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Hörbuch Download ISBN: 978-3-8445-0211-4

Erschienen: 01.01.1997
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In mehreren Jahren intensiver Such- und Sammelarbeit hat der Schriftsteller Walter Kempowski über 5000 Familiennachlässe zusammengetragen. Aus den Briefen, Tagebüchern und Alltagsdokumenten hat Walter Adler eine lebendige und facettenreiche Collage erstellt, die einen beeindruckenden Einblick in das Jahr 1945 erlaubt. Die privaten Erfahrungen und Erlebnisse zeichnen detaillierte, überaus persönliche Bilder vom Ende des 2. Weltkriegs.
Gesprochen wird die "Chronik für Stimmen" von über 200 renommierten Schauspielern, darunter Rolf Boysen, Otto Sander, Rosemarie Fendel u.v.a.

(Laufzeit: 8h 56)

Walter Kempowski (Autor)

Walter Kempowski, 1929 als Sohn eines Reeders in Rostock geboren, erlebte den Krieg als Flakhelfer. 1947 fand er Anstellung bei der US-Army in Wiesbaden. Ein Jahr später wurde er bei einem Besuch in Rostock wegen Spionageverdachts verhaftet. Ein sowjetisches Militärtribunal verurteilte ihn zu 25 Jahren Zwangsarbeit. Bis zu seiner Amnestierung 1954 blieb Walter Kempowski in Bautzen inhaftiert. Ab 1960 lehrte er an einer Dorfschule in Norddeutschland, bevor er 1980 sein vielbeachtetes zeithistorisches Archiv ins Leben rief. Walter Kempowski verstarb im Jahr 2007.

Akribisch sammelte Walter Kempowski deutsche Schicksale in Form von Tagebüchern, Fluchtberichten, Briefen, Fotos und Lebenserinnerungen. Seine Veröffentlichungen ließen ihn rasch zu einem der meistgelesenen deutschen Gegenwartsautoren aufsteigen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Familienchronik 'Tadellöser & Wolff' (1971), 'Ein Kapitel für sich' (1975), 'Schöne Aussicht' (1981), das Sachbuch 'Haben Sie Hitler gesehen?' (1973) und 'Echolot' (1993).


Walter Adler (Autor, Regisseur)

Walter Adler wurde am 14. September 1947 in Dümpelfeld geboren. Nach dem Besuch der Schauspielschule in Bochum arbeitete er zunächst als Regieassistent beim Hörspiel des Südwestfunks Baden-Baden.
Seit 1971 ist Walter Adler freier Autor und Regisseur und hat bis heute über 200 Hörspiele inszenierte. Daneben hat er für verschiedene Theater gearbeitet, z. B. für das Schauspiel Frankfurt, das Schauspiel Köln und das Staatstheater Karlsruhe. 1976 wurde er für sein Hörspiel Centropolis mit dem 'Hörspielpreis der Kriegsblinden' ausgezeichnet. Diesen wichtigsten deutschen Hörspielpreis erhielt er 1978 noch einmal, für die Regie von "Frühstücksgespräche in Miami". 1995 realisierte er mit dem Hessischen Rundfunk den ersten 'Radiotag': Die Sendung von Walter Kempowskis "Der Krieg geht zu Ende" ist eine 'Chronik für Stimmen', an der rund 250 Sprecher beteiligt waren.
Walter Adler ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt heute in Köln. Zahlreiche Hörspiele, bei denen er Regie führte, sind im Hörverlag erschienen, u. a. "Lolita" von Nabokov, Karl Mays "Orientzyklus", das Fantasy-Epos "Otherland" von Tad Williams und Wolfgang Koeppens Trilogie "Tauben im Gras"/"Das Treibhaus"/"Der Tod in Rom".


Sprecher

Rolf Boysen wurde 1920 in Flensburg geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und Kriegsdienst begann er seine schauspielerische Ausbildung in Hamburg. Ab 1948 war er an den staatlichen Bühnen in Dortmund, Kiel, Hannover und Bochum engagiert. Von 1957 bis 1968 gehörte Rolf Boysen zum Ensemble der Kammerspiele in München. Danach spielte er zehn Jahre am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, unter anderem 1969 die Titelrolle in Fritz Kortners Inszenierung von Schillers "Don Carlos". Seit 1978 stand Rolf Boysen wieder auf der Bühne der Münchner Kammerspiele und gilt bis heute als Doyen des Ensembles um Dieter Dorn - 2000 wechselte er mit ihm ans Münchner Residenztheater. Von 1993 bis 1999 verkörperte Boysen Shakespeares "König Lear" unter der Regie von Dieter Dorn, eine besondere und doch nur eine der mehr als hundert Rollen seiner Laufbahn. Als "Wallenstein" und "Michael Kohlhaas" ist er im Fernsehen auch einem breiten Publikum begegnet. Im Januar 2000 erhielt 'der großartige Schauspielkünstler' (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG) den "Kulturellen Ehrenpreis der Stadt München". Boysen liebt die komplexen Figuren, er gibt ihnen, was ihnen scheinbar fehlt, Einfachheit und damit Leben. Er nimmt ihnen nichts von ihrer Fremdheit aber er macht sie verständlich'. Wieland Schmied, Präsident der Akademie der schönen Künste (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG).

