Am Ende bin ich

Roman

(6)
Hardcover
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„Ich stellte mir vor, wie viele Menschen sich gerade in dieser Stadt befanden – die gehalten und geliebt werden wollten. Wer war ich, dass ich mich von einer Person so quälen ließ?“

Seine Liebe zu Aurora und der Kummer, der damit seinen Anfang nimmt, ist für Luca unerträglich. Er tröstet sich mit unzähligen neuen Bekanntschaften und lernt dabei Frauen und Männer kennen, die allerdings die Sehnsucht nach Aurora eher noch verstärken. Er genießt die Aufmerksamkeit und Zuneigung all dieser Menschen, denen er begegnet und verletzt sie mit seiner Zurückweisung. Im Laufe dieser Erfahrungen kommt er sich jedoch selbst immer näher. Schließlich weiß er, was Glück für ihn bedeutet.


Hardcover mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-424-35107-1
Erschienen am  23. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Tiefgründiges, bewegendes Debüt, das mitten ins Herz trifft.

Von: Der Medienblogger

19.05.2020

Die Suche nach Selbsterfüllung und der wahren Liebe ist häufig ein zentrales Thema der Gegenwartsliteratur. Charaktere schwimmen im großen Ozean des Lebens, und finden nirgends einen Anker, der sie festhält; fühlen sich in einer sonst so vertrauten Umgebung plötzlich fremd; erkennen sich selbst nicht mehr wieder. Wer ist 'ich'? Wer bin ich? Nachwuchsautor Alexander Wachter wagt in seinem Debütroman "Am Ende bin ich" die berührende Erkundung des Protagonisten Luca. Dieser ist bereits ab Seite eins ein nahbarer und empathischer Protagonist, dessen zurückhaltende Bescheidenheit sofort eine liebenswerte Eigenschaft an ihm ist. Seine Hoffnung auf eine glückliche Beziehung und einen festen Platz im Leben sind durchaus verständliche Motive, die durch eine schön ausgeführte Innensicht nachempfunden werden können. Sein spontaner, selbstbewusster Umgang mit seinen Mitmenschen machen ihn zu einer total sympathischen Figur, die man gerne auf ihrer emotionalen Reise begleitet. Aber auch das Ensemble an Nebenfiguren ist wirklich überdurchschnittlich gut ausgearbeitet. Die Zuneigung zwischen den Freunden und der Familie scheint an einigen Stellen besonders deutlich greifbar; die von diesen Personen ausgehende Liebe sorgt für ein wohliges Wärmegefühl während dem Lesen. Einige Menschen treten jeweils nur in einzelnen Szenen Cameo-artig auf und werden bewusst charakteristisch nur angerissen, um das Gefühlschaos und der daraus resultierenden Flucht aus festen Bindungen darzustellen. Diese Orientierungslosigkeit und das damit einhergehende Treibenlassen als Motivik gefielen mir gut und regten mich definitiv zum Nachdenken an. Ich selbst stehe gerade auch vor einem Lebensabschnitt, der von großen Entscheidungen und Veränderungen geprägt ist. Daher ist mir das Gefühl, nicht zu wissen, wer man selbst ist, nur allzu vertraut. Die zunehmende innere Zerrissenheit von Luca entsteht durch den Verlust von Aurora, und in die Beziehung zu ihr hat er all seine Behutsamkeit und Zärtlichkeit investiert. Der Funke zwischen den beiden Schlüsselfiguren mag für den Leser aber nicht so ganz überspringen, denn: Es wird überwiegend in Retrospektive, im Allgemeinen über ihre Romanze gesprochen. Mir fehlt die szenische Darstellung, die in konkreten Momenten zeigt, worüber sie lachen, weinen und denken, wenn sie zusammen sind. So ist das gebrochene Herz von Luca zwar absolut verständlich; der Zauber, dem er erlegen ist, eher weniger. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang und Geduld für das Ausarbeiten dieses handlungstechnischen Kernelements gewünscht. Zudem, und das geht mit dem vorangestellten Inhaltsverzeichnis einher, birgt der Roman auf seinem Weg nur wenige Überraschungen. Sein endgültiger Verlauf wird bereits durch die Nennung der Namen des jeweiligen Sex- beziehungsweise Liebespartners vorweg gegriffen. Das schmälert aber nicht die Qualität des vorliegenden Werks. Sprachlich finde ich "Am Ende bin ich" außerordentlich gelungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und ermöglicht dem*der Leser*in einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Der Autor legt ein hohes Tempo an den Tag, das keinen Raum für erzähltechnische Längen lässt. Außerdem ist die tolerante und weltoffene Argumentationsweise des Buchs sehr löblich - und im Jahr 2020 leider noch immer nicht selbstverständlich (weswegen ich diesen Punkt an dieser Stelle für erwähnenswert halte). Letztendlich stelle ich mir wieder die Frage, wem ich diesen Roman weiterempfehlen kann, und die Antwort lautet kurz angebunden: jedem. Tut euch selbst etwas Gutes, lasst eure Seele baumeln und die emotionale Wucht dieses Romans auf euch wirken. "Am Ende bin ich" ist ein tiefgründiges, bewegendes Debüt, das mitten ins Herz trifft.

