Alles ist möglich

Roman

(6)

Bestseller Platz 43
Spiegel Hardcover Belletristik

HardcoverNEU
20,00 [D] inkl. MwSt.
20,60 [A] | CHF 28,90 * (* empf. VK-Preis)

Bestellen Sie mit einem Klick:

Oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler

In ihrem neuen Roman erzählt Elizabeth Strout unvergessliche Geschichten über die Menschen einer Kleinstadt, die sich nach Liebe und Glück sehnen, aber oft Kummer und Schmerz erleben.

Da sind zwei Schwestern: Die eine gibt für die Ehe mit einem reichen Mann ihre Selbstachtung auf, während die andere sich von einem Buch dazu inspirieren lässt, ihr Leben zu ändern. Der Hausmeister der Schule will einem Außenseiter helfen und stürzt dabei in eine Glaubenskrise; eine erwachsene Frau sehnt sich immer noch wie ein Kind nach der Liebe ihrer Mutter. Und eine in New York erfolgreiche Schriftstellerin kehrt nach siebzehn Jahren zum ersten Mal in ihre Heimat zurück, um ihre Geschwister zu besuchen.

Die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle, von Hass und Neid, Einsamkeit und Wut bis zu innigster Menschenliebe entfaltet sich in diesen Familiengeschichten. Es sind Geschichten über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke, über die unendliche Vielfältigkeit des Lebens.

»Ein Roman wie dieser ist ein Grund zu lesen.«

Claudia Voigt / Der Spiegel (27. Oktober 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Sabine Roth
Originaltitel: Anything Is Possible
Originalverlag: Random House USA
Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87528-6
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ein grandioses Buch, still, sensibel und sehr berührend

Von: Lesemademoiselle

01.01.2019

„Ihm schien, je älter er wurde, desto klarer sah er, wie wenig er diesen verwirrenden Widerstreit zwischen Gut und Böse begriff, und vielleicht waren die Menschen ja schlicht nicht dafür gemacht, dass sie die Dinge hier auf Erden begriffen.“ In ihrem neuen Roman erzählt Elizabeth Strout unvergessliche Geschichten über die Leute einer Kleinstadt im Mittleren Westen, die wie alle Menschen überall von Liebe und Glück träumen, aber oft Kummer und Schmerz erleben. Nach „Mit Blick aufs Meer“ ist dies mein zweiter Roman der großen Geschichtenerzählerin Elizabeth Strout. Und auch dieser Roman hat mich wieder abgeholt zu einem Besuch in einer amerikanische Kleinstadt. Das Buch ist wie ein Spaziergang durch den kleinen Ort Amgash in Illinois, bei dem man einen Blick durch fremde Fenster wirft. Man hält inne, lauscht und taucht kurz ein in das Leben von anderen Menschen. Es ist keine durchgängige Geschichte. Vielmehr ist es ein bunter Strauß aus Episoden über ganz unterschiedliche Personen, welche am Schluss dennoch ein großes Ganzes ergeben. Im Mittelpunkt der Erzählungen steht Lucy Barton. Sie war bereits Protagonistin in „Die Unvollkommenheit der Liebe“, ein Roman der vor gut zwei Jahren erschien. Zunächst ist sie die große Unbekannte im Roman und taucht selbst erst in der zweiten Hälfte des Buches auf. Aber alle Geschichten sind lose mit ihrer Person verbunden. Alle Erzählungen sind tiefgründig, sympathisch und sie werden niemals kitschig. Es ist das ganz normale Leben, scheinbar gleichförmig und unaufgeregt. Aber wer dahinter schaut, entdeckt die Verzweiflungen, Ängste, Hoffnungen, Sehnsüchte und das kleine Glück zwischen den Zeilen. Und genau diese Gemütszustände beschreibt Elizabeth Strout wie keine andere. Da ist Tommy, Patty, Linda, Charlie, Mary, Pete und Dottie und am Ende möchte man ihnen winken und rufen: alles war doch möglich, für jeden von euch! „Alles ist möglich“ erschienen im Luchterhand Verlag ist ein grandioses Buch, still, sensibel und sehr berührend. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Sabine Roth, die bereits Werke von Jane Austen und Hilary Mantel übersetzt hat.

