Zeit der Unschuld

Roman

(2)
Hardcover
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Geld oder Liebe, Pflicht oder Leidenschaft – der ehrgeizige New Yorker Anwalt Newland Archer muss sich entscheiden: Will er sein Leben mit May Welland teilen, einer jungen Frau aus gutem Haus und wie geschaffen für sein berufliches Fortkommen? Oder steht er zu seinen Gefühlen für Mays Cousine Ellen Olenska, die im Begriff ist, gegen alle Konventionen zu verstoßen? Edith Wharton gelang mit dieser bewegenden Dreiecksbeziehung ein preisgekröntes Meisterwerk.

Newland soll Ellen zur Vernunft bringen. Zwar hatte man gerüchteweise von ihrem dunklen Eheleben gehört, doch was nun getuschelt wird, empört New Yorks High Society nicht minder: Ellen will sich von ihrem Mann trennen und nach Amerika zurückkehren. Ein Verhalten, das durch nichts zu rechtfertigen ist. Eine Scheidung würfe zudem einen Schatten auf Newlands Verlobung mit Ellens Cousine May. Der junge Anwalt zaudert, seine Lebenspläne geraten ins Wanken. Edith Whartons erfolgreichster Roman hat sich spätestens mit der Verfilmung durch Martin Scorsese auch das deutsche Publikum erobert. Jetzt liegt «The Age of Innocence » endlich in einer Neuübersetzung vor.

»Ein abgründiges Vergnügen … auch heute noch unbedingt lesenswert.«

Süddeutsche Zeitung, Thomas Steinfeld (01. Dezember 2015)

Aus dem Amerikanischen von Andrea Ott
Originaltitel: The Age of Innocence
Originalverlag: D. Appleton and Company
Mit Nachwort von Paul Ingendaay
Hardcover, Leinen mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7175-2350-5
Erschienen am  21. September 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Tolles Buch...

Von: EvaMaria

23.08.2018

“Zeit der Unschuld” ist mein erstes Buch der Autorin und ich bin wirklich begeistert. Die Autorin entführt den Leser nach New York und zwar muss hier der Rechtsanwalt Archer eine Entscheidung treffen, in welche Richtung sein Leben gehen wird. Soll er seine Verlobte heiraten, die ihm ein stabiles Leben ermöglicht? Oder soll er doch Ellen heiraten, die sich nicht so anpassen kann oder will. Persönlich fand ich das Buch regelrecht faszinierend. Ich fand es schon sehr amüsant, was mit dieser Dreiecksbeziehung passieren wird. Allerdings fand ich die Darstellung der Menschen bzw. der High Society in New York einfach gelungen. Man hatte das Gefühl, alle sind so angepasst und ja nicht auffallen, dass es schon, wie ein Zwang auf mich gewirkt hat. Ich konnte als Leser auch wirklich sehr gut in die Handlung abtauchen. Die Emotionen in der Geschichte schwankten regelrecht, einmal war alles wunderbar und dann wieder nicht, so war ich als Leser einfach nur mitgerissen. Die Charaktere fand ich wirklich wunderbar ausgebaut. Mir hat es gefallen, wie vielschichtig diese auf mich gewirkt hatten und bei so einigen davon, dachte ich nur, was seid ihr den spießig, weil alles so real auf mich gewirkt hat. Bin absolut verzückt. Die Schreibweise war ein Genuss. Bei manchen Klassiker wird man von der Schreibweise abgeschreckt, weil viele sehr schwierig sind und auch teilweise sehr ermüdend wirken. Hier hingegen war das aus meiner Sicht sowas von absolut nicht der Fall. Das Buch war leicht zu lesen und alles mache einen sehr flüssigen Eindruck. Die Handlung wird von einem auktorialer Erzähler, welcher alles von außerhalb präsentiert. Fand ich aber sehr geschickt gewählt, denn man wäre wahrscheinlich bei diesen Menschen auch eher außerhalb und so wirkte alles sehr real auf mich. Das Cover finde ich recht ansprechend und elegant. Persönlich finde ich es sehr passend zur Handlung. Zur Autorin: Edith Wharton (1862–1937) war ein Kind der Upperclass von New York. Ihre Ehe mit einem deutlich älteren Bankier endete in einer Scheidung. Nach dem Pulitzerpreis für »Zeit der Unschuld« wurde ihr 1923 als erster Frau die Ehrendoktorwürde der Yale University verliehen. Sie war Mitglied der American Academy of Arts and Letters und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert. Quelle: Verlag Fazit: 5 von 5 Sterne. Tolles Buch. Ein Highlight. Einfach wunderbar. Klare Kauf – und Leseempfehlung. Wird auch nicht meine letzte Geschichte der Autorin sein.

