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Die Sommer der Porters Roman

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-442-71551-0

Erschienen:  12.03.2018
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Seit Generationen verbringt die wohlhabenden Familie Porter ihre Sommer auf Ashaunt, einer felsigen Halbinsel vor der Küste Neuenglands. Es ist ein Ort, an dem man die Zeit vergisst und die Tage unbeschwert und endlos scheinen. Doch die Wirren der Zeit machen selbst vor dem Paradies nicht halt: Als im Sommer 1942 eine Militärstation auf der Halbinsel errichtet wird, kommt es im Leben der Porters zu einem Einschnitt, der noch ihre Kinder und Kindeskinder beschäftigen wird.

Elizabeth Graver (Autorin)

Elizabeth Graver, geboren 1964 in Los Angeles, aufgewachsen in Massachusetts, ist Autorin mehrerer preisgekrönter Romane und Kurzgeschichten. Die Mutter zweier Töchter lehrt Englisch und Creative Writing am Boston College. Der Sommer der Porters war in den USA für den National Book Award nominiert.

Aus dem Amerikanischen von Juliane Zaubitzer
Originaltitel: The end of the point
Originalverlag: Harper Collins

Taschenbuch, Broschur, 464 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-442-71551-0

€ 12,00 [D] | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  12.03.2018

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Die Sommer der Porters

Von: Thursdaynext Datum: 21.06.2018

https://feinerbuchstoff.wordpress.com/

Die Sommer der Porters ist eine ruhige, mit Akribie und feinem Gespür erzählte Familiensaga über Generationen hinweg, deren Mittelpunkt das Meer und die Pflanzen im Sommerhaus an der Ostküste der USA ist. Der Landbesitz der im Who is Who der Ostküstengesellschaft verzeichneten Porters, vermutlich Nachfahren eines Mayflower Ahnen, wurde den Indianern abgehandelt und ist seit Generationen in Familienbesitz. Bereits zu Beginn zeichnet sich ab, dass dies keine Chick Lit, sondern ernsthaftere Literatur ist. Sprachliche Ausdrucksstärke und feiner Humor sind vorhanden, doch so zart, dass es Lebenserfahrung braucht um sie zu erspüren.





Die Autorin Elizabeth Graver lässt ihren Charakteren viel Raum. Sie erzählt nicht immer stringent oder linear, lässt ihre verschiedenen Charaktere zu Wort kommen, wechselt des öfteren die Perspektive, so werden manche Protagonisten erst später, lange nach ihrer Einführung tiefergehend skizziert, alle erschließen sich nach und nach, während die Familie wächst und man sie dabei begleiten darf. Darauf muss man sich einlassen können und wollen. Mich hat Elizabeth Graver praktisch gefangen genommen mit ihrer unaufgeregten, feinen und doch so packenden Erzählweise die immer interessant blieb. Das erreicht sie auch durch die einfließenden Perspektiv – und Zeitwechsel. Ein Hauch Erinnerung an die scheinbar endlosen Sommer meiner Kindheit und gleichzeitig Anreiz dieses Gefühl wiederzufinden ihm nachzuspüren, so wie die Porters die sich samt Kindermädchen Beatrice immer wieder in Ashaunt neu finden.

Ein Buch, um genüßlich zu schwelgen, niveauvolle, teilweise trotz oder gerade wegen der sachten Erzählweise anspruchsvolle, vereinnahmende Lektüre, die durchaus auch die Gesellschaft von 1942 bis 2003 wiederspiegelt.