Lesen Sie weiter

Wunderbar

Von: LiteraturReich

23.12.2018

Die US-amerikanische Autorin Elizabeth Strout wird gerne die „Chronistin des Alltäglichen“ genannt. Weil sie sich mit dem Alltag der Menschen in der Provinz beschäftigt und ihre Beziehungen untereinander analysiert, Mutter-Tochter- und Geschwisterbeziehungen, generell Familiengefüge untersucht. Undramatisch und unsentimental erzählt sie von deren Leben, den Erinnerungen, den Lasten, die sie mit sich herumschleppen, ihren Ängsten, Träumen, Hoffnungen, oder dem, was davon übrigblieb. Aber ist das wirklich nur alltäglich? In ihrem neuesten Roman „Alles ist möglich“ gibt es Ehebruch, verheimlichte Homosexualität, Inzest, bitterste Armut, Kriegstraumata, Misshandlung, Verrohung und Brandstiftung. Weil Strout davon aber so unaufgeregt erzählt, nehmen auch wir Leser diese Dinge als das hin, was sie sind – Lebensalltag, etwas, das bestanden werden muss. Die Charaktere in den Büchern von Elizabeth Strout sind alle irgendwie unglücklich, zeitweise zumindest, alle auf die eine oder andere Weise verletzt, aber sie mühen sich weiter, den einen gelingt das besser als den anderen, aber die meisten machen kein Drama daraus. Wie beispielsweise Tommy Guptill, den man gleich zu Beginn des Buches kennenlernt. Einst ein erfolgreicher Farmer, verlor er seinen ganzen Besitz bei einem verheerenden Brand. Er und seine Familie überlebten aber unverletzt. Und Tommy hat seinen Frieden mit dem Schicksal geschlossen. Er arbeitet seitdem als Hausmeister der Schule und ja, vielleicht weiß er sein Glück seit damals sogar mehr zu schätzen. Tommy ist einer der Charaktere, der vielleicht positivste, in einem Vielpersonenstück, das nach Art der „Short Cuts“ aufgezogen ist. Neun kunstvoll verwebte Geschichten erzählen von dem kleinen Ort Amgash, irgendwo in der Provinz von Illinois. Nachbarn, Verwandte, Bekannte sind in einem Beziehungsreigen miteinander verknüpft, selten sind sie Freunde, denn dafür sind sie alle viel zu vereinzelt. Elizabeth Strout erstellt ein Soziogram der amerikanischen Provinz, recht düster, aber niemals hoffnungslos. Denn: „Alles ist möglich“. Auch die Erfüllung der Sehnsucht, die die meisten der Menschen dort umtreibt, die Sehnsucht nach dem „Draußen“, dem Weg raus aus der Enge, der Beschränktheit, der Einsamkeit. Einer der Personen ist das gelungen. Elizabeth Strout LeserInnen ist sie aus dem letzten Roman „Die Unmöglichkeit der Liebe“ bekannt (Original: I am Lucy Barton), eben jene Lucy Barton, die nach New York gezogen ist und dort nun als sehr erfolgreiche Schriftstellerin lebt. Hier in „Alles ist möglich“ ist sie nur eine der vielen Charaktere. Sie besucht im Rahmen einer Lesung in Chicago nach siebzehn Jahren zum ersten Mal wieder ihre Heimat, ihren Bruder Pete und die Schwester Vicky, nachdem sie als junge Frau vor der schrecklichen Armut und Verrohung ihrer Familie floh. Die Mutter, die im letzten Roman eine tragende Rolle gespielt hat, ist mittlerweile gestorben. Schwester Vicky trägt immer noch einen immensen Groll gegen die kleine Schwester, den „Liebling“ der Mutter, der die Flucht und der gesellschaftliche Aufstieg gelang. Lucy wiederum verkraftet die Wiederbegegnung mit ihrer Vergangenheit gar nicht, sie erleidet eine Panikattacke. Andere in der Charaktere wiederum bewundern Lucy, so der Bruder Pete und auch die Lehrerin Patty. Deren Mann ist vor einer Weile gestorben, Lucys autobiografische Kindheitserinnerungen sind für sie eine Offenbarung. Seit langer Zeit fühlt sie sich zum ersten Mal wieder verstanden. Abel, ein entfernter Cousin von Lucy, trifft diese auf einer Lesung nach vielen Jahren wieder. Bei ihm endet das Buch, passend zur jetzigen Lesezeit, mit einer „Weihnachtsgeschichte“. Er besucht mit Tochter und Enkeln eine Aufführung des Dickens-Klassikers. Da die kleine Enkelin ihr geliebtes Plasikpony dort vergessen hat, fährt er lang nach Aufführungsende noch einmal ins Theater zurück und begegnet dort „Scrooge“. Eine merkwürdige und schicksalhafte Begegnung. Dies sind nur wenige der Personen, die „Alles ist möglich“ bevölkern. Sie alle sind Meister der Verdrängung unliebsamer Erinnerungen, Meister des Weitermachens. Alle biegen sich ihr Leben ein wenig zurecht. Ihre Erinnerungen sind immer unzuverlässig. Elizabeth Strout erzählt stilistisch brillant, sachlich, aber immer mit einer großen menschlichen Wärme. Sie schont ihre Figuren nie, stellt sie aber auch niemalsfür mich bloß. Ihre Romane sind mit das Wunderbarste, was amerikanische Literatur zu bieten hat, allen voran „Mit Blick aufs Meer“, für den sie 2009 den Pulitzer Prize erhalten hat, und „Das Leben, natürlich“ (2013). „Alles ist möglich“ ist zersplitterter, die vielen Charaktere und ihre Geschichten sind unübersichtlicher, aber dadurch nicht weniger erhellend und berührend. Wie eine Kritikerin schrieb: „Es ist ein Strauß von Geschichten über Menschen. Man kann sie sich auch nicht gut merken, aber man fühlt sich nach der Lektüre doch tatsächlich wie Patty, Lucy Bartons Buch lesend: irgendwie im Innersten verstanden.“

