VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

1Q84 (Buch 1, 2) Roman

1Q84 (1)

Kundenrezensionen (3)

oder mit einem Klick
bestellen bei:

€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-74362-9

Erschienen: 10.09.2012
Dieser Titel ist lieferbar.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Reihen

  • Vita

  • Links

  • Service

  • Biblio

1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.

ÜBERSICHT ZU HARUKI MURAKAMI

Haruki Murakami ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Er hat die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.

Haruki Murakami bei btb

1Q84

Murakamis Opus Magnum: eine Welt neben der unseren

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Haruki Murakami (Autor)

Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, studierte Theaterwissenschaften und Drehbuchschreiben in Tokio. 1974 gründete er den Jazzclub „Peter Cat“, den er bis 1982 leitete. In den 80er Jahren war Murakami dauerhaft in Europa ansässig (u. a. in Frankreich, Italien und Griechenland), 1991 ging er in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrte. Murakami ist der international gefeierte und mit den höchsten japanischen Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman "Gefährliche Geliebte" entzweite das Literarische Quartett, mit "Mister Aufziehvogel" schrieb er das Kultbuch seiner Generation. Ferner hat er die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt.

Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
Originaltitel: 1Q84 Book 1 & 2
Originalverlag: Shinchosa, Tokio

Taschenbuch, Klappenbroschur, 1.024 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-74362-9

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 10.09.2012

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Das beste Buch, das ich je gelesen habe!

Von: abooklove Datum: 04.01.2016

www.abooklove.wordpress.com

Worum geht's?
1Q84 ist ein mehrteiliger Roman, in dem eine Parallelwelt zum Jahr 1984 beschrieben wird. 1Q84 unterscheidet sich von 1984 dadurch, dass ein zweiter Mond auf dem Himmel zu sehen ist - allerdings nur von einigen wenigen Personen, nämlich denjenigen, die sich in der Parallelwelt befinden. Dazu gehören unter anderem Tengo, der Mathematiklehrer und nebenberufliche Autor, Aomame, eine Fitness-Trainerin, die inkognito Männer ermordet, die sich gewalttätig an ihren Frauen vergriffen haben. Beide Hauptcharaktere handeln im Auftrag. Tengo wird von dem Redakteur Komatsu beauftragt, den Roman "Die Puppe aus Luft" der 17-jährigen Legasthenikerin Fukaeri zu überarbeiten. Aomame mordet im Auftrag einer mysteriösen alten Dame, die ein Frauenhaus betreut. Dass Murakami den Roman ausgerechnet in das Jahr 1984 legt, ist kein Zufall - George Orwell lässt grüßen! Auch hier geht es um die Kontrolle der Welt durch eine übergeordnete Instanz, in diesem Fall jedoch nicht den "Big Brother", sondern die mysteriösen "Little People", die Fukaeri in ihrem Roman scheinbar erfunden hat - die Fiktion wird aber schneller Realität, als den Charakteren lieb ist. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen immer weiter, und nach und nach wird klar, dass Tengo und Aomame ein rätselhaftes wie tragisches Schicksal miteinander verknüpft.

Einstieg
Der Leser betritt die Welt von 1Q84 gleich im ersten Kapitel, als Aomame im Stau steckend mitten auf der Stadtautobahn in Tokio aus einem Taxi aussteigt, um über eine Nottreppe den Bahnhof zu erreichen. Von dort fährt sie weiter zu einem ihrer Auftragsmorde. Dass die Nottreppe die Tür in eine Parallelwelt ist, lässt sich zu Beginn allerhöchstens erahnen. Parallel dazu erhält Tengo von Komatsu den Auftrag, "die Puppe aus Luft" zu überarbeiten. Ich finde den Einstieg durchaus gelungen. Man lernt die beiden Protagonisten ohne Umschweife kennen, erfährt aber im Laufe des Romans immer wieder einiges über ihre Vergangenheit. Dass Murakami den Leser von der ersten Seite an fesselt, liegt zunächst nicht an der Spannung, sondern schlichtweg am wunderschön ausgeschmückten Erzählstil. Man fühlt sich von Anfang an im Roman wohl und nimmt viel auf, was später genauer erläutert wird. Die ersten 100 Seiten machen extrem neugierig auf die verbleibenden 900.

