Die Karte der zerbrochenen Träume

Roman

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Ein Roman, der in der Hoffnungslosigkeit von Krieg und Flucht das Leben feiert

Sommer 2011. Nour ist als Kind syrischer Einwanderer in New York geboren. Als ihr Vater stirbt, beschließt Nours Mutter, in ihre Heimat Syrien zurückzugehen. Doch das Syrien, das Nours Eltern noch kannten, gibt es nicht mehr. Schon bald erreicht der Krieg auch das ruhige Stadtviertel von Homs, in dem die Familie lebt. Als ihr Haus von einer Granate zerstört wird, fällt die Entscheidung, das Land zu verlassen. Ziel ist Spanien, und der Weg wird die Familie durch Jordanien, Ägypten, Libyen, Algerien und Marokko führen. Auf der Suche nach Trost und Ablenkung erzählt sich Nour während der Flucht die Fabel von Rawiya, einer jungen Abenteurerin, die sich im 12. Jahrhundert dem berühmten Kartografen al-Idrisi anschließt, um die Kunst des Kartenzeichnens zu erlernen. Viele Orte, die Rawiya durchreist, liegen auf der Route von Nour und ihrer Familie. Damals wie heute lauert Gefahr. Bis Nours Mutter vor einer Entscheidung steht, die die Familie für immer auseinanderreißen könnte.

»Zeyn Joukhadars Roman erweckt die Vergangenheit und Gegenwart zum Leben und zeigt, dass für Menschen auf der Flucht das eine ohne das andere nicht existieren kann. In meisterhafter Prosa erzählt Joukhadar eine bildreiche Geschichte über Familie, Verlust und die Kunst des Kartenmachens. Dieses wichtige Buch ist eine Liebeserklärung an die, die verschwunden sind - und an das, was bleibt.«

Hala Alyan (Autorin von Häuser aus Sand)

Aus dem Amerikanischen von Andrea Kunstmann
Originaltitel: The Map of Salt and Stars
Originalverlag: Touchstone
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21734-1
Erschienen am  20. Mai 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ingrid Schrettl Eine gelungene Geschichte mit historischen und sachlichen Elementen

Von: Ingrid Schrettl

03.11.2019

Als ich das Cover das erste Mal gesehen und dann den Klappentext gelesen habe wusste ich, dass ich dieses Buch lesen musste. Denn ich lese sehr gerne Bücher die die Thematik Flucht aufgreifen. Die Geschichte ist in zwei Geschichten geteilt. Der erste startet in diesem Jahrhundert, nachdem Nours Vater gestorben ist und Nours Mutter dann beschließt mit ihren Töchtern von New York wieder nach Syrien zurückkehren, weil sie in New York als Kartografin zu wenig verdient. In Syrien angekommen fügen sich Nours Mutter und ihre zwei Schwestern besser in das alltägliche Leben ein. Für Nour jedoch ist es schwer. Sie vermisst ihren Vater sehr und kann sich nur an New York als ihre Heimat erinnern und auch nicht arabisch sprechen. Sie klammert sich an die Geschichten von ihrem Baba besonders an die Fabel von Rawiya, weil er ihr entsetzlich fehlt. Aufgrund des Krieges muss die Familie aus Syrien fliehen und macht sich auf den weiten und sehr schwierigen Weg nach Spanien. Hier startet auch die zweite Geschichte, denn die Fabel um die junge Rawiya die im 12 Jahrhundert als Schülerin des berühmten Kartografen Al-Idrisi dieselbe Route wie Nour und ihre Familie auf deren Flucht bereist. Für mich nimmt diese Fabel einen viel zu großen Bereich des Buches ein. Ich hätte es besser gefunden, wenn diese Geschichte gekürzt worden wäre und der Autor sich mehr auf Nours Geschichte konzentriert hätte. Ich fand zwar die Parallelen sehr gelungen, aber für mich blieb trotzdem die Emotinalität, die ich bei diesem Buch erwartet hätte ein wenig auf der Strecke. Ich konnte oft nur die äußeren Konflikte nachvollziehen. Die Inneren blieben mir oft verborgen. So tat ich mir trotz der wirklich wundervoll eingebetteten Zitate schwer eine richtige Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Ich fand diesen sehr bildhaften Schreibstil passend für die Geschichte. Fazit: Alles in allem eine wirklich gelungene Geschichte mit einem brandaktuellen Thema. Für Fans von historischen Geschichten und sachlicheren Erzählungen ein must read.

