VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Die Geschenke meiner Mutter Roman

Kundenrezensionen (8)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 18,99 [D] inkl. MwSt.
€ 19,60 [A] | CHF 25,90*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-04652-9

Erschienen: 01.09.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Service

  • Biblio

Autobiografisch gefärbter Roman – eine Tochter über die Vergänglichkeit, die Kraft der Familie und die Liebe zu ihrer Mutter

Schon lange fürchtete Cecilie sich vor diesem Tag: ihre an Alzheimer erkrankte Mutter kommt nicht mehr allein zurecht und muss ins Pflegeheim. Beim Ausräumen des Elternhauses findet die Tochter in einer Schublade ein Bündel Zettel, auf denen die Mutter über vierzig Jahre gewissenhaft alle Weihnachtsgeschenke notiert hat, die in der Familie ausgetauscht wurden. An diese umsichtig ausgewählten Gaben sind Cecilies Erinnerungen an geliebte Menschen geknüpft, deren Leben aus der Vergangenheit auftauchen – und so erzählt der Roman die wechselvolle Geschichte einer bürgerlichen Familie über ein Jahrhundert.

Ein selten schönes, Trost spendendes Buch über die Vergänglichkeit, über die Liebe einer Tochter zu ihrer Mutter, die Kraft der Familie und über die Freude, die Schenken bereitet.

»Ein Buch, das einen unmerklich gefangen nimmt, bei dem man sich Seite um Seite im Leben der anderen verliert.«

Christine Westermann, WDR-FS, frauTV (06.11.2014)

Cecilie Enger (Autorin)

Cecilie Enger, Jahrgang 1963, studierte Geschichte, Norwegisch und Journalismus und arbeitet als Journalistin bei einer der führenden norwegischen Zeitungen. 1994 legte sie ihr Romandebüt vor, das mit dem Nota-Bene-Buchpreis ausgezeichnet wurde. 2000 war sie für den Brage-Preis nominiert, 2008 erhielt sie den Amalie-Skram-Preis. "Die Geschenke meiner Mutter" ist ihr siebtes Buch, wurde für den Kritikerpreis nominiert, mit dem Buchhändler-Preis ausgezeichnet und war ein Bestseller in Norwegen.


Gabriele Haefs (Übersetzerin)

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.

»Ein Buch, das einen unmerklich gefangen nimmt, bei dem man sich Seite um Seite im Leben der anderen verliert.«

Christine Westermann, WDR-FS, frauTV (06.11.2014)

»Leise und melancholisch.«

HÖRZU (26.09.2014)

»Randvoll mit Gefühlen.«

Hellweger Anzeiger, 20.12.2014

»Die Warmherzigkeit, mit der Enger erzählt, fordert dazu auf, eigene Erinnerungen hervorzuholen. [...] In einem einfühlsamen Sprachduktus, der die Würde und die Distanz des Beschreibens wahrt.«

Wetterauer Zeitung (30.08.2014)

"Kraftvoll und mit einem Blick für Details erzählt Cecilie Enger von einer Familie und deren verlorene Erinnerungen."

Klassekampen

mehr anzeigen

Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs
Originaltitel: MORS GAVER
Originalverlag: Gyldendal

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 272 Seiten, 12,5 x 20,0 cm

ISBN: 978-3-421-04652-9

€ 18,99 [D] | € 19,60 [A] | CHF 25,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: DVA Belletristik

Erschienen: 01.09.2014

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Eine Geschichte mit Tiefgang und einer gewissen Schwere

Von: Kathrinshome Datum: 09.01.2017

www.kathrins-home.de

Was würdet ihr machen, wenn ihr in der Schublade eine Liste eurer Mutter findet, in welche sie Jahr um Jahr die Weihnachtsgeschenke aufgeschrieben hat? Wegwerfen oder aufheben? Cecile, die älteste Tochter nimmt diese Liste mit, als sie zusammen mit ihrem älteren Bruder und ihrer jüngeren Schwester das Haus der Mutter entrümpeln und für den Verkauf leerräumen.

So beginnt eine wunderbare, aber auch eigenartige und manchmal schwer zu lesende Geschichte rund um eine norwegische Familie. Ceciles Mutter wird in ein Pflegeheim, welches in Norwegen – wie ich finde viel schöner – Wohn- und Fürsorgeheim genannt wird, gebracht, da sie zunehmend stärker an Alzheimer erkrankt und die Familie die Vollzeitpflege nicht mehr aufbringen kann. So trifft sich die Verwandschaft nun in Hon, dem Haus der Mutter und räumt das Haus aus, damit dieses verkauft werden kann. Man kann aufgrund der stimmungsvollen Sprache, verbunden mit der feinfühligen Übersetzung fast miterleben, wie es den Angehörigen geht, wenn sie Altbekanntes in die Hände nehmen und sich dann Geschichten erzählen „Weißt du noch...?“. Eine gewisse Schwere liegt in den Seiten, die auch lustige Anektoden meiner Meinung nach nicht komplett verschwinden lassen können.

Cecile nimmt nun die 40 losen Blätter, die Weihnachtsgeschenkeliste, mit nach Hause und im Laufe des Buches werden wir Jahr für Jahr in ihre Erinnerungen rund um die Eltern, Großeltern, Familie, Freunde mitgenommen. Manches ist sehr bildhaft geschrieben, als würde man gemeinsam ein altes Fotoalbum anschauen. Anderes wirkt fast ein wenig wirr und ich habe trotz mehrfachem Lesen irgendwie das Gefühl, dann den Faden verloren zu haben.

