Am Ende bin ich

Roman

(7)
Hardcover
18,00 [D] inkl. MwSt.
18,50 [A] | CHF 25,90 * (* empf. VK-Preis)

In der Buchhandlung oder hier bestellen

„Ich stellte mir vor, wie viele Menschen sich gerade in dieser Stadt befanden – die gehalten und geliebt werden wollten. Wer war ich, dass ich mich von einer Person so quälen ließ?“

Seine Liebe zu Aurora und der Kummer, der damit seinen Anfang nimmt, ist für Luca unerträglich. Er tröstet sich mit unzähligen neuen Bekanntschaften und lernt dabei Frauen und Männer kennen, die allerdings die Sehnsucht nach Aurora eher noch verstärken. Er genießt die Aufmerksamkeit und Zuneigung all dieser Menschen, denen er begegnet und verletzt sie mit seiner Zurückweisung. Im Laufe dieser Erfahrungen kommt er sich jedoch selbst immer näher. Schließlich weiß er, was Glück für ihn bedeutet.


Hardcover mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-424-35107-1
Erschienen am  23. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Wo fängt die Liebe an .. und wo endet sie ?

Von: Anja Grunwald aus München

18.10.2020

„Ich stelle mir vor , wie viele Menschen sich gerade in dieser Stadt befanden - die gehalten und geliebt werden wollten. Wer war ich, dass ich mich von einer Person so quälen ließ?“ Luca ist Anfang 20 , studiert in München und kommt aus einem Kurort in Bayern. Er lernt während einer Zugfahrt zurück nach München Aurora kennen und verliebt sich Hals über Kopf. Am Anfang scheint alles ein Traum , bis Luca eines Tages erkennt , dass Aurora ihn nicht so liebt wie er erhoffte. Ein feinfühliger Roman über das Suchen nach Liebe, Glück, Antworten. Luca weiß noch nicht so richtig was er möchte. Ob er Frauen mag oder doch eher Männer liebt. Obwohl er in Aurora seine große Liebe sieht , die ihn verlassen hat liest man doch schnell heraus, dass Luca gar nicht so richtig weiß was er will. Nach der Trennung von Aurora trifft er sich mit vielen Menschen ob Frau oder Mann. An seiner Seite seine Studienfreundin Sarah und sein Nachbar Theo sowie seine Familie in Eglheim. Am Ende bin Ich ist ein Roman über das Suchen, Finden und auch Loslassen von Menschen, die nur einen Teil unserer Reise des Lebens begleiten. Ein wunderbares Buch, was mich oft an mein eigenes Gefühlsleben erinnert hat und auch jetzt noch tut. Am Ende ist wichtig zu wissen wer man ist und mit wem man sein Leben wirklich teilen möchte.

Lesen Sie weiter

Tiefgründiges, bewegendes Debüt, das mitten ins Herz trifft.

Von: Der Medienblogger

19.05.2020

Die Suche nach Selbsterfüllung und der wahren Liebe ist häufig ein zentrales Thema der Gegenwartsliteratur. Charaktere schwimmen im großen Ozean des Lebens, und finden nirgends einen Anker, der sie festhält; fühlen sich in einer sonst so vertrauten Umgebung plötzlich fremd; erkennen sich selbst nicht mehr wieder. Wer ist 'ich'? Wer bin ich? Nachwuchsautor Alexander Wachter wagt in seinem Debütroman "Am Ende bin ich" die berührende Erkundung des Protagonisten Luca. Dieser ist bereits ab Seite eins ein nahbarer und empathischer Protagonist, dessen zurückhaltende Bescheidenheit sofort eine liebenswerte Eigenschaft an ihm ist. Seine Hoffnung auf eine glückliche Beziehung und einen festen Platz im Leben sind durchaus verständliche Motive, die durch eine schön ausgeführte Innensicht nachempfunden werden können. Sein spontaner, selbstbewusster Umgang mit seinen Mitmenschen machen ihn zu einer total sympathischen Figur, die man gerne auf ihrer emotionalen Reise begleitet. Aber auch das Ensemble an Nebenfiguren ist wirklich überdurchschnittlich gut ausgearbeitet. Die Zuneigung zwischen den Freunden und der Familie scheint an einigen Stellen besonders deutlich greifbar; die von diesen Personen ausgehende Liebe sorgt für ein wohliges Wärmegefühl während dem Lesen. Einige Menschen treten jeweils nur in einzelnen Szenen Cameo-artig auf und werden bewusst charakteristisch nur angerissen, um das Gefühlschaos und der daraus resultierenden Flucht aus festen Bindungen darzustellen. Diese Orientierungslosigkeit und das damit einhergehende Treibenlassen als Motivik gefielen mir gut und regten mich definitiv zum Nachdenken an. Ich selbst stehe gerade auch vor einem Lebensabschnitt, der von großen Entscheidungen und Veränderungen geprägt ist. Daher ist mir das Gefühl, nicht zu wissen, wer man selbst ist, nur allzu vertraut. Die zunehmende innere Zerrissenheit von Luca entsteht durch den Verlust von Aurora, und in die Beziehung zu ihr hat er all seine Behutsamkeit und Zärtlichkeit investiert. Der Funke zwischen den beiden Schlüsselfiguren mag für den Leser aber nicht so ganz überspringen, denn: Es wird überwiegend in Retrospektive, im Allgemeinen über ihre Romanze gesprochen. Mir fehlt die szenische Darstellung, die in konkreten Momenten zeigt, worüber sie lachen, weinen und denken, wenn sie zusammen sind. So ist das gebrochene Herz von Luca zwar absolut verständlich; der Zauber, dem er erlegen ist, eher weniger. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang und Geduld für das Ausarbeiten dieses handlungstechnischen Kernelements gewünscht. Zudem, und das geht mit dem vorangestellten Inhaltsverzeichnis einher, birgt der Roman auf seinem Weg nur wenige Überraschungen. Sein endgültiger Verlauf wird bereits durch die Nennung der Namen des jeweiligen Sex- beziehungsweise Liebespartners vorweg gegriffen. Das schmälert aber nicht die Qualität des vorliegenden Werks. Sprachlich finde ich "Am Ende bin ich" außerordentlich gelungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und ermöglicht dem*der Leser*in einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Der Autor legt ein hohes Tempo an den Tag, das keinen Raum für erzähltechnische Längen lässt. Außerdem ist die tolerante und weltoffene Argumentationsweise des Buchs sehr löblich - und im Jahr 2020 leider noch immer nicht selbstverständlich (weswegen ich diesen Punkt an dieser Stelle für erwähnenswert halte). Letztendlich stelle ich mir wieder die Frage, wem ich diesen Roman weiterempfehlen kann, und die Antwort lautet kurz angebunden: jedem. Tut euch selbst etwas Gutes, lasst eure Seele baumeln und die emotionale Wucht dieses Romans auf euch wirken. "Am Ende bin ich" ist ein tiefgründiges, bewegendes Debüt, das mitten ins Herz trifft.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Alexander Wachter wurde 1994 in Feldkirch geboren. Der facettenreiche Österreicher arbeitete bereits als Steinmetz, Pfleger, Bibliothekar, Kellner, Redakteur und Social-Media Manager. Seit 2014 studiert er Englische Literatur und Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wozu ihn ein einjähriges High School Jahr in New York inspirierte.

Seine Kurzgeschichten und Gedichte wurden in u.a. in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Er las und moderierte bereits auf Bühnen in Bayern und Österreich.

Seit 2019 ist er Stipendiat des Max Weber-Programms des Freistaats Bayern.

www.prosathek.de/alexander-wachter.de

Zur Autor*innenseite