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. »Die Unvollkommenheit der Liebe« kam auf die Longlist des Man Booker Prize 2016. »Alles ist möglich« erhielt ein überwältigendes Presseecho in den USA und stand in allen großen Medien auf den Empfehlungslisten; die Übersetzungsrechte wurden in 16 Länder verkauft. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

Zur AUTORENSEITE

Links

Pressestimmen

»Mit ›Alles ist möglich‹ hat sich die Bestsellerautorin endgültig in die Reihe der großen amerikanischen Literaten eingeschrieben.«

Franziska Wolffheim / SPIEGEL ONLINE (14. November 2018)

»Elizabeth Strout erzählt unsentimental vom Leben in einer Provinzstadt, ohne in Stereotype oder sentimentale Bemitleidung zu verfallen.«

»Pulitzer-Preisträgerin Strout erzählt in dichter Sprache von denen, von denen nur wenige erzählen: von einfachen Leuten im ländlichen Amerika.«

Stern (08. November 2018)

»Trotz vieler Verfehlungen und Verletzungen gilt: Alles ist möglich in diesem umwerfenden Buch.«

Martina Sulner / Hannoversche Allgemeine Zeitung (24. November 2018)

»Immer wieder schimmert in diesen neun Erzählungen, die sich beiläufig zum Roman runden, das Blau der Verheißung durch die Zeilen.«

Ingrid Mylo / Badische Zeitung (27. Oktober 2018)

»Man fühlt sich nach der Lektüre doch tatsächlich wie Patty, Lucy Bartons Buch lesend: irgendwie im Innersten verstanden.«

Annemarie Stoltenberg / NDR Kultur (12. November 2018)

»Das alles wird von Strout so leise und elegant entwickelt, dass man beim Lesen immer wieder bewundernd innehält.«

Renée Zucker / rbb Inforadio (11. November 2018)

»Elizabeth Strout ist eine Meisterin der menschlichen Seelenlagen. Subtil und ohne viel Worte schafft sie Situationen, die frei von Stereotypen alles über ihre Charaktere sagen.«

Roana Brogsitter / B5 aktuell (28. November 2018)

Weitere Bücher der Autorin