Lebensmittelpunkt und Szenerie bildet das Sommerhaus der wohlsituierten Oberschichtfamilie auf der Halbinsel Ashaunt vor Massachusetts. Ein wildes Idyll, das den Bewohnern Freiraum gibt und die Sommer, besonders für die Kinder zu einem immer wiederkehrenden Rausch der Freiheit und des Dolce far niente macht. Dabei ist es weniger das Nichtstun, sondern die Möglichkeit sich einfach treiben zu lassen und die herrliche, leicht rauhe Natur, das Meer und die Pflanzen, die sich während des Romans immer wieder verändern, zusammen mit den Bewohnern und deren Bedürfnissen. Graver lässt die Leserinnen die salzige Luft und die Natur fast schon direkt selbst verspüren. Dies und auch die schlichte, dabei ab und an geradezu poetisch anmutende Sprache und die weitumspannende Erzählart fesselt und trägt durch den gesamten Roman, den man am Ende mit Bedauern darüber, dass er nun zu Ende ist, aber auch positiv gestimmt aus der Hand legt. Diese Erzählung vieler Leben in einem Buch die Glück, Unglück, Melancholie, Leben, Tod, und immer wieder Ashaunt , das Sommerglück, das sich wie ein roter Faden durch die Familiengeschichte zieht ist eine kleine Genreperle.

Eine ungewöhnliche Familie

Von: Angela Busch Datum: 28.05.2018

https://literaturgarten.blogspot.de

Rezension

INHALT/Klappentext:
Ashaunt, ein Ferienort an der Ostküste der USA in Massachusetts beherbergt das Ferienhaus der wohlhabenden Familie Porters . 1942 wird ein Militärstützpunkt in der Nähe des Feriendomizils eingerichtet und das bringt viel Unruhe in die beschaulichen Ferientage der Familie mit ihrem Personal.
Jahrzehntelang treffen sich dort die nachkommenden Familienmitglieder und wir erleben aufregende Zeiten, unterschiedliche Stimmungen und Geschehnisse.
Viele Familienmitglieder und Angestellte treten in bunten Phasen ihres Lebens auf diese Ferienbühne des Lebens,,,,

MEINE MEINUNG: Diesen Roman konnte ich nicht locker nebenher lesen, sondern er hat meine vollständige Konzentration auf jeder Seite eingefordert.
Der anspruchsvolle, nur manchmal etwas langatmige Schreibstil der Autorin macht neugierig , aber verschweigt auch plötzlich Entwicklungen, die meine Logik eigentlich erwartet hatte. Die Familie zeigt sich oft blitzartig, wie auf einer Bühne, in immer wieder anderen Gewändern. Die etwas trockene Ausdrucksweise der Autorin erlaubt keine enge Bindung des Lesers an bestimmte Personen. Bea, das junge schottische Kindermädchen verschwindet nach dem tragischen Verlust ihrer persönlichen Liebe, zugunsten der Liebe zum jüngsten Porterkind , zum Beispiel wieder völlig aus dem Blickwinkel des Lesers. Zwanzig Jahre später führt der Lebens- und Leseweg zu Helen, der grossen Schwester, ihrem Studium und zu ihren Erlebnissen. Dann ist es wieder ihr Sohn Charlie, der unsere Aufmerksamkeit in den siebziger Jahren einfordert. Die Autorin gibt dem Auftritt jeder Person einen eigenen, sehr persönlichen Sprachstil und eine passende Ausdrucksweise. Es gibt sehr viele Rückblicke in die Jahrzehnte und auch Vorschauen , die von der Autorin geschickt in die Erzählung verwoben wurden, was mich manchmal auch ein wenig verwirrt hat.
Viele Nebenfiguren und Handlungstränge, glänzen kurz auf und verschwinden schlagartig wieder im Hintergrund.
Der Lebensmittelpunkt dieser Familie liegt aber immer im Ort Ashaunt/ Massachusetts, dessen Attraktivität sich mir nicht wirklich erschlossen hat, bis auf die Tatsache, dass es auf einer Halbinsel am Meer liegt.

Dieser Roman war für mich eine interessante Familiensaga, weitab von Kitsch und Romantik, sondern in einer sehr eigenwilligen, manchmal sogar etwas kühlen und Abstand fördernden Erzählweise, dargestellt.

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für diesen guten Roman über die ungewöhnliche Darstellung einer Familie über Jahrzehnte hinweg.

Dankeschön an die Autorin und den btb-verlag für das Rezensionsexemplar!

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