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Aufschlag Caravaggio

Kundenrezensionen (2)

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-89667-545-3

Erschienen: 28.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Einzigartig, originell, unbekümmert um alle Konventionen

Francisco de Quevedo, genialer Poet und berüchtigter Rauf- und Trunkenbold, befindet sich auf der Flucht vor der spanischen Justiz, als er in Rom auf den italienischen Maler Caravaggio trifft. Eine gemeinsam durchzechte Nacht endet im Streit, und um seine Ehre wiederherzustellen, fordert Quevedo den Künstler heraus – doch nicht zu einem Duell mit Waffen, sondern zu einer Tennispartie, die zur Metapher wird für den Wettstreit der beiden Supermächte der Spätrenaissance: Italien und Spanien. Ein furioser Zweikampf mit weitreichenden Folgen.

Frei von jeder Bildungshuberei entführt uns Álvaro Enrigue mit diesem Roman hinein in die Welt der Geschichte, der Kunst und der stürmischen Entwicklungen, die uns in die Moderne schleudern sollten. Ein kurzweiliges und überraschendes Lesevergnügen in der Tradition von Umberto Eco und Italo Calvino.

Aufschlag Caravaggio ist auf die Bestenliste Weltempfänger vom Winter 2015 gewählt worden. Thomas Wörtche, der der Jury unter dem Vorsitz von Ilja Trojanow angehört: "Der spanische Barockdichter Francisco Gómez de Quevedo und der Maler Caravaggio spielen in Rom Tennis. Das ist intelligent, fantasievoll, unterhaltend, artistisch und sehr komisch. Natürlich geht es um Kunst und Politik, die Moderne dämmert am Rande herauf, die Welt wird größer und globaler. Elegante Komplexität, die dann eben doch nicht nur historisch zu lesen ist."

„Ich wollte mit Caravaggio arbeiten, weil er so viel über uns aussagt“ Zum Interview mit Álvaro Enrigue

"Das ist intelligent, fantasievoll, unterhaltend, artistisch und sehr komisch. ... Elegante Komplexität, die dann eben doch nicht nur historisch zu lesen ist."

Thomas Wörtche, Weltempfänger-Bestenliste (01.12.2015)

Álvaro Enrigue (Autor)

Álvaro Enrigue, geboren 1969 in Guadalajara, studierte in Mexico City Kommunikationswissenschaften, lehrte anschließend Literatur des 20. Jahrhunderts und promovierte an der University of Maryland. Seit seinem 1996 erschienen Debüt La muerte de un instalador gehört er zu den wichtigsten iberoamerikanischen Gegenwartsautoren, seine Werke sind preisgekrönt und wurden in viele Sprachen übersetzt. Aufschlag Caravaggio ist der erste Roman Enrigues, der auf Deutsch erscheint. Enrigue lebt mit seiner Familie in New York.


Peter Kultzen (Übersetzer)

Peter Kultzen, geboren 1962 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in München, Salamanca, Madrid und Berlin. Er lebt als freier Lektor und Übersetzer spanisch- und portugiesischsprachiger Literatur in Berlin. 1994 und 2011 erhielt er den Übersetzerpreis der Botschaft von Spanien in Deutschland.

"Das ist intelligent, fantasievoll, unterhaltend, artistisch und sehr komisch. ... Elegante Komplexität, die dann eben doch nicht nur historisch zu lesen ist."

Thomas Wörtche, Weltempfänger-Bestenliste (01.12.2015)

Aus dem Spanischen von Peter Kultzen
Originaltitel: Muerte súbita
Originalverlag: Anagrama

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-89667-545-3

€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen: 28.09.2015

  • Leserstimmen

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Geschichtlicher Schlagabtausch à la Tennisspiel

Von: André P. Datum: 26.11.2016

Zugegebenermaßen – im Normalfall wäre dies nicht meine Art von Lektüre, aber ich stand der Sache dennoch ganz interessiert gegenüber. Wie bereits beschrieben, besteht das Buch dabei aus einer Reihe von Einblicken in die damalige Welt der Kunst, geschichtliche Ereignisse und so mancher wilder Geschichte – die gern auch noch etwas detaillierter hätten ausgeführt werden können. Daneben folgt immer wieder der Sprung zurück in das bereits beschriebene Tennisspiel zwischen Dichter und Maler. Insgesamt eine teils skurrile und aufschlussreiche Lektüre!

Aufschlag Caravaggio

Von: Monika Paul aus Bad Dürkheim Datum: 06.11.2015

Die klassische Rezension sollte mit einer Inhaltsangabe beginnen. Was aber, wenn schon der Autor des Buchs, das man rezensieren soll, in dem Werk selber schreibt, dass er keine Ahnung habe, wovon der Roman handelt? Nun, der Rezensent kann das immerhin bestätigen.

Aufgehängt ist das Werk – ob man es einen Roman nennen soll, bliebe zu diskutieren – an einem Duell zwischen dem italienischen Renaissance-Maler Caravaggio und seinem spanischen Dichter-Zeitgenossen Quevedo. Während eines Trinkgelages haben die beiden sich zerstritten und fechten, wie damals üblich, ihren Streit am anderen Morgen mit Waffen aus – in diesem Fall allerdings mit nicht ganz so tödlichen Tennisschlägern. Italien gegen Spanien also, eine brisante Kombination, heutzutage zum Glück nur noch auf dem Fußballplatz, in der Renaissance dagegen ging es um die Vorherrschaft in der Welt.

Dieses Match erzählt der Autor. Mal schlüpft er dabei in die Haut des Malers, mal in die des Dichters. Beiden merkt man die Zecherei des Vorabends an, denn ihre Gedanken sind unzusammenhängend und nicht immer voll aufs Spiel fokussiert. Wenn sie mal nicht denken bzw. spielen, wird der Leser mit Auszügen aus der Geschichte des Kampfes um die oben erwähnte Weltherrschaft zwischen den damaligen Supermächten traktiert, scheinbar willkürlich gewählt, mal in sich abgeschlossen, mal werden die Ereignisse ein paar Seiten weiter wieder aufgegriffen.

Das liest sich recht amüsant; Enrigues Sprache (bzw. die, wie ich finde, gelungene Übersetzung) ist nicht immer ganz einfach, aber blumig, vielfältig, anschaulich – und vergnüglich zu lesen. Die historischen Informationen werden amüsant präsentiert, regen zum Nachdenken an.

Fazit: Man muss gar nicht immer wissen, worum es geht, manchmal genügt es auch einfach, ein gutes Buch zu lesen.

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