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Siedler Verlag

Die Geschichte des Siedler Verlages ist primär eine Geschichte vielbeachteter Bücher prominenter und vielfach ausgezeichneter Autoren, darunter namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur. Hier eine Auswahl:

1981 Lew Kopelew (Ein Dichter kam vom Rhein. Leben und Leiden Heinrich Heines) wird mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

1986 Bruno Kreiskys Memoiren (Zwischen den Zeiten) werden als bestverkauftes Buch Österreichs nach dem Krieg preisgekrönt.

1987 Helmut Schmidts Erinnerungsbuch (Menschen und Mächte) erobert die Bestsellerlisten. Auch die Bände Weggefährten (1996) und Mächte der Zukunft (2004) werden große Bucherfolge.

1988 Marion Gräfin Dönhoffs Kindheit in Ostpreußen landet unmittelbar nach dem Erscheinen des Buches auf den Bestsellerlisten und hält sich dort anderthalb Jahre.

1989 Die Erinnerungen von Franz Josef Strauß, ein Jahr nach dem Tod des Politikers erschienen, landen auf Anhieb auf Platz 1 der Bestsellerlisten.

1990 Peter Scholl Latours Der Wahn vom himmlischen Frieden. Chinas langes Erwachen ist das erste Buch des erfolgreichen Publizisten, das im Siedler Verlag erscheint. (1993 folgt der Band Eine Welt in Auflösung.)

1991 Die Doppelbiographie Hitler und Stalin. Parallele Leben von Alan Bullock wird zum Buchereignis des Jahres.

1992 Dorothee von Medings Buch Mit dem Mut des Herzens. Die Frauen des 20. Juli wird zum bis dahin erfolgreichsten Titel in der bei Siedler erscheinenden Widerstands-Bibliothek.

1994 Christian Meier, dessen Caesar-Biographie 1982 ein spektakulärer Erfolg war, legt auch mit Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte ein von der Kritik wie von den Buchkäufern hoch geschätztes Buch vor.
Zum 50. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Hitler beschreibt Joachim Fest in Staatsstreich den langen Weg zum 20. Juli. - Ein Thema, dem sich auch Marion Gräfin Dönhoff mit Um der Ehre willen in sehr persönlicher Weise widmet.

1995 Michael Gorbatschows Memoiren, in der Ruhe des erzwungenen Machtverlustes niedergeschrieben, erscheinen im Frühjahr. Im Herbst folgen Erinnerungen von Hans-Dietrich Genscher.

1996 Im Herbst erscheint Daniel Jonah Goldhagens umstrittener Bestseller Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust. Das Buch löst einen neuen Historikerstreit aus und steht monatelang an der Spitze aller Bestsellerlisten.

1997 Richard von Weizsäckers Erinnerungen Vier Zeiten führen die Bestsellerlisten an.

2000 Gründungsverleger Wolf Jobst Siedler legt den ersten Teil seiner literarischen Autobiographie vor. In Anlehnung an Heinrich Mann nennt er sie Ein Leben wird besichtigt. Der zweite Teil, Wir waren noch einmal davongekommen folgt 2004.

2001 Der Siedler Verlag setzt seine Tradition, Themen aus Osteuropa und den ehemaligen Ostgebieten aufzugreifen, mit einer jungen Historikergeneration erfolgreich fort. Die Werke von Andreas Kossert, Masuren (2001), Ostpreußen (2005) und Kalte Heimat (2008) stoßen auf großes Interesse.

2002 Der internationale Bestseller Die Schatten der Globalisierung des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz macht von sich reden. (2004 und 2006 folgen Die Roaring Nineties und Die Chancen der Globalisierung).

2004 Das Erscheinen des Buches von Oliver Hilmes Witwe im Wahn über das Leben der Alma Mahler-Werfel bildet den Auftakt für eine lange Reihe erfolgreicher Biographien im Siedler Verlag: Der Physiker von Ernst Peter Fischer (2007), Die Furtwänglers von Eberhard Straub (2007), Ernst Jünger von Helmuth Kiesel (2007), Hindenburg von Wolfram Pyta (2007) und viele andere.

2005 Mit Das Ende der Armut bringt der Siedler Verlag ein viel diskutiertes Buch des international renommierten Entwicklungsökonomen Jeffrey D. Sachs heraus. Auch der 2008 erscheinende Band Wohlstand für viele sorgt für Furore.

2006 Das autobiographische Buch des Medizin-Nobelpreisträgers Eric Kandel Auf der Suche nach dem Gedächtnis fasziniert Leser und Rezensenten.