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Packende Verknüpfung von Mittelalter und Gegenwart

Von: Kiki aus Gaimersheim

16.06.2019

Nour ist erst 12 Jahre alt, als sie nach dem Tod ihres Vaters Amerika verlässt. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden älteren Schwestern geht sie nach Homs. Kaum angekommen in der Heimat Ihrer Familie bricht der Krieg aus. Nachdem ihr Haus durch eine Bombe zerstört wird und ihre älteste Schwester lebensbedrohlich verletzt wird, beginnt eine abenteuerliche und lebensgefährliche Flucht durchs nördliche Afrika. Auf ihrem Weg nach Spanien muss die Familie sich trennen. Spätestens an diesem Punkt glaubt man, mehr Leiden und Not kann ein 12 jähriges Mädchen nicht ertragen. Doch Nour flüchtet immer wieder in ihre bunte Welt der Farben und in die Welt ihres Lieblingsmärchens. Dies ist die Geschichte, die ihr Vater ihr immer wieder erzählt hat, die Geschichte der ebenfalls 12-jährigen Rawija. Dieses Märchen spielt im Mittelalter und erzählt, wie Rawija, als Junge verkleidet, sich dem Kartographen Al Idrisi anschließt und ein ebenso spannendes wie interessantes Abenteuer erlebt. Viele Orte der Gegenwartserzählung, sowie der über 800 Jahre zurückliegenden Geschichte überschneiden sich. Das Buch ist packend und bildreich erzählt, es berichtet von der Kunst des Kartenmachens genauso wie von den Wirren und der Sinnlosigkeit des Krieges. Es ist eine Liebeserklärung an die Verstorbenen und auch eine Geschichte über die Suche nach Heimat. Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite mit Neugier und Spannung gelesen. Eine Flucht so „hautnah“ zu erleben, verändert die Sicht auf die aktuelle Situation. Auch wenn manche Gedanken die Nour hat, sich vielleicht etwas zu reif für ein 12-jähriges Mädchen anfühlen, möchte ich diesem Erstlingswerk des jungen Autors Zeyn Jozkhadar fünf Sterne geben.

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Vita

Zeyn Joukhadar wurde als Kind einer christlichen Mutter und eines muslimischen Vaters in New York geboren. Er hat Pathobiologie studiert und in der biomedizinischen Forschung gearbeitet, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. »Die Karte der zerbrochenen Träume« ist sein erster Roman. Zeyn Joukhadar ist Mitglied bei RAWI (Radius of Arab American Writers) und lebt heute in Pennsylvania.

Zur AUTORENSEITE

Andrea Kunstmann

Andrea Kunstmann, Jahrgang 1970, studierte Germanistik, Romanistik und Buchwissenschaft und arbeitete danach als Verlagslektorin. Seit 2013 übersetzt sie aus dem Englischen, Französischen und Italienischen.

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Pressestimmen

»Arabische Fabulierkunst trifft auf die eindringliche Schilderung einer Tragödie – das wortgewaltige Debüt des New Yorkers Zeyn Joukhadar lässt einen nicht mehr los.«

FREUNDIN (29. Mai 2019)

»Nours Familie hat viele Prüfungen zu bestehen, doch die Stimme der jungen Erzählerin verleiht dieser Geschichte von Verlust, Hoffnung und Überleben eine sanfte Note. Dieser fantasievolle und doch authentische Roman über das von Leid erschütterte Syrien ist Pflichtlektüre.«

Booklist

»In dieser fesselnden Geschichte von Nour, Rawiya und ihrer Suche nach einer Heimat schildert Joukhadar in zwei achthundert Jahre auseinanderliegenden Erzählsträngen den unerschütterlichen Mut derjenigen, die sich auf die Flucht begeben müssen. Ein in jeder Hinsicht bemerkenswerter Debütroman.«

Kirstin Chen

»Die Geschichte von Nour ist eng verflochten mit einer fantastischen mittelalterlichen Expedition, auf der mithilfe der Sterne die arabische Welt kartiert werden soll. Ein magisches, ergreifendes Buch.«

Science Monitor

»(...)verknüpft virtuos eine „reale“ Geschichte von Flucht und Exil mit einer fiktiven um die historische Gestalt des Geografen und Botanikers al-Idrisi (...) «.

BUCHKULTUR, Maria Leitner (01. Juni 2019)