Weil ich ein Dicker bin

Szenen eines Lebensgefühls

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Was das Dicksein mit der Seele macht

»Bike collapses under German fat man!« Das ein solches Youtube-Video 1,2 Millionen Aufrufe finden könnte, ist nur einer der Albträume von Bertram Eisenhauer. Denn er ist nicht dick. Er ist 6XL-dick. Und so ist sein Vorsatz abzunehmen kein banaler Diätplan. Es ist der kühne Entschluss, nach Jahrzehnten als »Fetter« ins Leben mit den anderen zurückzukehren. Denn Fettsein ist viel mehr als Übergewicht, es ist ein Verlust an fast allem, was man Leben nennt – von Zungenküssen über Sonnenuntergänge bis zu eigenen Kindern. Und deshalb ist Abnehmen auch viel mehr als Ernährungsumstellung und Sport. Es fordert die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Unverblümt geht Eisenhauer seiner Langzeitfettleibigkeit auf den Grund. Er begegnet dem Dicken im Kopf, der schon als Kind lernt: Wer dich liebt, der gibt dir zu essen. Und er erkennt, dass Hunger für ein Gefühl steht, für eine Sehnsucht und einen Schmerz, und dass Essen nur ein Sanitäter in der Not ist.

„Geständnisse eines Schwergewichts – Bertram Eisenhauer bricht ein Tabu: Der Journalist schreibt über das Fettsein und schildert die seelischen Folgen des Übergewichts.“

STERN (21. Januar 2016)

eBook epub (epub), 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-15651-0
Erschienen am  25. Januar 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

70 % der deutschen Männer laut WHO zu dick

Von: Schönheitssinn aus Hannover

07.12.2019

Der Autor ist kein Elefant, wie der Buchumschlag suggeriert, sondern ein Mensch, noch dazu ein sehr attraktiver. Er will das aber gar nicht sein, denn er geht von vornherein davon aus, dass eine Frau ihn verachtet, weil er Schwierigkeiten hat. In seiner Phantasie kann es deshalb auch nur einen one-night-stand geben. Aber jeder Mensch, der die Lebensmitte erreicht, hat mindestens ein gewaltiges Thema, das die Frage stellt, ob er oder sie so weiterleben will wie bisher. Das Buch lässt den Leser aufgewühlt zurück: wie soll eine Frau mit ihrer Liebe zu dem Autor durchdringen, wenn er sich selbst überhaupt nicht liebt ?

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[Rezension] „Weil ich ein Dicker bin“

