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Die Katzen von Montmartre Kriminalroman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71444-5

Erschienen: 11.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Tessa Korber (Autorin)

Tessa Korber, 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren, studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Bei btb hat sie bereits zwei Kriminalromane um die Bestatterfamilie Anders veröffentlicht. "Die Katzen von Montmartre" ist ihr erster Katzen-Krimi. Tessa Korber lebt mit ihrem Mann und ihren Katzen in der Nähe von Würzburg.

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 256 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-71444-5

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.10.2016

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Spannung gepaart mit einer Prise Humor machen diesen tierischen Krimi unvergesslich!

Von: Pan Tau Books - Ein Buchblog Datum: 18.04.2017

https://pantaubooks.wordpress.com/

Nachdem ich von dem Schafkrimis Glennkill und Garou von Leonie Swann begeistert war, hat mich an Tessa Korbers Krimi die Idee fasziniert, Katzen zu Ermittlern in einem Mordfall zu machen. Meine Erwartungen waren demensprechend hoch und obwohl mir eigentlich die typisch seichten Romane aus Katzenperspektive gar nicht gefallen, hatte ich beim Lesen von Die Katzen von Montmartre ziemlich viel Spaß.

Das Setting des Romans hat genau meinen Geschmack getroffen: Das Pariser Künstlerviertel Montmartre wird im gesamten Roman sehr authentisch und unverfälscht geschildert, was dazu geführt hat, dass meine Sehnsucht nach Frankreich wiedererwacht ist! Gepflasterte Gassen, dichtgedrängte Künstlerstände, Touristen, Straßenmusiker und gemütliche Cafés prägen das Bild des Montmartre und damit auch die Heimat der vierbeinigen Protagonisten des Krimis. Das Viertel aus Katzenperspektive kennenzulernen war wahnsinnig interessant, denn man lernt nicht nur entlegene Ecken kennen, sondern bekommt auch einen Eindruck von den unglaublich geschärften Sinneseindrücken einer Katze.

"Und da war es wieder, unter dem, was die Menschen Stille nannten: Das ewige Lied der Mäuse und all der Lebewesen, die klein waren und verborgen." (S. 50)

Die Katzen von Montmartre werden zu Beginn der Geschichte nacheinander vorgestellt und gleichzeitig ihre Verbindungen untereinander und zu den Menschen des Viertels deutlich gemacht. Bonnard der Friedhofskater lässt sich gerne die Ängste und Nöte der Friedhofsbesucher erzählen, Suzanne macht sich Sorgen um ihre melancholische Besitzerin Madame Valladou, der junge Kater Matisse verfolgt einen schwarzen Straßenjungen und der Streuner Dégas himmelt die kleine graue Katzendame Grisette an, die sich gerne von einem fremden Künstler malen lassen würde. Korbers Vorgehen hier hat mir sehr gut gefallen, denn obwohl es viele Figuren sind, die man als Leser auf den ersten Seiten kennenlernt, behält man trotzdem gut den Überblick. Alle Katzen sind von Korber mit vielfältigen Charakterzügen ausgestattet worden, was sie gut unterscheidbar und individuell macht. Jede einzelne ist mir während der Geschichte ans Herz gewachsen, denn durch die Perspektivwechsel hat man als Leser die Möglichkeit, sich in jede von ihnen hineinzuversetzen.

"Unwillkürlich fiel er in ihr Geschnurre mit ein. So spannen sie beide ein Netz aus Wohlbehagen, ein dünnes Fädchen der Sympathie, aus dem ein Kokon der Zuneigung wurde." (S.39)