Ben Becker, 1964 in Bremen als Sohn des Schauspielerpaares Monika Hansen und Rolf Becker geboren, wuchs mit seiner Schwester Meret in Berlin bei seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten, dem Schauspieler Otto Sander, auf. Nach der Schauspielausbildung sieht man ihn in unterschiedlichen Film- und Fernsehproduktionen. Für seine Filmarbeit erhielt er u.a. den Grimme-Preis in Gold und Silber sowie die Goldene Kamera für den Kinofilm „Comedian Harmonists“. Zu Ben Beckers bekanntesten Filmen gehören „Schlafes Bruder“, „Marlene“ und „Sass“. Als Bühnendarsteller debütierte er 1993 am Hamburger Ernst-Deutsch-Theater und spielte danach erfolgreich in zahlreichen Inszenierungen. 2002 stand der mit dem „Goldenen Vorhang“ zum beliebtesten Schauspieler gekürte Künstler in Brechts Frühwerk „Baal“ auf der Bühne. Ben Becker gibt regelmäßig Gastspiele mit seinen szenisch -musikalischen Lesungen.

Traugott Buhre gehört zu den besten Schauspielern auf deutschen Bühnen. Bekannt und berühmt ist er spätestens seit de Thomas-Bernhard-Stück "Der Theatermacher", das ihm in der Regie von Claus Peymann und seit der ersten Inszenierung 1985 wie auf den Leib geschrieben schien. Als Filmschauspieler war Traugott Buhre u.a. in "Anatomie" und "Notturno" zu sehen, der Verfilmung von Franz Schuberts Leben.

Rosemarie Fendel, eine der großen deutschen Charakterdarstellerinnen, hat alle „Fünf Freunde“- Titel bei den Audionauten vorgelesen, in der ELTERN-Edition „Abenteuer Hören“ von Ottfried Preussler „Die Abenteuer des starken Wanja“ sowie von Carlo Collodi „Pinocchio“.

Achim Höppner arbeitete in München als Regisseur, Dramaturg und Schauspieler. Zur Zeit vorwiegend "Reisender in mehr oder weniger feinen Tonwaren" für "Film, Funk und Fernsehen". Als Ausgleich und lustvolle Ergänzung: Arbeit vor Publikum (szenischen Lesungen und Leseprogramme).

Gert Heidenreich, geboren 1944 in Eberswalde, lebt als freier Schriftsteller und Sprecher in der Nähe von München. Sein Werk umfasst Romane, Theaterstücke, Essays und Lyrikbände sowie Übersetzungen englischer und amerikanischer Dramen. Zuletzt erschienen die Kriminalromane "Im Dunkel der Zeit" (2007), "Das Fest der Fliegen" (2009) und "Mein ist der Tod" (2011), sowie 2013 die Erzählung "Die andere Heimat". Von 1991 bis 1995 war er Präsident des deutschen P.E.N. Er erhielt u. a. den Adolf-Grimme-Preis 1986, den Literaturförderpreis der Stadt München 1989, den Marieluise-Fleisser-Preis 1998 und den Preis Hörbuch 2000 (Hessischer Rundfunk). Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Der „sprechende Schriftsteller“ (Magazin hör-Bücher) ist seit 1972 in zahlreichen Literatursendungen und Hörbuchproduktionen zu hören, u. a. in Umberto Ecos "Der Name der Rose" sowie in J.R.R. Tolkiens "Die zwei Türme", "Die Wiederkehr des Königs" und "Der Hobbit".

Michael Habeck hatte nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule Ruth von Zerboni in München Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen, u. a. an den Münchener Kammerspielen, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und am Münchner Volkstheater. Dem breiten Publikum bekannt ist er aus zahlreichen TV-Produktionen wie 'Tatort', 'Der Ermittler' und 'Forsthaus Falkenau', aber auch aus internationalen Produktionen wie z. B. 'Der Name der Rose' und 'The Bourne Identity'. Als Synchronsprecher lieh er u. a. Danny De Vito, Oliver Hardy und dem Flintstone Barny Geröllheimer seine Stimme. Er verstarb im Februar 2011.