Verlauf
Aomame bringt den Auftragsmord ohne Komplikationen hinter sich. Sie merkt aber bald darauf, dass mit der Welt etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Es sind kleinere Indizien: Polizisten tragen plötzlich eine andere Uniform, und auch ein Teil der jüngeren Geschichte scheint neu geschrieben worden zu sein. So hat es eine Schießerei in den Bergen von Yamanashi gegeben, wofür eine radikal gewordene Sekte, die sich "die Vorreiter" nennen, verantwortlich gemacht wird. Durch Details wie diese stellt Aomame fest, dass sich die Realität um sie verändert. Der Parallelwelt gibt sie den Namen 1Q84 ("Q" für engl. question mark, oder japanisch "kiu" für die Zahl neun). Parallel dazu lernt Tengo Fukaeri kennen, erfährt von ihrer Legasthenie und lernt einiges über ihre rätselhafte Vergangenheit, die, was dem Leser bald klar wird, etwas mit den "Vorreitern" zu tun haben muss. Der überarbeitete Roman wird ein absoluter Verkaufsschlager, und Tengo befürchtet immer mehr, dass sein Ghostwriting auffliegen könnte. Auch kommen ihm einige Dinge an seiner Umwelt plötzlich seltsam vor: Innerhalb kurzer Zeit verschwindet nicht nur Fukaeri spurlos, sondern auch Tengos ältere verheiratete Freundin, mit der er eine sexuelle Beziehung hat. Er geht aber nicht so weit wie Aomame, sondern findet sich mit seinem Schicksal ab. Der Mittelteil des Buches, bzw. der Übergang von Buch 1 zu Buch 2, hat auf mich an manchen Stellen etwas langatmig gewirkt. Gut fand ich aber, dass durch die Perspektivenwechsel beim Leser implizite Vorahnungen entstehen, wie die Handlung weitergeführt werden könnte. So entsteht eine ganz bestimmte Art von Spannung, wie sie nur Murakami erzeugen kann.

Ende
Am Ende nimmt die Geschichte - nach dem kleinen Durchhänger in der Mitte - wieder voll an Fahrt auf. Ich möchte an dieser Stelle natürlich nicht unbedingt spoilern, wie Buch 2 endet, aber eins sei gesagt: Für mich ließ dieses Ende noch viele weitere Fragen offen, die (hoffentlich) in Buch 3 beantwortet werden. Aber auch, wenn das Ende mich nun mit einigen Fragezeichen zurückließ, hat es mich trotzdem voll und ganz überzeugt.

Schreibstil
Das Buch ist äußerst unterhaltsam geschrieben. Einzelne Situationen werden sehr ausführlich beschrieben, was mir persönlich aber gut gefällt. Die Handlung wird kapitelweise abwechselnd aus Tengos und aus Aomames Sicht erzählt. Die Übergänge sind klar, Murakami versucht sich nicht an unnötigen "Cliffhangers". Dass Murakami schreiben kann, hat er schon in vielen anderen Romanen bewiesen. Im Vergleich zu "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" (siehe Rezension) hat er aber meiner Meinung nach sogar noch einmal dazugelernt. Die vielen Dialoge wirken absolut realistisch. Jeder Charakter hat eine einzigartige Sprechweise. Auch die inneren Handlungen von Tengo und Aomame funktioneren ohne dass Murakami es nötig hätte, jedesmal ein "... dachte Aomame" ergänzen zu müssen. Insgesamt ist der Schreibstil äußerst gelungen, was bestimmt auch der Übersetzerin Ursula Gräfe zu verdanken ist.

Charaktere
Tengo ist eigentlich nur ein langweiliger Mathematiklehrer, der auf einer privaten Hochschule unterrichtet und früher mit seinem Vater Rundfunkgebühren eingesammelt hat. Aomame teilte ein ähnliches Schicksal, sie war früher Zeugin Jehovas, bevor sich ihr Leben wandelte und sie zur Auftragsmöderin wurde, um vergewaltigte Frauen zu rächen. Eigentlich sollten diese beiden Charaktere keine großen Sympathieträger sein, aber Murakami schafft es, dass man die beiden gern haben muss. Details aus der Vergangenheit der beiden werden immer wieder durch ausführliche "Flashbacks" während des gesamten Romans hinzugefügt. Auch die meisten anderen Schlüsselfiguren sind sympathisch: Die verpeilt-mysteriöse Fukaeri, die Anrufer am Klingeln erkennt. Die alte Dame, die die Auftragsmorde erteilt, sowie ihr schwuler Leibwächter Tamaru. Lediglich Professor Ebisuno, Fukaeris Vormund, und Ushikawa, ein Mitarbeiter einer seltsamen Förderanstalt, der Tengo unablässig ein Stipendium andrehen will, und zum Teil auch Tengos Vater, der an Demenz erkrankt ist, werden etwas weniger detailreich und (wahrscheinlich genau deswegen) auch unsympathischer dargestellt. Ein großes Mysterium bleibt der "Leader", der eigentlich Aomames "Endgegner" sein sollte, einem am Schluss aber sogar leidtun kann. Auch Tengos Mentor Komatsu gibt einige Rätsel auf, die vermutlich in Buch 3 gelöst werden. Die Beziehungen zwischen allen Charakteren sind komplex und vielschichtig, und Muarakami widmet der Entwicklung der Charaktere sehr viel Platz in seinem Roman. Insgesamt finde ich die Charakterzusammenstellung äußerst gelungen.

