VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

,

Das geniale Gedächtnis Wie das Gehirn aus der Vergangenheit unsere Zukunft macht

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 9,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 12,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17401-9

Erschienen: 21.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Gebundenes Buch, Taschenbuch

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Das Gedächtnis -
die unsichtbare Macht, die unser Leben bestimmt

Unser Gedächtnis ist weniger zuverlässig als wir uns das wünschen, manchmal lässt es uns auch im Stich. Je älter wir werden, umso mehr. Dabei zeigt die neuste Forschung: Sich alles merken zu können, ist gar nicht so wichtig. Das Gedächtnis ist nämlich viel mehr als bloß ein Speicher für Erinnerungen. Es erweist sich als höchst aktives Zukunftsorgan. Seine radikal auf das Kommende ausgerichtete Funktionsweise bestimmt, was wir uns merken, wie wir lernen und wer wir sind.

„Das Buch erklärt verständlich, ordnet Phänomene gut ein, weist hin auf das, was wir noch nicht wissen, aber auch auf Möglichkeiten, die wir vermutlich haben und die wir uns noch erschließen können.“

Gert Scobel, 3sat "Scobel" (15.10.2015)

Hannah Monyer (Autorin)

Hannah Monyer ist Hirnforscherin. Sie wurde 1957 in Rumänien geboren und studierte in Heidelberg Medizin. Weitere Stationen waren Mannheim, Lübeck und Stanford. Seit 1994 ist sie Professorin an der Medizinischen Fakultät Heidelberg, seit 2010 auch am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). 2004 wurde sie mit dem Leibniz-Preis geehrt.


Martin Gessmann (Autor)

Martin Gessmann, geboren 1962, beschäftigt sich als Philosoph mit unserer Gegenwartskultur. Er studierte in Tübingen, Nantes und Washington D.C. Es folgte eine Karriere als Kulturjournalist. 2010 wurde er in Heidelberg zum Professor für Philosophie berufen, seit 2011 ist er Professor für Kultur- und Techniktheorie und Ästhetik an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main.

„Das Buch erklärt verständlich, ordnet Phänomene gut ein, weist hin auf das, was wir noch nicht wissen, aber auch auf Möglichkeiten, die wir vermutlich haben und die wir uns noch erschließen können.“

Gert Scobel, 3sat "Scobel" (15.10.2015)

"Statt alte Diskussionen aber wieder und wieder zu wenden, servieren sie eine Frischzellenkur für verkrustete Geister."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Joachim Müller-Jung (28.11.2015)

„Das Gedächtnis ist dazu da, die Vergangenheit originalgetreu aufzubewahren. Tatsächlich? In ihrem neuen Buch "Das geniale Gedächtnis" räumen Hannah Monyer und Martin Gessmann mit veralteten Vorstellungen auf.“

Deutschlandradio Kultur, Susanne Billig (02.12.2015)

"Die gemeinsame Anstrengung des ungleichen Autorenpaars hat sich gelohnt – und ein originelles Werk hervorgebracht."

bild der wissenschaft, Judith Rauch (01.07.2016)

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-17401-9

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Knaus

Erschienen: 21.09.2015

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Rezension zu ‘Das geniale Gedächtnis’

Von: Walter Weiss Datum: 16.02.2016

(1) Ich vermisse eine an den Anfang zu stellende gründliche Definition dessen,
was sich die Verfasser unter ‘Denken’ und ‘Verstand’ vorstellen.
Das ist ja schließlich das Handwerkszeug, dessen sie sich im ganzen Buch
bedienen. Man hätte also, um überhaupt einen so nahe am Verständnis angesiedelten
Text zu verstehen, eine Vorab-Beschäftigung mit diesen Begriffen
erwarten können.