Die Handlung der Geschichte an sich war durchweg ansprechend und spannend. Durch den ständigen Wechsel der Perspektive wurde man zwar immer wieder aus einer Szene heraus- und in die nächste hinein katapultiert, trotzdem ging der rote Faden der Handlung nicht verloren und man hat als Leser permanent versucht, den großen Zusammenhang zwischen dem Mord des Mädchens und dem Verschwinden der Katze zu sehen. Die Aufklärungsversuche der Katzen waren dabei oft einfach witzig. Sehr schön beschrieben war auch, mit welchen Mitteln die Katzen sich die Menschen des Montmartre zu eigen machen und immer das bekommen, was sie von ihnen wollen. Das hat wunderbar gezeigt, wie viel Katzen wahrscheinlich von der menschlichen Psyche durchschauen und hat mich gleichzeitig sehr an meine eigenen Erfahrungen mit Katzen erinnert. Die Auflösung des Falls am Ende war meiner Meinung nach ein bisschen abrupt, trotzdem wurde es letzten Endes noch einmal richtig brenzlig, sodass man mit einem spannenden Höhepunkt aus der Geschichte entlassen wurde.

"Denn nun roch Suzanne es auch, wie ein Kuppel lag es über allem, durchsichtig, hoch unüberwindbar: Der Tod." (S.79)

Tessa Korbers Schreibstil war lebendig und abwechslungsreich, sodass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen hatte. Korber hat es mit Worten geschafft, die Gedankengänge der Katzen so echt und humorvoll wirken zu lassen, dass man als Leser das Gefühl hat, selbst die Katze zu sein, die Gerüche zu riechen, die sie umgibt und die Geräusche zu hören, die sie wahrnimmt.

Fazit & Bewertung

Die Katzen von Montmartre ist ein Krimi, der ohne grausige Szenen und unheimlichen Psychoterror auskommt. Die witzige Zeichnung der ermittelnden Katzen hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung war auch aufgrund der Katzenperspektive vielschichtig und interessant. Ein Krimi, der zwar keine allzu komplizierten Verwicklungen hat, trotzdem mit viel Humor und Spannung punktet.

Ein tolles Buch mit viel französischem Charme

Von: Ein Hauch von Bücherwind Datum: 12.04.2017

https://www.facebook.com/Ein-Hauch-von-Bücherwind-827547944058668/

Ermittler auf leisen Pfoten über den Dächern von Paris.


"Mein Name ist Bonnard. Ich wohne auf dem Friedhof von Montmartre. Hier enden die Geschichten nicht nur, es fangen auch welche an."


Dieses Buch nimmt den Leser auf eine außergewöhnliche und atemberaubende Reise durch Paris mit. Die Geschichte wird aus der Sicht der vierbeinigen Bewohner des Pariser Viertels Montmartre erzählt. Da wären der besonnene Bonnard, der auf dem Friedhof lebt; Matisse, der sich am liebsten im Andenkenladen seines Besitzers herumtreibt; Grisette, der Schwarm aller Katzen; der allwissende Dégas; die mütterliche Suzanne und deren Söhne Pablo und Miró, die nur Flausen im Kopf haben. Am Anfang lernt man die verschiedenen Charaktere der Katzen und deren Besitzer kennen. Doch dann wird ein Mädchen auf dem Friedhof getötet und Grisette verschwindet. Die Katzen beschließen, den Menschen unter die Arme zu greifen und ermitteln auf eigene Pfote. Hängen die beiden Verbrechen vielleicht zusammen?
Ich mochte dieses französische Flair, das sich durch die ganze Geschichte gezogen hat und man hat Paris ganz anders kennenlernen dürfen. Die Katzen sind so verschieden, dass es nie langweilig geworden ist und ich wusste bis zum Ende nicht, wer der oder die Täter war/waren. Das Buch wird zwar als Kriminalroman vorgestellt, aber für eingefleischte Krimileser wird es wohl nichts sein. Das Pariser Leben steht definitiv mehr im Mittelpunkt, als der Mord. Ich mochte das Buch sehr gerne, weil man die Bemühungen und die Sorgfältigkeit der Recherchen der Autorin in jeder Zeile dieses Buches gespürt hat. Der Schreibstil ist sehr bedacht und wortgewandt. Die Katzen von Montmartre kann auch ohne viel Tamtam begeistern. Das Cover passt perfekt, schlicht und doch außergewöhnlich. Diese Geschichte ist etwas ganz besonderes und ich wünsche mir, dass dieses Buch noch mehr Anerkennung bekommt, denn es hat es sich verdient. Auf jeden Fall mein bisheriges Highlight in diesem Jahr.

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