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Zeit der Unschuld Roman

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Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7175-2350-5

Erschienen: 21.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Geld oder Liebe, Pflicht oder Leidenschaft – der ehrgeizige New Yorker Anwalt Newland Archer muss sich entscheiden: Will er sein Leben mit May Welland teilen, einer jungen Frau aus gutem Haus und wie geschaffen für sein berufliches Fortkommen? Oder steht er zu seinen Gefühlen für Mays Cousine Ellen Olenska, die im Begriff ist, gegen alle Konventionen zu verstoßen? Edith Wharton gelang mit dieser bewegenden Dreiecksbeziehung ein preisgekröntes Meisterwerk.

Newland soll Ellen zur Vernunft bringen. Zwar hatte man gerüchteweise von ihrem dunklen Eheleben gehört, doch was nun getuschelt wird, empört New Yorks High Society nicht minder: Ellen will sich von ihrem Mann trennen und nach Amerika zurückkehren. Ein Verhalten, das durch nichts zu rechtfertigen ist. Eine Scheidung würfe zudem einen Schatten auf Newlands Verlobung mit Ellens Cousine May. Der junge Anwalt zaudert, seine Lebenspläne geraten ins Wanken. Edith Whartons erfolgreichster Roman hat sich spätestens mit der Verfilmung durch Martin Scorsese auch das deutsche Publikum erobert. Jetzt liegt «The Age of Innocence » endlich in einer Neuübersetzung vor.

»Ein abgründiges Vergnügen … auch heute noch unbedingt lesenswert.«

Süddeutsche Zeitung, Thomas Steinfeld (01.12.2015)

Edith Wharton (Autorin)

Edith Wharton (1862–1937) war ein Kind der Upperclass von New York. Ihre Ehe mit einem deutlich älteren Bankier endete in einer Scheidung. Nach dem Pulitzerpreis für «The Age of Innocence» wurde ihr 1923 als erster Frau die Ehrendoktorwürde der Yale University verliehen. Sie war Mitglied der American Academy of Arts and Letters und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert.


Andrea Ott (Übersetzerin)

Andrea Ott, geboren 1949, hat sich als Übersetzerin englischer und amerikanischer Literatur einen Namen gemacht. Für den Manesse Verlag hat sie Meisterwerke u.a. von Jane Austen, Anthony Trollope, Charlotte Bronte, Elizabeth Gaskell, Henry James, Edith Wharton und Upton Sinclair ins Deutsche gebracht.

»Ein abgründiges Vergnügen … auch heute noch unbedingt lesenswert.«

Süddeutsche Zeitung, Thomas Steinfeld (01.12.2015)

»Whartons Roman malt ein spitzfindiges Porträt der amerikanischen Oberschicht. Die Neuübersetzung hat vor allem den ironischen Ton wunderbar getroffen.«

Zeit online, Wiebke Porombka (19.12.2015)

»Es ist der scharfsichtige, sezierende Blick auf gesellschaftliche Mechanismen, der diesen Roman auch 2016 zu einer faszinierenden Lektüre macht... Whartons Ironie ist treffsicher und beißend.«

Die Furche, Brigitte Schwens-Harrant (21.01.2016)

»Edith Whartons in mancherlei Hinsicht problematischer Liebesverzichtsroman strahlt in der Neuübersetzung von Andrea Ott mit frischer Ironie.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Werner von Koppenfels (28.11.2015)

«Die Übersetzung von Andrea Ott wird dem stilistischen Reichtum, der von poetischen Naturbildern bis zu sarkastischen Personenbeschreibungen reicht, souverän gerecht.»

Neue Zürcher Zeitung, Renate Wiggershaus (27.02.2016)

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Aus dem Amerikanischen von Andrea Ott
Originaltitel: The Age of Innocence
Originalverlag: D. Appleton and Company

Mit Nachwort von Paul Ingendaay

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-7175-2350-5

€ 26,95 [D] | € 27,80 [A] | CHF 35,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Manesse

Erschienen: 21.09.2015

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Zeit der Unschuld

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 06.01.2016

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

“Zeit der Unschuld” ist ein alter Roman, den der Manesse Verlag neu auflegte. Die Erstveröffentlichung war 1920. Das ich ihn schon mal irgendwann gelesen hatte, merkte ich bereits im ersten Viertel des Buches. Es tat dem wonnevollen Lesen keinerlei Abbruch, denn:

Edith Wharton befleißigte sich eines schönen Schreibstils und verfasste einen niveauvollen Roman, der die New Yorker Upper class um die Jahrhundertwende skizziert. Sowohl die Diplomatie, jemanden aus ihrer Gesellschaft auszuschließen und mit eisiger Höflichkeit zu behandeln als auch die gewinnende Höflichkeit, um sich anzubiedern oder aber seinen Status klar zu zeigen. Klassenunterschiede sollten von Anfang an in der Neuen Welt unerheblich sein – jedoch, ohne Hierarchien können Gesellschaften wohl nicht auskommen. Das zeigt die Geschichte immer wieder und dieses Element baute die Autorin gar wunderbar aus und in ihren Roman ein. Die US-Amerikaner hielten das “good old europe” damals für dekadent und waren doch selbst in der gehobenen Gesellschaft so konservativ wie es nur irgend ging. Genau diesen Punkt hebt Wharton immer wieder hervor während die eigentliche Liebegeschichte – die, die nicht wahr werden darf – ihren Lauf nimmt.

Der Schmöker hat Niveau!

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