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Wie ich meine Wurzeln fand und der Kaffee mein Leben veränderte

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Als Sara Nuru mit 19 Jahren als erste dunkelhäutige Kandidatin die Castingshow »Germany's Next Topmodel« gewinnt, steht sie plötzlich im Scheinwerferlicht, es folgen Jobangebote und Reisen um die Welt. Sara ist dankbar für die Chancen und den Erfolg, doch nach einigen Jahren beginnt die Tochter äthiopischer Einwanderer ihren Weg zu hinterfragen. Die Suche nach ihren Wurzeln führt sie immer wieder nach Äthiopien, wo sie als Botschafterin für »Menschen für Menschen« tätig ist. Durch die Gespräche mit den vielen starken Frauen dort findet auch Sara den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen und sich von den Erwartungen anderer zu befreien. Schließlich gründet sie mit ihrer Schwester Sali ein Social Business, nuruCoffee, und einen Verein, nuruWomen. Mit Mikrokrediten ermöglichen sie äthiopischen Frauen ein selbstbestimmtes Leben, eröffnen im Land ihrer Familie neue Perspektiven und können so etwas von dem zurückgeben, das ihre Eltern ihnen in der neuen Heimat Deutschland ermöglicht haben.

»In dem Buch erzählt sie ihre persönliche Geschichte und schreibt über das, was ihr wirklich wichtig im Leben ist.«

RTL Nord (22. Oktober 2019)

In Zusammenarbeit mit Sarah Borufka
eBook epub (epub)
mit farbigem Bildteil
ISBN: 978-3-641-25268-7
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Tiefe Einblicke

Von: misshowler

09.03.2020

In ihrem Buch erzählt sie biografisch von ihrem Weg als Tochter äthiopischer Eltern, die noch vor ihrer Geburt nach Deutschland kamen, ihrem Gewinn bei GNTM bishin zu ihrer Firmen-und Organisationsgründung. Sara ist mir als Person durch das Buch sehr sympathisch geworden. Davor habe ich mich tatsächlich kaum mit ihr beschäftigt, nur am Rande etwas von ihrem sozialen Engagement mitbekommen, doch wirkt sie innerhalb des Buches unheimlich nahbar, emotional und engagiert. Mir hat die Art, wie sie Äthiopien porträtiert, sehr gut gefallen und auch sonst hat sie das Prinzip der Mikrokredite verständlich rübergebracht. Ich dachte Anfangs, dass es problematisch werden könnte, über bzw von Sara Nuru zu lesen, vorallem im Bezug auf GNTM und verschiedenen Modeljobs, doch konnte sie sich auch hier kritisch äußern (Wenn auch nur sehr kurz) und, vorallem im Bezug auf GNTM, immer wieder betonen, dass es hier um ihre Erfahrungen geht, was ich tatsächlich nachvollziehen konnte - Ich denke nicht, dass eine Grundsatzdiskussion hier Platz gefunden hätte. GNTM ist trotzdem problematisch, aber okay. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, gut für zwischendurch mit einfacher Sprache. Ab und zu wurden Dinge wiederholt und ein paar Rechtschreib-und Zeichensetzungsfehler konnte ich leider auch entdecken - Das finde ich immer schade, ist aber wohl ein Problem des Lektorats, da hätte wirklich noch einiges gekürzt werden können, um ständige Dopplungen zu vermeiden.🙇🏼‍♀️ Insgesamt habe ich dem Buch 3,5🌟 gegeben und empfehle es vorallem Fans von ihr, die noch einen tieferen Einblick hinter die Kulissen und in ihre Gedankenwelt haben wollen. Für mich waren vorallem die Einblicke in das Leben in Äthiopien wahnsinnig interessant und informativ.

