Das Internet muss weg

Eine Abrechnung

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Eine fundamentale Abrechnung mit dem Internet von einem der einflussreichsten Blogger der Republik

Ausgerechnet Schlecky Silberstein, Kultakteur in der Netzgemeinde, propagiert diesen Leitspruch: »Das Internet muss weg.« Der Blogger und Online Comedian kennt das Netz wie seine Westentasche. Und gerade deshalb warnt er davor. Dank Fake News, Filterblasen und Social Bots erlangen Konzerne, politische Entscheidungsträger und Kriminelle zunehmend Kontrolle über weite Teile der Menschheit. Schlecky Silberstein analysiert den »Daten-Kasino-Kapitalismus«, in dem unsere Daten als Handelsware gezielt eingesetzt werden, um unser Verhalten vorherzusagen und zu beeinflussen. Nicht nur Donald Trump wusste ihn auf seinem Weg zur Macht zu nutzen, auch unsere eigene Gesellschaft droht von programmierbaren Propaganda-Maschinen gelenkt zu werden. Können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet lernen oder hilft nur noch die sofortige Abschaltung?

»Schlecky Silberstein hat ein Buch geschrieben, das aufhorchen lässt und ermutigt, sich mehr mit der Thematik des Internets und unserer Datennutzung zu beschäftigen.«

Tiroler Tageszeitung (A) (07. April 2018)

eBook epub (epub), 16 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-22822-4
Erschienen am  05. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Heftige Realität

Von: Running-Bodhi

09.07.2018

Mein Fazit: Das Internet muss nicht weg, aber wir sollten die Fallstricke im Social Media kennen und bewußter mit Facebook, Google usw. umgehen, ist die Botschaft von diesem wertvollen Buch. Fleißig war er, der Autor Christian Brandes, der als Schlecky Silberstein bekannt ist, hat sorgfältig recherchiert, erklärt uns die Bedeutung von Algorithmen im Internet, die Dopamin Ausschüttung bei Facebook Like Buttons, Online Sucht, Advertorials, eine Werbeanzeige in der Aufmachung eines redaktionellen Beitrags, ein Artikel den der Autor im Auftrag des Werbenden verfasst, der ihn dafür bezahlt, erklärt uns den Datenkapitalismus der uns zum gläsernen Menschen macht, mit dem sich gut Geld verdienen lässt, erklärt den hohen Suchtfaktor durch das Belohnungssystem via Likes, dass uns zu Internet Yunkies werden lässt, ohne das wir es merken. Die Internet Nutzung bedeutet eine Verhaltensbedingte Abhängigkeit, der wir auf den Leim gehen sobald wir Facebook aufrufen. Das Buch ist so emphatisch geschrieben, dass der Leser das Gefühl hat vom Autor an die Hand genommen zu werden, der ihn durch die Tücken des Internets führt und Warnungen ausspricht. Wenn man auf der letzten Seite 261 angekommen ist, will man sich bei einem Sportverein anmelden, wieder Augenkontakt mit einem Gesprächspartner haben und schwört sich längere Internet Pausen einlegen zu wollen. Ich war schockiert, obwohl ich glaubte, Bescheid zu wissen. Gerade im Lichte der aktuellen Zeit verschafft dieses Buch einen unerwartet tiefen und stringenten Einblick in die Prozesse und Funktionsweisen der modernen Digitalwirtschaft. Kein Popanz, kein Klamauk, sondern ausrecherchiert und kompakt zusammengeschrieben. Ich hab's im Garten, bei Sonnenschein und Bier, angefangen zu lesen und und fand mich später wieder, wie ich es meiner Familie laut vorlas. Weil alle wissen wollten was da drinsteht. Wir hatten im Anschluss eine wirklich angeregte Diskussion - das war klasse. Kann das nur sehr empfehlen!

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Must Read in Zeiten von Cambridge-Analytica und DSGVO

Von: Gute Seiten Schlechte Seiten

22.05.2018

‚Das Internet muss weg‘ von einem meiner Lieblingsblogger Schlecky Silberstein ist das Buch der Stunde (und länger dauert die Lektüre auch nicht). Fast schon ist es ein Manifest, das sich der Autor von der Seele geschrieben hat. Ein Aufruf zum Handeln, zum Zurückerobern der Selbstbestimmung in sozialen Medien. Das Internet hat viel versprochen und niemand, auch Schlecky Silberstein nicht, möchte ernsthaft die nützlichen Seiten der Technologie, den freien Austausch von Information, in Frage stellen. Aber mittlerweile ist dieser Austausch pervertiert. Besonders deutlich sieht man an uns like-süchtigen Instagrammern und auch an dem heuchlerischen Empörttun in der aktuellen sog. Datenleak bzw. der Facebook/Cambridge Analytica Affäre. Wer die AGBs nicht liest, darf sich nicht aufregen, wenn Facebook tut, wozu man Facebook ermächtigt hat. Wir müssen uns zurück erobern, was gut am Internet ist, und das gelingt nur, wenn wir wissen, wie Social Media funktioniert. Wer sind die Profiteure und wer das Schlachtvieh. Wer von euch sich schon immer mal gefragt hat, warum man dem Thema Hassposting in den Kommentaren und Online-Artikeln nicht einfach beikommt, indem man die Kommentarfunktion löscht, dem fällt es bei der Lektüre wie Schuppen von den Augen. Um der eigenen Filterbubble zu entkommen und nachhaltigen Content zu konsumieren, empfehle ich Schleckys Buch und hin und wieder das Handy auszuschalten.

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Vita

Schlecky Silberstein, geboren 1981, ist einer der wichtigsten Blogger Deutschlands. Sein gleichnamiger Blog hat über 600.000 regelmäßige Leser, rund 130.000 folgen ihm auf Facebook. Die von ihm produzierte Comedy Show »Bohemian Browser Ballett« ist fester Bestandteil von »funk«, dem jungen Online-Medienangebot von ARD und ZDF. Schlecky Silberstein lebt in Berlin.

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Zitate

»Wenn Sie also schon immer mal wissen wollten, wie Facebook Ihr Leben kontrolliert und warum Sie eigentlich gar nichts dagegen tun können, sollten Sie dieses Buch unbedingt lesen.«

Stader Tageblatt, Alexander Schulz (28. April 2018)