Was mir gefallen hat
Alles! Ein wahnsinnig gut aufgeschriebener Roman, bei dem man als Leser immer das Gefühl hat, den Handelnden voraus zu sein, und immer wieder feststellen muss, dass man doch meilenweit hinterher ist. Die Welt, die in 1Q84 aufgebaut wird, lässt einen nicht mehr los. Es sind ganz subtile Details, die einen quasi zum Weiterlesen zwingen. Dabei entsteht nicht die typische Thriller-Spannung (davon nimmt der Autor bewusst Abstand), sondern diese spezielle, neugierige Murakami-Spannung. Mit über 1000 Seiten ist das Buch ein ordentlicher Schinken. Die investierte Zeit wird einem aber vielfach zurückgezahlt. Persönlich fand ich schön, viel über die japanische Kultur, sowie Japans Wahrnehmung der europäischen Kultur (von der Murakami ein Fan zu sein scheint) zu lernen.

Was mir nicht gefallen hat
Es gibt nur zwei klitzekleine Dinge, die mir nicht gut gefallen haben. zum einen fand ich es etwas unrealistisch, dass der stets umsichtige Tengo bis zum Schluss nicht merkt, dass das Buch, das er überarbeitet, keine Fiktion, sondern letztendlich ein Tatsachenbericht ist, und das weder am Roman selbst noch in den vielen Gesprächen mit Fukaeri selbst feststellt. Der Handlung tut dies aber keinen Abbruch.

Eine weitere kleine reaktionelle Sache, die mich persönlich etwas gestört hat, war die Beschaffenheit der Seiten, denn sie waren mir einfach viel zu dünn. Klar, es ist nicht so leicht, 1000 Seiten bequem in ein Taschenbuch zu packen, aber 20 bis 30 Prozent dicker hätte das Buch meiner Meinung nach noch sein dürfen, ohne unbequem in der Hand zu liegen.

Fazit
1Q84 ist definitiv eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Handlung ist interessant, mitreißend und auf ihre eigene Weise spannend. Ein enorm vielschichtiges Buch. Die enorme Komplexität bringt Murakami unvergleichlich gut zum Leser rüber. Ein Buch, das sich in keine der üblichen Genres so richtig einteilen lässt, trotzdem (oder gerade deswegen) eine klare und uneingeschränkte Weiterempfehlung für jeden, dem das Lesen Freude macht.

Bewertung
5 Sterne!!!

Schnörkelose Sprache trifft auf 1Q84 und eine Reise in einer ganz neuen Welt

Von: Sarahsbücherhöhle Datum: 19.06.2015

sarahsbuecherhoehle.blogspot.de/


Info:
Erscheinungsdatum: 01.09.2012
Verlag : btb Verlag (TB)
ISBN: 9783442743629
Flexibler Einband 1.021 Seiten
Sprache: Deutsch
Hier geht es zum Buch: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/1Q84-Buch-1-2-Roman/Haruki-Murakami/e366113.rhd

Inhalt:
1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.
Quelle: btb Verlag

Meinung:
"1Q84" Band 1,2 waren die ersten Bücher die ich von Murakami gelesen habe. Alles in Allem erzählt er eine spannende Geschichte mit zwei parallel laufende Strängen, die er miteinander verbindet. Mir gefiel die Sprache und wie man in die Gedankenwelt der Protagonisten eintauchen kann, welche sehr unterschiedlich sind. Was mir aber nach ein paar Seiten aufgefallen ist, dass der Autor sehr oft Dinge wiederholt, deshalb fand ich manche Textpassagen zu langatmig. Aber die schnörkelose Sprache konnte es wieder wett machen.

Zwar war es am Anfang schwer in die komplexe Story hineinzukommen, doch nach einer Zeit gewöhnt man sich dran und kann ungehindert weiter lesen. Was ich aber besonders bewundernswert finde ist das Murakami eine ganz neue Welt erschaffen hat, die noch keiner erzählt hat. Die wechselnden Sichtweisen geben dem Buch den perfekten Schliff. Auf jeden Fall wird es nicht mein letztes Buch von dem Autor bleiben!

Cover:
Das Cover sieht sehr interessant aus spricht mich aber nicht wirklich an. Aber es ist ja wichtig was stehen geschrieben steht und nicht wie es aussieht. Innerewerte :D


Fazit:
Ein Buch das man von Seite zu Seite genießen kann.
Ich gebe dem Buch: ♥♥♥♥

Voransicht

  • Weitere Bücher des Autors