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Vom Topmodel zur Unternehmerin mit Herz

Von: Susanne Edelmann

30.01.2020

Am heutigen Donnerstag startet im TV die 15. Staffel von „Germany’s next Topmodel“ und ich gestehe, ich werde wohl wieder zuschauen. Siegerin der 4. Staffel im Jahr 2009 (wie ich heute gelesen habe, die Staffel mit den besten Einschaltquoten) war die damals 19-jährige Sara Nuru, geboren und aufgewachsen im bayerischen Erding als dritte Tochter äthiopischer Eltern. Sara war die erste dunkelhäutige Gewinnerin von GNTM und stand somit über Nacht im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Seitdem sind gut zehn Jahre vergangen, Sara Nuru ist mittlerweile 30 Jahre jung, arbeitet noch immer als Model, aber zudem ist sie Unternehmerin und vertreibt zusammen mit ihrer Schwester Kaffee aus Äthiopien und vergibt Mikrokredite an Frauen im Heimatland ihrer Eltern. Über ihren Werdegang hat sie ein sehr bewegendes und sehr ehrliches Buch geschrieben. Darin erzählt sie zunächst von der Flucht ihrer Mutter Molu mit den beiden älteren Schwestern Susann und Sali von Äthiopien nach Deutschland im Jahre 1986. Damals herrschte in Äthiopien eine schlimme Hungersnot und Molu und ihr Mann Hsen wünschten sich eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Weil das Geld nicht für die Flucht der ganzen Familie reichte, konnte Hsen erst etliche Monate später unter höchst abenteuerlichen Umständen nachkommen. Zu diesem Zeitpunkt lebte Molu mit ihren Kindern bereits in Grünbach, einem kleinen Dorf bei Erding im Nordosten von München. Dort war die Familie aus Afrika zunächst sehr exotisch, aber Molu schaffte es nicht zuletzt dank ihrer äthiopischen Kaffeezeremonie, die sie jeden Mittwoch abhielt, die Barrieren zu überwinden und neue Bekanntschaften zu knüpfen. Als Sara schließlich 1989 geboren wurde, war sie das erste dunkelhäutige Baby, das im Erdinger Krankenhaus das Licht der Welt erblickte, was der Lokalzeitung einen Bericht wert war – niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass Sara 19 Jahre später noch für viele weitere Schlagzeilen sorgen sollte. In den Folgekapiteln erzählt Sara von ihrer Kindheit und Jugend, von ersten kleinen Modeljobs und schließlich vom Casting für GNTM, wohin ihr damaliger Freund sie ganz überraschend gefahren und sie damit ziemlich überrumpelt hatte. Tatsächlich überstand Sara das Casting und in der Folge Runde um Runde der Show, bis sie im Frühjahr 2009 schließlich zur Siegerin gekürt wurde. Was folgte, schildert Sara rückblickend als Leben auf der Überholspur: Sie jettete um die Welt, von einem Modeljob zum nächsten, sie gab unzählige Interviews, hatte TV-Auftritte und sogar eine Rolle in einem Kinofilm mit Otto Waalkes. Doch innerlich fühlte sie sich zerrissen: Bereits kurz vor ihrem Sieg bei GNTM gab es eine Anfrage der Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ (MfM), die von Karlheinz Böhm ins Leben gerufen worden war, ob sie nicht MfM-Botschafterin werden wolle. Bevor sie sich dazu entschloss, reiste sie zusammen mit ihrem Vater und MfM-Mitarbeitern nach Äthiopien. Es war ihre erste Reise ins Heimatland ihrer Eltern und ihre erste Konfrontation mit unglaublicher Armut, was sie tief bewegte. Ihr wurde bewusst, wie viel Glück sie gehabt hatte, dass sie dank des Muts ihrer Eltern im vergleichsweise reichen Deutschland aufwachsen durfte anstatt in einer Lehmhütte in Äthiopien. Es ergab sich, dass Sara damals von Äthiopien zurück nach Frankfurt flog und von dort direkt weiter nach New York zur Fashion Week. Diese sehr gegensätzlichen Eindrücke machten ihr sehr zu schaffen. Nach der Armut in Afrika kam ihr die Modeszene extrem oberflächlich und belanglos vor. Über die Jahre führten diese krassen Gegensätze zu einer immer größeren inneren Zerrissenheit, bis schließlich der Moment kam, als Sara einen radikalen Cut machte: Sie trennte sich von ihrer bisherigen Agentur ebenso wie von ihrem langjährigen Freund, zog mit ihrer Schwester von München nach Berlin, nahm nur noch wenige Jobs an und und versuchte herauszufinden, was sie eigentlich wirklich mit ihrem Leben anfangen wollte. Mit der Zeit reifte in ihr und ihrer Schwester Sali die Idee, Kaffee direkt von einer Kooperative in Äthiopien zu importieren, nuruCoffee wurde geboren. Wenig später gründeten die Schwestern zusammen mit einigen Mitstreitern den Verein nuruWomen, um mit den Gewinnen aus dem Kaffeeverkauf Mikrokredite an Frauen in Äthiopien vergeben zu können und ihnen so zu helfen, ihre eigenen Geschäftsideen erfolgreich umzusetzen. Inzwischen sind auch viele von Saras Modeljobs geprägt von der Idee der Nachhaltigkeit, so dass ihre verschiedenen Tätigkeiten als Model, Unternehmerin und Vortragsrednerin immer mehr ineinander greifen. In ihrer Biografie erzählt Sara sehr offen von ihrem Lebensweg, von ihren Ängsten, Zweifeln und Krisen, aber auch von vielen schönen Begegnungen, vor allem mit Frauen in Afrika, die es trotz vieler Widerstände geschafft haben, ihren Weg zu gehen, auch dank nuruWomen. Das Buch enthält auch viele Fotos aus Saras Kindheit und von ihren Reisen nach Afrika, die einen guten Eindruck vermitteln von all dem, was die junge Frau zu dem gemacht hat, was sie heute ist. Letzten Oktober war ich auf der Buchmesse in Frankfurt und habe Sara Nuru dort persönlich getroffen (den Bericht dazu gibts auf meinem Blog). Schon damals war ich sehr beeindruckt von der Reife dieser jungen Frau, als sie dort dem ZDF ein Interview gab, dieser Eindruck hat sich durch die Lektüre des Buches noch verstärkt. Auf der Buchmesse habe ich mir ihr Buch gekauft und von ihr signieren lassen, dabei konnten wir auch ein paar Worte wechseln und ich habe mich riesig gefreut, als ich erfuhr, dass Sara Nuru auch die Städtepartnerschaft meiner Heimatgemeinde mit dem äthiopischen Alem Katema kennt und sich per Newsletter regelmäßig über Neuigkeiten auf dem Laufenden hält. Dieses Buch lege ich nicht nur GNTM-Fans ans Herz, sondern allen, die sich für Afrika, insbesondere Äthiopien interessieren, die gerne spannende Biografien lesen oder einfach mehr über den Lebensweg dieser beeindruckenden jungen Frau erfahren möchten.

