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Pompeji Die größte Tragödie der Antike

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-17945-8

Erschienen: 28.11.2016
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Noch nie wurde das Leben in der antiken Stadt kurz vor dem Untergang so anschaulich und unmittelbar erzählt

Am 23. Oktober 79 n. Chr. feiert die illustre Gesellschaft Pompejis ein opulentes Fest. Der bebende Vesuv wird das bunte Treiben jäh beenden. Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse rekonstruiert der renommierte Wissenschaftsjournalist Alberto Angela in einem hochspannenden Countdown Stunde um Stunde den Untergang der Stadt, den eine Handvoll Menschen tatsächlich überlebte.

Alberto Angela führt durch belebte Gassen, in prächtige Salons, kleine Läden und an erst kürzlich versiegte Brunnen. Eine sinnliche Reise in die Welt der Antike, die tiefen Einblick gibt in das faszinierende Alltagsleben am Golf von Neapolis vor 2000 Jahren.

»Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das der Nachwelt so viel Freude gemacht hätte.«

Johann Wolfang von Goethe, Italienische Reise

Alberto Angela (Autor)

Alberto Angela wurde 1962 in Paris geboren. In Rom studierte er Naturwissenschaften. Als Paläontologe nahm er an zahlreichen Ausgrabungsprojekten in Afrika und Asien teil und ist heute ein populärer Fernsehmoderator für naturwissenschaftliche Sendungen in Italien. Angela ist Mitglied des Istituto Italiano di Paleontologia in Rom sowie am Centro Studi e Ricerche Ligabue in Venedig. Gemeinsam mit seinem Vater Piero, einem bekannten Archäologen, Journalisten und Autor, hat er mehrere Bücher veröffentlicht.

»Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das der Nachwelt so viel Freude gemacht hätte.«

Johann Wolfang von Goethe, Italienische Reise

»Ein Geschichtsbuch in Form eines Thrillers!«

HÖRZU (20.01.2017)

»...die Menge an Fakten und Details macht ‹Pompeji› zu einem großen historischen Abenteuer.«

Stern (02.02.2017)

»...Paradebeispiel dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse auch unterhaltsam transportiert und jederman zugänglich gemacht werden können«

www.literaturmarkt.info (30.01.2017)

Aus dem Italienischen von Elisabeth Liebl
Originaltitel: I tre giorni di Pompei
Originalverlag: Rizzoli, Milano 2014

eBook (epub)
32 S. farbiger Bildteil, 8 s/w-Abbildungen

ISBN: 978-3-641-17945-8

€ 19,99 [D] | CHF 24,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Goldmann

Erschienen: 28.11.2016

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Gelungener wissenschaftlicher Roman

Von: Cori Leseratten-Buchgeflüster Datum: 13.01.2017

leseratten-buchgefluester.blogspot.de

Von der Geschichte von Pompeji hat sicherlich schon jeder von uns gehört. Eine Stadt aus der Antike, die nach dem Ausbruch des Vesuvs am 23. Oktober 79 n.Chr. unter Vulkan- und Lavamassen begraben wurde. Tausende von Menschen fanden dabei den Tod. Die untergegangene Stadt wurde fast 2000 Jahre später erst wieder entdeckt und die Ausgrabungen laufen noch bis heute. Gipsabdrücke von Menschen im Moment ihres Todes, Straßen und Gassen, die Stadt wird Stück für Stück freigelegt und erzählt uns eindrucksvoll ihre Geschichte.

Doch was passierte damals am tragischen Tag genau ? Wie lebten die Menschen damals ? Was mögen sie kurz vor und in ihren letzten Stunden des Lebens gefühlt und erlebt haben ?

Alberto Angelo verbindet in diesem Buch geschickt wissenschaftliche Fakten verbunden mit einem romanartigen Charakter. Dadurch ist das ganze kein dröges langatmiges Sachbuch, sondern lässt sich sehr spannend und mitreißend lesen.

Alberto Angelo nimmt und mit auf eine Reise durch Pompeji und die Nachbarorte. Anhand von diversen (tatsächlich nachweislich existenten Persönlichkeiten) aus den den Städten beschreibt er das Leben in Pompeji an Tag vor dem Ausbruch bis hin zum Ausbruch und danach. Er nimmt uns regelrecht an die Hand, schreibt in Form von einem "wir", zieht mit uns durch die Straßen und Häuser. Dadurch erleben wir einen ganz alltäglichen Alltag der in der Tragödie endete.
Daneben haben wir die wissenschaftlichen Und historischen Fakten. Historische Funde wie Goldmünzen oder andere Gegenstände werden in die Geschichte mit eingewebt, wir erfahren was wem gehörte. Die verschiedenen Häuser werden dargestellt, die Bauweise, die Malereien, die Sitten und Bräuche. Sklaven, hohe Persönlichkeiten, Bäcker und andere Bewohner. Die "Graffitis", die noch heute erkennbar sind. Und was vorallem beeindruckend war, der Ausbruch selber. Die verschiedenen Phasen werden eindrucksvoll beschrieben und erklärt. Man hat das Gefühl mittendrin zu sein und sich doch außen vor das ganze von der sachlichen Perspektive zu betrachten.
Sehr gelungen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Genau so beeindruckend wie das Cover ist auch der Bildteil im inneren, bei dem wir nicht nur Fotos aus Pompeji sehen, Menschen und Straßen, sondern auch rekonstruierte Grafiken von z.B. dem inneren der Gebäude.