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Was für ein grandioses Buch!

Von: Anna

04.05.2020

Das Cover des Buches finde ich sehr schön und es passt meiner Meinung nach gut zum Inhalt. Der Klappentext hörte sich von Anfang an sehr interessant an und machte mich neugierig auf den Inhalt. Ich muss auch sagen, das Buch hatte ich innerhalb eines Tages durch weil mich der Inhalt so umgehauen hatte. Einfach ein tolles Lesevergnügen! Der Schreibstil ist wirklich toll, ich kam sehr gut ins Buch rein und konnte mich in der Geschichte gut fallen lassen und es lies sich locker und flüssig lesen. Ich fand den Schreibstil auch außergewöhnlich schön weil ab und an echt so poetische Szenen beschrieben wurde, die mir ab und an Gänsehaut bescherten! Das Buch ist aus der Sicht von Luca geschrieben, ich fand ihn als Protagonisten wirklich toll, er ist ein toller, authentischer Charakter, der wirklich gut ins Buch passte und dessen Story mir auch wirklich ans Herz ging. Aurora dagegen fand ich von Anfang an sehr egoistisch, ich hasste es wie sie Luca behandelte und ich konnte direkt mit ihm mitfühlen, mir kam es oft so vor als mache ich das selber durch. Diese starken Gefühle in dem Buch haben mich einach sowas von umgehauen, ich war hin und weg. Es war sehr schön Luca auf seiner Lebensreise begleiten zu dürfen und einen Einblick in sein Leben zu bekommen. Es wurde zu Anfang sehr viel von Aurora erzählt, seiner Freundin, die jedoch immer mehr Abstand zwischen die beiden brachte. Luca musste sich so hart in sie verliebt haben, aber wer kennt das nicht... es tat mir selber weh wie sie ihn ab und an behandelt hat und hätte sie am liebsten angeschrien! Man merkte auch richtig wie Luca sich immer mehr ungeliebt fühlte und was das auch alles mit ihm machte. Ich fand seinen Weg zur Selbstfindung und Selbstliebe vor allem sehr schön und man hat echt gemerkt wie es nach einer Zeit einfach Klick gemacht hat. Lucas Sexualität fand ich auch sehr interessant, am Anfang dachte ich mir so "Ääähm, okay?" aber das wandelte sich dann auch schon bald um in ein "oh wow, wie schön und toll ist das bitte?". Es war wirklich sehr schön beschrieben und ich fand das alles sehr interessant zu lesen weil ich sowas noch nicht bis gar nicht gelesen habe. Dadurch kommt mir vor hat es mir dann noch besser gefallen als ich erwartet hatte. Das Ende fand ich auch grandios, Lucas Weg zur Selbstliebe... ich finde daraus könnte man selber auch was lernen. Viele haben ein Problem mit der Selbstliebe, obwohl das einer der wichtigsten Punkte ist damit man sich öffnen kann und auch für das Vertrauen in andere! Es ist einfach ein Thema das jeden was angeht und betrifft und ich finde es einfach stark wie Wachter das in ein Buch umgesetzt hat!

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Vita

Alexander Wachter wurde 1994 in Feldkirch geboren. Der facettenreiche Österreicher arbeitete bereits als Steinmetz, Pfleger, Bibliothekar, Kellner, Redakteur und Social-Media Manager. Seit 2014 studiert er Englische Literatur und Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wozu ihn ein einjähriges High School Jahr in New York inspirierte.

Seine Kurzgeschichten und Gedichte wurden in u.a. in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Er las und moderierte bereits auf Bühnen in Bayern und Österreich.

Seit 2019 ist er Stipendiat des Max Weber-Programms des Freistaats Bayern.

www.prosathek.de/alexander-wachter.de

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