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Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns

Märchenroman

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„So richtig was für den Strand!“ Badisches Tagblatt

Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns ist die Pippi Langstrumpf unter den Heldinnen der Romantik: ein kleines Mädchen, das respektlos und mit heiterem Eigensinn alle Grenzen ignoriert, die Erwachsene ihr und ihren Geschlechtsgenossinnen setzen wollen. „Das eigene Licht niemals unter den Scheffel stellen!“ lautet das selbstbewusste Motto ihrer außergewöhnlichen Robinsonade, die sie durch die halbe Welt und am Ende auf den Thron führt.

Klosterschule, Handarbeiten, Artigsein: all das ist nichts für die pfiffige Gritta. Lieber läßt sie sich von der gefährlichen Rettungsmaschine ihres Vaters in die Luft katapultieren oder läuft – „und wenn mich der Bär frißt!“ – in den dunklen Wald. Nicht umsonst ist sie die Tochter eines Ritters und die Enkelin mutiger Ahnen, drei davon ausgezeichnet mit dem Knopflochverdienstorden erster Klasse. Elf Freundinnen im Schlepptau, läßt sie die Klostermauern hinter sich und stellt sich, mit der wohl ersten Mädchenbande der Weltliteratur, Gefahr und Gefangenschaft, Schiffbruch und anderen Katastrophen. Dieser turbulente Märchenroman, den Mutter und Tochter von Arnim 1844/45 gemeinsam verfaßten, schillert in allen Facetten der literarischen Romantik.

• Ein frühes, radikales Plädoyer für die weibliche Emanzipation
• Glänzende Unterhaltung dank Sprachwitz und überbordender Phantasie der Autorinnen


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ISBN: 978-3-641-03357-6
Erschienen am  02. Oktober 2009
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Vita

Bettina von Arnim

Bettina von Arnim (1785–1859), geboren in Frankfurt am Main als Elisabeth Brentano, stammte aus einer Künstlerfamilie: Ihre Großmutter war Sophie La Roche, die berühmte Verfasserin des Romans „Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim“, ihr älterer Bruder der Dichter Clemens Brentano. Im Haus der Brentanos gingen die Geistesgrößen der Zeit ein und aus: Goethe, Beethoven, Tieck, Humboldt, Christoph Martin Wieland, Friedrich Schlegel, die Brüder Grimm; der Jurist Friedrich Carl von Savigny war Bettinas Schwager. 1811 heiratete sie Achim von Arnim, den engsten Freund Clemens'. Mit ihren sieben gemeinsamen Kindern lebten die Arnims in Berlin und in Wiepersdorf. Nach dem Tod ihres Mannes veröffentlichte Bettina von Arnim 1835 ihr erstes Buch, „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“, das sie als Schriftstellerin berühmt machte. Über ihre Freundin, die Dichterin Caroline von Günderode, schrieb sie fünf Jahre später ihren Erfolgsroman „Die Günderode“. Den Märchenroman „Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns“ verfasste sie gemeinsam mit ihrer jüngsten Tochter Gisela.

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Gisela von Arnim

Gisela von Arnim (1827–1889), jüngstes der sieben Kinder von Bettina von Arnim, schrieb mehrere Märchen und Dramen und verband sich mit Herman, dem Sohn von Wilhelm Grimm.

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