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Peter Hoeg - Der Susan-Effekt - Sandra Schwittau - Hörverlag - Hörbuch - Lesung

Hörbuch-Sprecher im Interview: Sandra Schwittau

Sandra Schwittau wurde 1969 in München geboren und ist durch ihre markante Stimme bekannt. Erste Bühnenerfahrungen sammelte sie am Jungen Theater in Göttingen. Bereits als Siebenjährige sprach sie in vielen Filmen und Kinderserien, u. a. Peppermint Patty von den PEANUTS. Seit ihrer professionellen Schauspielausbildung in München und New York synchronisiert Schwittau Hollywood-Stars wie Eva Mendes, Noomi Rapace und Hilary Swank. Den meisten Fernsehzusehern ist sie wohl als die deutsche Stimme von Bart Simpson bekannt. Schwittau wirkte bei etlichen Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mit.
Das schöne Foto auf dieser Seite ist von © Christian Hartmann.
Anlässlich ihrer Lesung von Peter Høegs Der Susan-Effekt haben wir Sandra Schwittau bei den Aufnahmen im Tonstudio interviewt.

Liebe Sandra Schwittau, wie bereiten Sie sich vor, wenn ein Roman wie dieser auf einem besonders starken Charakter aufbaut?

Also, wenn das Manuskript bei mir zu Hause ankommt, dann versuche ich erstmal den Text komplett zu lesen und noch gar keine Position zu beziehen, sondern einfach mal den Text auf mich wirken zu lassen. In dem Fall, beim „Susan-Effekt“, der ja in der Ich-Perspektive erzählt wird, war ich ganz schnell ganz nah an der Figur dran. Der Text packt einen, die Frau ist toll, selbstbewusst, hat viele Fähigkeiten. Und dann kommt für mich das zweite Lesen, wo ich mir schon die Tonalität zurechtlege und die Nähe zu dieser Figur aufbaue. In dem Fall ist mir das eigentlich relativ leicht gefallen, weil Susan eine tolle, schlaue Frau ist, die anpackt und weiß, was sie tut, und auf diesen Charakter konnte ich mich eigentlich schnell und gut einstellen.

Stört es Sie, dass man mit Ihnen vor allem die Stimme Bart Simpsons assoziiert?

Also ich muss sagen, ich bin selber so ein großer „Simpsons“ Fan und die Stimme für Bart Simpson zu sprechen, ehrt mich eigentlich. Insofern habe ich damit gar kein Problem und bin stolze Sprecherin von Bart Simpson. Dass ich eben nicht nur Bart Simpson bin, sondern auch tolle Hörbücher einlese oder die Stimme von Hilary Swank oder Eva Mendes bin, das kommt bei den richtigen Leuten auch an und ich nehme das mit Humor.

Warum fällt die Wahl Ihrer Synchronrollen häufig auf starke, schräge, eigenständige Frauencharaktere?

Hmmmh … ich glaube, das müsste man eigentlich die Regisseure und Besetzer fragen. Aber ich denke mal, das liegt natürlich auch an meiner ganz speziellen Stimme, die eben deutlich tiefer und vielleicht auch ein bisschen kratziger oder verlebter klingt. Insofern sind die Charaktere, auf die ich besetzt werde, oft … ja, schräg. Das macht mir auch besonders großen Spaß, weil ich natürlich mit der Stimme auch ganz viel in verschiedene Richtungen arbeiten kann, und das verbindet man eben gerne mit starken, eigenständigen Frauencharakteren.

Was macht für Sie die Magie einer Stimme aus?

Ja, die Magie einer Stimme, das ist natürlich wahnsinnig abstrakt. Ich versuche mal, in mich rein zu horchen, auf welche Stimmen ich reagiere: Ich glaube, ich mag es gern, wenn in der Stimme eine gewisse Lebenserfahrung mitschwingt, wenn die Stimme ganz präsent ist und mich als Zuhörer abholt. Völlig unabhängig von dem Inhalt des Gesprochenen oder Gelesenen. Es gibt so große Sprecher, große Schauspieler, die könnten mir auch das Telefonbuch vorlesen und ich würde gebannt zuhören. Einfach, weil diese Stimme mich einlädt zum Zuhören. Ich kann`s nicht besser erklären.

Der Susan-Effekt Reinhören

Peter Høeg

Der Susan-Effekt

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