2007 Mit den Erinnerungen Jahre der Politik des ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog setzt der Siedler Verlag seine traditionsreiche Reihe von Publikationen großer deutscher Staatsmänner fort.
Oliver Hilmes' Biographie über Cosima Wagner Herrin des Hügels wird zu einem großen Erfolg.

2008 Geert Mak erhält in Leipzig den Preis zur Europäischen Verständigung für sein publizistisches Werk, darunter Amsterdam (1997), Das Jahrhundert meines Vaters (2003) und In Europa (2005).
Rechtzeitig zu seinem 90. Geburtstag im Dezember 2008 erscheint Helmut Schmidts Buch Außer Dienst. Die Erinnerungen und Analysen stehen viele Wochen lang auf Platz 1 der Bestsellerlisten.

2009 Der Bürgerrechtler und erste Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Joachim Gauck, legt seine Erinnerungen Winter im Sommer, Frühling im Herbst vor. Die Presse feiert das Buch als "eine Art Freiheitslehre" (Die Zeit) und "im besten Sinne lebendige Lektionen in jüngster deutscher Geschichte" (Süddeutsche Zeitung).

2010 Im Januar gratuliert Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem großen Festakt in der Bertelsmann-Repräsentanz Joachim Gauck zu seinem 70. Geburtstag. Sie bezeichnet ihn als "Bürgerrechtler, politischen Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land". Seine Erinnerungen bei Siedler sind längst einer der großen Sachbuch-Bestseller des Jahres geworden. Im Herbst des Jahres erhält Gauck den renommierten Geschwister-Scholl-Preis.
Mit der ersten umfassenden Biographie zu Joseph Goebbels knüpft der Holocaust-Forscher Peter Longerich an seinen großen Erfolg mit Heinrich Himmler an – und der Siedler Verlag an die Tradition wichtiger wissenschaftlicher Biographien zur NS-Geschichte, die ein großes Publikum erreichen.

2011
Mit Hildegard Hamm-Brüchers erlebter Zeitgeschichte Und dennoch… sowie Hans-Jochen Vogels Gesprächsbuch mit Sandra Maischberger (Wie wollen wir leben?) erscheinen weitere Werke bedeutender deutscher Staatsfrauen und –männer, die große Resonanz bei Presse und Publikum finden.

2012
Im Siedler Verlag erscheint Daniel Kahnemans Schnelles Denken, Langsames Denken, das zum Weltbestseller wird – bis 2019 werden von der deutschen Ausgabe insgesamt mehr als 500.000 Exemplare verkauft. Im Sommer steigt Stephen Greenblatts Die Wende. Wie die Renaissance begann in die Bestsellerliste ein - für sein Buch erhält der New Yorker Literaturwissenschaftler den Pulitzer-Preis.

2013
Unter dem Titel Winter in Prag. Erinnerungen an meine Kindheit im Krieg erscheinen die Memoiren der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright, ein herausragendes Dokument der Zeitgeschichte.

2014
Exodus. Warum wir Einwanderung neu regeln müssen, die Analyse des britischen Wirtschaftswissenschaftlers Paul Collier, wird zum wichtigsten politischen Buch zur Flüchtlingskrise in Europa.

2015
Der Psychologe Walter Mischel beschreibt in Der Marshmallow-Test, wie Willensstärke unsere Persönlichkeit prägt – das Lebenswerk eines weltbekannten Forschers. Das Buch wird bei Siedler zum Bestseller.

2016
Oliver Hilmes erzählt mit Berlin 1936 von der Diktatur im Pausenmodus und wird von Kritik und Publikum gefeiert: der Bestseller des Jahres.
Nikolaus Wachsmann beschreibt in seinem monumentalen Werk KL die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager – für Kritik und Publikum ein Meilenstein der Geschichtsschreibung.

2017
Der Journalist Robin Alexander veröffentlicht bei Siedler Die Getriebenen. Merkel und die Flüchtlingspolitik, den Report aus dem Innern der Macht im politischen Berlin. Das Buch steht wochenlang auf Platz 1 der „SPIEGEL-Bestsellerliste“. Im Herbst erscheint das Debattenbuch des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer unter dem Titel Wir können nicht allen helfen, das ebenfalls die Spitze der Bestsellerliste stürmt. Die Biographie Albert Speer. Eine deutsche Karriere des Münchner Historikers Magnus Brechtken erhält den NDR-Sachbuchpreis.

2018
Tom Segevs Ben Gurion. Ein Staat um jeden Preis, die lang erwartete Biographie des israelischen Staatsgründers, wird von der Presse gefeiert – das wichtigste Buch zum 70-jährigen Bestehen des Staates Israel. Das Porträt der Frühromantik Jena 1800. Die Republik der freien Geister des 31-jährigen Philosophie-Dozenten Peter Neumann wird zum Überraschungserfolg des Buchherbstes.