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Zeit der Unschuld

Von: Erdhaftig schmökert

06.01.2016

“Zeit der Unschuld” ist ein alter Roman, den der Manesse Verlag neu auflegte. Die Erstveröffentlichung war 1920. Das ich ihn schon mal irgendwann gelesen hatte, merkte ich bereits im ersten Viertel des Buches. Es tat dem wonnevollen Lesen keinerlei Abbruch, denn: Edith Wharton befleißigte sich eines schönen Schreibstils und verfasste einen niveauvollen Roman, der die New Yorker Upper class um die Jahrhundertwende skizziert. Sowohl die Diplomatie, jemanden aus ihrer Gesellschaft auszuschließen und mit eisiger Höflichkeit zu behandeln als auch die gewinnende Höflichkeit, um sich anzubiedern oder aber seinen Status klar zu zeigen. Klassenunterschiede sollten von Anfang an in der Neuen Welt unerheblich sein – jedoch, ohne Hierarchien können Gesellschaften wohl nicht auskommen. Das zeigt die Geschichte immer wieder und dieses Element baute die Autorin gar wunderbar aus und in ihren Roman ein. Die US-Amerikaner hielten das “good old europe” damals für dekadent und waren doch selbst in der gehobenen Gesellschaft so konservativ wie es nur irgend ging. Genau diesen Punkt hebt Wharton immer wieder hervor während die eigentliche Liebegeschichte – die, die nicht wahr werden darf – ihren Lauf nimmt. Der Schmöker hat Niveau!

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Vita

Edith Wharton

Edith Wharton (1862–1937) war ein Kind der Upperclass von New York. Ihre Ehe mit einem deutlich älteren Bankier endete in einer Scheidung. Nach dem Pulitzerpreis für «The Age of Innocence» wurde ihr 1923 als erster Frau die Ehrendoktorwürde der Yale University verliehen. Sie war Mitglied der American Academy of Arts and Letters und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert.

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Andrea Ott

Andrea Ott, geboren 1949, hat sich als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur einen Namen gemacht. Für den Manesse Verlag hat sie Meisterwerke u.a. von Jane Austen, Anthony Trollope, Charlotte Bronte, Elizabeth Gaskell, Henry James, Edith Wharton und Upton Sinclair ins Deutsche gebracht.

zum Übersetzer

Zitate

»Whartons Roman malt ein spitzfindiges Porträt der amerikanischen Oberschicht. Die Neuübersetzung hat vor allem den ironischen Ton wunderbar getroffen.«

Zeit online, Wiebke Porombka (19. Dezember 2015)

»Es ist der scharfsichtige, sezierende Blick auf gesellschaftliche Mechanismen, der diesen Roman auch 2016 zu einer faszinierenden Lektüre macht... Whartons Ironie ist treffsicher und beißend.«

Die Furche, Brigitte Schwens-Harrant (21. Januar 2016)

»Edith Whartons in mancherlei Hinsicht problematischer Liebesverzichtsroman strahlt in der Neuübersetzung von Andrea Ott mit frischer Ironie.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Werner von Koppenfels (28. November 2015)

«Die Übersetzung von Andrea Ott wird dem stilistischen Reichtum, der von poetischen Naturbildern bis zu sarkastischen Personenbeschreibungen reicht, souverän gerecht.»

Neue Zürcher Zeitung, Renate Wiggershaus (27. Februar 2016)

»Whartons Romane faszinieren durch jene zur Entstehenszeit noch völlig unbekannte, psychologisch fein austarierte Gebrochenheit, die man mit Fug und Recht als höchst modern charakterisieren kann.«

DIE RHEINPFALZ - Zweibrücker Rundschau, Gabriele Weingartner, 12.01.2016

«Die Übersetzerin … ist gewitzt zu Werk gegangen, und hat auf diese Weise die versunkene Welt überbordender Konventionen so recht plastisch gemacht.»

»Whartons Ironie ist treffsicher und beißend, von Andrea Ott wurde sie nun frisch und teils auch zugespitzt übersetzt.«

Die Furche (A), 21.01.2016

»Fulminant und von großer Raffinesse auch noch in unscheinbaren Szenen.«

Falter (A), 27.01.2016

»Andrea Ott findet für die unterschwellig blitzende Eleganz in Whartons Gesellschaftspanoramen, für intime Gespräche, Ballsaal oder Landpartie-Szenen ein von modernen Fremdkörpern erfreulich freies Idiom.«

Frankenpost Stadt und Landkreis Hof, 09.12.2015

»Fesselnd!«

Kronen Zeitung (A)

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