Zwischen den Erinnerungen gibt es dann die Besuche der Tochter bei der kranken Mutter im Pflegeheim, deren gesundheitliche Situation sich im Laufe des Buches weiter verschlechtert. Hier bleibt das Buch – ich möchte eigentlich gar nicht von einem Roman sprechen, weil mir das zu fiktiv erscheint – sehr nahe an der Realität, die jeder kennt, der selbst an Alzheimer erkrankte Familienmitglieder hat. Manchmal gelingt einem ein Schmunzeln, manchmal verdrückt man beim Lesen eine Träne... dann hilft es sehr, das Buch einfach mal beiseite zu legen. Beim Weiterlesen kommen dann auch wieder in die spannenden Erinnerungen Ceciles hervor – z.B. wenn sie von ihrem Interview mit der Großmutter spricht, welches sie auf zwei Kassetten aufgenommen hat oder wenn sie ihre Tochter mit ins Fürsorgeheim nimmt.

Es ist im Buchverlauf auch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen – mal erlebt man einen Wutausbruch Ceciles bei dem Besuch ihrer Mutter mit, bei dem man als Außenstehender schnell sagt: meine Güte, warum hat sie so überreagiert? Ja, das Buch ist wirklich eindrücklich, bedrückend – aber zwischendurch auch erheiternd, motivierend und voll schöner Erinnerungen... man darf keinen alltäglichen (Familien-) Roman erwarten und sollte sich beim Lesen etwas Zeit nehmen, dann erkennt man, welch ein Schatz dieser Roman in sich birgt und daher mag ich euch dieses Buch wirklich sehr ans Herz legen.

Ein Buch das zum Nachdenken anregt

Von: Meine wundersame Welt der Bücher Datum: 05.01.2017

https://meinewundersameweltderbuecher.wordpress.com/

„Die Geschenke meiner Mutter“ von Cecilie Enger ist ein autobiografisch angelehnter Roman über die Wichtigkeit von Familie, über die Bedeutung des Schenkens und der eigenen Vergangenheit. Es ist ein Buch über Liebe, Diskussionen, Familie, verschiedene politische Überzeugungen, Alzheimer ...und Geschenke. Kurz gesagt ist es ein Buch über das wahre Leben. Ich habe das Buch im Bloggerportal entdeckt und schon der Klappentext hat mich mitten ins Herz getroffen. Ich wusste, dass es für mich, die selbst einen Fall von Demenz in der Familie hat und weiß wie belastend das nicht nur für die Erkrankten selbst sondern auch für die Angehörigen selbst sein kann und die in Geschenken immer auch den Gedanken dahinter betrachtet, keine einfache Lektüre werden würde. Doch ich wollte den Roman trotzdem unbedingt lesen. Und ich hatte mit meiner Prognose recht. Es war nicht immer leicht, diese Geschichte zu lesen, genauso, wie das echte Leben nicht immer einfach ist. Ich musste immer wieder Lesepausen machen und so hat sich das Lesen über mehrere Wochen gezogen, aber das heißt nicht, dass mir der Roman nicht gefallen hat!
Denn es ist eine berührende Geschichte über die liebende Tochter Cecilie und ihre starke, taffe, politisch engagierte Mutter, die fast immer eine eigene Meinung hatte und schließlich durch die oft so grausame Krankheit Alzheimer nichts mehr von dieser selbstständigen Frau weiß, ja oft nicht einmal mehr ihre eigene Tochter erkennt. Doch im Vordergrund der Handlung steht nicht die Mutter, die nun im Pflegeheim wohnt, sondern die Weihnachtsgeschenke, die sie in der Vergangenheit immer sorgfältig notiert hat. Als Cecilie diese Geschenkelisten findet, wird sie in ihre Vergangenheit zurückversetzt und gemeinsam mit ihr erlebt man so einige Ereignisse von früher und lernt Verwandte oder Freunde kennen, die Cecilie schon beinahe vergessen hätte. Die Geschenke erzählen von fleißigen Männern, die ihr Lebensziel nie erreichen sollten, von einsamen Tanten und politischen und gesellschaftlichen Debatten innerhalb der Familie.
Der Schreibstil ist teilweise sehr nüchtern bis sachlich, manchmal jedoch auch sehr emotional oder direkt. Der Stil wird meist an die geschilderte Situation angepasst. Vor allem die letzten paar Seiten fand ich sehr berührend, denn sie spiegelten die schonungslose Wirklichkeit so gut wider.
Dieser Roman regt eindeutig zum Nachdenken an. Zum Nachdenken über kleine, selbstgemachte Geschenke voller Liebe, die heute womöglich als wertlos betrachtet würden, über Geschenke, die man lieber noch verschenken möchte, anstatt sie zu vererben, damit der Gedanke daran nicht dunkel gefärbt werden würde. Und darüber, dass alles vergänglich ist und man die schönen Ereignisse und die lieben Personen immer im Herzen bewahren sollte. Von mir gibt es eine eindeutige Leseempfehlung, wenn man auch bedenken sollte, dass dieser Roman eher weniger zur Unterhaltung allein geeignet ist!
Ein Stern Abzug, da der Schreibstil manchmal etwas zu langatmig ist.

Voransicht