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Vita

Sara Nuru wurde am 1989 in Bayern geboren und gewann 2009 bei Germany’s Next Topmodel den 1. Platz. Heute ist Sara ein erfolgreiches Model, als Vortragsrednerin deutschlandweit unterwegs und seit Jahren Botschafterin für Menschen für Menschen. 2017 gründete sie mit ihrer Schwester Sali das Food-Start-up nuruCoffee sowie ihren eigenen Verein nuruWomen, mit dem sie in Äthiopien – der Heimat ihrer Eltern und dem Ursprungsland des Kaffees – Frauen bei der Existenzgründung unterstützt.

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Sarah Borufka

Die Co-Autorin Sarah Borufka wurde 1983 in Fürth geboren. Studium der Filmwissenschaften in New Orleans, danach Arbeit in New York und Prag. Seit 2012 lebt sie in Berlin, wo sie als freie Autorin arbeitet.

Pressestimmen

»Nuru sprach über ihr Buch ›Roots‹, in dem sie den bemerkenswerten Weg ihrer Familie von Äthiopien nach Bayern beschreibt – und wie es ihr gelang, von Deutschland aus, die Heimat ihrer Eltern zu unterstützen.«

Süddeutsche Zeitung (21. Oktober 2019)

»Sehr sympathische Biografie.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (21. November 2019)

»Das Buch beschreibt den Weg des Models in ein sinnerfülltes Leben.«

Frau im Spiegel (09. Oktober 2019)

»Sehr sympathische Biografie.«

Westdeutsche Allgemeine (21. November 2019)

»Ihre Erfahrungen hat sie in einem sympathischen und ermutigenden Buch aufgeschrieben.«

Süddeutsche Zeitung (27. November 2019)

»Das Buch beschreibt den Weg des Models in ein sinnerfülltes Leben.«

Frau im Spiegel (09. Oktober 2019)