.


Wovor haben Sie Angst?
Jeffrey B. Burton: Obwohl ich mehrere ziemlich düstere Thriller und Horrorromane geschrieben habe, macht mir nichts so Angst wie die täglichen Schlagzeilen. Wahrscheinlich, weil diese Geschichten – im Gegensatz zu meinen Büchern – keine Fiktion, sondern Realität sind.


Was macht Sie glücklich?
Jeffrey B. Burton: Wenn ich eine Szene schreibe, die richtig gut funktioniert, die dem Leser die Haare zu Berge stehen lässt, schockiert oder entsetzt. Oder wenn mir eine spektakuläre oder provokative Formulierung einfällt … dann bin ich glücklich.


Können Sie sich einen Tag ohne Musik vorstellen?
Jeffrey B. Burton: Die Musik ist der Hintergrund unseres Lebens, und obwohl ich mir einen Tag ohne sie vorstellen kann, glaube ich nicht, dass das ein sehr schöner Tag wäre.


Welche Rolle in einem Kinofilm hätten Sie gerne gespielt?
Jeffrey B. Burton: Der große Paul Newman spielte 1963 den widerwärtigen Hud in dem Film Der Wildeste unter Tausend. Er macht keine Entwicklung durch – Hud ist in der ersten Szene des Films ein genauso egoistischer, hinterhältiger Schuft wie in der letzten. Er hat so wenig heldenhafte Züge, dass ich ihn nicht mal als Antihelden bezeichnen möchte. Es wäre bestimmt sehr reizvoll, eine derart unsympathische Figur charismatisch darzustellen.


Wenn Sie nur noch €10,- übrig hätten, wofür würden Sie sie ausgeben?
Jeffrey B. Burton: Für ein Buch, höchstwahrscheinlich für einen Krimi oder Thriller.


Gibt es Himmel und Hölle?
Jeffrey B. Burton: Ja, und zwar ganz abgesehen davon, wo unsere Seelen nach dem Tod hin wandern. Der Mensch hat die einmalige Eigenschaft, sich selbst auf Erden durch eine positive Einstellung oder innere Konflikte Himmel und Hölle zu erschaffen. Als Schriftsteller interessieren mich besonders diese inneren Konflikte, die eine Figur erst interessant machen.


Was ist wichtig im Leben?
Jeffrey B. Burton: Die Familie. Liebe, die Kunst und Disziplin.

Der Schachspieler

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