Thomas Thieme, geb. 1948 in Weimar, verlässt 1984 die DDR, arbeitet an allen großen, deutschsprachigen Bühnen und wird 2000 zum "Schauspieler des Jahres" gekürt. Im Film sieht man ihn u.a. in "Der Untergang" und "Das Leben der Anderen". Thomas Thieme lebt in Leipzig.

Achim Buch, geboren bei Bonn, studierte an der an der Folkwang-Hochschule in Essen. Er war schon an vielen deutschen Schauspielhäusern engagiert, darunter am Thalia Theater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und war zum Beispiel in der "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht (Regie: Jarg Pataki) oder Shakespeares "Romeo und Julia" (Regie: Klaus Schumacher) zu sehen. Buch spielt zudem immer wieder Rollen in Funk und Fernsehen.


Dieter Hildebrandt (Übersetzer)

Dieter Hildebrandt, geboren 1927 in Bunzlau, Niederschlesien, studierte in München Theaterwissenschaften. Zusammen mit Sammy Drechsel gründete er die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, deren Ensemble er bis 1972 angehörte. Von 1974 bis 1982 arbeitete er mit dem Kabarettisten Werner Schneyder zusammen. Seine TV-Serien Notizen aus der Provinz und Scheibenwischer wurden große Erfolge. Berühmtheit erlangte er auch durch seine Rollen in Kinoproduktionen wie Kir Royal und Kehraus. Hildebrandt erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grimme-Preis in Gold, Silber und Bronze. Viele erfolgreiche Bücher bei Blessing, darunter Nie wieder achtzig! (2007) und Letzte Zugabe (2014). Bis zu seinem Tod im November 2013 lebte Dieter Hildebrandt mit seiner zweiten Frau, der Kabarettistin Renate Küster-Hildebrandt, in München.

Übersetzt von Dieter Hildebrandt
Originaltitel: © 1995 Walter Kempowski, (P) Hessischer Rundfunk/Bayerischer Rundfunk/Südwestfunk/Norddeutscher Rundfunk 1995

Regie: Walter Adler

Hörbuch Download, Laufzeit: 536 Minuten

ISBN: 978-3-8445-0211-4

€ 20,95 [D]* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: der Hörverlag

Erschienen: 01.01.1997

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Hörbuch CD)

Geschichte zum Greifen nah

Von: Ritja Datum: 21.05.2016

buchstabenfestival.blogspot.de/

Geschichte zum Greifen nah, beklemmend, traurig und nachdenklich zurücklassend
Das Hörbuch zum Mehrteiler Abgang 45 von Walter Kempowski ist kein Hörbuch, was man mal eben nebenbei hört. Es dringt sofort ins Ohr und bleibt im Kopf haften.

Die vielen unterschiedlichen Stimmen und Ausschnitte sorgen für Gänsehaut. Es werden Briefe, Feldpost, Notizen, Tagebüchereintragungen von Privatpersonen vorgelesen. Durch die vielen Sprecher (mehr als 200) bekommt man das Gefühl, die verschiedenen Stimmen des Volkes zu hören. Es gibt kaum positive Nachrichten. In den Aufzeichnungen dominieren Trauer, Leid und Angst, aber auch Wut, Verzweiflung und Zorn.

Die Arbeit, die sich Walter Kempwoski gemacht hat, ist hörbar und unglaublich. Es ist ein wichtiges Zeitdokument, welches mich nachdenklich zurückgelassen hat. Ich konnte das Hörbuch nur in Etappen anhören und musste zwischendurch immer wieder eine Pause einlegen, um das Gehörte zu verarbeiten.

Es gibt ein Booklet zum Hörbuch, welches man zu Beginn lesen sollte. Neben der Auflistung der Sprecher und der Biografie von Walter Kempowski kann man auch ein Interview von ihm zur Arbeit lesen. Ganz am Ende findet man noch einmal die wichtigsten Daten aus dem Jahr 1945. Ich fand es interessant und hilfreich, da es den Hörer ein wenig auf das Hörbuch vorbereitet.

Trotzdem muss ich zugeben, konnte ich die einzelnen Personen nicht immer erkennen und empfand es dann auf Dauer auch etwas anstrengend nicht zu wissen, wer gerade spricht. Zwar sind die Sprecher im Booklet mit ihren Rollen aufgelistet, aber nicht genau zugeordnet nur "Frau Hug", "Ingelein", "Frau I". Man weiß nicht zu welchen Zeitpunkt die Person auftreten wird, dies muss man „heraushören“, was jedoch nicht immer möglich war. Manchmal ist mir das nur gelungen, weil die Sprecherstimme bekannt war (z.B. Otto Sander) und ich dadurch wusste, wen er vorlas. Dies hätte etwas besser, strukturierter dargestellt werden können.

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