Zumal eine solche Vorab-Beschäftigung wahrscheinlich eine Fülle von dem
Material, das die Verfasser ausbreiten, weniger mit dem Gebiet des Gedächtnisses
zu tun gehabt hätte als mit Denken und Verstehen, also den
Tätigkeiten, die VOR der Bildung von Gedächtnisinhalten stehen.
Dabei ist natürlich zu berücksichtigen: Eine umfassende Theorie, wie es um
das Denken und den Verstand steht, existiert bisher nicht. Hirnforscher tun
sich insofern mit Recht schwer, weil sie - trotz vieler Wörter - bisher immer
nur allerwinzigste Bereiche des Gehirns meinen verstehen zu können. Und
Philosophen versagen bisher offenbar auch: wenn sie überhaupt der Mühe
wert halten, eine entsprechende Theorie zu entwickeln, nehmen sie häufig
als logische Basis undiskutierbare Annahmen wie Religion, Sprache oder gar
angebliche Essentialien jeder Art.

Es fehlt also eine - natürlich allein naturwissenschaftliche - Theorie über das,
was man mit dem Inhalt und den Ursprüngen von Denken und Verstand
meinen könnte.

In solchen Fällen wird in den Naturwissenschaften eine Arbeitshypothese aufzustellen
sein, die anschließend nach Möglichkeit mit Inhalt versehen werden
muß, um ihre Brauchbarkeit - oder Unhaltbarkeit - darzulegen oder sogar zu
beweisen.

In Ermangelung einer solchen erkennbaren Arbeitshypothese habe ich vor
Jahren eine konkrete Hypothese dieser Art aufgestellt und in meinem Text
‘Exzerpt’ definiert. Ich halte sie nach wie vor für zweckmäßig und brauchbar.
Sie würde auch zum Buch ‘Das geniale Gedächtnis’ passen - allerdings eine
ganze Reihe von dort gewonnenen Erkenntnissen relativieren.

(2) Zu einigen Einzelheiten möchte ich bemerken:

(2.1) Wenn die Verfasser meinen, die Konstruktion dessen, was sie unter
‘Gedächtnis’ verstehen, nicht mit irgendwelchen anderen Gebilden vergleichen
zu können: Wie wäre es mit der einfachen Überlegung, dass
es ein wirklich treffendes Vergleichsbild gar nicht gibt, gar nicht geben
kann, eben weil keins existiert und wegen der übergroßen Kompliziertheit
auch gar nicht existieren kann?

(2.2) Das Konstrukt (um nicht zu sagen Schlagwort) eines ‘kollektiven Gedächtnisses’
geht meiner Meinung nach fehl. Ich habe den Eindruck,
die Verfasser vermieden allzu offensichtlich die Erwähnung der WIKIPEDIA.

(2.3) Alzheimer und Demenz erklären die Verfasser allzu einseitig mit dem
Verlust des Gedächtnises (wie ja überhaupt die Tendenz zu beobachten
ist, alles und jedes mit Gedächtnis in Verbindung zu bringen) -
dabei sind die Ursachen dieser Krankheiten doch erkennbar logisch
früher anzusetzen, nämlich mit Defekten an der Fähigkeit, zu denken,
also der Zerstörung der Hirnareale, die den Verstand darstellen.

(2.4) Obwohl an einigen Stellen - einigermaßen am Rande - die Evolution
vorkommt, vermisse ich eine umfassende Beschäftigung der Verfasser
mit den Fragen, wann überhaupt die Fähigkeit, Erinnerung zu bilden,
in der Vergangenheit entstanden ist und ob seit diesem Zeitpunkt
evolutionstechnisch überhaupt die für eine wirkliche Evolution
von der Wissenschaft geforderten Komponenten einer genetischen
Festlegung erfüllt worden sind. Denn ich gehe davon aus, dass
die Verfasser die für sie ganz entscheidende Rolle des Gedächtnisses
als genetisch angelegt betrachten.

Sollte ich den Text missverstanden haben, sollten die Verfasser also
der Meinung sein, diese entscheidende Rolle des Gedächtnisses sei
NICHT genetisch angelegt, müßten sie allerdings doch sehr genau
darlegen, auf welche Weise denn dann jeder Mensch diese Rolle des
Gedächtnisses erst während seines Lebens gelernt haben soll.