Das Buch hat sicherlich einen stolzen Preis, der aber alle mal sein Geld wert ist.
Für Historiker aber auch alle Geschichte-interessierten Menschen sehr interessant mehr zu erfahren und tiefer einzutauchen. Das ganze auf eine spannende und zugleich Wissensvermittelte Art und Weise. Ich werde mich definitiv noch nach weiteren Büchern des Autors umsehen.

Sehr griffig, unterhaltsam und überaus detailliert geschildert

Von: Michael Lehmann-Pape Datum: 05.01.2017

www.rezensions-seite.de

Aus persönlicher Sicht, fast wie in einem Roman, mit einer Reihe von Figuren, die Angela in ihrem Ergehen entfaltet, schildert der Autor chronologisch die letzten 48 Stunden von Pompeji, zerstört 79 n.C. durch einen Vulkanausbruch, zugleich mit Herculanaeum, Polontis, Boscoreale, Tertigno und Stabiae.

Wobei Angela eben gerade nicht nur von Tod und Untergang berichtet (das folgt erst sehr viele Seiten später im Buch), sondern in seinem umfassenden, populärwissenschaftlich gehaltenen Werk die Antike sehr plastisch auferstehen lässt.

Indem er sich auch auf Personen konzentriert, die jene Naturgewalt an Zerstörung überlebt haben, gibt er seiner Schilderung zudem eine Linie durch die Katastrophe hindurch und zeigt bildkräftig auf, was dieses Ereignis mit den Menschen damals machte, macht den Verlust spürbar, den Schock. Und das auf der Blaupause dessen, was eben alles verlorenging an Kultur, Kunst, an handfester Industrie (Salz z.B, an privatem Leben (wenn Saturninus im Schwimmbecken schwimmen lernt).

Dass das Personenregister drei volle Seiten zu Anfang des Buches beansprucht, ist bereits vor der eigentlichen Lektüre ein Ausdruck dieser Methode Angelas, sich den Ereignissen möglichst konkret und persönlich zu nähern (wobei hier, kritisch zu erwähnen, der Eindruck im Gesamten nicht immer von der Hand zu weisen ist, dass Angela auch ein gerütteltes Maß an eigener Fantasie mit hat einfließen lassen. Er selbst betont dabei zu Recht die nicht unbedingt endlos breite Quellenlage).

„Was sie hier lesen sind faktenorientierte Rekonstruktionen dessen, was diese Menschen sehr wahrscheinlich getan, gesehen und am eigenen Leib erlebt haben“.
Eine Freiheit in der Darstellung, die Angela an manchen Stellen zumindest überaus weidlich nutzt und so Anschaulichkeit auch ein stückweit auf Kosten von weniger historisch gesicherten Fakten und Personen aufbaut.

Wobei, neben den privaten Schwimmbecken, im Übrigen Orte existierten, die, wie in der modernen Welt, als Einnahmequelle dienten. Nach Schließung der öffentlichen Thermen in Pompeji ist so die Therme der Julia täglich gut gefüllt und füllt wiederum den Wohlstand der zupackenden Frau.

Ein Ort, der in seiner Lage und dem direkten Umfeld wie ein modernes „Innenstadtcenter“ anmutet. Bei dem die Betreiberin Julia zwei „Insulae“ zusammengeführt hat, indem sie die trennende Straße überbaute, eine „Stadt in der Stadt“ mit verschiedenen Dienstleistungen, „zum Beispiel ein Restaurant, eine Kneipe, ja sogar eine Therme, deren Zugangsrampe direkt auf den Gehsteig führte“.

Weit entfernt vom Stil eines eher trockenen Sachbuches gelingt es Angela weitgehend in Umgangssprache und munterem Erzählrhythmus, dem Leser Pompeji sehr konkret, griffig und anschaulich vor Augen zu führen. Ergänzt durch die vielfachen, anregenden Illustrationen lässt Angela damit die antike Stadt noch einmal in voller Blüte „auferstehen“.

Wie er, neben den konkreten Personen und deren alltäglichem Leben auf die Wirtschaft der Stadt eingeht. Die nicht zuletzt stark auf dem Handel mit Salz beruht.

„Auch in der Antike wird es hochgeschätzt und quasi mit Gold aufgewogen“. Salz, das auf der „Salaria“, der Straße nach Norden, dann zum Verkauf transportiert wurde.

So bietet Angela einerseits eine personalisierte Sicht auf das Leben in Pompeji, den Ablauf der Katastrophe und das „Leben danach“, das vor allem durch die Aufzeichnungen von Plinius dem Jüngeren auch in diesem Buch konkret mit Leben gefüllt wird.

Der Ausbruch des Vulkans selbst und die schnell hereinbrechende „Todesqual“ von Stadt und Bewohnern erzählt Angela dabei minutiös und besonders eindringlich da, wo die Aschewolke Menschen in allen möglichen „Schutzhaltungen“ quasi „versiegelt“.

Angela endet mit Indizien und einer überzeugend, aber dennoch nicht letztendlich zu klärenden Erläuterung für die „Herbstthese“ als Datierung des Unglücks und lässt den Leser insgesamt hervorragend unterhalten, „nah am Geschehen dran“ und breit informiert zurück, auch wenn so einiges an Konkretion des Lebens um diese Tage der Katastrophe herum auch der bildkräftigen Fantasie des Autors entsprungen sein dürfte.

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