Von: Ninespo

19.10.2016

Das Buch in drei Worten? Emotional, erleuchtend, eindrücklich. Das Cover/Die Gestaltung? Das Cover im Allgemeinen ist sehr hell und freundlich gestaltet. Zu sehen ist ein Elefant, der auf einer Bank sitzt und den Horizont betrachtet. Neben Fernweh überkommt mich beim Anblick des Buchs eine gewisse Melancholie, die ich vor allem nach der Lektüre des Buchs besser zuordnen kann. Die Gestaltung ist sachlich und klar, ohne überflüssigen Schnickschnack oder Verzierungen. Der Inhalt? Bertram Eisenhauer berichtet in „Weil ich ein Dicker bin“ über sein Leben als Übergewichtiger. Jedem dürften die Gedanken bekannt sein, wenn man ein wenig zugenommen hat, die Lieblingshose nicht mehr passt oder man sich in der Umkleidekabine in ein Teil zu zwängen versucht, das eigentlich die richtige Konfektionsgröße haben sollte, Bertram Eisenhauer kennt diese Probleme in einem stärkeren und viel frustrierendem Ausmaße. Er nimmt den Leser mit auf eine 52 Wochen andauernde Reise durch sein Leben, seine Diätversuche, seine Beziehungen und seinen aktuellen, begleiteten Abnehmversuch. Dabei schildert er mit einer gewissen Selbstironie, viel Charme und Charisma von den Dingen, die ihn zu einem Dicken gemacht haben. Es hat mich tief bewegt, wie ehrlich Bertram Eisenhauer mit seinen Lesern ist. Ich hatte das Gefühl, dass er stellenweise ausblendet, dass das von ihm Geschriebene veröffentlich wird. Es hat den Charakter eines sehr intimen Tagebuchs, das man zum Lesen in die Hand gedrückt bekommt. Er durchleuchtet sich, seine Vergangenheit und seine Gewohnheiten sehr genau, zeigt dabei aber vor allem das Schicksal der Übergewichtigen. Wie es ist, sich nicht mehr alleine richtig anziehen zu können. Wie sehr die abschätzigen Blicke, die einem „pummeligen“ Menschen schon zusetzen, verletzen und nachwirken, teilweise noch Wochenspäter dein Selbstwertgefühl zerstören, sofern davon noch die Rede sein kann, und dich noch tiefer in deine Spirale treiben. Er spricht auch von der Verzweiflung der Verwandten, die mit einem an Übergewicht leidenden Menschen zusammenleben, ihre Hilfs- und Ausweglosigkeit, ohne dabei mitleidheischend zu sein. Er spricht offen und ehrlich über die Folgen und Konsequenzen des Übergewichts und darüber, welchen Anteil die Gesellschaft daran hat. Ich möchte euch nichts vorweg nehmen, ihr sollt den Inhalt selbst erschließen. Mich jedenfalls hat der Inhalt, seine Lebensgeschichte in Abschnitten, sehr berührt und bewegt. Der Schreibstil? Man merkt es Bertram Eisenhauer deutlich an, dass er Redakteur in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist. Sein Schreibstil ist flüssig, sachlich und dennoch packend. Er schreibt humorvoll und emotional, ohne dem Leser ein bestimmtes Gefühl aufzupfropfen. Er lockert einige der Stellen, die mir besonders an die Nieren gingen, gekonnt auf und schafft es, eine Bandbreite von Eindrücken, Gedanken und Gefühlen widerzugeben. Empfehlung? „Weil ich ein Dicker bin“ hatte mich von seiner Thematik direkt angesprochen. Bertram Eisenhauer erzählt offen und ehrlich von seinem Erlebnisse, genauer von seinem Leben und eröffnet einem als Leser einen anderen Blickwinkel. Das Thema Gewicht ist für kaum jemanden ein angenehmes Thema, erst recht nicht, wenn es als krankhaft oder abnormal gewertet wird. Wenn es aber wirklich gesundheitsgefährdende Ausmaße annimmt, wird er wahrhaft ernst. Und aus dieser Perspektive wirft Bertram Eisenhauer seine Lebensgeschichte und Eindrücke in die Waagschale. Er hat es bei mir geschafft, ein neues Bewusstsein bezüglich der Thematik Gewicht/Übergewicht zu erlangen. Ich danke dem C. Bertelsmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Weil ich ein Dicker bin“.

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Vita

Bertram Eisenhauer

Bertram Eisenhauer, geboren 1964, wuchs in Baden auf, studierte in Heidelberg, Connecticut und New York. Er arbeitete als Redakteur im Feuilleton und im politischen Ressort der FAZ; heute leitet er das Ressort „Leben“ bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

„In „Weil ich ein Dicker bin“ erzählt der übergewichtige Bertram Eisenhauer selbstironisch von einem Abnehmjahr und seinem neuen Lebensgefühl.“

ZEIT Magazin (11. Februar 2016)

„Es geht um den Kampf zweier Giganten: Wille vs. Sucht. Eine wahre Geschichte, über 52 Wochen poetisch, brillant und berührend geschrieben.“

NEON (09. Januar 2016)

„Ernst, aber auch mit viel Sinn für Humor: Bertram Eisenhauer hat ein schonungslos offenes Buch über seine Abnehmversuche geschrieben. Es macht Mut – und nachdenklich.“

MEN'S HEALTH (13. Juli 2016)

„Ein sehr schonungsloser Bericht!“

Bettina Böttinger, WDR „Kölner Treff“ (22. Juli 2016)

„ ‚Weil ich ein Dicker bin‘ ist die schonungslose Offenbarung einer Sucht und ihrer Folgen.“

MDR „artour“ (14. Januar 2016)

„Ein nachdenkliches und auch schonungsloses Buch.“

Susanne Fröhlich, „Fröhlich lesen“, mdr (11. Februar 2016)

"Die Selbstentblößung, die nur ab und zu ironisch abgepuffert wird, die so rational durchargumentiert ist und sich eben doch zum Gefühl, auch zum Leid bekennt: Sie macht Eisenhauers Buch aus."

Deutschlandfunk "Andruck" (18. April 2016)

„185 Kilogramm ist sein Gewicht, und das ist sein Leiden. Jetzt hat er ein Buch geschrieben, eine ebenso ehrliche wie berührende Auseinandersetzung mit sich selbst.“

Lübecker Nachrichten (12. Februar 2016)

„Der Autor schreibt witzig, einfühlsam und unterhaltend. Empfehlenswert für jede Gewichtsklasse!“

Bohrbecker Nachrichten (19. Februar 2016)