Interessantes Thema, etwas trocken dargeboten

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 07.01.2016

www.rezensions-seite.de

Das kostet schon auch ein Stück weit Konzentration, die Art und Weise, wie die beiden Autoren ihre durchaus interessanten Zusammenfassungen und Analysen des Status Quo der „Gedächtnisforschung“ dem Leser vor Augen führen.

Dass das Gedächtnis nicht einfach eine Art Festplatte mit „digitalem Zugriff“ ist, sondern, ganz im Gegenteil, ein organischer, interpretierender, subjektiv auswählender und gar verfälschender Aspekt des Lebens sein kann, dass die Art, wie der Mensch seine eigene Geschichte „schreibt“ (somit die eigenen Erfahrungen „gedeutet“ betrachtet) und damit, natürlich, die aktuelle Haltung sich und der Welt gegenüber und damit die Gestaltung und Herangehensweise an die Zukunft existenziell beeinflusst werden, das allerdings ist zwar nicht neu, aber in dieser klaren und fundierten „Rundum-Beschreibung“ hoch informativ zu lesen.

Anhand durchaus griffiger Bilder und Beispielen erläutern die Autoren im weiteren Verlauf (nach einer grundlegenden Darlegung auch statistischer Fakten), wie das Gedächtnis funktioniert, welchen Einfluss es nimmt, wer eigentlich „im Gehirn dirigiert“.

Noch spannender folgt dann im zweiten Hauptteil die lebendig wirkende, sehr verständlich dargelegte Erläuterung, „wie wir zu dem werden, was wir sein wollen“. Zumindest zunächst in den Träumen, diese aber eben auch verstanden als „Bühne des Lebens“, auf der das Gehirn, gespeist aus dem Gedächtnis und möglichen „Hochrechnungen“ für die Zukunft Spielarten erprobt, Varianten darbietet, innere Wünsche bildhaft zum Tragen kommen lässt und damit ein „Lernen im Schlaf“ stattfindet, dass sehr wohl klare Auswirkungen auf die zukünftigen Schritte der Person nimmt. Dabei nicht locker lässt und „aus einzelnen Tönen“ eine „Melodie“ formt. Die vielleicht nicht real und nicht einfach so umsetzbar ist, aber nachhallt, verwirrt und Impulse gibt.

Und das dies alles nicht nur auf individueller Ebene stattfindet, sondern es auch ein „soziales Gedächtnis“ gibt, dass „gemeinschaftliche Träume“ vorhanden sind, beeinflusst werden können (sonst gäbe es gar keine allgemein treffende Werbung), oder auch kollektive Erinnerung „umgedeutet, umgeschrieben“ werden könnten, auch das bietet eine fundierte und sachlich informative Lektüre im Buch.

Zudem erläutern die Autoren die verschiedene Gewichtung von Erinnerungen und warum diese entsteht, aber auch, wie grundlegende „Einprägungen“ für das individuelle und kollektive Leben Sinn machen. Einerseits. Wie andererseits aber auch gilt, dass solche tief verankerte Gedächtnisabläufe Veränderungen und das Einstellen auf neue Situationen erschweren können.

All dies ist dabei nicht nur neurobiologisch interessant, sondern zeigt seine Auswirkungen umgehend in Lebenshaltung und Lebensgestaltung von Individuen und sozialen Gruppen und eröffnet eine gegenseitige Anreizung von biologischen Reizen und philosophischen Überzeugungen und Interpretationen.

So wird stimmig im Rahmend er Lektüre deutlich, „das Gedächtnis in einem umfassenden Zusammenhang zu verstehen, und das heißt im Besonderen, es nicht nur als Datenspeicher, sondern als einen Lebensplaner anzusehen“.

Eine Funktions-, eine „Lebensweise“, die gerade in der modernen Welt der „Vernetzung“ beste Voraussetzungen findet, sich als „Interpret“ in das Leben einzubringen und nicht auf eine Funktion als „Datenspeicher“ reduziert zu werden.

Eine sehr anregende, informative, eher im Stil wissenschaftliche Lektüre.

Voransicht